Ein Blog mit Ihren Notizen, Gedichten und Bildern für die gedruckte ZEIT
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Allgemein

Was mein Leben reicher macht

Von 3. Januar 2014 um 12:00 Uhr

Auf einem verlassenen Krankenhausflur am späten Abend nach einer OP zusammen mit meinem Freund in einem Bett zu liegen und zu wissen, dass er für mich da ist.

Laura Philipps, Heidelberg

Selbst gemacht

Von 30. November 2013 um 12:00 Uhr

s92-selbstgemacht

Dieses Siebenbrett – ein chinesisches Legespiel – habe ich aus Holz nachgebaut. Die Anregung dazu gab mir der Roman Nagelprobe in Peitscho von Robert van Gulik, der durch eine ZEIT-Edition historischer Kriminalromane den Weg in mein Bücherregal gefunden hat. Motive aus dem Buch klebte ich zur Anregung auf die Rückseite. Ich habe sieben Exemplare hergestellt und in der Farbe meines Holzhauses lackiert. Nur wirklich gute Freunde erhalten es als Geschenk.

Harold Klein, Niddatal, Hessen

Kategorien: Allgemein, Selbst gemacht

Das erste Mal

Von 28. November 2013 um 16:00 Uhr

Zum Anfang des neuen Jahres möchten wir in der ZEIT Geschichten von Anfängen erzählen. Dafür brauchen wir Sie. Berichten Sie uns von einem ersten Mal in Ihrem Leben. Ihre Geschichte sollte ungewöhnlich sein: Sagen wir, Sie haben ein neues Herz bekommen – wie waren die ersten Monate nach der Transplantation? Oder Sie sind Polizist – wie war es, zum ersten Mal auf einen Menschen zu schießen? Vielleicht sind Sie auch Pfarrer – wie haben Sie die erste Beichte erlebt, die Sie abgenommen haben?

Schreiben Sie Ihre Erlebnisse auf (3000 bis 7000 Anschläge) oder skizzieren Sie sie kurz, um sie von einem unserer Redakteure protokollieren zu lassen. Wir freuen uns auf Ihre Zuschriften per E-Mail an anfang@zeit.de oder auf dem Postweg an:

DIE ZEIT, Dossier, Stichwort »Anfang«, Buceriusstraße/Eingang Speersort 1, 20095 Hamburg.

Kategorien: Allgemein

Was mein Leben reicher macht

Von 12. November 2013 um 16:00 Uhr

Die Elster, die mir für ein Stück Brot glitzernde Fundstücke hinlegt. Heute war es der Perlenohrring meiner Nachbarin, den sie – wie sich herausstellte – vor Monaten verloren hat.

Martha Unterholzner, Meran, Südtirol

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Was mein Leben reicher macht

Von 26. September 2013 um 12:00 Uhr

Zusammen mit Freunden an der Sternwarte in den Spätsommerhimmel zu schauen: Durch ein Fernrohr bewundern wir die Diamanten auf dem schwarzen Samt der Nacht. Zum Abschluss noch ein verzaubernder Blick auf die Monde des Jupiters. Die Vielfalt des Universums erfüllt mich noch tagelang.

Ralph Brinks, Hagen

Was mein Leben reicher macht

Von 22. August 2013 um 18:00 Uhr

Independence Day in Chicago. Eingeladen von unserem Jüngsten, erleben wir das riesige Feuerwerk am Lake Michigan – und sitzen danach fest: Außer uns wollen noch zwei Millionen Besucher nach Hause. Gelassen sitzt unser Sohn am Steuer, aber ich werde kribbelig. Da legt er seinen Arm um meine Schulter: »Dad, entspann dich!« – Ein Glücksgefühl: Aus unserem kleinen »Huppeditz« ist ein souveräner, liebevoller Freund geworden.

Günter van Mark, Herford

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Was mein Leben reicher macht

Von 5. August 2013 um 15:00 Uhr

Beim nächtlichen Hundespaziergang endlich wieder die Glühwürmchen am Weg oberhalb vom Kloster St. Trudpert fliegen zu sehen. Sommerzauber!

Gabriele Hennicke, Münstertal, Schwarzwald

Was mein Leben reicher macht

Von 2. Juni 2013 um 18:00 Uhr

Gerade will der Busfahrer losfahren, da jagt eine schwer bepackte Frau heran. Hastig sucht sie das Fahrgeld. In den Manteltaschen, den Plastiktüten, aber umsonst. »Mein Portemonnaie! Um Gottes willen?«  – »Nur die Ruhe bewahren«, versucht der Fahrer die Frau zu beruhigen. »Zwei fünfzig «, dienstlicht er dann. »Ich find mein Geld nicht!« Sie bittet ihn, die Tür zu öffnen um auszusteigen. »Lassen Sie’s gut  sein«, brummelt der Fahrer, »und nehmen Sie endlich Platz!« Während er nach links schaut, ob die Fahrbahn frei sei, meinte er lakonisch: »Ich fahre auch immer schwarz.«
Holger Hartenstein, Salzatal, Sachsen-Anhalt

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Was mein Leben reicher macht

Von 21. Mai 2013 um 10:00 Uhr

Wenn, egal zu welcher Tageszeit, unsere Nachbarin anruft und verkündet: »Wir haben eine halbe Pizza übrig!«

 

Nicole Born, Eningen unter Achalm, Baden Württemberg

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Stuttgart 21

Von 12. Mai 2013 um 14:00 Uhr

(nach Friedrich Hölderlin, »Hyperions Schicksalslied«)

Ihr wohnet droben im Licht
Auf halben Höhen, ihr
Stadtplaner, Investoren!
Frisch umsäuseln euch
Lüfte leicht,
Ihr fahrt Mercedes.

Schicksalhaft, weil sie wissen,
Atmen die Mächtigen.
Blind bewahrt
In edelen Villen,
Erträumen sie
Zukunft.
Und ihre Augen
Blicken am Unheil
Immer vorbei.

Doch uns ist gegeben,
An keiner Stätte zu ruhn
Es fahren tief unten
Die einfachen Menschen,
Blindlings wie Rohrpost
Von Bahnhof
Zu Bahnhof geworfen,
Atmen Tunnelluft
In tiefer Station.

Siegfried Busch, Mössingen, Baden-Württemberg