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Ups, was haben wir getan?

 
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Das fragen wir uns auch. Copyright: REUTERS/Andrew Kelly

Großbritannien hat abgestimmt und sich mehrheitlich für einen Austritt aus der EU entschieden. Die Auszählung während der Nacht ließ sich gut anhand der Twitter-Hashtags verfolgen: Aus #BrexitOrNot wurde #Brexit und schließlich #WhatHaveWeDone. Wir sind im Netz auf Stimmenfang gegangen.

Frei sein von europäischer Bürokratie, die eigene Unabhängigkeit ausleben. Das mag zunächst gut klingen. Doch welche Folgen der Brexit für Großbritannien hat, scheint vielen Menschen noch nicht so recht bewusst zu sein. Was ein Austritt aus der EU für die Wirtschaft hieße, haben wir an dieser Stelle schon in einer Kartengeschichte beschrieben.

Wie allerdings reagieren Menschen ganz persönlich auf den Brexit? Wir präsentieren Ihnen eine kleine Auswahl:

Da hilft nur noch, in den Norden zu flüchten …

... oder über den Kanal zu entkommen:

Oder doch noch weiter weg:

Ach, so wichtig ist das Zielland auch nicht:

Der Premier schickt unterdessen die Katze vor:

Und verglichen mit dem für David Cameron bevorstehenden Tag dürfte uns die Arbeit heute leichtfallen:

Schnell werden Parallelen zur US-Präsidentschaftswahl gezogen:

Da bleibt wohl nur noch, den Gang raus aus der EU in Würde anzutreten:


16 Kommentare

  1.   Gernold J. Crémer

    Das Ende ist nahe. Wahrscheinlich wird in den Midlands ein Vulkan ausbrechen, die Lavaströme werden bis nach Ramsgate fließen und bis an die schottische Grenze.

  2.   hmnuja

    Bisschen spät: Briten googeln, was der Brexit für sie bedeutet

    Die Wähler in Großbritannien haben sich entschieden: Eine knappe Mehrheit hat für den sogenannten Brexit, also den Ausstieg aus der Europäischen Union, gestimmt. Auf dem Finanzparkett sind die ersten Folgen schon jetzt spürbar. Nicht nur der Britische Pfund, sondern auch die großen Börsen-Indizes stürzten ab. Dabei dürfte der EU-Ausstieg für das Vereinigte Königreich noch viel weitreichendere Folgen nach sich ziehen.

    In Anbetracht dieser durchaus vorhersehbaren Entwicklungen verwundert es ein wenig, dass Google-Trends im Vereinigten Königreich erst zwei Stunden nach Schließung der Wahllokale einen massiven Anstieg bei der Suchanfrage „Was passiert, wenn wir die EU verlassen“ verzeichnen konnte. Zwar hatten sich die Briten mit dieser Frage zuvor natürlich auch schon an Google gewendet, dennoch kam es zu einem Anstieg von 250 Prozent.

  3.   Cutshet

    https://pbs.twimg.com/media/Ch1YppqW0AExulz.jpg

    Obelix wusste bereits schon vor 2000 Jahren, das auf der Insel nichts gutes zustande kommt ;)

  4.   doc snyder

    “ …eine Auswahl persönlicher Betroffenheit.“

    In Anlehnung an „Angste essen Seele auf“ …. „Betroffenheit benebeln klares Denken“.

  5.   Rigobert von Greibort

    Ach, toll. Eine Sternstunde des Journalismus.
    Man lässt vollkommen unvoreingenommen irgendwelche Leute von der Straße zu Wort kommen.
    Und nebenbei kann man noch Donald Trump einen mitgeben.
    Wie gut, dass es Hashtags gibt. Da kann man so komplexe Themen wunderbar zusammenfassen.

  6.   Fabian

    Kleiner Hinweis: Ihr habt die Verlinkung zu eurem Live-Blog vergessen 🙊

  7.   Heinz Pelzer

    Der Starke ist am am Stärksten alleine. So sagt man. So sehen es offenbar mehr als 50% der Briten. Mal sehen, wie stark diese Brexisbefürworter als Drittstaat demnächst seien werden. Mal sehen wie stark sie noch sind, wenn Nord-Irland und Schottland ein Referendum stellen und in der EU-bleiben wollen. Mal sehen welche Trümpfe sie dann noch in der Hand haben mit denen sie in bilateralen Verhandlungen Extrawürste von der EU erhalten können.

    Durch ihren Austritt haben die Briten eins erreicht: Die übrigen Länder werden die Britten erst einmal so weit wie möglich politisch verprügeln. Sie werden es still und leise tun müssen, erst unmerklich, dann immer mehr. Sie werden es tun müssen, alleine schon deshalb, um den Austritt weiterer Länder aus der EU zu verhindern. Zum Schluss gibt es dann, falls Nord-Irland und Schottland in der EU bleiben statt einem Großbritannien nur noch ein machtloses Kleinbritannien.

  8.   zev

    „Ups, was haben wir getan?“

    Bei dem was Merkel und Draghi uns tun haben sie getan was vernünftige Menschen tun, wenn sie es tun können (wir ja nicht).

  9.   Daniel

    Werter Autor
    wenn ich englische Statements lesen will geh ich zur Times oder zum Independent oder oder…
    Wenn sie schon für eine DEUTSCHE Publikation schreiben sollten sie auch daran denken das nicht jeder der Englischen Sprache (in allen Feinheiten) so mächtig ist wie sie und ich es (vielleicht) sind.

  10.   Der_Bremer

    Ich finde die genannten Tweeds lustig. Sie repräsentieren die Meinung von 48% der Bevölkerung. Die anderen 52%, den Begriff nennt man glaube ich „Mehrheit“, werden nicht zitiert. Weil sie böse sind. Böse, alte Landeier, die an den von ihnen geschaffenen Werten festhalten wollen. Oder sogar stolz auf die Errungenschaften des Landes sind? Nationalistenpack! Und die ganzen Proleten. Ungebildete Arbeiter, die garnicht verstehen können, über was sie da eigentlich abstimmen.
    Tja, so ist das in einer Demokratie!