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Du willst ein Liebeslied, du kriegst ein Liebeslied

 

Dass Donald Trump ein Faible für "starke Führer" hat, hat er in der Vergangenheit immer wieder betont. Dem autoritären philippinischen Präsidenten Rodrigo Duterte bescheinigte er, einen "tollen Job" zu machen. Und wie das so ist: Wahre Freundschaft nimmt nicht nur, wahre Freundschaft gibt auch. In Fall von Trump und Duterte: ein Liebeslied.

Die Szene, mitgeschnitten und auf Twitter veröffentlicht von der philippinischen Staatssekretärin Karen Jimeno, ereignete sich am Ende von Trumps Asienreise beim Asean-Gipfel in der philippinischen Hauptstadt Manila. Bei einem Galadinner betrat Duterte die Bühne und sang, zusammen mit der Sängerin Pilita Corales, den Hit Ikaw ang mahal ko (übersetzt: "Du bist meine Liebe"). Wie CNN Philippines berichtet, sagte Duterte nach seinem Auftritt, er hätte den Song auf Anweisung des "Commander-in-chief of the United States" gesungen.

Diese öffentliche Verbrüderung ist pikant, weil Duterte umstritten ist. Sein Kampf gegen den Drogenhandel hat nach Angaben von Menschenrechtsaktivisten mehr als 10.0000 Menschen das Leben gekostet. Auf offener Straße werden Menschen erschossen – legitimiert von Dutertes Regierung und ohne Gerichtsverfahren. Trump war deshalb von verschiedenen Seiten vor dem Treffen mit dem philippinischen Staatschef dazu aufgefordert worden, genau diese Probleme anzusprechen. Doch Trump hat sich offenbar lieber umschmeicheln lassen.

In Manila kam es unterdessen zu Krawallen. 1.000 Trump-Gegner protestierten gegen den amerikanischen Präsidenten. Protestierende verbrannten ein Bildnis Trumps, das den US-Präsidenten in Form eines Hakenkreuzes zeigte. Die Polizei setzte Wasserwerfer ein, mindestens 16 Menschen wurden verletzt. Ob der Drogenkrieg ein Thema zwischen Trump und Duterte war, wollte das Weiße Haus nicht bestätigen.

Trump hatte ohnehin ganz andere Probleme in Manila. Offenbar war er nicht darauf vorbereitet worden, dass sich die Staatschefs am Ende beim Asean-way handshake fotografieren lassen. Und so geriet der Asean-way handshake zum etwas verunglückten Trump-way handshake. Vor einigen Monaten erst hatte der US-Präsident in Polen ein spezielles Händeschütteln erlebt.


7 Kommentare

  1.   Freidenker1977

    Trumps Asien Reise muss wirklich ein großer Erfolg gewesen zu sein, wenn das alles ist was man ihm in den Medien an negativer Presse bieten kann:
    „Trump hatte ohnehin ganz andere Probleme in Manila. Offenbar war er nicht darauf vorbereitet worden, dass sich die Staatschefs am Ende beim Asean-way handshake fotografieren lassen. Und so geriet der Asean-way handshake zum etwas verunglückten Trump-way handshake.“

  2.   Demosthenes333

    Wirklich schlimm, der US-Präsident brauchte 2 Sekunden um seine Hände zu koordinieren. Wie man ab Minute 3:13 sehen kann, hat es der russische Ministerpräsident Medwedew überhaupt nicht geschafft. Ich erwarte daher einen Folgeartikel.

  3.   Natriumcyanid Hiob

    Schämen Sie sich eigentlich nicht für den „Artikel“ Dorfer?

    Peinlich

  4.   Ibins

    Ach die lieben Putintrolle sind schon da. Dass ihr ganz devote Bücklinge werdet, wenn ihr einen Massenmörder seht, wissen wir eh…

  5.   efwe

    Massenmörder der eine, vollhonk der andere.

  6.   weiblich denken I

    TRUMP ist fast ein ASIAT
    weibliches Denken
    und Verschleierung
    unbrechenbar
    irrational.
    Wir werden
    irgendwie auch so werden
    wetten dass…….
    Wenn die Frauen erst i h r e Plattform
    zurückerobert haben,
    wird die Vernunft
    schwere Zeiten bekommen.
    Und im Moment riecht man
    förmlich die Wende kommen.
    weiblich denken, vernetzen

  7.   MMAA

    Duterte hätte besser „Spiel mir das Lied vom Tod“ gepfiffen!