Dagny Lüdemann

Windy.com

Maria live – diese Wetter-App trackt den Hurrikan

ind=kt&metricTemp=%C2%B0C

Wo ist Hurrikan Maria jetzt? Und wohin zieht José, der größer aussieht, aber aktuell weniger gefährlich ist? Die wohl anschaulichste Website und App, die aus Wetterdaten eine interaktive Karte macht, ist Windy.com. Sie nutzt offizielle Quellen, zeigt Wind, Temperatur, Böen, Wassertemperatur. Ihre Macher hatten sie eigentlich für Surfer und Segler erfunden.

Weiter"Maria live – diese Wetter-App trackt den Hurrikan"

 
Dagny Lüdemann

Klimawandel

Wir sind die Bösen

Klimawandel? Schuldig!
© Science

Wer ist Schuld am Klimawandel? Ehrlich gesagt: Wir alle. Denn wir verbrauchen den Strom, das Öl und das Gas, was die Energiekonzerne uns liefern. Weil wir immer mehr davon nutzen, steigen auch die CO2-Emissionen. Nur wie soll man einen Schwarm aus Milliarden kleinen Klimasündern zur Verantwortung ziehen? Weil das nicht geht, hat sich ein Forscher aus den USA die Unternehmen vorgeknöpft, die weltweit das meiste Kohlendioxid ausstoßen. Das Science Magazine zeigt sie jetzt in einer beeindruckenden Grafik.
Weiter"Wir sind die Bösen"

 
Dagny Lüdemann

Spätzünder Nordkorea – 70 Jahre Atomtests

Spätzünder Nordkorea - 70 Jahre Atomtests
Screenshot aus der Grafik zu 70 Jahren Nuklearwaffentests aus der "Washington Post"

Eine Wasserstoffbombe? Wenn Kim Jong Un eine Kernfusionswaffe diesen Typs hätte, könnte er damit eine Großstadt auslöschen. Nordkoreas Diktator behauptet, er habe so eine Bombe erfolgreich getestet. Wissenschaftler sind skeptisch. Wahrscheinlicher ist, dass dessen Kernwaffenprototypen auf einem Stand sind, den andere Staaten spätestens im Kalten Krieg erreicht hatten. Seit mehr als 70 Jahren experimentieren Atommächte und solche, die es werden wollen, nämlich mit Massenvernichtungswaffen herum. Eindrucksvoll zeigt das eine interaktive Grafik aus der Washington Post – und lässt Kim Jong Un als Spätzünder dastehen.

Weiter"Spätzünder Nordkorea – 70 Jahre Atomtests"

 
Dagny Lüdemann

Plasma-Kocher in Scheiben

Kernfusion: Plasma-Kocher in Scheiben
Monstrum aus Metall: die Fusionsanlage "Wendelstein 7-X". Screenshot von Sciencemag.org

Sie lieben die Kulisse aus Man lebt nur zweimal (James Bond von 1967)? Tja. Spätestens jetzt sieht die fiktive Raketen-Basis im Bauch eines Vulkans alt aus gegen die Realität: Die Fusionsanlage Wendelstein 7-X in Greifswald ist ein Monstrum aus Metall, in dem 1,1 Millionen Arbeitsstunden stecken. Diese Grafik aus dem Science-Magazin zeigt, wie das Kernstück aufgebaut ist: ein Versuchsreaktor vom Typ Stellarator.

Weiter"Plasma-Kocher in Scheiben"

 
Dagny Lüdemann

Fanatismus – stärker als Vaterliebe

Er ist einer der Attentäter vom 13. November. Samy Animour, 28, geboren in Paris, in der Stadt, in der er jetzt tötete. Im Kulturhaus Bataclan sprengte er sich am Freitag in die Luft. Noch im Sommer war sein 67-jähriger Vater ihm nach Syrien nachgereist. Dort kämpfte der Sohn an der Seite des "Islamischen Staates"(IS), in Frankreich wurde er per Haftbefehl gesucht.

Der Vater wollte ihn rausholen. Am liebsten nach Algerien, das Heimatland der Eltern. Dort wäre der Sohn vielleicht sicher gewesen: vor den Fanatikern des IS, vor den Soldaten Assads und vor dem französischen Gefängnis. Der Vater scheiterte. Jetzt hat das Magazin M der Zeitung Le Monde die Geschichte noch einmal veröffentlicht.

Weiter"Fanatismus – stärker als Vaterliebe"

 
Dagny Lüdemann

Interaktiv: Wie Ebola zur größten Gefahr für Westafrika wurde

Eine interaktive Karte zeigt den Verlauf der Ebola-Epidemie. ©HealthMap.com
Eine interaktive Karte zeigt den Verlauf der Ebola-Epidemie. ©HealthMap.com

In Westafrika grassiert der größte Ebola-Ausbruch aller Zeiten. Die HealthMap zeigt die Entwicklung der vergangenen Monate. Sie wurde auf Grundlage der gemeldeten Krankheits- und Todesfälle der Weltgesundheitsorganisation WHO und verschiedener Gesundheitsbehörden erstellt – allerdings decken sich die dort verwendeten Zahlen nicht ganz mit denen der WHO.

Trotzdem gibt die Karte einen anschaulichen Überblick, wie sich die Seuche, gegen die es bis heute weder eine Impfung noch eine Therapie gibt, von Guinea über Sierra Leone und Liberia nach Nigeria ausgebreitet hat. Diese vier Staaten sind weiterhin am stärksten betroffen, aus anderen Ländern wurden nur Einzelfälle bekannt.

Etwas verwirrend: Die Karte zeigt auch Fälle aus der Demokratischen Republik Kongo an. Der dortige Ausbruch hat aber nichts mit dem in den anderen afrikanischen Staaten zu tun, der Ebola-Stamm im Kongo ist ein anderer. Die WHO führt die Zahlen aus Kongo gesondert auf. Genetische Analysen des dort isolierten Erregers haben bestätigt, dass der Ausbruch unabhängig von der westafrikanischen Epidemie ist.

Schaut man die HealthMap an, beginnt der Ausbruch zudem scheinbar erst im März 2014. In Wahrheit war das aber der Zeitpunkt, als die Öffentlichkeit davon erfuhr. In Wahrheit ging das Ebola-Virus da schon seit Dezember 2013 in Guinea um, wo es – vermutlich von einer Fledermaus – auf einen Zweijährigen übergesprungen war, der daraufhin starb. Behörden erkannten und meldeten erste Ebola-Fälle erst Wochen später. Der Junge gilt als Patient Null der jetzigen Ebola-Epidemie, der größten jemals.

Das Erbgut des Virus verrät seinen Weg

Anhand des Erbguts der bei Patienten isolierten Viren konnten Forscher den Weg des Erregers von dem Jungen über seine Schwester, die Mutter und die Großmutter verfolgen. Sie alle starben an der Infektion. Während der Beerdigung der Großmutter übertrug sich das Virus auf weitere Familienmitglieder, auch eine Krankenschwester erkrankte.

Von da an nahm die Epidemie ihren Lauf. Die Studie zu dieser frühen Phase der Ausbreitung ist im New England Journal of Medicine erschienen (Baize et al., 2014).

Alle aktuellen Berichte zum Ebola-Ausbruch auf ZEIT ONLINE finden Sie hier im Überblick. Die wichtigsten Fakten zu Ebola: hier.

 
Dagny Lüdemann

Der Klimawandel, betrachtet aus dem All

Der Yakutat-Gletscher im Südosten Alaskas. © Nasa Earth Observatory/R. Simmon/A. Voiland
Der Yakutat-Gletscher im Südosten Alaskas. © Nasa Earth Observatory/R. Simmon/A. Voiland

Hurrikane mit schwereren Folgen, abschmelzende Gletscher, extremere Dürren und Überschwemmungen – der Klimawandel wird weitreichende Folgen haben, prophezeien Wissenschaftler. Darüber, ob und wie sie sich noch eingrenzen lassen, diskutierten ab dem 23. September in New York Vertreter der Vereinten Nationen auf einem Sondergipfel in New York (Climate Summit 2014) – kein "echter" Klimagipfel, aber ein wichtiges Treffen außer der Reihe, auf dem die Weichen gestellt werden für die Klimakonferenzen in Lima (2014, COP 20) und Paris (2015, COP 21).

Passend dazu ein Fundstück aus dem Netz: Alaskas schwindender Yakutat-Gletscher, aufgenommen vom All aus.

Er zählt zu den am schnellsten schmelzenden Gletschern der Erde. Der Yakutat in Alaska. Innerhalb von 26 Jahren ist er um rund fünf Kilometer geschrumpft. (Trüssel et al., Journal of Glaciology, 2013)

Zwar stammt die Aufnahme, fotografiert von Bord eines Erdbeobachtungssatelliten der Landsat-Mission, schon aus dem vergangenen Jahr – doch die Botschaft ist hochaktuell: Schon heute sind Klimafolgen auf unserem Globus unübersehbar. Eine ganze Reihe von Bildern, die landschaftliche Veränderungen dokumentieren, zeigt die US-Weltraumbehörde Nasa auf einer eigenen Website.

Weitere Teilchen finden Sie hier