Fat Freddy’s Drop aus Neuseeland läuten mit heißkaltem Reggaefunkdubsoul den Sommer ein. “Blackbird” heißt das dritte Album des Kollektivs. Unser Autor wartet lieber aufs Konzert.

© Kerry Brown
Im Leben ist es wie im Arbeiten ist es wie in der Musik ist es wie überall: Vergiftetes Lob zu kriegen ist schlimmer als gar keins. Und am gemeinsten ist vermutlich das zeugnisbewährte “Hat sich stets bemüht” Weiter…
LaBrassBanda lässt’s wieder krachledern. Ihr Blechblaspop hat sie um die ganze Welt geführt. Auf dem neuen Album zeigen sich die Bayern jetzt reifer und vielseitiger.

© Gerald von Foris
Reife hat in adolszenzkritischen Zeiten wie diesen – anders als in adoleszenfixierten früherer Tage – einen despektierlichen Klang. Reife, das klingt nach zu früh erwachsen oder zu kurz jung, nach Banklehre und Ernst des Lebens, nach Spandau statt Mitte Weiter…
Die Stimme von Katie Stelmanis hört man einmal und vergisst sie nicht mehr. Gut oder schlecht? Unser Autor ist sehr angetan vom neuen Album ihrer Band Austra.

Katie Stelmanis (Mitte) und ihre Band Austra (© Norman Wong)
Dass sich eine Band nach einer Göttin der lettischen Mythologie benennt, ist nicht gerade ein Garant für den internationalen Durchbruch. Wenn die Sängerin selben Namens allerdings eine der faszinierendsten Stimmen der aktuellen Popmusik mitbringt, erhöhen sich die Erfolgschancen deutlich. Weiter…
Der Sound von Bristol und Berlin auf einem Album: Emikas Elektropop schlingert zwischen Berghain und Lindenoper, geht in die Beine und vielleicht auch in die Charts.

© Madison
Ergibt das noch Sinn? Musik durch ihre Herkunft beschreiben zu wollen? Zu glauben, der Ort ihrer Entstehung erkläre, warum Musik klingt, wie sie klingt? Weiter…
“Fade To Grey” wird wohl ewig auf den Best-Of-Eighties-Alben dudeln. Nach 29 Jahren Pause kehren Visage nun zurück: Es ist nur ein schmaler Grat zwischen Selbstzitat und Selbstverrat.

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Die Reunion hat ihre Mystik längst eingebüßt. Was haben wir schon alles gesehen und gehört: In den vergangenen Jahren wurden zahllose Bands reanimiert, deren Mitglieder sich zuvor Tod und Teufel an den Hals gewünscht hatten. Weiter…
Darf man mehr erwarten als hübsche Optik und geschmeidige Bewegungen, wenn die Tochter von Jane Birkin singt? Lou Doillons Debütalbum zielt auf Erfolg, dringt aber selten ins Gemüt.

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Diese Augen, die Nase, das lange Haar überm schmalen Gesicht, der Mund, er vor allem. Wer Lou Doillon sieht, könnte einen Riss im Raum-Zeit-Kontinuum vermuten oder profaner eine alte Filmaufnahme von ihr, der Mutter Weiter…
Ein Glück, dass ihn sein Trübsinn noch nicht das Leben gekostet hat. So kann der launische Trip-Hop-Vater Tricky endlich ein neues Album vorlegen, auf dem er mit der Welt abrechnet.

© Aldo Belmonte
Bevor False Idols, das neue Album von Tricky, überhaupt erschienen war, fühlte sich der Künstler schon genötigt zu einer unmissverständlichen Ansage. Weiter…
Zu zweit geht vieles besser. Nicht nur das, was Sie jetzt denken. Eva & Manu zeigen auf ihrem Debütalbum, das im Duo auch oft die schöneren Songs entstehen.

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Singende Duos sind nicht gerade eine Neuentwicklung des Popzeitalters, eher schon ziemlich alte Hüte: Ike & Tina und Heintje & Peter, Bruce & Bongo und Cindy & Bert, Pepsi & Shirlie und Alan & Denise, Zweiraum & Wohnung und Rosen & Stolz. Zusammen, so glauben seit jeher viele, ist man weniger allein. Weiter…
CocoRosie machen sich die Welt, wie sie ihnen gefällt. Auf ihrem Kinderspielplatz ist ganz viel Liebe verbuddelt. Jetzt kann man sogar drauf tanzen.

© Rodrigo Jardon
Bloß nicht erwachsen werden, immer Kind bleiben. So will es Peter Pan, der Junge, der fliegen kann, zwischen Piraten und Wunschfeen lebt und mit den lost boys seine Spielchen spielt. Weiter…
Ist das bloß wieder Debattenstoff für Dubstep-Nerds? Mount Kimbie bringen das Beste aus Pop und Techno zusammen und machen die Suche nach dem Beat zum Erlebnis.

© Chris Rhodes
Es liegt ein Rascheln und Rauschen in der Luft, ein Flirren und ein Sirren, wenn Mount Kimbie ihre komplexen Klangkaskaden aus den Boxen wedeln wie weißes Rauschen in den Kopf. Weiter…