Shazna Nessa ist ‘Director of Interactive’ und Spezialistin für Datenjournalismus bei der amerikanischen Nachrichtenagentur Associated Press. Im Video-Interview beschreibt sie, weshalb es heute nicht mehr genügt, einen Artikel nur zu veröffentlichen und dann abzuwarten, was passiert. Unter anderem haben wir Shazna Nessa auch gefragt, ob Journalisten wirklich lernen sollten, zu programmieren.
Eine der fortschrittlichsten Journalistenausbildungen der Welt bietet das Tow Center for Digital Journalism an der Columbia Journalism School in New York. Gründungs-Professorin des Tow Center ist Emily Bell, die zuvor das Digital-Geschäft der britischen Guardian-Gruppe verantwortet hat. Schon in ihrer Zeit beim Guardian galt Emily Bell als eine der innovativsten Online-Journalistinnen Europas.
In dieser vierten Folge unserer Serie über die Zukunft des Journalismus, sprechen wir mit Emily Bell über die neuen Anforderungen an die Journalisten-Ausbildung und darüber, welche Bedeutung Programmierer für den Journalismus haben.
“In den vergangenen zehn Jahren ist in den USA jede fünfte lokale Tageszeitung verschwunden”, schreibt Ulrike Langer in ihrem Bericht über neue Lokal-Medien in den USA. Gerade dort, wo der Kahlschlag aber am größten ist, etwa im Großraum San Francisco, versuchen neue unabhängige Angebote die Lücken zu schließen.
In diesem dritten Beitrag unserer Serie über die Zukunft des Journalismus beschreibt Ulrike Langer die wichtigsten journalistischen Neugründungen im amerikanischen Lokal-Journalismus und stellt eine Forderung auf, die in Deutschland oft auf Skepsis stößt: Auch Journalisten und nicht nur Verlags-Mitarbeiter sollten Unternehmergeist haben.
Weiterer Beitrag in unserer losen Serie zur Zukunft des Journalimus ist ein Text von Kai Biermann über Datenschnittstellen und deren Bedeutung für die redaktionelle Arbeit. “Sharing is caring” schreibt Biermann und glaubt, dass Schnittstellen in große Datenbestände für Journalisten bald unverzichtbar sein werden.
Der Journalismus hat seine beste Zeit noch vor sich und er wird sich primär im Netz weiterentwickeln. Um diese These mit Ihnen zu diskutieren, werden wir Ihnen hier im ZEITansage-Blog ab sofort und in loser Folge richtungsweisende Entwicklungen und Debatten-Beiträge zur Zukunft des Journalismus vorstellen.
Den Auftakt bilden ein Bericht der Medienjournalistin Ulrike Langer über Datenjournalismus in den USA und eine Video-Serie, die wir in Kooperation mit Vocer.de produziert haben, einem neuen Debattenforum für Medienkritik.
In der ersten Video-Folge beschreibt der New Yorker Journalismus-Professor Jay Rosen, was Journalistinnen und Journalisten von der Occupy-Bewegung lernen können:
Auch alle weiteren Folgen finden Sie hier im Blog, sowie auf unserer Facebook-Seite und via Twitter @zeitonline.
Ich freue mich auf konstruktive Debatten mit Ihnen.
Rund 350 Journalistinnen haben gemeinsam einen bemerkenswerten Appell an Deutschlands Chefredakteure, Intendanten, Verleger und Herausgeber geschrieben: Sie fordern, dass bis zum Jahr 2017 mindestens 30 Prozent der redaktionellen Führungspositionen mit Frauen besetzt werden – und zwar auf allen Hierarchiestufen.
Als Chefredakteur von ZEIT ONLINE befürworte ich diese Initiative. Dennoch möchte ich nicht der Versuchung erliegen, auf die kritische Anfrage von 350 einflussreichen Journalistinnen nur mit einer Geste der Umarmung zu antworten.
Der Appell hinterließ in unserer Redaktion zwei offene Fragen: Was genau ist nach Ansicht der Unterzeichnerinnen eine Führungsposition? Und welche Art von Quote wird hier gefordert? Eine rechtlich verbindliche oder eine nur moralisch verpflichtende, jedoch nicht einklagbare Quote?
Der Anteil weiblicher Führungskräfte bei ZEIT ONLINE liegt schon heute bei 30 Prozent. Wenn auch noch Führungskräfte mitgezählt werden, die zwar erheblichen Einfluss auf die redaktionelle Arbeit von ZEIT ONLINE ausüben, jedoch keine eigenen Teams oder Ressorts führen, wie etwa unsere Textchefin oder unsere Chefin vom Dienst, liegt er noch leicht darüber.
Weibliche Führungskräfte mit Personalverantwortung sind unsere stellvertretende Chefredakteurin Domenika Ahlrichs, die Leiterin unserer Ressortgruppe Wissen-Studium-Digital, Dagny Lüdemann, und die Leiterin unserer Ressortgruppe Kultur-Reisen-Lebensart, Jessica Braun.
ZEIT ONLINE hat das Glück, regelmäßig neue und attraktiv dotierte Stellen schaffen zu können. Bei der Besetzung dieser neuen Stellen beobachten wir stets, wie schwierig es immer noch ist, Redakteure mit umfangreicher Online-Erfahrung zu rekrutieren, egal ob weiblich oder männlich. Es kam auch schon vor, dass wir eine wichtige Führungsposition viele Monate vakant gelassen haben, weil ich darauf bestand, sie mit einer Frau zu besetzen. Für eine rechtlich verbindliche, einklagbare Quote ist unsere Redaktion heute aber noch nicht groß genug.
Ich sage den Unterzeichnerinnen des Appells zu, unsere Bemühungen noch zu verstärken, damit wir unseren derzeitigen Anteil weiblicher Führungskräfte von 30 Prozent nicht nur halten, sondern weiter steigern. Dazu gehört, dass wir uns weiterhin nicht damit begnügen werden, nur auf Bewerberinnen zu warten, sondern dass wir selbst auf potenzielle Führungskräfte zugehen und noch mehr als bisher schon in die Entwicklung talentierter Redakteurinnen als zukünftige Führungskräfte investieren.
Mindestens bis zum Jahr 2017 werden wir einmal jährlich offen legen, wie sich der Frauenanteil bei ZEIT ONLINE verändert hat.
Und wenn ich zum Schluss auch eine kleine Bitte an die Aktion „pro-quote“ äußern dürfte: Der erste Satz auf Ihrer Homepage lautet: „Wer bestimmt, was in der Zeitung steht? Was im Radio und im Fernsehen läuft?“
Wäre es möglich, in dieser Liste von Mediengattungen auch schon vor dem Jahr 2017 nicht nur Print, Radio und Fernsehen, sondern auch Online-Medien zu erwähnen? Online-Medien sind am besten geeignet, junge Frauen und Männer zu erreichen. Ich wäre Ihnen dankbar.
Ihr Wolfgang Blau
Die Stellungnahme des Chefredakteurs der Wochenzeitung DIE ZEIT, Giovanni di Lorenzo, finden Sie hier.
Eine wachsende Zahl von Lesern besucht ZEIT ONLINE immer öfter. Auch wirtschaftlich hat sich ZEIT ONLINE im Jahr 2011 sehr gut entwickelt. Für das Jahr 2012 haben wir viel vor und sind in der erfreulichen Situation, unser Team in Berlin weiter vergrößern zu können.
Falls Sie Fragen zu einer dieser Stellen haben oder uns jemanden empfehlen möchten, schreiben Sie bitte an karriere@zeit-digital.de oder kontaktieren Sie uns hier in den Blog-Kommentaren oder via Facebook, Twitter oder Google+.
Wenn wir hier in der Redaktion von ZEIT ONLINE über unsere Aktivitäten auf Twitter, Facebook und Google+ diskutieren, ist uns die Qualität der Interaktionen mit Ihnen wichtiger als die reine Zahl der Twitter-Follower, Facebook-Friends oder der Google-Circles, die wir dort antreffen.
Mit einem Twitter-Account 100.000 Menschen zu erreichen, ist aber doch ein Meilenstein, über den wir uns sehr freuen. Wir können zwar nicht mit hundertprozentiger, aber doch mit ausreichender Gewissheit davon ausgehen, dass der Twitter-Account von Pascal Faltermann am Mittwochmittag unser hunderttausendster Neuzugang war. Wir gratulieren mit diesem kurzen Videogruß aus der Redaktion:
Unser Twitter-Account @zeitonline wird von einem ressortübergreifenden Team der ZEIT ONLINE-Redaktion gepflegt und verzichtet auf jegliche automatisierte Postings. Redakteure, die sich im Ausland oder auf Reportageeinsätzen befinden, nutzen den Redaktions-Account, um von ihrer Recherche-Arbeit zu berichten oder wichtige Pressekonferenzen live zusammenzufassen. ZEIT ONLINE empfiehlt in seinen Tweets auch regelmäßig Texte anderer Redaktionen und Blogs und antwortet persönlich auf Kritik und Fragen, die von Followern via Tweet an die Redaktion herangetragen werden.
Twitter ist für uns ein sehr wichtiges Werkzeug geworden. Auf viele große Nachrichtenereignisse stoßen wir zuerst via Twitter. In unserer Berichterstattung über die arabischen Revolutionen oder über das Unglück von Fukushima sind ausgewählte Twitter-Accounts zu unersetzlichen Quellen für uns geworden.
Wir danken unseren Followern für die Vielzahl wichtiger Hinweise, die sie uns im Lauf der letzten Jahre gegeben haben.
Hier eine Übersicht unserer verschiedenen Twitter-Accounts:
Unser Wissens-Redakteur Sven Stockrahm fliegt an diesem Samstag für zwei Wochen nach Japan, um sich dort die Folgen des Erdbebens, des Tsunamis und des Atomunfalls in Fukushima anzuschauen. Gibt es Fragen oder Anregungen, die Sie Sven Stockrahm mit auf den Weg geben möchten? In diesem Video schildert er sein Recherche-Projekt:
Ihre Anregungen können Sie hier im Blog hinterlassen. Sie erreichen Sven Stockrahm auch via Twitter unter @zeitonline_wis oder via E-Mail: sven.stockrahm@zeit.de
Bei uns ist innerhalb der Redaktion von ZEIT ONLINE im Lauf des letzten Jahres eine erfreuliche kleine Subkultur gewachsen, die wir vor allem an späten Abenden und am Wochenende ausleben: Wir begeistern uns für Filme, die es nur im Netz zu finden gibt, die vielleicht sogar kollaborativ entstanden sind und die sich durch eine Machart und Bildsprache auszeichnen, die wir weder aus dem Fernsehen (haben Sie noch einen Fernseher?), noch aus dem Kino kennen.
Ab sofort widmen wir uns diesen Videos in unserem neuen Netzfilmblog. Autor ist unser Kollege Eike Kühl, der dieses Projekt gemeinsam mit unserem Kulturressort und unseren drei Video-Redakteuren vorantreibt.
Unser Ladedruck, endlich mehr über dieses Thema zu schreiben und beeindruckende Filme mit Ihnen zu teilen, ist groß. Wir freuen uns aber immer sehr über Ihre Hinweise auf besondere Fundstücke im Netz. Also: Bitte immer her damit! Sie erreichen uns dazu am besten über die Kommentarfunktion im Netzfilmblog oder via Twitter @zeitonline_vid oder @zeitonline_kul oder via E-Mail: eike.kuehl@zeit.de
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