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Bleiben Sie ruhig – es ist nur ein Kuss!

 

 

 

Frauen küssen Frauen, Männer küssen Männer: Mehr passiert eigentlich nicht in dem Trailer, der seit Wochen in einigen Kinos zu sehen ist. Und doch dürfte der Anblick sich küssender gleichgeschlechtlicher Partner – ästhetisch in Szene gesetzt – für viele Menschen noch immer ungewöhnlich sein. Die Botschaft könnte am heutigen Internationalen Tag gegen Homophobie, Transphobie und Biphobie nicht passender sein: Bleiben Sie ruhig – es ist nur ein Kuss!

Die Idee zu der Kampagne hatte vor zwei Jahren Uwe Koeberich aus Hergerath, einem kleinen Dorf im Norden der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens. Seitdem lädt er regelmäßig zu Shootings: Der belgische Ministerpräsident hat sich schon öffentlichkeitswirksam küssen lassen, der belgische König hingegen ließ sich aus protokollarischen Gründen entschuldigen. Doch damit nicht genug: Koeberich gründete Gesprächskreise, geht in Schulen und Kirchen. Es gebe noch jede Menge zu tun, sagte er dem Deutschlandfunk.

Der heutige Gedenktag soll zu mehr Toleranz in unserer Gesellschaft gegen lesbische, schwule, trans- und intergeschlechtliche Menschen aufrufen. Außerdem erinnert er daran, dass gleichgeschlechtliche Liebe noch immer in 70 Ländern strafbar ist. Homophobie muss nicht sein.


37 Kommentare

  1.   hostwurst

    Heute ist doch Hypertonie-Tag.

  2.   RexCramer

    Dann sollten wir alle hoffen, dass es nicht schon wieder die religiösen Gefühle anderer verletzt. Homosexualität ist nunmal in fast allen Religionen eine Sünde…

  3.   Lignite

    „Frauen küssen Frauen, Männer küssen Männer: “

    Und Frau Merkel küsst den Arsch von Obama.

  4.   Ice007

    Ich bin nicht Homophob, absolut nicht – aber:
    Mich nervt, dass die Homosexuellen heutzutage so ein „Bohei“ darum machen, das sie homosexuell sind. Mir doch egal „Wer mit Wem“ – aber ich wills auch nicht krampfhaft dauernd aufs Brot geschmiert haben.
    Die sind ja fast schlimmer als Veganer… ^^

  5.   J. B.

    @Ice007:

    Wie viele Homosexuelle kennen Sie denn, die ihnen ihre sexuelle Orientierung „krampfhaft dauernd aufs Brot [schmieren]“? Also ich kenne keine.
    Klar, das Thema bekommt große mediale Aufmerksamkeit – das hat auch damit zu tun, dass das Thema bis vor einigen Jahren noch ein gesellschaftliches Tabu war und Homophobie immer noch weit verbreitet ist. Die bunten Regenbogenfähnchen und die Auseinandersetzung mit der gesellschaftlichen Stellung von LGBTs ist Teil einer Emanzipationsbewegung, ähnlich der der Frauen in den 60er/70er Jahren.
    Bleibt nur zu hoffen, dass Homophobie in einigen Jahren kein Thema mehr ist, mit dem man sich regelmäßig in den Medien auseinandersetzen muss – wenn ich mir aber die zunehmende religiöse Radikalisierung in sämtlichen Ecken der Welt anschaue, habe ich da so meine Zweifel.

  6.   @Ice007

    Ich bin nicht HETEROphob, absolut nicht – aber:
    Mich nervt, dass die HETEROsexuellen IMMER NOCH so ein “Bohei” darum machen, das sie HETEROsexuell sind. Mir doch egal “Wer mit Wem” – aber ich wills auch nicht krampfhaft dauernd aufs Brot geschmiert haben.
    Die sind ja fast schlimmer als Fleischesser… ^^

    Sorry für diese wohlfeile Retourkutsche, die Steilvorlage aber war einfach zu einladend.

  7.   papa21

    Wieso muss ich plötzlich an den Herpes-Artikel denken, den ich erst neulich gelesen habe?
    Abgesehen davon; schade, dass solche Aktionen überhaupt notwendig sind.

  8.   Citoyen Allemand

    Schöne Gelegenheit, mal an den Verbotsparagraphen 175 StGB zu erinnern, der bis 1994 homosexuelle Handlungen bei Männern unter Strafe gestellt hat und nur deshalb entschärft wurde, weil nach der Wiedervereinigung eine Rechtsangleichung mit DDR-Recht notwendig wurde.
    50.000 Männer gelten seitdem unverändert bis heute als vorbestraft, ohne dass sich eine nennswerte Bewegung der Zivilgesellschaft für die Aufhebung dieser Urteile einsetzt. Statt dessen geriert man sich als Mitglied einer ach so toleranten Gesellschaft, die vom bösen Russen und Moslem akut bedroht wird.
    Sorry, Leute, man sieht, dass wir unser Unrecht hier Deutschland bislang noch recht gut alleine produzieren können.

  9.   David

    Ich frage mich ob dieser widerkehrende Versuch der „Konfrontations-Therapie“ positiv wirken kann, empfinde solche Kampangen immer als eine Indoktrination auch wenn sie anders gedacht sind und nur ein Positiv-Bild vermitteln sollen.
    Da gab es vor vielleicht 10 Jahren ein besseres Video. Kamerafahrt durch einen Park und hier und da Pärchen, küssend, im Arm halten etc.. Am Ende eine Fragestellung „Ist dir was aufgefallen?“ Überblendung „Nein? Das ist auch gut so“. (War auf English also keine Anspielung auf Wowereit, ist auch kein 1:1 Zitat sonder Erinnerungswortlaut) Keine Einleitung, keine weitere Ausleitung.
    Hab mir das Video mehrmals angesehen, bis mir ein Licht auf ging, das es wohl um die Vielfalt der Pärchen ging. Waren „mixed racial“, Homo, Heten evtl auch auch Trans k.A.. Aber es gab halt keine Fixerung oder Fokussierung alles wirkte normal und nicht so gewollt oder gar aufgezwungen „das musst du jetzt gut finden“.

  10.   Daniel R.

    Das Familienministerium hat nicht zu bestimmen, was in unserer Gesellschaft Platz hat und was nicht; es sollte zurück an die Arbeit gehen.