ZEIT der Leser

Ein Blog mit Ihren Notizen, Gedichten und Bildern für die gedruckte ZEIT

Grüne Kathedrale

Von 17. August 2014 um 15:00 Uhr

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Linz, die Hauptstadt von Oberösterreich, ist nicht nur ein pulsierender Wirtschaftsstandort und eine Kulturstadt, sondern auch eine Stadt mit vielen Parks, Grünflächen und bewaldeten Hügeln. Nur ein paar Gehminuten sind es vom Stadtzentrum auf die Gugl, den Froschberg und den Bauernberg. Dort finde ich mein Baumwunder. Zwei mächtige Hängebuchen zum Beispiel. Arm in Arm überragen sie jede Villa im Umkreis und lassen ihre ausladenden Äste bis zur Erde fallen. Der dichte Blättervorhang bildet eine Kuppel. Behutsam streife ich die sattgrünen Blätter zur Seite und betrete den Innenraum. Ich wähne mich in einer grünen Kathedrale. Ein Gefühl der Stille und Geborgenheit umfängt mich und lässt mich träumen: hier einziehen und wohnen. Ein Picknick machen, begleitet vom Vogelgesang in den Ästen. Na, zumindest den Schlafsack von zu Hause holen und einmal hier übernachten. Nur hier!

Gisela Schreiner, Linz, Österreich

Kategorien: der Baum, Mein Freund

Was mein Leben reicher macht

Von um 12:00 Uhr

Das Treffen des Abi-Jahrgangs 1994 der Oberschule zum Dom in Lübeck. Nach 20 Jahren fühlen wir uns alle für einen Tag um 20 Jahre jünger.

Tobias Bahr, Braunschweig

Was mein Leben reicher macht

Von 16. August 2014 um 18:00 Uhr

Meine Saisonkarte für unseren Badesee! Bei schlechtem Wetter unterstützt sie den Erhalt des Badebetriebs, an Tagen mit gutem Wetter kann ich dank ihr die lange Schlange der Tagesgäste passieren. Und während diese das Geld für die Tageskarte aus dem Portemonnaie klauben, schenkt mir die Kassiererin ein Lächeln und lässt mich durch.

Ulrike Pelzer, Weinheim

Blümerant: Mein Wort-Schatz

Von um 15:00 Uhr

Ein Ausdruck, den ich ganz neu in meinen Wortschatz aufgenommen habe: Blümerant. Auch wenn das Wort allgemein bekannt ist, findet es leider zu wenig Anwendung. Stattdessen hört man »Mir ist schwindlig« oder »flau« oder, ganz modern: »Ich hab Kreislauf.« Gestrichen! Ab jetzt für all das: »Mir ist (ganz) blümerant.« Es kann auch sehr vielseitig eingesetzt werden: nach dem Sport, nach zu viel Feiern, im Verliebtheitstaumel.

Andrea Kühberger, Neckargemünd

Kategorien: Mein Wort-Schatz

Die Kritzelei der Woche

Von um 12:00 Uhr

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Diese Kritzelei ist bei der 2nd Psychiatric Summer School entstanden. Diese will jungen Wissenschaftlern ein Forum für den Austausch von Erfahrungen bieten und in Workshops methodische Kenntnisse vertiefen. In den ersten Tagen gab es viele Vorträge, bei denen mir gegen Ende manchmal die Puste ausgegangen ist. In diesen Momenten ist die Kritzelei auf dem Papier stetig gewachsen. Es folgten zwei spannende und produktive Workshop-Tage. Und die Kritzelei blieb unvollendet.

Lena Spangenberg, Leipzig

Kategorien: Kritzelei der Woche

Was mein Leben reicher macht

Von 15. August 2014 um 18:00 Uhr

Berührungen im Schatten einer schwedischen Kiefer. Und in der Ferne singt der Kuckuck.

Olaf Bathke, Kiel

Schuhpandapanz: Mein Wort-Schatz

Von um 15:00 Uhr

Ob sie als Kleinkind das Wort »Schuhlöffel« nicht mochte oder schlicht nicht kannte, weiß heute niemand mehr. Jedenfalls taufte meine Schwester ihn spontan Schuhpandapanz. Knapp 20 Jahre später verwenden wir das Wort noch immer gerne, denn es klingt lustig und weckt schöne Erinnerungen.

Felix Müller, Bobingen, Bayern

Kategorien: Mein Wort-Schatz

Was mein Leben reicher macht

Von um 12:00 Uhr

Dass es so viele tolle Menschen um mich herum gibt: meinen Herzprinzen, meine Eltern, meine Kolleginnen und meinen Chef, meine Therapeuten und die vielen anderen »Aufsteh-Helfer«. Sie alle haben es möglich gemacht, dass ich nach meinem schweren Autounfall vor einem Jahr wieder leben, laufen und lachen kann.

Kathrin Gerhardt, Radolfzell am Bodensee

Chapeau!

Von 14. August 2014 um 18:00 Uhr

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Kurz nach der Münchner »Wies’n« erreicht mich eine E-Mail von einem Berliner Ingenieur: Er hätte einen Trachtenhut aus meiner Werkstätte in München auf dem U-Bahnhof Marienplatz gefunden. Er bat mich, durch die im Hutleder eingestanzten Initialen und das beigefügte Bild des Fundstücks den rechtmäßigen Besitzer zu finden. Das war mir leider nicht möglich.
Nach ein paar Wochen kommt ein Herr ins Geschäft. Meine Tochter bedient ihn, ich bin mit anderen Dingen beschäftigt. Der Verkauf ist praktisch abgeschlossen, meine Tochter stanzt die Initialen ins Hutleder. Gleichzeitig beklagt sich der Herr, wie es denn sein könne, dass jemand einen Hut findet und einfach mitnimmt. Der Herr bezahlt und verlässt das Geschäft. Da fällt bei mir der Groschen! Vor dem Geschäft halte ich den Herrn auf und zeige ihm die Mail mit dem Bild. Es ist sein Hut, er erkennt ihn am Federgesteck wieder! Was aber die Geschichte nun so besonders macht: Der Hut war ein Andenken an seine kurz zuvor verstorbene Frau, es war ein Geschenk von ihr. Jetzt konnte ich doch noch vermitteln zwischen dem ehrlichen Finder in Berlin und dem rechtmäßigen Besitzer in München. Inzwischen hat der Herr seinen Hut wiederbekommen.

Doris Gollé-Leidreiter, Tegernsee, Oberbayern

Kategorien: Wiedergefunden

Was mein Leben reicher macht

Von um 15:00 Uhr

Ein Konstantin-Wecker-Konzert!

Barbara Drews, Großenaspe, Schleswig-Holstein