‹ Alle Einträge

Bürzel, Burz und Knod: Mein Wort-Schatz

 

Dass Hühner, Enten, insbesondere Weihnachtsgänse einen Bürzel haben, ist bekannt. Meine Tochter besteht darauf, auch diesen zu servieren, da er eine Leckerei sei. Na ja. Nun ist hier im Schwabenland die Endung -el das Kennzeichen für etwas Kleines. Womit wir beim Burz wären, etwas Größerem, welches jedoch in keinem Lexikon steht. Was hat man sich darunter vorzustellen? Etwas vom Nashorn, womöglich vom Elefanten? Oder nur etwas vom Strauß oder Emu? Dass es was vom Hinterteil sein muss, ist klar. Gleichermaßen begeistert mich der Knod (nur als Wort!), vom Knödel abgeleitet: Von einem bayerischen Semmelknödel schaffe ich kaum einen ganzen, mit einem Knod bringe ich meine Feinde zur Verzweiflung. Valentins Frage nach der Anzahl der Semmeln für einen Knod hat eine klare Antwort: viele. Zum Glück hat sich in der Gastronomie durchgesetzt, nur noch Knödel, keinen ganzen Knod als Sättigungsbeilage zu servieren.

Georg Prüfer-Schönfelder, Heidenheim

1 Kommentar


  1. Zitat: „Nun ist hier im Schwabenland die Endung -el das Kennzeichen für etwas Kleines.“ – Zitatende
    Irrtum! Die schwäbische Endung für etwas Kleines ist nicht „el“ sondern „le“, z.B. Autole, Häusle etc.
    Aktuell: Weckle, und nicht Weckel, und schon erst Recht nicht Wecken oder gar Schrippen (Schripple) :-))