Kandidaten und Kampagnen – wer wird der nächste Präsident der Vereinigten Staaten?
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Job-Wahlkampf

“Du wirst niemals viel Geld verdienen”

Von 2. November 2012 um 19:28 Uhr

Im US-Bundesstaat Virginia zeigen sich die USA im Kleinen: demografischer Wandel, wirtschaftliche Entwicklung, Wahlverhalten – Virginia ist ein Mikrokosmos, der widerspiegelt, was die USA spaltet, was sie zusammenhält. Unser Reporter Carsten Luther war in Richmond, Virginia, unterwegs.

Arbeit, Freunde, Studium – für Rodger Prunty bleibt darüber hinaus nicht viel Zeit. “Natürlich würde ich gern mehr darüber wissen, welche Politik die beiden Präsidentschaftskandidaten umsetzen wollen – stattdessen werde ich mit all diesen Worthülsen und negativen Werbespots bombardiert, die immer nur den anderen niedermachen”, sagt der Student, der in Ohio aufgewachsen ist. Auch von der Berichterstattung in den Medien fühlt er sich überwältigt. “Wenn ich überhaupt dazu komme, den Wahlkampf zu verfolgen, bekomme ich von beiden Seiten sehr viele starke Meinungen – aber wirkliche Informationen? Die Kandidaten müssten einfach stärker auf uns junge Leute zugehen, uns ihre Pläne besser erklären”, sagt der junge Mann. “Aber denen geht es nur um Macht.”

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Das Frauenproblem der Republikaner

Von 26. Oktober 2012 um 18:34 Uhr

Im US-Bundesstaat Virginia zeigen sich die USA im Kleinen: demografischer Wandel, wirtschaftliche Entwicklung, Wahlverhalten – Virginia ist ein Mikrokosmos, der widerspiegelt, was die USA spaltet, was sie zusammenhält. Unser Reporter Carsten Luther war in der Region um Richmond, Virginia, unterwegs.

Jeder Besuch im “Sophie House” kostet Tracy Trice Überwindung. Es ist nicht der Ort: Es geht ihr gut dort, sie lacht mit den Frauen, fühlt sich verstanden – das ist es nicht. “Aber um Hilfe zu bitten, ist nicht leicht”, sagt die 36-jährige Mutter dreier Kinder. Das Geld, mit dem ihr Ex-Mann sie unterstützt, reicht für ein kleines Appartement hier in Glen Allen, nördlich von Richmond im Bundesstaat Virginia. Aber seit Tracy wieder einmal ihren Job verloren hat, geht es nicht anders: Die nötigsten Lebensmittel bekommt sie hier, auch eine Kleiderkammer gehört zu der Einrichtung. Nur dank der Unterstützung der sozialen Einrichtung kommt sie über die Runden.

Tracy gehört also zu den 47 Prozent der Amerikaner, von denen der republikanische Präsidentschaftskandidat Mitt Romney sagt, sie könnten die Verantwortung für ihr Leben nicht selbst übernehmen und müssten sich deshalb an den Staat klammern. Über diese Bemerkung kann sie immer noch nur mit dem Kopf schütteln. Alles nur Schmarotzer, die keine Steuern zahlen und lieber Sozialleistungen beziehen, statt arbeiten zu gehen? “Ich will nicht zu Hause rumsitzen, ich kenne niemanden, der so denkt”, sagt sie. “Ich will einen Job und bewerbe mich ständig: im Büro, Busfahren, Seniorenbetreuung – ganz egal.”

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Warum Romney die Wahl gewinnen kann

Von 24. Oktober 2012 um 18:01 Uhr

In Europa schütteln immer noch viele ungläubig den Kopf, wenn man ihnen sagt, der nächste Präsident der Vereinigten Staaten könnte nicht Barack Obama, sondern Mitt Romney heißen. Aber das ist durchaus möglich – und zwar aus mehreren Gründen.

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