ZEIT der Leser

Ein Blog mit Ihren Notizen, Gedichten und Bildern für die gedruckte ZEIT

Hüttenbrummer: Mein Wort-Schatz

Von 9. Dezember 2014 um 15:00 Uhr

Ein Wort aus meiner Kindheit im Bergischen Land der fünfziger Jahre: Wenn es am Wochenende, zu Beginn der dunklen Jahreszeit, regnete oder stürmte, sagten die Eltern zu uns Töchtern: Heute machen wir einen Hüttenbrummer! Das bedeutete: in eine warme Decke auf dem Sofa einkuscheln, lesen, Waffeln backen und Kaffee kochen und ab und zu einen Blick nach draußen werfen auf das unwirtliche Wetter (noch ein Begriff aus dieser Zeit). Der Abschied vom Sommer fiel uns dabei nicht ganz so schwer!

Rita Schelden, Warendorf

Kategorien: Mein Wort-Schatz

Was mein Leben reicher macht

Von um 12:00 Uhr

Ganz unverhofft habe ich jemanden kennengelernt, der mich jeden Tag lächeln lässt. Und wenn ich jetzt Hans Albers höre und er singt: »Flieger grüß mir die Sonne, die Sterne und den Mond«, dann bleibe ich nur zu gerne hier, im kalten nassen Berlin und lass die anderen in die Ferne schweben, weil ich angekommen bin!

Franziska Feldmann, Berlin

Was mein Leben reicher macht

Von 8. Dezember 2014 um 18:00 Uhr

Leberknödelsuppe!

Anja Dreyer, Hamburg

Zeitsprung: Alarm bei Goethe

Von um 12:00 Uhr

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1998 verbrachten wir als Familie ein Wochenende in Weimar. Hier sitzen wir vor Schillers Wohnhaus auf einer Bank: Meine damals ein Jahr alte Schwester auf dem Schoß meiner Mutter, ich in der Mitte und mein Bruder mit stolzge­schwellter Brust daneben. Zuvor hatte er in Goethes Wohnhaus den Alarm aus­ gelöst und das gesamte Sicherheitsper­sonal von seinem Posten geholt, da er zur Freude der Touristen in Goethes Kutsche geklettert war. Im Herbst dieses Jahres haben wir das Foto erneut aufgenommen, diesmal natürlich ohne Alarm.

Sibylle Florin, Düsseldorf

Kategorien: Zeitsprung

Was mein Leben reicher macht

Von 7. Dezember 2014 um 18:00 Uhr

Gehen und dann wieder Pausen machen, weitergehen und schauen, gehen und ge­nießen. Die Sinne offenhalten. Gehen und sich austauschen mit anderen Menschen, die auch gerne gehen oder gerade mit ei­nem mitgehen.

Karl Brunner, Klagenfurt, Österreich

Bauwerksertüchtigung: Mein Wort-Schatz

Von um 15:00 Uhr

Auf einer Autobahnfahrt nach Salzburg kamen wir an einer der vielen Brückenbau­ stellen vorbei. Zur Erläuterung für die Vor­beifahrenden stand auf einem Schild: Bauwerksertüchtigung. Was für ein schönes Wort! Die kleine Brücke steht da, und dann kommen die Arbeiter und sagen zu ihr: »Streck dich und reck dich, damit du einmal eine große Brücke wirst!« Leibesertüchtigung (vulgo Turnstunde) kannte ich. Aber dass es das auch für Bau­werke gibt: schön!

Hermann Stuis, Lochham bei München

Kategorien: Mein Wort-Schatz

Die Kritzelei der Woche

Von um 12:00 Uhr

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Wie so oft habe ich in der Schule gekritzelt, um ein bisschen Unterhaltung zu haben… Mit dem Vorzeichnen (mit dem Fineliner) habe ich mich einen Schultag lang nebenbei beschäftigt, mit vielen Textmarkern und Filzstiften habe ich meine Kritzelei dann am nächsten Tag vervollständigt.

Nora Spieles, Frankfurt am Main

Kategorien: Kritzelei der Woche

Was mein Leben reicher macht

Von 6. Dezember 2014 um 18:00 Uhr

Das strahlende Gesicht von Oma Annelie, wenn sie nach langer Fahrt ihren Enkel Julius fest an sich drückt, um sich dann liebevoll um ihn zu kümmern, während ich in die Welt ziehe zum Arbeiten.

Manuela auf der Heide, Herrmannsdorf bei München

Rästel

Von um 15:00 Uhr

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Kürzlich ist mir bei einem Spaziergang an der Ruhr in Oeventrop dieser Schnapp­schuss gelungen: Büffel, die Ruhr durchquerend! Wenn man das Bild nach rechts dreht, sieht man die Lösung: ein schwarzer Schwan.

Martin Niggemann, Oeventrop

Kategorien: Straßenbild

Pusemuckel: Mein Wort-Schatz

Von um 12:00 Uhr

Am Telefon erzählte mir meine Mutter neulich von einer Musikveranstaltung, auf der sie gewesen war. Wie das nun mal so ist in kleinen Ortschaften, kennt man bei größeren Ereignissen meistens die Hälfte der Leute. Diese Tatsache kommentierte sie mit: »Ach, da waren viele, von hier und da und Pusemuckel.« Ich hatte dieses Wort beinahe vergessen. Es handelt sich wohl um den deutschen Namen zweier tatsächlich existierender polnischer Ort­schaften, nämlich Posemuckel. Der Begriff wird als Synonym für provinzielle, kleine Ortschaften benutzt.

Ronja Zoth, Freiburg im Breisgau

Kategorien: Mein Wort-Schatz