Ihre Notizen, Gedichte und Bilder für die gedruckte ZEIT
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Straßenbild

Bei einem Besuch im Berliner Botanischen Garten fand ich diese Bezeichnung für den Abfallbehälter. Da überall im Gelände Pflanzen mit dem lateinischen Namen genannt werden, entschied sich die Verwaltung wohl, den Müllbehälter entsprechend zu beschriften…
Helmut P. Hagge, Hamburg
Was sagt uns dieses Schild? In welcher Form soll man dem Befehl zur Verschmutzung nachkommen? Ich hoffe nicht, dass ihn jemand als Aufforderung zum Ölwechsel in der frei- en Natur missversteht.
Detlev Zenk, Dormagen

Die Straße, auf die das Schild hinweist, ist ein winziges, verstecktes Gässchen hinter dem Kieler Partyviertel. Schön ruhig ist es dort, allerdings auch ein wenig langweilig …
Swantje Bastin, Kiel

Wir haben hier in meiner Wahlheimat Rheda-Wiedenbrück wenig Graffiti, deshalb fällt eine solche Meinungsäußerung im öffentlichen Raum – auf einer Plakatwand – auch direkt ins Auge. Allerdings wurde der Künstler durch das Motiv wohl so verwirrt, dass sich ein Rechtschreibfehler eingeschlichen hat.
Thomas Krompos, Rheda-Wiedenbrück, Westfalen

Auch in der Wesermarsch ist der Trend des Urban Knitting (»städtisches Stricken«) offensichtlich angekommen. Oder vielleicht sollte man in diesem Fall lieber von Rural Crocheting sprechen, von »ländlichem Häkeln«?
Sabine Lahl, Münster

Es handelt sich hier nicht um ein Straßenbild im herkömmlichen Sinne, aber doch um eine Aufnahme von einem öffentlichen, befestigten und befahrbaren Weg an unserem Fluss Rems. Die Natur scheint den alten Wegweiser verstecken zu wollen, nach dem Motto: »Lasst die Ruhe in diesem idyllischen Flusstal«.
Klaus Prinz, Remseck

Diese Fassade haben wir vor einiger Zeit auf einer wunderschönen Norwegen-Rundreise mit unseren beiden Töchtern in der Nähe des Geirangerfjords entdeckt. Eine Bewertung nach Hotelsternen ist hier nicht mehr nötig …
Claudia Spanier, Gelsenkirchen

Vergangenen Herbst verbrachten mein Liebster und ich einen traumhaften Kurzurlaub am Achensee in Tirol. Bei einem Spaziergang sahen wir diese Wegweiser. Zur Information: Rote Punkte bedeuten eine eher schwierige Route, Schwarz steht für sehr schwierig. Somit war für uns klar: Eine all zu große Anstrengung im Urlaub ist einfach unnütz!
Yvonne Gächter, Götzis, Österreich

Vor einem Straßenlokal in Heiligenhafen an der Ostsee fand ich diese Werbung für einen Fahrradverleih. Eine kreative phonetische Umsetzung der Buchstabensprache nach dem Motto »Schreiben wie gesprochen«! In jedem Wort taucht der Vokal A zweimal auf. Eine Vorstufe der Konkreten Poesie, eingesetzt von einem Menschen, der nie etwas von Lyrik gehört haben mag. Dynamisch in Großbuchstaben geschrieben, die Anfangsbuchstaben mit einem schwungvollen Bogen versehen, die Schriftzüge leicht ansteigend, vielleicht auf die kleine Hügelkette vor Heiligenhafen hinweisend: mit dem »Lai-Rad« leicht zu bewältigen.
Friedhelm Niggemeier, Kägsdorf/Ostsee

Hier ein Straßenbild aus unserer Landeshauptstadt. »Bitte vorwärts einparken« – und keiner hält sich daran. Und es hat noch nicht einmal was mit »S 21« zu tun!
Markus Koch, Stuttgart