Das Musik-Blog zwischen Disko und Diskurs
Kategorie:

Pop

Summer of ’96

Von 21. Juli 2014 um 10:37 Uhr

Gleich doppelt retro und so kurzweilig wie Tumblr: Die jungen kanadischen Fuzzpopper Alvvays verblenden das Schönste der Siebziger und Neunziger auf ihrem Debütalbum.

 © Gavin Keen

© Gavin Keen

Man muss sich das in etwa vorstellen wie einen Fernseher mit kaputter Bildröhre, über den sämtliche Sonnenwiesen-Foto-Tumblr laufen. Große Kunst wäre das nicht unbedingt, aber ein unwiderstehlich schönes Rauschen, das seine Fans nicht lange suchen müsste. Weiter…

Kategorien: Pop

Kreuzberger Nächte sind weich

Von 18. Juli 2014 um 08:00 Uhr

Coldplay-Wehmut für Stadionhasser: Fin Greenall alias Fink ist nach Berlin gezogen. Anstatt sich der rauen Stadt anzupassen, werden seine Folksongs immer plüschiger.

© Tommy N Lance

© Tommy N Lance

Fin Greenall lebt jetzt in Berlin. In Kreuzberg offensichtlich. Weiter…

Kategorien: Folk, Pop

Liebe ist nur ein Luxusproblem

Von 16. Juli 2014 um 12:41 Uhr

Das Duo Slow Club verneigt sich vor Marvin Gaye und Aretha Franklin. Sein neues Album “Complete Surrender” bringt den Soul auf den Punkt und macht ihn zu einem kathartischen Erlebnis.

© Caroline/Universal

© Caroline/Universal

Daniel Radcliffe wird auf ewig Harry Potter bleiben. Ein Zustand, der den Schauspieler bekanntlich nicht allzu glücklich macht. Ob er auch auf ewig Fan von Slow Club bleibt, wird man noch sehen müssen. Weiter…

Kategorien: Pop, Soul

Der beste Langweiler der Welt

Von 14. Juli 2014 um 17:04 Uhr

Von Sébastien Tellier lässt man sich allzu gern sedieren. Die watteweichen Popsongs auf seinem neuen Album “L’Aventura” entführen den Hörer in den brasilianischen Dschungel.

© Rough Trade

© Record Makers

Wer sich einlullen lässt, wird für gewöhnlich mit Langeweile sediert, der Schwere des schlichten Gedankens. Diesem gleichförmigen Trott des Banalen zu entkommen, gelingt daher nur mit größter Mühe. Sofern man das denn überhaupt will. Weiter…

Kategorien: Folk, Pop

Egal, lasst uns tanzen!

Von 11. Juli 2014 um 08:00 Uhr

Mit makellosen Soulsongs erklärt die Londoner Band Jungle die Realität für unheilbar und verabschiedet sich in Richtung Tanzfläche. Genügt das zum großen Pop-Debüt?

© Dan Wilton

© Dan Wilton

Popmusik aus England ist gerade dabei, sich ihre gesellschaftliche Relevanz zurückzuerkämpfen. Im Abstand weniger Wochen haben die Rapperin Kate Tempest und das Proleten-Duo Sleaford Mods Alben veröffentlicht Weiter…

Kategorien: Pop, Soul

Hits aus der Tüte

Von 7. Juli 2014 um 14:38 Uhr

Sia Furler schreibt Songs für Beyoncé oder David Guetta. Ihr fünftes eigenes Album klingt nun nach demselben Spektakelpop, aber die Sängerin behält die ironische Distanz.

© RCA Records

© RCA Records

Wenn Musiker in amerikanischen Late Night Shows auftreten, dann ist das meist die Antithese zu allem, was früher mal bei Wetten dass…? passiert ist. Keine metaphorisch aufgeladenen Tonnenfeuer im Bühnenbild Weiter…

Kategorien: Pop

Heißes aus der Tiefkühltruhe

Von 2. Juli 2014 um 08:00 Uhr

Warmer Soul durchbricht elektronischen Frost: So soll es sein! Das Debütalbum “Liminal” von The Acid könnte einen Meilenstein zwischen Dubstep und Downbeat markieren.

© PIAS

© PIAS

Wie arbeiten drei Menschen zusammen, die Tausende Kilometer voneinander entfernt leben? Die zwar dieselbe Sprache sprechen, aber aus England, Australien und den USA stammen? Und dann noch ständig unterwegs sind, weil sie als DJs, Produzenten, Musiker ihr Geld in der ganzen Welt verdienen? Weiter…

Kategorien: Elektronika, Pop, Soul

Zwei für den Soul

Von 30. Juni 2014 um 15:18 Uhr

Geht doch! Auch in Deutschland kann souveräner Soul-Pop entstehen. Dazu mussten Malky aus Leipzig aber dem Popbetrieb erst den Rücken kehren.

© Max Parovsky

© Max Parovsky

Böse Zungen sagen: Nach Mannheim geht die deutsche Popmusik, um zu sterben. Es gibt dort eine Popakademie, die Konstantin Gropper (Get Well Soon) Weiter…

Kategorien: Pop, Soul

Ezra hat den Erasmus-Blues

Von 27. Juni 2014 um 15:29 Uhr

Das Schlimmste, was passieren kann, ist ein verpasster Zug: Der Brite George Ezra liefert die Tonspur zum Fernweh von Europas Jugend. Leider ist er weniger Wort- als Touristenführer.

© Sony

© Sony

George Ezra macht gerade Karriere, weil er vor zwei Jahren einen Zug verpasst hat. Die Legende des heute 21-jährigen Songwriters aus dem englischen Hertford besagt, dass er unterwegs war von Malmö nach Budapest, sich in Schweden aber so viel Bier reinstellte, dass er am nächsten Morgen die Abfahrt verschlief. Weiter…

Kategorien: Folk, Pop

So uncool, wie man sich fühlt

Von 23. Juni 2014 um 14:31 Uhr

Jugendfrei, gut gelaunt und harmlos rebellisch: Die Münchner Rapperin Fiva besingt eine Normalität, die Kids wie Cro ohne Maske peinlich wäre.

© Kopfhörer

© Kopfhörer

Als Normcore als Scherz enttarnt wurde, war Fiva schon im Studio. Weiter…

Kategorien: Hip-Hop, Pop