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Die zerstörte Schönheit

 

Teilweise mit bloßen Händen suchen die Helfer nach Verschütteten. In den italienischen Bergorten Amatrice, Pescara del Tronto und Arquata del Tronto hoffen sie, noch Überlebende aus den Trümmern zu bergen.

Am Mittwochmorgen um 3.36 Uhr hatte das Erdbeben der Stärke 6,0 Einheimische und Touristen aus dem Schlaf gerissen und im Gebiet zwischen den Regionen Latium, Marken und Umbrien viele Dörfer zerstört. Eine Fotostrecke der New York Times zeigt die Orte vor und nach dem schweren Erdbeben und macht das Ausmaß der Zerstörung deutlich.

Besonders das historische Zentrum von Amatrice wurde schwer getroffen, der mittelalterliche Stadtkern zu großen Teilen zerstört. "Die Hälfte der Stadt existiert nicht mehr", sagt Bürgermeister Sergio Pirozzi. "Wir hören noch Stimmen unter den Trümmern. Es muss alles getan werden, um die Menschen zu retten." Insgesamt 247 Menschen wurden durch die Erdstöße getötet.

Hier im Herzen Italiens ist die Erde unberechenbar und gefährlich. Bereits vor sieben Jahren wurde der nahe gelegene Ort L'Aquila zerstört, 308 Menschen kamen dabei ums Leben. Trotz der Häufigkeit der Erschütterungen lässt sich aber nicht vorhersagen, wann genau das nächste Beben kommt. Eine Bedrohung, die sich die italienischen Bergorte mit Großstädten wie Lissabon und Istanbul teilen. Auch in den Millionenmetropolen drohen schwere Beben – wann genau, kann aber auch dort niemand sagen.

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2 Kommentare

  1.   Die Architektin

    Interessanterweise steht die aufgestelte Autobahn noch unverändert.

  2.   D Meister

    Im vorletzten Vergleiche kann man ältere Strukturen erkennen (Steine mit Fugen), die noch intakt sind, während das relativ neue Gebäude (Zement?) zerstört worden ist. Im zweiten Vergleich erscheint der Kirchturm, der sicherlich schon mehrere Erdbeben durchlebt hat, ziemlich unversehrt.