Das Musik-Blog zwischen Disko und Diskurs
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Country

Erdbraune Gitarrenriffs

Von 22. Juni 2011 um 11:56 Uhr

Countryrock, wie er sein soll: My Morning Jacket aus Louisville sind eine beeindruckende Liveband. Mit ihrem wunderbaren sechsten Album “Circuital” locken sie den Bühnengeist ins Tonstudio.

© Cooperative Music

Geografie ist schon eine seltsame Sache. Vor allem scheint sie keine exakte Wissenschaft zu sein, sondern allzu sehr vom Standpunkt abzuhängen. Je nachdem, in welche Richtung man blickt, liegt der Osten schon mal im Westen. Weiter…

Kategorien: Country, Rock

Perlenbesetzter Cowboystiefel

Von 2. Februar 2011 um 12:10 Uhr

Es ist beeindruckend, wie der 32-jährige Amos Lee in der Tradition von Folk, Blues und Country seine eigene Stimme findet. Fast passen ihm die Schuhe von Willie Nelson oder Steve Winwood.

© Harper Smith

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Kategorien: Blues, Country, Folk

Spiel doch mit den Scheunenkindern

Von 10. Januar 2011 um 10:29 Uhr

Als säßen sie mit Goldwäscherpfannen am Strom des Alltäglichen: Mit ihrem neuen Album kehren die Decemberists zurück zur ländlichen Einfachheit.

© Beggars

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Kategorien: Country, Folk

Dieser andere Dylan da

Von 6. Dezember 2010 um 16:20 Uhr

Selten klingt Countryfolk so schön und so eingängig: Der 20-jährige Dylan LeBlanc singt vom wilden Westen und tiefen Süden. Ja, an wen erinnert uns das bloß?

© Amanda Chapman

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Kategorien: Country, Folk

Er hat den Wall-Street-Blues

Von 17. November 2010 um 15:30 Uhr

Harte Zeiten vom Schwarzen Freitag bis heute: Elvis Costello hat den Soundtrack zur Finanzkrise gemacht und nennt ihn “National Ransom”.

© Universal Music

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Kategorien: Blues, Country, Pop

Echte Songs über echte Leute

Von 26. Juli 2010 um 17:02 Uhr

Mit 70 hat der ergraute Tom Jones sein neues Album “Praise & Blame” veröffentlicht. Bisweilen klingt es wie eine schnöde Kopie von Johnny Cash, aber trotzdem schön.

© Marco Grob

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Kategorien: Country

Letzte Nachricht von Johnny

Von 26. Februar 2010 um 10:15 Uhr

Vor sechs Jahren starb Johnny Cash, er hinterließ der Welt seine “American Recordings”. Nun wird der zehnte Teil der Reihe veröffentlicht. Hoffentlich der allerletzte.

© Universal Records

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Kategorien: Country

Papa freut sich ‘nen Ast

Von 1. Februar 2010 um 13:45 Uhr

Johnny Cash hat seiner Tochter Rosanne eine Liste der 100 wichtigsten Country-Songs hinterlassen. Jetzt hat die 54-Jährige ein Album draus gemacht. In den USA ein Renner.

© Deborah Feingold

© Deborah Feingold


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Kategorien: Country

Kiffen im Anzug

Von 9. September 2009 um 10:34 Uhr

Der 76-jährige Willie Nelson überlässt das Große Amerikanische Liederbuch nicht den gegelten Croonern. Auf seinem neuen Album bestimmt er selbst, wie die Klassiker zu singen sind Weiter…

Kategorien: Blues, Country, Folk

Lebensretter zu verschenken

Von 29. September 2008 um 17:36 Uhr
Lambchop aus Nashville suchen ihr Glück in Ohio. Die Lieder ihres neuen Albums changieren zwischen Soul, Folk und Country


Wie klingt es, wenn ein Dutzend weißer Countrymusiker aus Nashville den Soul spielt? Es klingt opulent, warmherzig und ein bisschen nostalgisch. So klangen, so klingen Lambchop – eine der aufregendsten musikalischen Entdeckungen der neunziger Jahre.

Kurt Wagner ist bis heute der Kopf der Band. Er ist Musiker, Gitarrist, Maler, Poet – und Liebhaber des Soul. Daher klingt Country à la Lambchop eben auch nach erdigem Soul – Steel-Guitar, Saxofon, Trompete, Vibrafon, Piano und Streicher schwingen ganz und gar einträchtig. Alben wie How I Quit Smoking, Nixon, What Another Man Spills und vor allem Is A Woman waren feine Meisterwerke, die akustische Gitarren und Orgelklänge in etwas Neuem vereinten. Mit tiefer Stimme singt Kurt Wagner darauf über Tod und Einsamkeit, über Selbstmord und Scheidungen. “Kein falsches Glitzerzeug, sondern Ansichten vom Leben, wie es ist”, war einmal im Tagesspiegel zu lesen.

Und heute? Das neue Album ist wieder bei der Berliner Plattenfirma City Slang erschienen, es trägt den sehnsüchtigen Titel OH (ohio). Schon die von dem Maler Michael Peed gestaltete Hülle mag man nicht aufhören zu betrachten, dieses Gemälde eines nicht mehr ganz jungen, nackten Paares. Sonderbar steif liegen sie da, ein bisschen umständlich. Wie Figuren aus einer mittelalterlichen Buchmalerei. Sie umarmen sich, er streicht ihr über die Brust. Sie lieben sich, im Hintergrund gibt ein Fenster den Blick auf die Welt frei. Wie anders ist die Szenerie draußen! Offenbar gab es einen Unfall, ein Mann liegt am Boden und wird verarztet.

Wer im Bett bleibt – und womöglich Lambchop hört – der braucht keinen Arzt. Der wird mit Musik kuriert. Mit Ruhe und Gelassenheit. Mit ausgesuchter Langsamkeit und Zartheit. So klingt Musik, von der man glaubt, sie könne Leben retten. Musik, die behaglich ist, aber auch flüstert: “Du wirst nicht immer leben.” Auf OH (ohio) sucht die Band nach dem düsteren Vorgänger Damaged ihr Glück wieder in balsamischen, von Piano und Gitarre geführten Zeitlupenliedern zwischen Soul, Folk und Country.

Wer dieses Album besitzen möchte (man kann es wirklich nur empfehlen), der muss nur zum nächsten Kiosk gehen. Denn OH (ohio) wird gegen einen geringen Aufpreis sechzigtausendfach der Oktober-Ausgabe des Rolling Stone beiliegen. “Es ist das erste Mal, dass in Deutschland ein komplettes neues Album einer namhaften Band bei einer renommierten Musikzeitschrift veröffentlicht wird”, bewirbt die Plattenfirma den Coup. Sie ginge damit eine “Ehe in Sachen Qualität und Synergie” ein, die es so noch nicht gegeben habe. Aber mutet das Verschleudern einer CD für weniger als zwei Euro nicht eher an wie ein weiterer verzweifelter Schritt des traditionellen Musikgeschäfts?

Wer sich am Kiosk lieber mit Getränken und Gedrucktem versorgt und seine Musik beim Plattenhändler kauft, an den hat die Plattenfirma auch gedacht: Im Laden ist OH (ohio) auf Vinyl und mit Bonus-CD erhältlich. Nicht allerdings bei Saturn und Media Markt, denn die haben aus Protest bereits alle Lambchop-CDs remittiert. Das wiederum dürfte City Slang erheblich treffen, schließlich wird bei den beiden Musikdiscountern gut ein Drittel aller CDs in Deutschland verkauft.

“OH (ohio)” von Lambchop ist auf CD und LP bei City Slang/Universal erschienen.

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Kategorien: Country