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Hier und jetzt mit Haien schwimmen – völlig gefahrlos

 
Haie, mit denen man gefahrlos schwimmt
Screenshot von "Sizing up Sharks, the Lords of the Sea" von National Geographic

Seit 400 Millionen Jahren bevölkern Haie die Weltmeere. Derzeit sind mehr als 500 Arten bekannt. Eine interaktive Grafik des Magazins National Geographic zeigt, wie winzig der Mensch neben manchen dieser Raubfische wirkt. Und wie zart so mancher Hai neben einem Taucher.

Der Weiße Hai (Carcharodon carcharias) ist der Prominenteste unter den Raubfischen, wenn auch einer mit schlechtem Ruf: Seit Steven Spielbergs Film aus den siebziger Jahren, die den Hai als grausame Bestie zeigt, ist sein Image ruiniert. Dabei sind die bis zu sechs Meter langen Tiere weniger aggressiv, als es der Film suggeriert. Zwar liest man immer wieder Meldungen von Haiattacken – doch im Vergleich zur Anzahl der Tiere und zur Häufigkeit von Mensch-Hai-Begegnungen sind solche Angriffe immer noch selten.

Außerdem gibt es Haie, die noch viel kräftiger sind: Walhaie (Rhincodon typus) zum Beispiel. Diese werden bis zu 16,7 Meter lang. Das macht sie zu den größten Haien und zugleich zum größten Fisch der Gegenwart. Hingegen ist der Zwerg-Laternenhai (Etmopterus perryi) mit bis zu 20 Zentimetern Körperlänge und 150 Gramm Gewicht die kleinste Haiart.

Eishaie – die größten Wirbeltiere der Erde

Biologen wissen vergleichsweise wenig über das Leben von Haifischen. Erst kürzlich stellten Meeresbiologen etwa fest: Nicht nur wachsen Eishaie auf stattliche sieben Meter an, sie sind auch die ältesten lebenden Wirbeltiere des Planeten, die bislang bekannt sind (Science: Nielsen et al., 2016). So manches Exemplar durchstreift seit 400 Jahren das Nordmeer. Welche Routen sie dabei einschlagen, in welche Tiefen sie vordringen und was sie alles fressen, ist weiterhin ungeklärt. Wie für so viele Haiarten.

Und die Zeit drängt, all das herauszufinden. Schon jetzt ist ein Viertel aller Hai- und Rochenarten der Roten Liste zufolge bedroht. Ihr Verlust wäre für den Menschen und die Meere nicht zu ersetzen.

Weitere Fundstücke aus dem Netz finden Sie hier im Teilchen-Blog.

3 Kommentare

  1.   Gadus

    Eishaie sind – entgegen der anderslautenden Aussage einer Zwischenüberschrift des Artikel- mitnichten die „größten Wirbeltiere der Erde“.

  2.   عاقل

    Warum wird dieser Fehler jetzt schon im zweiten Artikel reproduziert, obwohl er schon im Kommentarbereich des ersten mehrfach bemängelt worden ist?

  3.   Die Tarantel

    Ich denke da ist ein Missverständnis passiert. „longest-lived“ heisst langlebigste.