Musik zwischen Disko und Diskurs
Kategorie:
Folk
Aus dem Land der Hinterwäldler auf die flackernden iPods: Die amerikanische Folk-Frau Laura Gibson sucht die Zukunft in den Bildern der Vergangenheit.

© City Slang
Barfuß steht das Mädchen am Lagerfeuer, hat sich eine Decke um den Leib gezogen, ihr Blick ist geradeaus auf den Betrachter gerichtet. Und weil das Foto lange belichtet worden ist [weiter...]
Nicht aussteigen, nur mal kurz rasten: Das Bandprojekt Loch Lomond aus Portland beschwört die Erdverbundenheit mit seinem grasüberwucherten, auratischen Folkpop.

© Hayley Young
Wenn Musik eine Aura zugesprochen wird, denken Ästheten oft zuerst an Walgesänge und ähnlich sphärische Klänge, an Meditationsmusik, Enya, solche Scheußlichkeiten. [weiter...]
Leonard Cohens Sohn Adam muss sich nicht verstecken: Er singt und spielt seine ruhigen Gitarrensongs “Like A Man”, der Respekt verdient hat.

© Shayne Laverdiere
Für eine Beziehung ist es entweder Segen oder Fluch: den Partner so gut zu kennen, wie niemand sonst auf der Welt. Der Kanadier Adam Cohen hat darüber ein wunderschönes Lied geschrieben. [weiter...]
Sind The Pierces schlichtweg peinlich oder doch verehrenswert? Unser Autor ergreift Partei: Er ist hingerissen von den beiden Amerikanerinnen und ihrem süßen Folkpop.

© Neil Krug
Ich bin frisch verliebt. Das Problem ist nur: Alle meine Freunde finden die Neue doof, peinlich und völlig untragbar. [weiter...]
Jeff Tweedy und seine Band Wilco legen ein neues Album vor. “The Whole Love” zeigt, wo ihr Folkrock seine Wurzeln hat und wohin er unterwegs ist.

© Epitaph
Wer bei Country abwinkt, sollte bei Wilco hinhören. Spätestens seit 2002. Damals erwartete die Plattenfirma wieder einmal rustikal eingefärbten Indie-Rock. [weiter...]
Diese Musiker waren im Trainingscamp für libysche Rebellen und zogen später für die Tuareg in den Kampf. Auf ihrem neuen Album besingen Tinariwen die Schönheit der Dürre.

© Marie Planeille
Weltmusik ist zum Schimpfwort geworden. Zahme Exoten musizieren da, heißt es, die sich für Geld von weißen Produzenten an der Kette in die Manege führen lassen. [weiter...]
Zach Condon ist erst 25 und hat schon den ersten Teil seiner Popkarriere hinter sich. Als Beirut legt er nun sein wunderbares, konzentriertes drittes Album “The Rip Tide” vor.

© Indigo
Man kann, hat sich Zach Condon wahrscheinlich gesagt, gar nicht früh genug anfangen, sich in Bescheidenheit zu üben. Wenn man gerade mal 25 Jahre alt geworden ist, aber schon eine ungemein erfolgreiche Karriere als Musiker hingelegt hat, macht sich ein wenig Demut sogar noch besser. [weiter...]
Och nö, schon wieder so ein Songwriter, der wie eine Million andere klingt? Nicht ganz: Grey Reverend aus New York ringt dem ausgeleierten Folkpop-Genre tatsächlich neuen Charme ab.

© Ninja Tune
Läuft die Musik schon? Singt da überhaupt wer? Und falls ja, worüber genau? Bei einem gewöhnlichen Singer/Songwriter sollten solche Fragen eigentlich gar nicht erst aufkommen. [weiter...]
Das zweite Album des Szene-Messias aus Wisconsin: Der Songwriter Justin Vernon sucht sich auf “Bon Iver” selbst und begibt sich dabei an schwer erklärbare Orte.

© 4AD/Beggars
Wer Alben von Phil Collins besitzt, verrät die Idee des Pop und so manche Beziehung. Das ist einer der Leitgedanken in Nick Hornbys Roman High Fidelity. Eine noch schlimmere Rolle kommt Phil Collins in Bret Easton Ellis’ literarischem Albtraum American Psycho zu [weiter...]
Der Amerikaner Alexander Ebert ist vom Partypunk zum Zottelhippie mutiert. Auf seinem neuen Album verbeugt er sich vor den Großen der Songwriterzunft. Ein Riesenspaß

© Vagrant Music
Das Leben von Alexander Ebert muss man sich wohl als ein ewiges Auf und Ab vorstellen, als Abfolge von Gegensätzen. Da schleppt der Papa, ein Psychotherapeut und Musikologe, den kleinen Alex singend durch die Wüste [weiter...]