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	<title>Kommentare zu: Immer, immer Liebe</title>
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	<description>Musik zwischen Disko und Diskurs</description>
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		<title>Von: turbo pascal</title>
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		<dc:creator>turbo pascal</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 Mar 2010 12:54:05 +0000</pubDate>
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		<description>hach germi, gähn! die alte (deutsch)nationale leier... wie klingt denn spanien? wie griechenland? russland? sparen sie sich ihren kultur generalisierenden schmus doch einfach. er nervt!
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		<content:encoded><![CDATA[<p>hach germi, gähn! die alte (deutsch)nationale leier&#8230; wie klingt denn spanien? wie griechenland? russland? sparen sie sich ihren kultur generalisierenden schmus doch einfach. er nervt!<br />
tp</p>
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		<title>Von: germi</title>
		<link>http://blog.zeit.de/tontraeger/2009/11/04/mary-roos-chansons_3993/comment-page-1#comment-1397</link>
		<dc:creator>germi</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 Mar 2010 10:35:01 +0000</pubDate>
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		<description>Hallo, Jan Freitag, 
schön, dass auch einmal etwas über den normalerweise verachteten deutschen Schlager hier auftaucht. Schön, dass es auch deutsche Interpreten schaffen, im Ausland gehört zu werden, wie z.B. die von Ihnen beschriebene Mary Roos. Sonst kennen wir eher das Umgekehrte. 
Der eigentliche Anlass, auf Ihrem Beitrag zu kommentieren, ist meine Kritik, an der Form, wie sich Deutschland in Oslo am 19.3.10 wieder einmal mit einem englisch-sprachigen Lied präsentiert hat. Der Artikel passt zu Ihrem Beitrag noch am besten. Deswegen möchte ihn hier auch veröffentlichen. Hier ist er:


           Wann wird Deutschland lernen, worauf es ankommt?

Ich hatte es befürchtet. In der Hoffnung, dass die Deutschen, die Musikbranche, die Interpreten, evtl. auch die Zuschauer irgendwann mal erkennen, was von einem erwartet wird, der unser Land in Oslo beim Song Contest vertritt, machte ich eine Ausnahme und sah mir im Fernsehen dieses Song-Finale an. Leider merkte ich bald, dass meine Hoffnungen wieder mal enttäuscht wurden. Die Folge war: Ich schaltete um, sah was anderes an und zappte hin und wieder zurück, um zu sehen, ob meine Befürchtung bestätigt wurde. Aber so war es. Haben wir denn aus dem miserablen Abschneiden der letzten Jahre – oder sind es schon Jahrzehnte – nichts gelernt? Warum vertritt ein Interpret sein Land bei einem internationalen Wettbewerb? Damit er in einer fremden Sprache singt, die nichts mit seinem Land zu tun hat? Damit er eine Musikrichtung präsentiert, die englisch-amerikanischer Mainstream ist oder ihm sehr nahe kommt? Damit er ein gesichtsloses Musikstück zum Besten gibt, das offenbar nicht einmal der Interpretin gefällt? Armes Deutschland, wann wirst du endlich lernen, dass in der Welt nicht zählt, seinen Charakter zu verbiegen, um anderen zu gefallen, sich an andere anzupassen im Irrglauben, es damit leichter zu haben;  sich anderen Sprachen auszuliefern und die eigene verkümmern zu lassen; eine Angst zu kultivieren, mit der Präsentation eines Beitrags in der eigenen Sprache nicht „fortschrittlich“ und „weltoffen“ genug zu sein?
Obwohl ich mich z.T. den Aussagen der Autorin R. Weihser anschließen kann, findet ein Satz doch meinen Widerspruch: „Lena Meyer-Landrut ist die neue Hoffnungsträgerin derer, die nicht wahrhaben wollen, dass Qualität und intelligente Unterhaltung nichts mit dem Eurovision Song Contest zu tun haben.“ 
Verehrte Autorin, ist es nicht gerade umgekehrt? Wenn ich an die Beiträge des letzten Jahres denke, so waren bei zahlreichen Interpreten, neben solchen, die mehr auf äußere Showeffekte aus waren, auch beachtenswerte musikalische Darbietungen zu erleben. Meiner Meinung nach durchaus verdient war der erste Rang für den Sieger A. Rybak, den aus Weißrussland stammenden norwegischen Neubürger, der mit seinem schwungvollen Lied und seiner Geige die skandinavische Musiktradition mit seiner früheren Herkunft musikalisch vermengte. Und das war nicht der einzige Beitrag, der einen Eindruck hinterließ. Das internationale Auditorium möchte keine Kopien von Mainstreammusik hören und sehen, sondern sich an der musikalischen Eigenart jedes einzelnen Landes erfreuen. Die Franzosen werden etwas singen, das an Frankreich erinnert, die slawischen Länder, wenn sie es gut machen, gemahnen ein bisschen an die Melancholie, die ihnen zu eigen ist. Die Griechen werden ihren schönen mehrstimmigen Gesang mit landestypischen Instrumenten begleiten und die Spanier, wenn sie klug sind, lassen in ihren Beiträgen etwas von der musikalischen Leidenschaftlichkeit Ihres Landes aufkommen. Am deutschen Beitrag des letzten Jahres von R. Cicero war zumindest zu begrüßen, dass er, glaube ich, in Teilen auf Deutsch sang und seine Texte ja meist als geistreich empfunden werden. Dennoch bot er sein Stück in der Form amerikanischen Swings, was die europäischen Zuhörer allenfalls mit dürftigen Anstandsbewertungen quittierten, da so etwas ja wirklich nichts mit unserem Land zu tun hat.  Gefragt ist etwas Lebendiges, Eigenständiges, Authentisches, etwas, das andere gern mit unserem Land in Verbindung bringen wollen. 
Der jungen deutschen Interpretin ist zu wünschen, dass sie nicht wieder ein Opfer bisheriger deutscher Fehlbeurteilungen wird, um mit ihrem englischsprachigen Lied  eine der Schlussplatzierungen abzubekommen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo, Jan Freitag,<br />
schön, dass auch einmal etwas über den normalerweise verachteten deutschen Schlager hier auftaucht. Schön, dass es auch deutsche Interpreten schaffen, im Ausland gehört zu werden, wie z.B. die von Ihnen beschriebene Mary Roos. Sonst kennen wir eher das Umgekehrte.<br />
Der eigentliche Anlass, auf Ihrem Beitrag zu kommentieren, ist meine Kritik, an der Form, wie sich Deutschland in Oslo am 19.3.10 wieder einmal mit einem englisch-sprachigen Lied präsentiert hat. Der Artikel passt zu Ihrem Beitrag noch am besten. Deswegen möchte ihn hier auch veröffentlichen. Hier ist er:</p>
<p>           Wann wird Deutschland lernen, worauf es ankommt?</p>
<p>Ich hatte es befürchtet. In der Hoffnung, dass die Deutschen, die Musikbranche, die Interpreten, evtl. auch die Zuschauer irgendwann mal erkennen, was von einem erwartet wird, der unser Land in Oslo beim Song Contest vertritt, machte ich eine Ausnahme und sah mir im Fernsehen dieses Song-Finale an. Leider merkte ich bald, dass meine Hoffnungen wieder mal enttäuscht wurden. Die Folge war: Ich schaltete um, sah was anderes an und zappte hin und wieder zurück, um zu sehen, ob meine Befürchtung bestätigt wurde. Aber so war es. Haben wir denn aus dem miserablen Abschneiden der letzten Jahre – oder sind es schon Jahrzehnte – nichts gelernt? Warum vertritt ein Interpret sein Land bei einem internationalen Wettbewerb? Damit er in einer fremden Sprache singt, die nichts mit seinem Land zu tun hat? Damit er eine Musikrichtung präsentiert, die englisch-amerikanischer Mainstream ist oder ihm sehr nahe kommt? Damit er ein gesichtsloses Musikstück zum Besten gibt, das offenbar nicht einmal der Interpretin gefällt? Armes Deutschland, wann wirst du endlich lernen, dass in der Welt nicht zählt, seinen Charakter zu verbiegen, um anderen zu gefallen, sich an andere anzupassen im Irrglauben, es damit leichter zu haben;  sich anderen Sprachen auszuliefern und die eigene verkümmern zu lassen; eine Angst zu kultivieren, mit der Präsentation eines Beitrags in der eigenen Sprache nicht „fortschrittlich“ und „weltoffen“ genug zu sein?<br />
Obwohl ich mich z.T. den Aussagen der Autorin R. Weihser anschließen kann, findet ein Satz doch meinen Widerspruch: „Lena Meyer-Landrut ist die neue Hoffnungsträgerin derer, die nicht wahrhaben wollen, dass Qualität und intelligente Unterhaltung nichts mit dem Eurovision Song Contest zu tun haben.“<br />
Verehrte Autorin, ist es nicht gerade umgekehrt? Wenn ich an die Beiträge des letzten Jahres denke, so waren bei zahlreichen Interpreten, neben solchen, die mehr auf äußere Showeffekte aus waren, auch beachtenswerte musikalische Darbietungen zu erleben. Meiner Meinung nach durchaus verdient war der erste Rang für den Sieger A. Rybak, den aus Weißrussland stammenden norwegischen Neubürger, der mit seinem schwungvollen Lied und seiner Geige die skandinavische Musiktradition mit seiner früheren Herkunft musikalisch vermengte. Und das war nicht der einzige Beitrag, der einen Eindruck hinterließ. Das internationale Auditorium möchte keine Kopien von Mainstreammusik hören und sehen, sondern sich an der musikalischen Eigenart jedes einzelnen Landes erfreuen. Die Franzosen werden etwas singen, das an Frankreich erinnert, die slawischen Länder, wenn sie es gut machen, gemahnen ein bisschen an die Melancholie, die ihnen zu eigen ist. Die Griechen werden ihren schönen mehrstimmigen Gesang mit landestypischen Instrumenten begleiten und die Spanier, wenn sie klug sind, lassen in ihren Beiträgen etwas von der musikalischen Leidenschaftlichkeit Ihres Landes aufkommen. Am deutschen Beitrag des letzten Jahres von R. Cicero war zumindest zu begrüßen, dass er, glaube ich, in Teilen auf Deutsch sang und seine Texte ja meist als geistreich empfunden werden. Dennoch bot er sein Stück in der Form amerikanischen Swings, was die europäischen Zuhörer allenfalls mit dürftigen Anstandsbewertungen quittierten, da so etwas ja wirklich nichts mit unserem Land zu tun hat.  Gefragt ist etwas Lebendiges, Eigenständiges, Authentisches, etwas, das andere gern mit unserem Land in Verbindung bringen wollen.<br />
Der jungen deutschen Interpretin ist zu wünschen, dass sie nicht wieder ein Opfer bisheriger deutscher Fehlbeurteilungen wird, um mit ihrem englischsprachigen Lied  eine der Schlussplatzierungen abzubekommen.</p>
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