ZEIT der Leser

Ein Blog mit Ihren Notizen, Gedichten und Bildern für die gedruckte ZEIT

Der Nachfolger

Von 18. Juli 2015 um 18:00 Uhr

s68-baum

Längs der Garage standen einst zwei Bäume, die herrliche Schattenmorellen trugen. Als sie alt und morsch wurden, mussten sie leider gefällt werden. Im nächsten Frühjahr entdeckte ich in der Nähe einen Schößling. Ich markierte die Stelle um ihn herum, damit ihn ja niemand ummähte oder darüber stolperte. Es dauerte ein paar Jahre, bis die Gefahr vorüber und er für alle deutlich sichtbar war. Heute, nach 20 Jahren, ist er doppelt so hoch wie seine »Stammbäume«: Man kann in seinem Schatten sitzen, träumen oder Kirschen naschen.

Sigrid von Swieykowski, Bad Homburg

Kategorien: der Baum, Mein Freund

Was mein Leben reicher macht

Von um 15:00 Uhr

Eine Organspende hat in letzter Sekunde das Leben meines jung verheirateten, 33 Jahre alten Sohnes gerettet. Und ein Jahr danach wurde ich Oma. Welch ein Glück!

Heike Berr-Pelz, Erlangen

Vintage: Mein Wort-Schatz

Von um 12:00 Uhr

Als ich meine 13-jährige Tochter fragte, wie alt ihre neue Lehrerin sei, meinte sie: »Ungefähr so alt wie du. Vintage halt.« Wir Eltern (50 und 48) haben die Wortwahl inzwischen mit einem Augenzwinkern übernommen. So beeinflussen Marketing- Kreationen unser Denken!

Christiane Hansel, Rödermark

Kategorien: Mein Wort-Schatz

Was mein Leben reicher macht

Von 17. Juli 2015 um 15:00 Uhr

Meine Frau verteilt Gummibärchen an unsere Kinder. Unsere zweijährige Tochter soll gerade lernen, »Danke« zu sagen. Auf die Frage meiner Frau: »Und was sagt man da?«, antwortet sie, ohne zu zögern: »Papa auch!« Danke! Ich liebe Gummibärchen.

Mathias Intrau, Lüneburg

Was mein Leben reicher macht

Von um 15:00 Uhr

In der Fremde die einladenden Worte zu hören: »Benimm dich ganz wie zu Hause!«

Wolf Warncke, Tarmstedt, Niedersachsen

Zeitlos

Von um 12:00 Uhr

s68-wiedergefunden

Beim nostalgischen Wühlen fand ich diese alte Kinderzeichnung, die mein Sohn Sebastian 1983 im Alter von 15 Jahren angefertigt hat. Mich als Vater und alten ZEIT-Leser berührt besonders die Doppeldeutigkeit der Zeichnung: der Lauf der Zeit, durch Tag und Nacht, durch die kosmischen Gezeiten von Sonne und Mond. Nicht zu vergessen, dass die ZEIT diesen schönen, zeitlosen Namen hat.

Alto Hien, Perach, Oberbayern

Kategorien: Wiedergefunden

Was mein Leben reicher macht

Von 16. Juli 2015 um 15:00 Uhr

Meine Frau verteilt Gummibärchen an unsere Kinder. Unsere zweijährige Tochter soll gerade lernen, »Danke« zu sagen. Auf die Frage meiner Frau: »Und was sagt man da?«, antwortet sie, ohne zu zögern: »Papa auch!« Danke! Ich liebe Gummibärchen.

Mathias Intrau, Lüneburg

Die Kritzelei der Woche

Von um 12:00 Uhr

s68-kritzelei

Seit Längerem führe ich zusammen mit einer Freundin Gruppen für Menschen mit Demenz. Um mir mehr Wissen darüber anzueignen, habe ich an einer Weiterbildung der Alzheimer-Gesellschaft teilgenommen. Ich war sehr enttäuscht, dort zwar viele schlaue Worte, aber nichts über die menschliche Seite der Demenz und ihre positiven Aspekte zu hören. Deswegen habe ich angefangen zu zeichnen...

Daniela Große, Dresden

Kategorien: Kritzelei der Woche

Kabale: Mein Wort-Schatz

Von 15. Juli 2015 um 18:00 Uhr

Kabale – dieses Wortschätzchen widme ich meiner Tochter, die kurzerhand Schillers Werk in »Kannibale und Liebe« umdichtete. Das veranschaulicht ganz richtig und sehr martialisch das Aufge- und Verzehrtwerden durch die Liebe. Und auch vor Intrigen bleibt man manchmal nicht verschont.

Andrea Kühberger, Neckargemünd

Was mein Leben reicher macht

Von um 15:00 Uhr

Ich sitze in der S-Bahn, Stuttgart stadtauswärts. Es ist ruhig, die Fahrgäste lesen, schauen aus dem Fenster, aufs Handy – das Übliche. Plötzlich ertönt die Stimme des Zugführers: »Guten Tag an Bord der S4 auf dem Weg von Stuttgart nach Marbach!« Es folgt eine ausführliche Ansage über eine Fahrplanänderung, die mit den Worten schließt: »Ich wünsche Ihnen eine angenehme Weiterfahrt. Unser nächster Halt ist, falls die Bahnsteige nicht geklaut worden sind: Stuttgart-Nord.« Gemeinsames Lachen im S-Bahn-Wagen über diesen gut gelaunten Zugführer.

Renate Koch, Kornwestheim