Das Musik-Blog zwischen Disko und Diskurs
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Jazz

Aus der Ursprungsenergie des Jazz

Von 8. Februar 2013 um 09:05 Uhr

Wayne Shorter kehrt nach 40 Jahren zurück zu Blue Note. Auf dem neuen Album zeigt sein Quartett, wie man sich frei und harmonisch zugleich durch die Welt des aktuellen Jazz bewegt.

© Robert Ashcroft

© Robert Ashcroft

Endlich ist er zurück, der verlorene Sohn, zurück nach 40 Jahren. Aus der Sicht von Blue Note, dem legendären Label, mit dem die beiden deutsch-jüdischen Migranten Francis Wolff und Alfred Lion dem modernen Jazz eine äußere Gestalt gaben Weiter…

Kategorien: Jazz

Reden bringt nichts, man muss ihn hören

Von 12. Dezember 2012 um 11:54 Uhr

Früher Heavy Metal, dann Chansons, jetzt Bastler: Eivind Aarset ist ein Jazzgitarrist, dem das Vorpreschen fremd ist. Seelenruhig fummelt er an jedem einzelnen Ton.

© eivindaarset.com

Er ist keiner von den Musikern, die sich nur kurz räuspern, und schon haben sie ihr Publikum am Haken. Keiner von den breitbeinigen Gitarristen, die einfach losbratzen. Das Platzhirschige, Vorpreschende ist Eivind Aarset fremd Weiter…

Kategorien: Jazz

Schönheit mit neun Fingern

Von 3. Dezember 2012 um 15:41 Uhr

Ja, sowas Gips: Der Pianist Nils Frahm brach sich den Daumen und spielte trotzdem weiter. Sein Album “Screws” erzählt vom fragilen Glück des Augenblicks.

© Erased Tapes

So simpel ist das manchmal: ein Mann, ein Instrument und eine Lebenskrise. Und das Ergebnis ist Musik, die berührender kaum sein könnte. Weiter…

Kategorien: Ambient, Jazz

Frickeljazzrockchaordisch!

Von 28. November 2012 um 12:23 Uhr

Die 28-jährige Monika Roscher aus Franken spielt großartige Pink-Floyd-Gitarrensoli. Aber noch besser ist ihr neues Big-Band-Projekt.

© Kerkau Promotion

Die wirklich praktischen, erhellenden, also zielführenden Begriffe fortgeschrittener Musikanalyse, sie stehen einfach nicht im Duden. “Frickelig” etwa zur Beschreibung komplexer Verschachtelung digitaler Klangelemente. Weiter…

Kategorien: Jazz, Pop

Subsonisch fett, lunatisch hell

Von 17. Oktober 2012 um 11:05 Uhr

Akustikfunk? Kammermusiktantra? Intensität ohne Worte: Der Schweizer Pianist Nik Bärtsch schart vier Samurai um sich und dringt mit ihnen vor ins Gelände der Entrückung.

© Martin Möll/ECM

Dunkel schälen sich Nik Bärtsch und seine Männer aus dem Schatten der Bühne. Sie reden nicht. Sie spielen weder ohrenbetäubend laut noch rasend schnell. Jeder im Saal soll alles hören können Weiter…

Kategorien: Funk, Jazz

Konsequente Alte-Säcke-Platte

Von 15. Oktober 2012 um 09:42 Uhr

Das Leben nach Steely Dan: Der 64-jährige Donald Fagen zeigt auf seinem vierten Soloalbum, warum sein Jazzpop so perfekt ins Manufactum-Regal passt.

© Warner Music Group

Möchte man sich einen Rockmusiker als Sleeper vorstellen? Also jenes von der Tonträgerindustrie schwer erreichbare Wesen, das weder Zeit hat noch Lust verspürt, aktuelle Veröffentlichungen käuflich zu erwerben? Weiter…

Kategorien: Jazz, Pop

Spieler auf Esbjörns Klaviatur

Von 19. September 2012 um 09:45 Uhr

Mit seinem poporientierten Jazz hat der Schwede Jacob Karlzon schon die Spitze der Charts erreicht. Bis zur Qualität des Svensson-Trios fehlt aber noch ein Stück.

© Grosse Geldermann

Es soll Leute geben, die vergleichen den Klang von Jacob Karlzon und seinem Trio mit Rammstein. Der Pianist sagt laut Plattenfirma, er nehme das “als Kompliment”. Weiter…

Kategorien: Jazz

Wie Dartmoors Waldstücke klingen

Von 27. Juli 2012 um 08:43 Uhr

Mit seinen Saxofonen und digitaler Hilfe schlägt sich John Surman durch Englands Moore und Moose. Das Album “Saltash Bells” ist ein Schichtwerk aus Atem und Klang.

© Erik Fuglseth

Sonnenschimmer auf den sanften Hügeln Südwestenglands. Nebel über Dartmoor, der kargen Moorlandschaft, wo die Bestie der Baskervilles bellt. Sommerregen auf Tavistock, das freundliche Kleinstädtchen, das sich “Tor zu Cornwall” nennt. Weiter…

Kategorien: Jazz

Metamorphosen zwischen Oper und Blues

Von 6. Juli 2012 um 09:14 Uhr

Ist das denn noch Jazz? Der Schweizer Saxofonist Jürg Wickihalder hat ein Singspiel geschrieben, das niemanden gleichgültig lässt. Diskurs!

© Dragan Tasic

Eine Vergewaltigung nebst ungewollter Schwangerschaft zum Ausgangspunkt eines Singspiels zu machen ist ja mal wieder typisch 21. Jahrhundert! Wo ist das Gute, Schöne, Wahre bloß hin? Weiter…

Kategorien: Blues, Jazz

Das Blech erinnert sich

Von 9. Mai 2012 um 11:29 Uhr

Marschkapelle in Miniaturformat: Ray Andersons Pocket Brass Band hat ihre eigene Sicht auf die Musikgeschichte der USA und meditiert über afroamerikanische Stilistiken.

© Jeanne Moutoussamy-Ashe

Eine Blaskapelle im Taschenformat: Einen passenderen Namen als Pocket Brass Band hätte Ray Anderson für sein Quartett nicht finden können. Der amerikanische Posaunist verdeutlicht damit seine in Interviews oft betont spirituelle Verbundenheit mit New Orleans. Denn in der “Crescent City” am Mississippi-Delta gehören Brass Bands geradezu zum Stadtbild Weiter…

Kategorien: Jazz