Das ZEITmagazin-Blog

Die Reise in ein fabelhaftes Land

Von 8. November 2012 um 11:00 Uhr

Gehen Sie auf Schatzsuche durch Deutschland, auf den Spuren von Zwergen, Feen und Riesen.
Am Ende dieser Zeitreise könnten Sie eine Uhr gewinnen


Wenn von Mythen, Fabeln und Sagen die Rede ist, denken viele an Island oder an die schottischen Hochmoore. Landschaften, wo noch Feen auf den Wiesen tanzen und die Geister der Ahnen zum Tee vorbeischauen. Dabei gibt es auch in Deutschland viele sagenhafte Orte. So wohnte vor langer Zeit im Örtchen Ergste bei Schwerte ein Zauberer, der nachts zu einem bösen Werwolf wurde. Als man ihn fing, stellte man ihn in Limburg vor Gericht. Um seine Schuld zu beweisen, griff man zu einem Trick: Man warf ihn ins Wasser – würde er untergehen, wäre er unschuldig, schwämme er oben, wäre er böse. Der Zauberer rief den Teufel an, und der verwandelte eine Nadel in seinem Rock in ein schweres Beil, das den Unhold in die Tiefe zog, sodass er ungeschoren davonkam.

Der Teufel war hierzulande erstaunlich oft unterwegs. Man kann seine Spuren noch heute sehen. Beispiel gefällig? In der Münchner Frauenkirche findet sich sein Fußabdruck im Eingangsbereich, weil er dort triumphierend aufstampfte, als er zu sehen glaubte, dass die Kirche keine Fenster habe. Aber auch Hexen, Zwerge, Riesen und sogar Seeungeheuer finden sich in Deutschland zuhauf. In diesem ZEITmagazin möchten wir Sie auf ihre Spuren schicken – mit unserer Uhren-Schatzsuche, die zum vierten Mal stattfindet. Wir haben an 24 Schauplätzen von Sagen und Mythen neue Uhren fotografiert. Und eine davon wartet dort auf sie. Mit etwas Glück und Verstand können Sie sie finden. Studieren Sie die Bilder, und entschlüsseln Sie die Hinweise in den Texten – sie führen Sie zur richtigen Sage und zum rechten Ort. An einem der 24 Schauplätze wartet am Samstag, 10. November, um 10 Uhr ein Mitarbeiter des ZEITmagazins mit dem Preis auf Sie. Falls mehrere Finder um 10 Uhr vor Ort sind, entscheidet das Los. Sollten Sie an einen der 23 Orte gelangt sein, wo keine Uhr vorzufinden ist, verzagen Sie nicht: Schicken Sie uns ein Bild von sich, das Sie an der Stelle zeigt, wo Sie den Schatz vermutet haben, und ein Stichwort zu der dazugehörigen Fabel an die E-Mail-Adresse: schatzsuche@zeit.de. Einsendeschluss ist Montag, der 12. November (bei Briefen an ZEITmagazin, “Schatzsuche”, Dorotheenstraße 33, 10117 Berlin gilt der Poststempel). Wenn Sie richtig lagen, erhalten Sie einen Trostpreis, und die schönsten Fotos zeigen wir im ZEITmagazin. Den Werwolf von Ergste hat es übrigens doch noch erwischt. Er verbrannte jämmerlich, noch heute hört man ihn nachts auf dem Kirchhof heulen. Das war selbst uns zu unheimlich. Den Schatz haben wir woanders versteckt.



Bulgari

Ob es in Pisa auch so höllisch zuging? Der Enzo dort musste längst nicht so tapfer sein wie der Bayerns: 37 Meter dünner war die Luft, in der jener kämpfte – mit bloßen Händen und hölzernem Kreuz. Suchen Sie nicht im Abbild, suchen Sie in der Wirklichkeit.

Bulgari Octo, 22 900 Euro


1

Einem Biest im Schuppenkleid machte es Spaß, auf heiteren Männern zu sitzen. Diese fanden das zwar recht unbequem, aber der Reißzähne des Untiers halber ließen sie es mit sich machen. Und ertragbar wurde es auch mit einem Fluch hie und da.

Rolex Datejust II, 5750 Euro


4

Ein scheußliches Ungeheuer hauste auf
einem Hügel, von dem es einzig herabstieg, wenn es der Hunger nach Menschenfleisch quälte.
Ein Mensch aber, der stieg zu dem Vieh – mit dem Schwert in der Hand. Dann nahm er ein Bad.

Montblanc TimeWalker Chrono Voyager, 5190 Euro


14

Zwei Männer eiferten um die Wette: Der eine wollte in die Höhe, der andere in die Länge; der eine mit Gott an der Rechten, der andere mit dem Teufel im Genick. Wirklich beklemmend wurde es dann aber nur für einen Hahn, einen Hund und eine Henne.

TAG Heuer Carrera Calibre 17 Limited Edition Jack Heuer, 3950 Euro


1736

Seejungfrauen fängt man nicht, das hätten die Küstenbewohner wissen können. Dann wäre die Tragödie
wohl nie geschehen. Aber so war des Weibes Rache groß und ihr Element
ihr hörig – selbst Beten war vergebens.

Hermès Montre Arceau, 20 200 Euro


1800

Beim zwölften Schlag raschelte es: Aus den Fuchslöchern, aus den Kaninchenlöchern und zwischen den Wurzeln des Heidekrautes. Männchen in braunen Mäntelchen kamen hervor, die noch heute singen und
tanzen würden – hätte da nicht einer niesen müssen. Zum Ort des Geschehens führt ein Wanderweg vom Ufer hin zur Lichtung her.

Ulysse Nardin Sonata Streamline, 34 100 Euro


CarlBucherer 7 Edit highres

Ob er es wirklich von Cimburgis erbte, werden wir wohl nie erfahren. Dieses Sachsens Hand zu schütteln,
dürfte auf alle Fälle Bärenmut erfordert haben und etwas Masochismus.

Carl F. Bucherer Manero CentralChrono, 5500 Euro


Cartier

Mehr als 1600 Tagewerke bedeckt sie, hatte die grausige Bestie doch Zeit genug, um so zu wuchern. Bisher schlummert sie noch in widerlichen Windungen. Wehe, sie erwacht! Suchen Sie also ganz leise am Ufer, wo Sisi weilte.

Cartier Tank Anglaise, 18 400 Euro


13

Einmal konnte sich der Held hier noch erfrischen am sprudelnden Wasser, bevor es aus ihm selbst sprudeln sollte. Die List und Tücke eines Trojaners brachten ihn zu Fall.

Piaget Gouverneur, 21 500 Euro


3

Eine Familie speiste, trank und feierte Tag für Tag mit einem Gast. Blicken ließ sich der Geheimnisvolle aber nie. Vor lauter Neugier auf des hohen Besuchs Gestalt wurde ein Junge ganz zappelig – das Zappeln sollte ihm aber für immer vergehen.

Chanel Montre J12 Chromatic, 59 000 Euro


7

Der siebten Todsünde machten sich jene Wichte nicht schuldig, die in Nacht und Nebel die Stadt durchstreiften. Nur ihr Abgang, der war derart ungraziös, dass sie mitsamt Mützen für immer verschwanden.

Zenith El Primero Pilot Doublematic, 9900 Euro


12

Dem Schmied blieb ein Ring verwehrt, also zog er davon. Den Ring, den er hinterließ, kann niemand mit-nehmen. Doch wer ihn berührt, bekommt eine Kleinigkeit geschenkt.

Maurice Lacroix Eliros Ladies Date, 595 Euro


5

Weil der weiße Hirsch schneller war, weil Abkür-zungen immer länger dauern, weil Efeu und Feuer gar romantisch sind, kamen sich ein Ritter und eine Jägerin näher. Sich an Ort und Stelle die ewige Treue zu versprechen klingt heute vielleicht vermessen – Nachahmer fanden sich jedoch genug.

Omega Constellation, 6400 Euro


8

Es war eine Frau, die man die Aufrichtige nannte, zungenfertig bis in den Tod. Diese Tugenden sollten sie zwar Kopf und Kragen kosten – durch des Höchsten Hilfe aber eine zweite Krone bescheren.

Vacheron Constantin Malte kleine Sekunde, 21 800 Euro


6

Wären die beiden Wichte gewesen, sie hätten sich wohl mit Kieseln beworfen. Doch sie waren das Gegenteil – die Erde bebte. Bis heute liegt alles noch auf dem Hang herum. Auch die große Säule. 30 Meter bergauf kann man suchen.

Hublot King Power FC Bayern München, 17 600 Euro


Seiko

Bei Nacht und Nebel arbeitete ein Mann, mit weißen Händen und weißen Wangen. Nicht für seine Sorge um des Bürgers Magen bekam er große Ehre, sondern weil er dafür sorgte, dass der Bürger nicht im Magen einer gefräßigen Schlange endete.

Seiko Grand Seiko, 6500 Euro


2

Beäugte sich der Himmel darin? Verschluckten die Wellen alles rote Licht? Oder waren es doch die
Papeteristen, die nachts Fässchen ins Bodenlose entleerten?

Glashütte Original, Senator Observer, 9500 Euro


11

Ein Kobold umgarnte ein Huhn, ein Enterich schmachtete nach einer Elfe, und auch eine Gans glühte vor Liebe. Die Freigeister vergnügten sich, sodass alsbald die ersten Sprösslinge schlüpften – mit Flügeln,
Geweihen und ab und an auch Brüsten.

IWC Fliegeruhr Chronograph, 5300 Euro


1512

Ein Junge war blind vor Liebe: So unterschätzte er sein Werk und setzte seine Seele aufs Spiel. Die Mutter eines Zimmermanns half ihm in letzter Sekunde. So blieb das eine zwar unvollendet, aber das andere ging nicht an den feinen Herren. Und 100 Goldgulden wechselten den Besitzer.

Wempe Chronometerwerke, 6260 Euro


9

Eines konnte diese Dame vorzüglich. Und zwar so gut, dass es selbst um die Härtesten geschehen war. Hätte ihr doch jemand den Kamm weggenommen!

Jaeger-LeCoultre Rendez-Vous Night & Day, 11 900 Euro


1589

Mit blauem Blut und großem Mut floh eine Tochter einst, dass ihr Haar nur so wehte und das Tier unter ihr schnaubte. Zwar verlor sie dabei ihren Prunk, behielt aber zumindest ihren Namen.

Nomos Ludwig Oberlehrer,1040 Euro


10

Einem Burgfräulein graute vor ihrer bevorstehenden Vermählung, liebte sie doch einen anderen – einen armen, aber edlen Ritter. So lief sie weg in ein Versteck und harrte aus, bis ihr Haar ergraute. Nur etwas währte länger: des Ritters Minne.

Rado D-Star Automatic, 2200 Euro


MG 3738CF

Auf der Flucht vor dem Zotteligen stand einem Mann das Wasser bis zum Halse, sodass er sogar seinem Gott abschwor. Schließlich rettete ein anderer seinen Leib – und Theodor wurde um einen Stoff reicher.

Patek Philippe Grande Complications – mit ewigem Kalender, 75 290 Euro


1788

Aus Liebe zu ihren Kindern trotzte eine Mutter Naturgewalten: In salzigen Fluten harrte sie aus wie ein Fels in der Brandung, wie ein Fels in der Brandung, als ein Fels ohne Brandung.

Louis Vuitton Tambour Forever céramique noir, 8750 Euro

(c) Silvio Knezevic; Axel Martens; Ragnar Schmuck; Aziz Wakim

 


 



Kategorien: Allgemein, Design
Leser-Kommentare
  1. 9.

    Jedes Jahr freue ich mich schon auf das Uhrensuchspiel – es ist einfach eine intellektuelle Herausforderung und ein großes Vergnügen. Leider sind die Nüsse diesmal extrem schwierig zu knacken und ich habe den Verdacht, daß unser armes kleines Saarland mal wieder nicht berücksichtigt ist…

    • 14. November 2012 um 09:59 Uhr
    • arturo
  2. 10.

    Immer öfter beschert uns die Zeit verkappte Reklame von teueren Uhren. Ich kann verstehen, dass diese “journalistische” Leistung viel Geld in Ihre Kasse spült. Ich weiss, dass sie nicht alleine sind: auch Spiegel bedient sich dieser Masche (Versicherungsreklame). Ist die finanzielle Lage der Zeitungsverlage wirklich so schlimm?

    • 15. November 2012 um 09:32 Uhr
    • algieris
  3. 11.

    Leider müssen auch wir (Zeit-Leser seit ewigen Zeiten) bedauernd feststellen, dass das Magazin immer beliebiger bzw. schicki-micki-lastiger werden. Wenn es denn nur noch um Mode, Promis und Protz geht reißt irgendwann auch Martenstein und das meistens gute Kochrezept die Sache nicht mehr raus. Sind denn diese Mainstream-Themen wirklich so einträglich? Das Magazin der SZ macht es auch so, und der SPIEGEL wurde oben schon angeführt. Schade eigentlich.
    Nachdem ich heute gerade gelesen habe, wie guter Journalismus überleben kann.

    • 23. November 2012 um 19:02 Uhr
    • Barbara Nöther
  4. Kommentar zum Thema

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