Ein Blog mit Ihren Notizen, Gedichten und Bildern für die gedruckte ZEIT
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Mein Wort-Schatz

Jrompers-Mezzje: Mein Wort-Schatz

Von 28. Juli 2015 um 15:00 Uhr

In der Eifel spricht man vom Jrompers-Mezzje, wenn man das Kartoffelmesserchen meint, und verwendet es außer zum Schälen der Erdäpfel noch für 100 andere Sachen. Es musste aber immer ein NICHT-rostfreies Windmühlenmesser sein!

Rita Jansen, Kerpen

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Knief: Mein Wort-Schatz

Von um 12:00 Uhr

Ich erinnere mich, dass mein Großvater, der bei Bremervörde lebte, den Ausdruck Knief für Messer benutzte, was irgendwie dem englischen knife ähnelt.

Annita Tadtke, Gnarrenburg, Niedersachsen

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Meestje: Mein Wort-Schatz

Von 27. Juli 2015 um 17:00 Uhr

Angestachelt durch die vielen regionalen Messer-Begriffe hier im »Wortschatz«, habe ich mich auch ein wenig umgehört, dabei hatte eine Chor-Freundin, die aus Krummhörn in Ostfriesland stammt, den Ausdruck Meestje beizusteuern.

Ruth Viebrock, Anderlingen, Niedersachsen

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Feudeln: Mein Wort-Schatz

Von 19. Juli 2015 um 15:00 Uhr

Ich möchte nur einmal anfragen, ob bei Ihnen in Hamburg und Umgebung der Begriff Feudeln noch in Gebrauch ist. Ich bin Jahrgang 1948, stamme aus Stade und lebe seit über 40 Jahren in Hessen. Meine Mutter, eine Hamburgerin, benutzte den Ausdruck »feudeln« für »den Boden aufwischen«, das Textil dafür hieß »der Feudel«. Gefeudelt wurde mit einem »Leuwagen« (Schrubber) und aufgefegt mit einer »Handeule«. Ich habe diese Ausdrücke sonst nirgendwo wieder gehört, hier in Hessen schon gar nicht. Bei mir wird immer noch gefeudelt, an die hessischen »Putzlumpen« oder »Scheuerhader« habe ich mich nicht gewöhnen können.

Gisela Kröhner, Mörfelden-Walldorf

Ja, liebe Frau Kröhner, es wird noch gefeudelt in Hamburg. Und wie!
Die Redaktion

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Vintage: Mein Wort-Schatz

Von 18. Juli 2015 um 12:00 Uhr

Als ich meine 13-jährige Tochter fragte, wie alt ihre neue Lehrerin sei, meinte sie: »Ungefähr so alt wie du. Vintage halt.« Wir Eltern (50 und 48) haben die Wortwahl inzwischen mit einem Augenzwinkern übernommen. So beeinflussen Marketing- Kreationen unser Denken!

Christiane Hansel, Rödermark

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Kabale: Mein Wort-Schatz

Von 15. Juli 2015 um 18:00 Uhr

Kabale – dieses Wortschätzchen widme ich meiner Tochter, die kurzerhand Schillers Werk in »Kannibale und Liebe« umdichtete. Das veranschaulicht ganz richtig und sehr martialisch das Aufge- und Verzehrtwerden durch die Liebe. Und auch vor Intrigen bleibt man manchmal nicht verschont.

Andrea Kühberger, Neckargemünd

Pruddeln: Mein Wort-Schatz

Von 14. Juli 2015 um 18:00 Uhr

Vor einiger Zeit erklärte Corinna Fritz an dieser Stelle das Wort »krosen«. Es bedeutet, dass man zu Hause ist, kein wirkliches Ziel verfolgt, sondern ohne Zeitdruck hier und da aufräumt, umräumt oder etwas neu sortiert. Als ich den Beitrag las, fiel mir auf, dass auch wir in unserer Familie dafür einen Begriff haben. Wenn man nach einer anstrengenden Phase mal wieder Zeit für sich hat, Zeit, seinen Kleiderschrank aufzuräumen, ein Buch zu lesen oder dafür, mit Mama Erdbeeren pflücken zu gehen, dann Pruddelt man den ganzen Tag rum. Jetzt nach meinem Abitur ist die Anzahl der Pruddel-Tage deutlich höher als sonst, und ich finde Zeit für die Dinge, die sonst oft zu kurz gekommen sind.

Imke Albers, Osnabrück

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Läusknäcker: Mein Wort-Schatz

Von 11. Juli 2015 um 18:00 Uhr

Meine Oma benutzte oft den Begriff Läusknäcker für Menschen, die bei gewissen Dingen Haarspalterei bis zum Exzess betrieben. Das kann man einer Person an den Kopf werfen, ohne sie zu verletzen. Daher ist dieser Begriff ein fester Bestandteil in meinem Wortschatz geworden. Außerdem sorgt er meistens für Erheiterung.

Gabriele Meinberger, Hausen, Unterfranken

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Auf die Freierei gehen: Mein Wort-Schatz

Von 9. Juli 2015 um 12:00 Uhr

Auf einer Familienfreizeit unterhielt ich mich mit einem anderen Westpfälzer beim Abtrocknen. Wir verfielen in unsere Mundart und kamen auf Poussieren und auf die Freierei gehen. Ausdrücke, die ich früher in meiner Westpfälzer Heimat oft gehört habe, wenn es darum ging, dass irgendeiner mit irgendeiner angebandelt hat oder zwei zusammen waren. Aber »poussieren« und »auf die Freierei gehen« klingt doch schöner!

Friedrich Schmidt-Roscher, Haßloch, Pfalz

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Postbeamter und Geldbriefträger: Mein Wort-Schatz

Von 8. Juli 2015 um 12:00 Uhr

In meiner Kindheit gab es das schöne Wort Postbeamter. Das fiel mir ein, nachdem ich nun schon seit mehr als zwei Wochen täglich in meinen leeren Briefkasten schaue. Denn es wird ja (unbefristet) gestreikt. Was war das für eine Zeit, in der die Post noch ein Staatsunternehmen war und alles pünktlich – mitunter sogar zweimal am Tag – zugestellt wurde! Inzwischen streiken auch die Geldautomatenbefüller. Was für eine Zeit, als es noch den Geldbriefträger gab!

Manfred Geraschewski, Berlin

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