Schweinestaatbullensystem war gestern, der junge deutsche Punk ergründet die menschliche Konkursmasse. Das Trio Die Nerven macht aus seinem Weltjuckreiz ein tolles Debüt.

© Kai Fischer
Ja, wahrscheinlich war die Pubertät so, beziehungsweise: Sie sah wohl genauso aus wie dieses Plattencover Weiter…
Das 16. Album von Bad Religion ist druckbetankt mit allem, was den Punkrock antreibt. Nur leider klingt es knochentrocken und etwas zu glatt produziert.

© Indigo
Punk ist nicht tot. Er riecht inzwischen sogar ganz gut, meistens nach teurem Parfum. Weiter…
Dave Cloud weigert sich seit vier Jahrzehnten, eine musikalische Könnerschaft zu entwickeln. Früher nannte man das Punk, heute ist er ein Outsider – mit neuem Album.

© Dick Swanson
Nein, wie ein Rockstar sieht Dave Cloud nicht eben aus. Eher wie ein Rentner. Das Gesicht zerfurcht, den Backenbart ungepflegt, der ergraute Haarschopf schief geschnitten, das Sakko unförmig Weiter…
Wann hat es je so guten Punkrock aus Deutschland gegeben? Captain Planet singen über Zorn und Poesie, Mikrokosmos und Politik. Für alle, die noch was merken.

Benni Sturm, Marco Heckler, Jan Arne von Twistern, Sebastian Habenicht (© Fabian Pieper)
Pressstimmen haftet oft ein Makel an: der Makel mangelnden Selbstvertrauens und Charismas, gar fehlender Gesangskompetenz. Weiter…
Bonapartes musikalische Ideen sind so brillant, dass das Trashtheater drumherum gar nicht nötig wäre. Auf dem neuen Album sind sie leider noch nicht ausgereift.

© Melissa Hostetler
Wenn man den Minimalkonsens unserer digitalen Gegenwartszukunft sucht, deren Chiffre Web 2.0 ja auch schon wieder nostalgisch klingt, ist es vielleicht dieser: lückenlose Visualisierung aller Sinne. Weiter…
Messer! Guter Bandname, gutes Debütalbum aus Münster. Irgendwie Punk, irgendwie Postpop. Es will uns etwas sagen – nur was, sollen wir selbst herausfinden.

© This Charming Man
Stakkato und Fläche. Analoge Klangwut, Geschrammel mit Struktur. Heulende, psychotische, manchmal gar keine Gitarren. Dazu Bass, viel Bass, peitschender Bass, treibender Bass. Basslast. Der Gesang heiser, unmelodiös, monoton, nicht tonlos. Gelangweilte Entrüstung, Mittelschichtenfatalismus. Weiter…
Sind die denn irre? Achso, nein, das ist Punk! Unter dem Namen Nuclear Raped Fuck Bomb vertreiben vier alte Helden ihre technoide Gaga-Musik.

© Major Label
Das Subtile am Irrsinn ist seine Hinterlist. Der Irrsinn kommt selten von vorn, er schleicht sich lieber an. Der Irrsinn platzt nicht durch die Tür, er klopft zuvor zart an. Weiter…
Vier Berliner Jungs greifen zu Alkohol und Gitarren, wie viele in ihrem Alter. Warum gerade Chuckamucks rotziger Rumpelpunk so gut ankommt, ist schwer zu erklären.

© Tassilo Rüster
Es gibt kein Rezept. Jedenfalls keins mit Garantie. Denn wenn es um Rezepte ginge, wäre das von Chuckamuck vergilbt, fettfleckig und soßenverschmiert Weiter…
Auf ihrem Debütalbum ruft die Band 206 eine “Republik der Heiserkeit” aus. Grimmig und doch hoffnungsvoll macht das Trio aus Halle seiner sozialen Unzufriedenheit Luft.

© Ralf Kornmann
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Die Tocotronisierung dreier Wildfänge: 1000 Robota aus Hamburg sind kaum dem Teeniealter entwachsen, da legen sie ein zweites Album vor. Leider scheitern sie an dem Versuch, sich neu zu definieren.

© Buback Records
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