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Glück der Tocher

 

Im vorigen Jahr machte meine Tochter ihr Soziales Jahr in einer Waldorfeinrichtung für behinderte Kinder in England. Dort lernte sie einen jungen Brasilianer kennen, der sie im Sommer nach Deutschland begleitete. Beide nur englisch miteinander redend, strahlend, glücklich. Im Herbst begann meine Tochter ihr Studium in Stuttgart, er wollte nicht mehr zurück und begleitete sie. Nun fingen die Schwierigkeiten an, Behördengänge, Wohnungssuche, Arbeitssuche, das volle Programm des Erwachsenwerdens. Am Wochenende habe ich sie in ihrem möbelierten Zimmer besucht. Er, stolz auf sein erstes verdientes Geld in Deutschland und seine paar Brocken Schwäbisch, sie mit ihrem ersten selbst gebackenen Kuchen. Beide noch immer strahlend und glücklich. Wir haben seinen 21. Geburtstag gefeiert.

Karin Wirtz, Mönchengladbach