Die Kritzelei der Woche

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Kürzlich stieß meine Frau – sie arbeitet als Deutschlehrerin – auf der Suche nach Unterrichtsmaterialien in unserer gemeinsamen reclam-Sammlung auf meine »Bearbeitung« von Schillers Kabale und Liebe aus dem Jahr 1983. Damals war ich Schüler der Kollegstufe am Montgelas-Gymnasium in niederbayerischen Vilsbiburg. Die thematische Verbindung zum Seehund ist mir zwischenzeitlich leider entfallen – ich erinnere aber, auch seinerzeit schon einer Deutschlehrerin in Gedanken nachgehangen zu haben …

Christian Jarosch, Hamburg

 

Die Kritzelei der Woche

Letztens habe ich meine Ordner der Oberstufe durchgesehen und bin dabei auf diese Deckelinnenseite gestoßen. Sie erinnert mich an eine Zeit, die gefüllt war mit Lernen.

Laura Rehbein, Hitzacker, Niedersachsen

 

Kritzelei


Eigentlich hatte ich mir die kleine Tafel und einen weißen Kreidestift anstelle eines Notizblocks gekauft. Ich wollte darauf notieren, was ich beim nächsten Einkauf nicht vergessen wollte. Dann habe ich aber angefangen, zu kritzeln, und schließlich so lange damit weiter gemacht, bis kein Platz mehr für Notizen war. Das macht aber nichts, denn das Einkaufen funktioniert trotzdem!

Barbara U. Steinforth, Erlangen

 

Kritzelei

Mein Sohn packt gerade seine Sachen und bricht auf zum Studium. Beim Sortieren fand er diese Zeichung. Letztes Jahr verbrachte er in Neuseeland und zeichnete während eines  langweiligen Jobs in einem Callcenter viele Zettel voll. Diese Kritzelei gefällt mir am besten.

Marion Dietz, Weilrod

 

Die Kritzelei der Woche

Bei einem Telefonat mit einer Bekannten, deren Redeschwall nie enden will, entstand diese Kritzelei. Von einer Abendveranstaltung am Vortag war ich sehr müde und konnte die Augen kaum noch offen halten. Doch erst als ich laut gähnte, gelang es mir, den Redefluss zu stoppen. Inzwischen war der Zettel vollgekritzelt. „Eigentlich zu schade für den Papierkorb!“, dachte ich am nächsten Morgen und spielte noch ein wenig mit dem Bildbearbeitungsprogramm, um die Kritzelei zu kolorieren. Hier das Ergebnis.

Bruni Häcker, Talheim bei Heilbronn

 

Die Kritzelei der Woche

Im Sommer habe ich Fachabitur in Hamburg gemacht, laut Pisa-Studie keine große Leistung. 14 Jahre Schule (inklusive Vorschule) sind endlich vorbei! In dieser Zeit sind unglaublich viele solcher Kritzeleien entstanden, eine der letzten und mir liebsten ist diese. Wegen der Thematik der Zeichnung vermute ich, dass sie größtenteils in Englisch- und Mathestunden entstanden ist. Das werde ich wohl am meisten vermissen an der Schule: während 90-minütiger Lehrermonologe das Gehörte, Gefühlte und Gedachte auf Papier bringen zu können.

Johanna Kirsch, Hamburg

 

Kritzelei

Mein erstes Jahr am Marianne-Weber-Gymnasium in Lemgo ist vorbei. Auf dem Deckblatt meines Schuplaners sieht man, wer und was mich in diesem Jahr in der Schule beschäftigt haben.

Paula Aust, Lemgo

 

Alltagskunst: Kritzelei der Woche


Diese Kritzelei entstand während einer Englischstunde am Gymnasium Untergriesbach, als wir gerade Oscar Wildes The Picture of Dorian Gray durchnahmen. Wie man sieht, fesselte mich die Besprechung der einzelnen Kapitel nicht sonderlich. Aber mich faszinierte der Charakter des Dorian Gray auf eine seltsame Art und Weise: Er verkörpert für mich das oberflächliche Streben vieler Menschen nach Erfolg und Ruhm. »I didn’t say I liked it, Henry, I said it fascinated me. There’s a great difference.«
Barbara Schuster, Wegscheid, Bayerischer Wald

 

Die Verwandlung

Fast vergessen und dann von meiner Freundin wiedergefunden: Meine „Verwandlung“ der Verwandlung von Kafka in eine deutsche automobile Erfolgsgeschichte. Entstanden ist sie in der Oberstufe im Deutsch-Leistungskurs am Friedrichsgymnasium Kassel bei Herrn Müller-Rodenhäuser. Es war insgesamt ein toller Untericht, nur Kafka war einfach nicht mein Fall…

Felix Hintz, Essen

 

Kritzelei: Cello

Diese Kritzelei entstand kürzlich an einem entspannten Abend bei viel Musik und dunklem Roten, jedoch nicht, wie die Zeichnung vermuten lässt, bei Bachs Prelude. Sondern bei unbequemer Alternativ-Rock-Mucke, die mich daran erinnerte, wie befreiend es sein kann, kreativ zu sein. In dem Moment fiel mir wieder ein, dass mein Cello zu viel Staub angesetzt hat.

Regina von Thülen, Bremen