Dave Cloud weigert sich seit vier Jahrzehnten, eine musikalische Könnerschaft zu entwickeln. Früher nannte man das Punk, heute ist er ein Outsider – mit neuem Album.
Nein, wie ein Rockstar sieht Dave Cloud nicht eben aus. Eher wie ein Rentner. Das Gesicht zerfurcht, den Backenbart ungepflegt, der ergraute Haarschopf schief geschnitten, das Sakko unförmig Weiter…
Tourism Ireland hat’s nicht leicht. Das Land kann zwar eine überaus üppige Vegetation vorweisen, ist ansonsten aber vornehmlich bekannt für Hungersnöte, Finanzkrisen und ein torfähnliches Getränk, das die Einheimischen für Bier halten. Weiter…
Eine Vergewaltigung nebst ungewollter Schwangerschaft zum Ausgangspunkt eines Singspiels zu machen ist ja mal wieder typisch 21. Jahrhundert! Wo ist das Gute, Schöne, Wahre bloß hin? Weiter…
In diese Musik muss man eintauchen! Cold Specks aus Kanada schafft es, mit melancholischem Songwriterpop die Gemüter zu erhellen. Ein brillantes Debütalbum.
Gute Musik liegt am Grund eines tiefen trüben Flusses. Mit dem Gepäck des Anspruchs muss man mühsam waten, statt Hals über Kopf hindurch zu kraulen. Muss eine Furt finden im dunklen Wasser, muss sie mit den Füßen über glitschige Steine hinweg ertasten im klebrigen Schlick. Weiter…
Wer die White Stripes schmerzlich vermisst, hat hier eine Ersatzdroge: Jack Whites Solodebüt “Blunderbuss” ist bester Retrobluesgaragenrock für junge und alte Nostalgiker.
Kitty, Daisy & Lewis, die Rock’n'Roll-Geschwister aus London: In einer exklusiven Akustiksession zeigen sie, wie simpel und druckvoll ihr Blues funktioniert.
Oje, noch ein singender Schauspieler. Immerhin, eine kleine Erleichterung, kein schauspielernder Sänger. Außerdem gelten für Jeff Bridges mildernde Umstände, weil er, erstens, Jeff Bridges ist. Zweitens doch schon immer gesungen hat. Und, drittens, das Album Jeff Bridges ziemlich großartig geworden ist. Weiter…
Zu Wim Wenders’ “Pina” steuerten sie ein Stück bei. Nun bringen Hazmat Modine ihr neues Album “Cicada” heraus: Es wurzelt tief im amerikanischen Humus.
Hazmat Modine ist das Ding aus den Sümpfen. Ein urzeitliches Dschungelmonster, das mit langen Krallen Mangrovenwurzeln im Mississippidelta aushöhlt, um mit Zuckerrohratem brünftige Balzgesänge hindurchzuröhren. Weiter…
Es ist beeindruckend, wie der 32-jährige Amos Lee in der Tradition von Folk, Blues und Country seine eigene Stimme findet. Fast passen ihm die Schuhe von Willie Nelson oder Steve Winwood.