ZEIT der Leser

Ein Blog mit Ihren Notizen, Gedichten und Bildern für die gedruckte ZEIT

Wehmut: Mein Wort-Schatz

Von 15. Juli 2014 um 12:00 Uhr

Aus dem Weh, das ich erleide, wächst der Mut, doch das Wort Wehmut scheint vergessen. Oft schon las ich in der Literatur und zuletzt auch in einem Kommentar zum Tatort: »nur ein Wermutstropfen trübte …« Sind wir denn Wermutbrüder und -schwestern, oder tropft da vielleicht auch ein wenig Wehmut?

Ulrike Hornung, Hayingen, Baden Württemberg

Kategorien: Mein Wort-Schatz

Zeitsprung: Dem Schicksal mit der Schere trotzen

Von 14. Juli 2014 um 16:11 Uhr

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Eierstockkrebs! Völlig unglaublich für mein Alter – 24 Jahre –, aber im Dezember 2013 bekam ich die Diagnose. Und von einem Tag auf den anderen war alles anders. Plötzlich hatte ich nicht mehr die Kontrolle über das, was in meinem Leben passierte. Wegen der vielen Komplikationen verbrachte ich fast die ganze Zeit im Krankenhaus. Ende Februar kämpfte ich dann für zwei Tage zu Hause. Das war, bevor die extrem heftige Chemotherapie anfing. Die Ärzte versicherten mir, dass die Haare ausfallen würden. Bis dahin waren meine Haare mein absolutes Heiligtum. Also beschloss ich, mir zumindest einen kleinen Teil meines Selbstbestimmungsrechtes zurückzuholen, indem ich sie mir in Anwesenheit vieler Freunde selbst abschnitt und dies auch fotografisch dokumentierte. Die ganz pragmatische Nützlichkeit (man schwitzt während der Chemo oft, da ist so eine Glatze ganz vorteilhaft) und mehr noch der Zuspruch meiner Freunde und meiner Familie halfen mir, meinen Entschluss nicht zu bereuen und mich auch ohne lange Haare weiblich und schön zu fühlen. So schafften wir es gemeinsam, dem Schönheitsideal und dem Schicksal einen Streich zu spielen. Seit vier Wochen ist die Chemo überstanden. Tumorfrei (und mit ersten Stoppeln auf dem Kopf ) gehe ich nun in die vorbeugende Strahlentherapie.

Natalie Müller, Aalen

Unser Körper soll attraktiv sein und problemlos funktionieren. Was aber, wenn wir den Idealvorstellungen nicht entsprechen? Oder unser Körper kaputtgeht? Mit diesen Fragen befassen sich unsere Leser aktuell in der Serie Körperbilder. Wir freuen uns weiterhin auf Ihre Einsendungen – bitte per E-Mail an leseraufruf@zeit.de, Betreff “Körperbilder”.

Kategorien: Zeitsprung

Was mein Leben reicher macht

Von um 15:00 Uhr

Bei einer Fahrradtour überquere ich einen kleinen Fluss. Ich verliere einen Schuh und kann nur mehr zusehen, wie er davonschwimmt. Eine unbekannte Frau fischt den Schuh flussabwärts aus dem Wasser und überreicht ihn mir mit einem Strahlen im Gesicht. Danke!

Franz Wörle, Reutte, Österreich

Wohlweh: Mein Wort-Schatz

Von um 12:00 Uhr

Nach einem Unfall mit Schulterverletzung musste ich mich in physiotherapeutische Behandlung begeben. Die schmerzhaften Dehnungen des Armes durch Physiotherapeutin wurden durch die erläuternde Erklärung »das ist Wohlweh« kommentiert. Wie recht sie hatte, half es doch über den Schmerz hinweg.

Hartmut W. Rese, Stockelsdorf, Schleswig-Holstein

Kategorien: Mein Wort-Schatz

Was mein Leben reicher macht

Von 13. Juli 2014 um 12:00 Uhr

Frische Erdbeermarmelade.

Petra Yildiz, Göttingen

Kinderhandel

Von um 12:00 Uhr

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Mutter werden ist nicht schwer – dank dieses Großhandels. Doch wozu ein halbes Kind? Zum Üben? Gesehen in Marseille.

Angelika Gausmann, Borchen, Nordrhein-Westfalen

Kategorien: Straßenbild

Was mein Leben reicher macht

Von 12. Juli 2014 um 15:00 Uhr

Mit meinem Zweijährigen morgens Kopf an Kopf die Haferflocken kalt zu pusten und dabei in sein strahlendes Gesicht und die leuchtenden Augen zu schauen.

Ulf Prahm, Wismar

Was mein Leben reicher macht

Von 11. Juli 2014 um 12:00 Uhr

Marc, der am Morgen nach unserem vierten Date neben mir im Bett sitzt. Jeder von uns mit einer Tasse Tee und einem Teil der ZEIT in der Hand. Soll ich ihm sagen, dass ich das jetzt am liebsten jeden Samstag so machen würde?

Anna Stützle, Stuttgart

Zeitsprung: Stürmisch

Von 10. Juli 2014 um 15:00 Uhr

Liebe ZEIT der Leser-Redaktion,
am 3. Juni 2014 mailte ich Ihnen ein Foto (linke Abbildung) von unserem schönen Zwetschgenbaum für Ihre Rubrik Mein Freund, der Baum. Dann fegte am Pfingstmontag das Sturmtief Ela über Düsseldorf, und das angrenzende Ruhrgebiet und unser alter Baum hatte nicht mehr genug Kraft, sich dem Wind zu widersetzen (rechte Abbildung). Wir mussten ihn schweren Herzens absägen.
Liebe Grüße

Sophie Reich, Bochum

Kategorien: Zeitsprung

Die Kritzelei der Woche

Von 9. Juli 2014 um 15:00 Uhr

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Ich führe eine kleine Autowerkstatt in Bremen. Und wenn zwischendurch mal Langeweile aufkommt, nutze ich die Zeit,
meine Schreibtischunterlage zu bemalen.

Axel Antpöhler-Golz, Bremen

Kategorien: Kritzelei der Woche