Musik zwischen Disko und Diskurs
Kategorie:

Punk

Kollektiver Wahnsinn Hamburger Bauart

Von 24. August 2011 um 09:55 Uhr

Sind die denn irre? Achso, nein, das ist Punk! Unter dem Namen Nuclear Raped Fuck Bomb vertreiben vier alte Helden ihre technoide Gaga-Musik.

© Major Label

Das Subtile am Irrsinn ist seine Hinterlist. Der Irrsinn kommt selten von vorn, er schleicht sich lieber an. Der Irrsinn platzt nicht durch die Tür, er klopft zuvor zart an. [weiter...]

Kategorien: Punk, Techno

Für alle die Sau rauslassen

Von 1. April 2011 um 13:20 Uhr

Vier Berliner Jungs greifen zu Alkohol und Gitarren, wie viele in ihrem Alter. Warum gerade Chuckamucks rotziger Rumpelpunk so gut ankommt, ist schwer zu erklären.

© Tassilo Rüster

Es gibt kein Rezept. Jedenfalls keins mit Garantie. Denn wenn es um Rezepte ginge, wäre das von Chuckamuck vergilbt, fettfleckig und soßenverschmiert [weiter...]

Kategorien: Punk, Rock

Der Jugend ist zum Kotzen

Von 28. Februar 2011 um 16:43 Uhr

Auf ihrem Debütalbum ruft die Band 206 eine “Republik der Heiserkeit” aus. Grimmig und doch hoffnungsvoll macht das Trio aus Halle seiner sozialen Unzufriedenheit Luft.

© Ralf Kornmann

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Kategorien: Punk, Rock

Zu schnell mündig geworden

Von 8. September 2010 um 10:51 Uhr

Die Tocotronisierung dreier Wildfänge: 1000 Robota aus Hamburg sind kaum dem Teeniealter entwachsen, da legen sie ein zweites Album vor. Leider scheitern sie an dem Versuch, sich neu zu definieren.

© Buback Records

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Kategorien: Punk, Rock

Das ist jetzt Punk oder was?

Von 2. Juni 2010 um 08:57 Uhr

Ein Statement gegen den verkopften Diskursrock: Kommando Sonne-nmilch bringen mit ihrem Dadapunk endlich Schwung in die Mittelstandsdebatten.

© Major Label

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Kategorien: Punk

Schwedenpop + Saxofon = Punk

Von 21. April 2010 um 10:54 Uhr

Love Is All nennt sich ein schräges Quintett aus Göteborg. In seinem Kosmos werden schiefe Töne zu Kunst und Trashpop zum Labsal geschundener Großstadtseelen.

© Fredrick Johnson

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Kategorien: Pop, Punk

Affen sprechen von Stolz

Von 12. April 2010 um 14:56 Uhr

Turbostaat aus Flensburg machen Punk zu Pop. Verwerflich? Malcolm McLaren hätte es sich genauso vorgestellt.

© Erik Weiss

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Kategorien: Punk, Rock

15 Bier für Bärbel Rotzky

Von 28. Oktober 2009 um 17:24 Uhr

Prolliger als die Prolls können es nur die Satiriker: Die Band Eisenpimmel aus Duisburg huldigt dem Fäkalen und Hochprozentigen. [weiter...]

Kategorien: Punk

Neustart in der Stadt

Von 23. Oktober 2009 um 09:21 Uhr

Sind Captain Planet aus Hamburg womöglich die Superhelden des deutschen Punk? Auf ihrem famosen neuen Album “Inselwissen” besingen sie den Menschen in der Metropole. [weiter...]

Kategorien: Punk

Kaugummi in den Ohren

Von 14. Juli 2008 um 12:26 Uhr
Zu den trotzigen Klängen der Band Combat 77 liegen sich Punks und Skinheads in den Armen. Ihr Debütalbum »100% Oi!« erfindet den Klang der Straße nicht neu, lebt aber von erfrischenden Melodien.



100% Oi! heißt das Debütalbum von Combat 77. Titel und Bandname fassen in Wort und Zahl zusammen, worum es geht: um Punkrock. Wie Kaugummi klebt der raue Klang ihrer britischen Vorbilder Cock Sparrer, Vice Squad und The Adicts an den schweren Stiefeln der fünf Musiker aus Hannover und Hildesheim. Im Bandlogo hat er sich fest im Profil der Sohlen verklebt. Doch Kaugummis können nicht nur hartnäckig kleben, sie können auch erfrischen.

Der Begriff Oi! wird auf die britische Band Cockney Rejects zurückgeführt, die ihre Straßenpunk-Lieder nicht mit dem im Punk gängigen »One, two, three, four…« einzählte, sondern mit »Oi! Oi! Oi!«. »Oi!« bedeutet soviel wie »Hey!«, was im Londoner Cockney-Dialekt ausgesprochen eben wie »Oi!« klingt. In den frühen achtziger Jahren erlebte dieses Genre eine kurze Blütezeit, über die Jahre wurde Oi! von Punk- und Skinheadbands immer wieder neu belebt. Nun also von Combat 77. Und wie: 100% Oi! ist ein melodiöses Bekenntnis zum Klang der Straße und feiert die Zusammengehörigkeit. Die Band zelebriert ein fröhlich-trotziges »Wir gehören zusammen« und feiert ein Fest für Punks, Skinheads und andere Außenseiter. Bei ihren Konzerten liegen sich die Anhänger unterschiedlicher Szenen in den Armen – ganz friedlich.

Ihre Texte bewegen sich zwischen Banalem und Kapitalismuskritik. Sie drehen sich um den Alltag, um Arbeitslosigkeit und die Zeit, in der die Musiker jung waren. Anders als bei den meisten Oi!-Bands singt bei Combat 77 eine Frau. Ab und zu bilden ihre Kollegen den grölenden Männerchor, das hat immerhin Unterhaltungswert und ist bei Auftritten nett anzusehen. Die Herren mühen sich an den Instrumenten, während die Sängerin lässig mit den Stiefeln wippt.

»Pop stars on MTV, brainwashed society (…) Entertainment is so dumb. Audiences blind and numb, they swallow everything the media tell them to. We don’t want your pop star shit. We don’t wanna be part of it«, heißt es in dem nach der Band benannten Lied Combat 77. Die fünf Musiker zwischen 20 und 40 Jahren begreifen ihre Musik als Gegenentwurf zum Mainstream. Rebellenmusik sterbe niemals, da sind sie sich sicher. Nebenbei spielen sie in anderen Bands, sie arbeiten und studieren. Dass sie die ganze Sache humorvoll angehen, beweist spätestens das letzte Stück des Albums, die Alberei Punky Chips Ahoy.

Auf 100% Oi hört sich nicht alles neu an, das meiste lässt sich aber prima mitsingen – Kaugummi kauend, mit einer Flasche Bier in der Hand.

»100% Oi!« von Combat 77 ist als LP und CD erschienen bei Sunny Bastards.

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Captain Planet: »Wasser kommt, Wasser geht« (Unterm Durchschnitt 2008)
Turbo A.C.’s: »Live To Win« (Bitzcore 2007)
The Monsters: »The Worst of Garage Punk Vol. 1« (Voodoorhythm 2007)
Matula: »Kuddel« (Zeitstrafe 2007)

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Kategorien: Punk