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Erstes Foto, neuer Look: So zeigt sich Chelsea Manning nach ihrer Entlassung

 

Okay, so here I am everyone!! 😜 . CC BY-SA! . #HelloWorld

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Die Haare sind kurz, die Lippen rot und der Ausschnitt ist tief. So zeigt sich Chelsea Manning auf ihrem ersten Foto nach ihrer Haftentlassung. Auf Instagram schreibt die 29-jährige Whistleblowerin: "Okay, so here I am everyone!!" – "Welcome back". Mehr als 21.000 Likes sind die Antwort der Community.

Fast hätte man sie nicht wiedererkannt. Sieben Jahre lang saß Manning in Haft. Sieben Jahre lang ging ein Bild von ihr um die Welt, das eine Frau mit langen Haaren, weißem Shirt und einem leichtem Lächeln zeigte. Der Grund?

Poster von Chelsea Manning © Josh Edelson/AFP/Getty Images

Manning, die früher Bradley Manning hieß und Soldat der US-Armee war, hatte 200.000 geheime US-Dokumente über Vorkommnisse bei den Kriegen im Irak und in Afghanistan an die Plattform WikiLeaks weitergeleitet. Nach jahrelangen Protesten und Petitionen hatte der damalige US-Präsident Barack Obama ihre Strafe auf sieben Jahre reduziert – ursprünglich war sie zu 35 Jahren Haft verurteilt worden.

Manning enthüllte unter anderem, dass US-Hubschrauberpiloten im Irakkrieg 2007 Zivilisten und Journalisten erschossen hatten. Auch belegten die veröffentlichten Dokumente Folter durch US-Soldaten. Manning erhielt dafür international mehrere Menschenrechtspreise.

Warum sie sich nun so verändert zeigt? Auf Twitter schrieb sie vor einigen Tagen: "12 more days! Celebrating a new hope, and a return of the sun." Ihre Rückkehr feierte sie, wie auf Instagram zu sehen ist, mit Pizza, Sekt und schwarzen Converse-Schuhen.


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16 Kommentare

  1.   Antoninus

    Okay – ein neuer Mensch! Sie hat sich das verdient … mit viel Mut und Empahie für menschen, die ungerecht, gar mörderisch behandelt wurden. So ist Aufklärung Pflicht!

  2.   tassentee

    „Fast“ hätte man sie nicht wiedererkannt? Also ich habe sie vorher nur auf ihrer eigenen Zeichnung gesehen, die ja auch nur zeigen soll, wie sie sich selbst vorstellt. Ansonsten kenne ich nur Fotos von Bradley, und der sah ganz anders aus. Also ich hätte nicht erkannt, dass das auf dem Bild Frau Manning ist, hätte es dort nicht explizit gestanden.

    Also Glückwunsch zum neuen Leben und zur wiedergewonnenen Freiheit!

  3.   roland kieswetter

    hey, hübsch ;)

    und jedes recht wanna be soldaten, die wehrlose unbewaffnete zivilisten morden, auf den mond zu schießen

  4.   SnoopyCornflakes

    Großartig! Mich schockiert jedoch das Selbstverständnis mit dem Washington, D.C. weitermacht und die Welt tyrannisiert sowie das kurze schnappen nach Luft in unseren Medien und die anschließend zelebrierte Ignoranz des Geschehenen.

  5.   RKalle

    Mal eine ernst gemeinte Frage:
    Was genau hat er denn mit seinem Pflichverstoß (und leider auch Verrat) bewirkt? Das Material befand sich bereits in der Hand des Militärs. Wurde denn erst nach der Veröffentlichung eine interne Aufklärung oder ein Prozess angestrebt? Hat sich da überhaupt etwas danach getan? Oder gab es schon vor der Datenpreisgabe Ermittlungen – ohne Kenntnis der breiten Öffentlichkeit?
    An der Vorgehensweise des US-Militärs wird sich dadurch nichts geändert haben – man wird jetzt wohl eher noch genauer darauf achten, welcher Mitarbeiter in welche Sicherheitsstufe gelassen wird.
    So viel Hype um eigentlich nichts. Selbst die veröffentlichten Tatsachen treten doch eigentlich hinter die Geschichte des Transgender-Helden.
    Ein Regenbogen-Menschenrechtsheld, der weder Krieg noch seine Methoden damit aufgehalten hat, aber sich der Aufmerksamkeit der gesamten Weltöffentlichkeit sicher sein kann.
    Nope.

  6.   Tom Orrow

    Kaum ist Manning als Frau aus dem Knast entlassen, wird die Ausschnitttiefe und die Frisur diskutiert. Das kann man wohl selbst Feminismus-Magazinen wie der Zeit nicht abgewöhnen…

  7.   siar1

    @RKalle

    Da sich nichts ändert, braucht man auch nicht mehr informiert werden und kann weiter die amerikanische Militärpropaganda über den angeblichen, weltweiten Kampf für Demokratie und Menschenrechte konsumieren.
    Wozu werden wir überhaupt noch informiert, dadurch wird sich in der Politik eh nichts ändern.
    Wer so denkt, kann auch problemlos in einer Diktatur leben.

  8.   S-Talker

    @RKalle
    „So viel Hype um eigentlich nichts.“ ?

    Die Tatsache dass es solche Menschen gibt ist „nichts“? Menschen, die nicht jeden Sch**** mitmachen – Menschen, die Menschlichkeit über eigenes Wohl stellen, während alle anderen aufgrund niederer Ziele anderen Menschen jegliche Rechte nehmen. Also für mich sind solche Dinge wichtig, weil ich sonst den Glauben an die Menschheit schon verloren hätte.

    „An der Vorgehensweise des US-Militärs wird sich dadurch nichts geändert haben “

    Ja, weil alle nur daneben stehen und genau das denken/sagen wie du: „Bringt doch eh nichts.“ Ein(e) Manning/Snowden genügt nicht, aber irgend jemand muss halt anfangen, sonst wird sich erst recht nichts ändern. Stauffenberg hat es auch nicht geschafft Hitler zu stoppen, dennoch war er ein Held.

    p.s.
    Was hat diese Transgender Geschichte jetzt damit zu tun?

  9.   mündigerbürgeroderauchnicht

    Da saß nun eine Person 7 Jahre unter teils unmenschlichen Bedingungen im Gefängnis, hat – je nach Sichtweise – Verrat begangen oder auf löbliche Weise üble Missstände angeprangert, und womit beschäftigt man sich nach ihrer Freilassung als Erstes: Mit ihrer Geschlechtsumwandlung, na klar! Arme westliche Welt…

  10.   BonBonn

    Es wirkt auf mich noch immer merkwürdig bis bizarr, dass sich Manning der demütigenden Transgender-Prozedur in Blitzgeschwindigkeit während der Haft unterzog. Es wirft viele Fragen auf, die wohl niemals beantwortet werden.