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United Airlines – hier fliegen Sie aus der ersten Reihe!

 

Kundenfreundlichkeit heißt bei United Airlines offenbar, dass der Kunde freundlich sein muss. Dass er, obwohl er für seinen Flug bezahlt hat, sich widerstandslos aus dem Flugzeug zerren lassen muss – weil dieses überbucht ist und die Fluggesellschaft noch ein paar Plätze für eigene Angestellte braucht. Die Geschichte kennen Sie sicher, es wurde viel darüber geschrieben (unter anderem hier), der Vorstandsvorsitzende Oscar Munoz hat sich bereits öffentlich entschuldigt. Aber damit ist die Sache längst noch nicht erledigt.

Im Netz breitet sich nach der rüpelhaften Reaktion der Fluglinie ein Shitstorm aus, United Airlines muss sich jede Menge Spott gefallen lassen. Ein Twitternutzer erfindet gleich eine weitere Sitzkategorie.

Die Leser sammeln Ideen für die künftige Uniformierung von United-Crews, ...

... den Umgang mit anderen Kunden ...

... oder Personalien.

Es gibt bereits kreative Slogans für künftige Werbeauftritte ...

... und sogar einen der aktuellen Situation ziemlich angemessenen Spot. "Sie machen, was wir sagen – dann gibt's auch keine Probleme. Capiche?"

Übrigens: Vor etwa zwei Wochen gab es einen ähnlichen unerfreulichen Vorfall. Damals mussten zwei Teenager aus einem Flugzeug aussteigen, weil sie Leggings trugen. Es war: ein United-Airlines-Flugzeug.


30 Kommentare

  1.   Danke für dieses Geräusch

    Das Vorgehen in diesem Fall finde ich indiskutabel.

    Die Geschichte mit den Mädchen in Leggings ist hier allerdings mangelhaft dargestellt. Es handelte sich um Angehörige von Mitarbeitern, die vergünstigt fliegen dürfen, sich aber an strenge Regeln zu halten haben.

  2.   jp31ffm

    In Bezug auf den Passus „Übrigens: Vor etwa zwei Wochen […] Es war: ein United-Airlines-Flugzeug“ möchte ich folgendes Anmerken:

    Mitarbeiter sowie Angehörige von United Airlines fliegen zu einem besonderen Tarif – nämlich kostenlos. Eine der Voraussetzungen hierzu ist, dass man sich an gewisse Kleiderordnungen hält (diese gelten nicht für Vollzahler) und diese besagen eben, dass Leggings (genauso wie Jogginghosen) nicht erwünscht sind. Ob einem diese Richtlinie nun gefällt oder nicht sei dahingestellt, es ist jedoch völlig verständlich dass eine Airline, die solche Konditionen ermögicht, auch das Recht hat, die Anforderungen durchzusetzen.

    Es ist übrigens bei jeder Airline so, dass Mitarbeiter (sofern diese einen sogenannten Industrial Discount in Anspruch nehmen) eine gewisse Kleiderordnung zu befolgen haben.

    Ich finde es sehr schade, dass sich DIE ZEIT nicht die Mühe macht, genau dies mit in die Darstellung einfließen zu lassen.

  3.   mugu1

    Rundum sorglos von Bord fliegen
    Wir befördern Sie ohne Stress hinaus

    Oben stehend noch 2 Vorschläge für eine gelungene „Werbekampagne“. Aber der Slogan „If we cannot beat our competitors, we beatour customers“ ist m.E. das Highlight der bisher von mir gesehenen Vorschläge.
    ;-)

    Davon abgesehen, dass es sowieso eine Zumutung für jeden Passagier ist, mit United fliegen zu müssen, ist diese Aktion allerdings in der Tat ein Schandfleck schlechthin. Geht eigentlich noch mehr Antiwerbung?

    Und: Was muss eigentlich noch geschehen, um bewusstes Überbuchen von Flügen zu verbieten? Dass ein Passagier abgeknallt wird vielleicht???

    Der Passagier (Asiate bzw. asiatisch stämmig) sah jedenfalls schlimm zugerichtet aus, nachdem der Brutalo-Polizist ihn mit dem Gesicht vorweg gegen die Armelhne eines Sitzes schleuderte. Immerhin wurde der Polizist bereits suspendiert. Als betroffener Passagier würde ich Airline und den Polizisten und ggf. sogar den Airport auf Schadenersatz verklagen.

    Ach ja…und da „wir“ uns ja in den USA befinden, natürlich in angemessener Höhe. Sagen wir so 7-8stellig.

    Aus Nigeria
    mugu1

  4.   chiefmate123

    Auch der Kauf eines Tickets und das Platznehmen an Bord heißt nicht, dass man ein Recht auf Beförderung hat. Die Fluglinie darf Passagiere wieder zum Aussteigen auffordern und dies auch durchsetzen. In dieser Weise wohl nicht, aber prinzipiell müssen die einen nicht transportieren, wenn sie nicht wollen.

  5.   malox

    Da gab es doch vor ein paar Jahren schon einmal einen Vorfall, an dem Musikinstrumente einer Band durch rüden Umgang beschädigt wurden und man sich keiner Schuld bewusst war. Die Band hat den Vorfall dann selbst musikalisch in Szene gesetzt:

  6.   r.schewietzek

    An die Vorposter bezüglich der Leggins: was genau ist denn an Leggings so störend, daß man Teenies den Flug verweigern muss? Ich könnte das ja bei Badekleidung verstehen, auch bei Hotpants, aber bei Leggings??? Die bedecken immerhin das ganze Bein, anders als Miniröcke z.B.

  7.   GDH

    @jp31ffm:
    Ihre Kritik am Artikel kann ich nicht nachvollziehen. Der Satz ist direkt mit einem Link verbunden. Und dort steht bereits im ersten Absatz
    „Die Fluggesellschaft verteidigte ihr Vorgehen. Bei den Mädchen habe es sich um Besitzerinnen eines besonderen Ausweises für Angehörige und Freunde von United Airlines-Mitarbeitern gehandelt, für die ein spezieller Dresscode gelte. Für reguläre Kunden hätten die Kleidervorschriften keine Gültigkeit.“

    Ich finde, das ist Deutlichkeit genug. Wenn der Link hier mitgeliefert wird, empfinde ich es nicht als irreführen, dass der Artikel auf eine Wiederholung der Information verzichtet.

    Und natürlich darf man sich über abwegige Dresscodes auch ärgern. Für mich ist das ein Hinweis darauf, dass die Fluglinie seltsame Prioritäten hat. Ob es Vergünstigungen für Mitarbeiter und deren Angehörige geben soll, da bin ich leidenschaftlich. Aber Subventionen für das Reisen in bestimmter Kleidung scheinen mir eine Verschwendung (das Unternehmen hätte ja den Platz anderweitig nutzen oder den Leuten mehr in Rechnung stellen oder etwas Nützliches fordern können).

  8.   Einhon

    Da ist inzwischen eine weitere Szene in einem Video aufgetaucht – macht das Ganze noch schlimmer.

    http://www.independent.co.uk/news/world/americas/united-airlines-video-bleeding-passenger-just-kill-me-new-footage-staff-remove-a7677696.html

  9.   USGerman

    eine Kultur der Policies, templates durch zuviele Attorneys – sucks out das bisschen common sense left

  10.   USGerman

    der typ hat natuerlich auch einen an der Waffel – das muss auch mal gesagt werden