Birma statt Myanmar
Die ZEIT-Chefredaktion hat sich dazu entschlossen, ab sofort den Namen Birma zu verwenden. Die Texte zu den dortigen aktuellen Entwicklungen bei ZEIT online wurden dieser Entscheidung angepasst.
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Und was ist mit einer Begründung?
Ich finde Myanmar klingt einfach besser.
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Gute Entscheidung! Ich wundere mich sowieso, wie bereitwillig die deutsche Presse auf Namensänderungen einsteigt, die von politischen Kräften installiert werden, um sich lästigen Ballasts der Vergangenheit ihres Landes zu entledigen, ohne dabei wirklich entscheidendes zu verändern. Zaire, Tschechien … die Praxis hat Tradition.
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[...] Auf spiegelfechter gibt es einen umfangreichen und hochinteressanten Artikel zu den Hintergründen in Myanmar / Birma. Wer den Artikel liest, dem erschließt sich auch die Weigerung Chinas bei den UN gegen eine Verurteiltung der Militärjunta in Birma. [...]
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Die Namensfechterei ist wieder einmal ein schönes Beispiel, wie sich die Politische Korrigiererei selbst in den Arsch kneift….
Aus Wikipedia:
Eigentlich handelt es sich bei Burma und Myanmar nicht um zwei unterschiedliche Bezeichnungen. Bama mit undeutlich ausgesprochenem ersten „a“, von dem sich die englisch ausgesprochene Schreibweise Burma (und davon in anderen Sprachen wiederum Birma) herleitet, und Myanma sind seit jeher die Bezeichnungen für die größte Bevölkerungsgruppe der Bamar in ihrer eigenen Sprache und für ihr Land. Dazu kommen Unterschiede in der Aussprache durch die Dialekte, denn je nachdem, wie stark man die Lippen schließt und wie viel Druck beim ersten Konsonanten entsteht, ist der Übergang von „B“ zu „M“ fließend. Der Begriff Myanma soll bis auf das 6. Jahrhundert zurückgehen. Er entstammt der Schriftsprache und findet sich daher eher in historischen Dokumenten, während Bama umgangssprachlich verwendet wird. Seit den 1920er-Jahren gab es Bestrebungen, einen einheitlichen Begriff für alle im jetzigen Myanmar beheimateten Volksgruppen zu finden. So wurde mehrmals Bama durch Myanma ersetzt und umgekehrt.
Die offizielle Umbenennung des Landes in Union Myanmar (Pyidaungsu Thamada Myanmar Naing-Ngan-Daw) durch das Militär war daher in erster Linie ein Vorhaben mit Außenwirkung. Das Land sollte sich als selbstbewusster Staat präsentieren, der die Kolonialzeit endgültig überwunden hat. Kritiker bemängeln, dass die Umbenennung durch die Willkür der Machthaber geschehen sei, ohne eine Volksabstimmung hierüber durchführen zu lassen.
Die Umbenennung erfolgte aufgrund des Gesetzes Nr. 15/89 vom 18. Juni 1989, das auch die offizielle Schreibweise vieler Ortschaften neu bestimmte. Hierfür wurden die Namen in ihrer ursprünglichen Form, also unter Ausschluss derjenigen Veränderungen, welche sie durch den kolonialen Einfluss erfahren hatten, nach ihrer aktuellen Aussprache ins lateinische Alphabet transkribiert.
Die Vereinten Nationen übernahmen den neuen Namen des Staates wenige Tage nach der Verkündung durch das Militär. Dem sind mittlerweile viele Staaten gefolgt, während die Vereinigten Staaten und Australien sowie weitere Staaten und Nichtstaatliche Organisationen als Zeichen ihrer Missbilligung des Regimes am Namen Burma festhalten. Auch Aung San Suu Kyi sprach sich 1996 für die Beibehaltung von Burma aus, zum einen wegen der fehlenden Mitwirkung des Volkes, zum anderen, da der Begriff Myanmar eben nicht die Vielfalt der Volksgruppen im Lande widerspiegele. Die deutschschweizerischen Zeitungen verwenden vorwiegend Burma, während sich die deutschsprachigen Agenturen auf die Bezeichnung Birma geeinigt haben.
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Die deutschen Zeitungen “Spiegel” und “Zeit” sagen jetzt wieder “Burma” und “Birma” zu Myanmar. Da wird die die unterdrückte Bevölkerung des südostasiatischen Landes aber aufatmen.
Wenn die ZEIT konsequent ist, muss sie ab sofort auch wieder die alten kolonialen Namen “Bombay” statt “Mumbai”, “Benares” anstatt “Varanasi” sowie “Kalkutta” anstelle von “Kolkata” verwenden. Die Liste lässt sich beliebig fortsetzen.
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Gute Idee, die alten kolonialen Namen wieder zu benutzen. Wird sich die ZEIT-Chefredaktion auch dazu entschließen, künftig wieder den Namen “Rhodesien” statt “Simbabwe” zu verwenden ?
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Free Burma!
International Bloggers’ Day for Burma on the 4th of October
Blogger aus aller Welt bereiten einen Aktionstag zur Unterstützung der friedlichen Revolution in Burma vor. Wir wollen ein Zeichen für den Frieden setzen und den Menschen, die ihr grausames Regime ohne Waffen bekämpfen, unsere Sympathie bekunden. Diese Blogger haben vor, am 4. Oktober 2007 ihre normalen Blog-Aktivitäten einzustellen, um nur einen einzigen Artikel zu veröffentlichen: Ein rotes Banner mit dem Text „Free Burma!“.
http://www.free-burma.org
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[...] http://blog.zeit.de/zeitansage/2007/09/27/birma-statt-myanmar_103 Hier zum Beispiel Interna aus der Redaktion. Gar nicht mal so uninteressant, dieser lapidar dahingestellte Entschluss, aber man wusste wohl nicht wohin damit, … [...]
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