Anne-Kathrin Gerstlauer

Was Flüchtlinge aufs Mittelmeer mitnehmen

Was Flüchtlinge aufs Mittelmeer mitnehmenAuf den Booten ist nicht viel Platz für Gepäck. @SOEREN BIDSTRUP/AFP/Getty Images

Abu Jana weiß, dass sein Schiff sinken kann. Seine Dokumente hat er in einen gelben Plastikbeutel verpackt und mit Tape verschlossen. Zitronen sollten gegen die Seekrankheit helfen, aber er ist auch für den Worst Case vorbereitet. Mit seinem Laserpointer will er vorbeifahrende Schiffe alarmieren, die schiffbrüchige Flüchtlinge retten könnten. Die britische Tageszeitung The Guardian erzählt die Geschichte der Menschen, die über das Meer nach Europa wollen, anhand des Gepäcks von vier Syrern.

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Anne-Kathrin Gerstlauer

„Als hätten wir uns gegenseitig vergewaltigt“

Die Grauzone der Vergewaltigung

Einige Opfer wollten nicht anonym bleiben. Screenshot:Washingtonpost.com

Sie sagte: "Nein, hör auf." Er sagte: "Nein, du wirst es mögen". Sie sagte: "Nein, hör auf." Dann begann er, sie zu vergewaltigen. Die Washington Post hat die Geschichten von Studenten und Studentinnen, die sexuelle Gewalt an Unis erlebt haben, gesammelt und in einem großen Dossier aufbereitet. Weiter"„Als hätten wir uns gegenseitig vergewaltigt“"

 
Anne-Kathrin Gerstlauer

Wer nett sein will, muss zahlen

Altruismus: Wer nett sein will, muss zahlen
Screenshot The Guardian

Kunden sind egoistisch. So funktioniert unsere Marktwirtschaft. Jetzt stellen Sie sich aber mal folgendes vor: Sie betreten ein Café – und jemand hat Ihren Kaffee schon bezahlt. Wie selbstlos. Sie freuen sich, genießen Ihren Kaffee und – hier der kleine Haken – lassen Geld da für das Getränk des nächsten Kunden. Der Guardian beschreibt, wie Unternehmen und Regierungen Freundschaft und soziales Verhalten ausnutzen.

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Anne-Kathrin Gerstlauer

100.000 Euro oder ein Uni-Abschluss?

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Screenshot chronicle.com

Ein Studium ist zu teuer. Ein Studium fördert Gleichförmigkeit. Ein Studium lehrt nichts übers Unternehmertun. So dachte der Milliardär Peter Thiel vor fünf Jahren und verkündete spontan: Ich gebe 20 jungen Menschen je 100.000 Dollar, wenn sie ihr Studium abbrechen oder gar nicht erst anfangen. Er wollte sein Vertrauen nicht mehr in Institutionen stecken, sondern in Talente. 400 Menschen unter 20 Jahren bewarben sich, am Ende schafften es 24 von ihnen  22 Männer und zwei Frauen. Die Hälfte von ihnen kam von Elite-Institutionen, aus Harvard oder dem MIT zum Beispiel, andere gleich aus der High School.

Fünf Jahre später arbeiten die wenigsten noch an ihrer Ursprungsidee. Und keiner von ihnen erfand ein neues Facebook. The Chronicle of Higher Education hat alle Teilnehmer um ein Interview gebeten, neun stimmten zu. Sie erzählen von den Erwartungen, dem Druck und der immer gleichen Frage: Sollten junge Menschen noch zur Uni gehen? Die Antwort sei aber gar nicht so einfach.

Eden W. Full sagt, sowohl ihr Studium als auch das Thiel-Stipendium seien wertvoll gewesen. Sie ist eine der wenigen, die noch an ihrer ersten Idee arbeitet. Mittlerweile hat sie eine gemeinnützige Organisation für ihre Technologie SunSaluter gegründet, die Solarenergie und sauberes Wasser in Entwicklungsländer bringen soll.

Eine eigene Stimme für ein Studium ohne Uni wurde Stipendiat Dale Stephens, er gründete das Programm UnCollege und bietet jungen Menschen ein Gap Year an, in dem sie reisen, ein Praktikum machen und ein eigenes Projekt starten. Außerdem schrieb er das Buch Hacking Your Education, von dem sich auch der Deutsche Ben Paul inspirieren ließ. Dieser brach sein Studium an einer Privatuni ab, um sich alleine zu bilden.

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Anne-Kathrin Gerstlauer

Wie die Deutschen unbemerkt die USA eroberten

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In den Vereinigten Staaten von Amerika gibt es den kindergarten und den Turnverein. Mächtige Politiker wie John Boehner – Vorsitzender des Repräsentantenhauses und Gegenspieler von Barack Obama – oder Rand Paul, möglicher Präsidentschaftskandidat der Republikaner, haben deutsche Vorfahren. Und überhaupt, die Deutschen sind in den USA die größte einzelne ethnische Minderheit. Ein Fakt, der vermutlich den wenigsten Amerikanern und den wenigsten Deutschen bewusst ist. In der öffentlichen Wahrnehmung dominieren Latinos, in Straßen und ganzen Stadtteilen wird nur Spanisch gesprochen, die Mexikaner oder Kubaner werden in Wahlkämpfen heftig umworben.

Der Economist erzählt die Geschichte der unsichtbaren deutschen Minderheit anhand harter Fakten, kleiner Anekdoten und einer Karte, die zeigt, dass die Deutschen in unzähligen Countys, vor allem im Norden, die größte Minderheit bilden. Warum kennt sie niemand?

Die Deutschen kamen vor allem im 19. Jahrhundert in die USA, aber waren nicht so politisch aktiv wie andere Einwanderer. Eine Redensart besagt: Die Italiener stürmten die Rathäuser, die Deutschen die Bierhallen. Nach dem Ersten Weltkrieg, erklärt der Economist, hörten viele Deutsche auf, ihre Sprache zu sprechen und änderten ihre Namen in englische Versionen. Mittlerweile sprechen 97 Prozent der Deutsch-Amerikaner nur Englisch zu Hause.

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