Musik zwischen Disko und Diskurs
Kategorie:
Jazz
Gewaltig, was Motorpsycho auf ihrem Doppelalbum “The Death Defying Unicorn” anstellen! Die Fusion aus Prog-Rock und Jazz als orchestrales Konzeptwerk ist in dieser Konsequenz beispiellos.

© Kim Ramberghaug
Seit mehr als 20 Jahren entwickeln die Norweger Bent Sæther und Hans Magnus “Snah” Ryan den Progressive Rock ihrer Band Motorpsycho unentwegt weiter. Vierzehn Studioalben, diverse Kollaborationen, EPs und Live-Platten sind dabei entstanden [weiter...]
Der Pianist Jens Thomas auf dem Highway To Jazz: Wenn Rockklassiker von AC/DC zu poetischer Kammermusik werden, ist es den einen zu seicht, den anderen zu spröde. Na, und?

© Steven Haberland
Die Debatte ist so vorhersehbar wie absurd: Wenn ein Jazzmusiker Material aus Pop, Rock oder Schlager verarbeitet, schreien selbst ernannte Lordsiegelbewahrer des wahren Jazz auf, er biedere sich an den Mainstream an. [weiter...]
Wer einmal Solveig Slettahjell singen gehört und ihren Namen buchstabiert hat, vergisst sie nicht. Jetzt hat Norwegens Meisterin der Reduktion ihre Lieblingspoplieder aufgenommen.

© Andreas Froeland
Nach Hause kommen, Tür zu. Ans Klavier, den Deckel hoch, ein paar Tasten. Einer von diesen Songs, die schon immer da gewesen sind. Rolling Stones, beispielsweise, Annie Lennox oder Tom Waits. [weiter...]
Erinnerung an Monsieur 100.000 Volt: Vor zehn Jahren starb der große Gilbert Bécaud. Ein neuer Sampler versammelt seine schönsten Chansons.

© Reg Lancaster/Express/Getty Images
Moskau war kalt aber schön, ich glaube, ich sah nur sie,
Auf dem Roten Platz blieb sie stehen, Nathalie. [weiter...]
Hanns Eisler mal anders: Das deutsch-dänische Trio Kapital zeigt den Klassiker als Wanderer zwischen Hymnik, Rock und Jazz.

© Das Kapital
Im Booklet findet man eine Collage mit Dokumenten aus der Ermittlungsakte gegen Hanns Eisler, die das amerikanische FBI in den 1940er Jahren wegen “stalinistischer” Spionage angelegt hatte. [weiter...]
Keith Jarrett hat in den Siebzigern das improvisierte Solokonzert als Genre etabliert. Sein neues Album “Rio” verströmt eine sonnige, gelassene Energie.

© Daniela Yohannes/ECM Records
Gäbe es eine Schatzkiste, in der der Jazzpianist Keith Jarrett all das aufbewahrt, was ihm musikalisch etwas bedeutet, dann fände sich darin die ganze Geschichte seines Instruments von Johann Sebastian Bachs Wohltemperiertem Klavier bis zu Cecil Taylors Klavierschlagzeug mit 88 Trommeln. [weiter...]
Die swingenden Puppini Sisters aus London können sich nicht sattsehen im Rückspiegel. Sie sind der beste Beweis für Simon Reynolds’ These der grassierenden Retromanie im Pop.

© Universal Music
Die gute alte Zeit. Da waren die Züge noch pünktlich und die Renten sicher. Ja, früher war alles besser. Da hatte es noch seine Ordnung und die Jugend noch Respekt vor dem Alter. [weiter...]
Gerade erst dem Jugendalter entwachsen und schon so gut! Im Lisbeth Quartett um die Berliner Saxofonistin Charlotte Greve versammeln sich junge Könner des Jazz.

© Jochen Quaast
Das Rad, so viel steht auch im Jazz seit etwa 40 Jahren fest, ist längst erfunden und erforscht und zu einem Lehrstoff für die Akademien geworden. Doch es dreht und dreht sich immer weiter und befördert Musiker ins Licht der Scheinwerfer, mit denen nicht zu rechnen war. [weiter...]
Branford Marsalis und Joey Calderazzo sind Meister des Jazz. Ihr gemeinsames Album “Songs of Mirth and Melancholy” ist beinahe zu perfekt geraten.

© Universal Music
Zwei Musiker, ganz versonnen, ganz versunken ins Zusammenspiel. Klavier und Saxofon, Joey Calderazzo und Branford Marsalis, zwei Granden ihres Fachs [weiter...]
Skandinavischer Jazz sucht gern die Nähe zum Pop. Auf seinem neuen Album klingt der Trompeter Nils Petter Molvaer so kontrastreich wie lange nicht mehr.

© Morten Andersen
Wie der erste Satz eines Romans, der die DNA des ganzen entstehenden Textkörpers in sich trägt, lässt sich auch Mercury Heart hören, das Stück, mit dem Nils Petter Molvær sein neues Album Baboon Moon beginnen lässt. [weiter...]