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Iraks erster Gentlemen's Club

Die Dandys von Erbil

 

Mr. Erbil heißt der erste Gentlemen's Club Kurdistans. Gegründet von drei Männern im vergangenen Jahr in Erbil. Erkennungsmerkmal: gut sitzende Anzüge, Westen, Seideneinstecktücher und Foulards. Auf Instagram präsentiert sich die Gruppe einzeln oder in Formation gut rasiert und frisiert und mischt so das immer währende Bild des ewigen Konflikts in der Region auf.

Mittlerweile haben sich rund 30 Mitglieder den kurdischen Dandys angeschlossen. Doch nicht nur die Mode brachte die Männern zusammen, sondern auch der Wunsch nach der Erfüllung großer Träume. Sie wollen neue Jobs im Gebiet der vermeintlichen Hoffnungslosigkeit schaffen. Mit dem Mut zur Mode und dem Willen, die Lebenssituation vieler in der Region zu verbessern, versuchen die Mitglieder durch die Verarbeitung und Verbreitung von regionalen Produkten die Wirtschaft anzukurbeln, die in den Kriegsjahren strauchelt.

Die Dandys von Erbil

In Mitte des Chaos, das seit Jahren den Irak beherrscht, sehen wir Bilder junger Männer, die durch die Lust an Mode neue Hoffnung geschöpft haben.

Die Dandys von Erbil

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Einige Autoren dieses Blogs

12 Kommentare

  1.   GatoZorbas

    Sehr tolle Aktion! Aber das wird der deutscher Otto-Normalo hier nicht glauben; das passt einfach nicht in ihrem kleinen Weltbild und Bauerdenken , gepflegte Iraker (oder irgendwelche Nicht-Europäer) zu sehen.

  2.   Jasiar

    Naja, Vorurteile mit anderen Vorurteilen zu begegnen ist jetzt auch nicht unbedingt zielführend. Zumal es auch ein bisschen weit hergeholt ist, so zu tun, als ob man über gepflegte Iraker überrascht wäre – und das ist ja nun auch nicht immer an das Tragen eines Anzuges geknüpft.

  3.   deep_franz

    „Seideneinstecktücher und Foulards“
    Ich meine, bei Männern ist ein Foulard in der Regel ein Einstecktuch aus Seide?

  4.   Infielcastro

    Schön anzuschauen ist es schon. Ob mehr als Eitelkeit und Hipstertum dahinter steckt und die ordentliche Kleidung auch mit einem entsprechenden Charakter einhergeht kann man nur hoffen.

  5.   Zana

    Überschrift ist nicht richtig! Entweder Irak/Kurdistan oder besser noch Kurdistan!

  6.   Redukteur

    @ #2 Sie schieben aber heftige Aversionen gegen „den deutscher Otto-Normalo hier“. Passt nicht so richtig zur selbstbeanspruchten großen Weltoffenheit, ist eher das monierte kleine Weltbild.

  7.   Wetterstein

    Und die Frauen der kurdischen Gentlemen? Dürfen die sich nun auch nach westlichem Chic kleiden?

  8.   Waschbaeren

    Persische/Kurdische/Iranische Frauen sind häufig sehr schick und elegant gekleidet. Dafür brauchen die Frauen dort allerdings keineswegs westlichen Chic.
    Das Statement der Männer soll ja in erster Linie nicht einfach nur sein, sich chic anzuziehen (wobei das sicherlich Spaß macht), sondern es soll eine positive lebensbejahende Einstellung demonstrieren, um darüber etwas in der Region vorwärts zu bringen.
    Schöne Idee!

  9.   maramarie

    Was für eine wunderbare dem Leben zugewandte Idee.