ZEIT der Leser

Ein Blog mit Ihren Notizen, Gedichten und Bildern für die gedruckte ZEIT

Was mein Leben reicher macht

Von 18. Mai 2015 um 15:00 Uhr

Die Baustelle vor unserem Haus! Drei Wochen lang ist die Straße für den Verkehr gesperrt: Statt dröhnender Geländewagen, knatternder Mofas und rumpelnder Lkw höre ich nur das zarte Piepsen der Vögel.

Kerstin Terrenoire, Ludwigshafen

Missverständnis

Von um 12:00 Uhr

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Hier beginnt nicht etwa die Vatertagstour. Das Verkehrsschild sorgt vielmehr dafür, dass alle Fahrzeuge an dieser Stelle kehrtmachen müssen und nur der Schulbus vorfahren darf. Gesehen vor einer Grundschule in Ferney-Voltaire, Frankreich.

Karl-Heinz Rathjen, Bremen

Kategorien: Straßenbild

Was mein Leben reicher macht

Von 17. Mai 2015 um 18:00 Uhr

Menschen, die einen anlächeln, wenn man im Bus zufällig Augenkontakt hat.

Anna Vock, Potsdam

Die Kritzelei der Woche

Von um 15:00 Uhr

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Die Kritzelei stammt aus dem Aufenthaltsraum unserer Schule. Frühmorgens beim Betreten des Gebäudes nahm ich auf den ersten Blick nur die verschmierte Tafel wahr. Auf den zweiten Blick erkannte ich, was da geschrieben stand – und freute mich.

Gabriele Straubmüller, Steinheim am Albuch, Baden-Württemberg

Kategorien: Kritzelei der Woche

Was mein Leben reicher macht

Von um 12:00 Uhr

Der Streuselkuchen »meines« Streuselkuchenbäckers in der Palisadenstraße!

Doris Albert, Berlin

Was mein Leben reicher macht

Von 16. Mai 2015 um 18:00 Uhr

Ich stehe an der roten Ampel, im Autoradio läuft der Shoop Shoop Song. Ein Mädchen mit wippendem Pferdeschwanz geht über die Straße – genau im Rhythmus der Musik. Welche geheimnisvolle Verbindung lässt sie nach meiner Musik tanzen?

Reinhard Hassinger, Habichtswald, Hessen

Wegverzehrung: Mein Wort-Schatz

Von um 15:00 Uhr

Es muss etwa 30 Jahre her sein, dass meine Kinder dieses Wort erfanden. Wir machten uns auf den Weg von Kiel nach Plön (etwa 30 Kilometer), und sie wollten einen Picknickkorb packen: »Ja, wir brauchen Wegverzehrung!«

Katrin Witzleb, Köln

Kategorien: Mein Wort-Schatz

Vom Pollen benommen

Von um 12:00 Uhr

(nach Emanuel Geibel, »Der Mai ist gekommen«)

Der Mai ist gekommen, die Pollen schwirren aus.
Da bleibt, wer vernünftig, mit Kleenex zu Haus.
Wie die Wolken auch wandern am himmlischen Zelt,
es gibt kein Entrinnen in der blühenden Welt.

Der Mai ist gekommen, den Apotheker es freut:
»Oh wie lieblich und lohnend ist die Heuschnupfenzeit.«
Frischauf drum, frischauf, es blühet das Gras.
Es kribbelt, es krabbelt, es läuft manche Nas.

Der Mai ist gekommen. Du lustiger Spielmann du,
Ergreif deine Fiedel, ich nies den Takt dazu.
Und find ich keine Ruhe, so lieg ich zur Nacht
mit tränenden Augen und halte die Wacht.

Im Wind rauscht die Linde, schließlich schlafe ich ein,
und mein Traum lässt mich sacht im September schon sein.

Susanne Steinhagen, Dortmund

Was mein Leben reicher macht

Von 15. Mai 2015 um 18:00 Uhr

Mein Söhnchen in der Obhut seines Papas lassen und (zum ersten Mal seit einem halben Jahr wieder) auf meinem geliebten Mountainbike radeln: eine Runde um den Circus Maximus und zurück zur Familie – fast nicht außer Atem.

Antonia Weber, Rom

Was mein Leben reicher macht

Von um 15:00 Uhr

Montagmorgen. Ich habe nach dem Duschen das Fenster geöffnet und muss niesen. »Gsundheit!«, ruft eine mir unbekannte Stimme von der Straße herauf. »Merci!« Die Woche kann beginnen.

Carsten Knigge, Solothurn, Schweiz