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Kunst

Atmosphärisch Denken

Von 23. April 2014 um 15:15 Uhr

Ankündigung Eitel

Atmosphären sind irgendwo zwischen subjektiver Erfahrung und Umgebungsqualität anzusiedeln. Sie sind allgegenwärtig und doch entziehen sie sich einer konkreten Erscheinungsform. In diesem nebulösen Schwellenraum bewegt sich die Malerei von Tim Eitel, die ab Donnerstag, den 24. April in der Galerie EIGEN + ART in Berlin zu sehen sein wird. Wer sich von den Stimmungsqualitäten der Bilder erfassen lassen will, sollte auf jeden Fall vorbei schauen, denn erst vor den Originalen entfaltet sich die Aura von Eitels Traumlandschaften und entrückten Momentaufnahmen so ganz.

Tim Eitel // Nebel und Sonne ist vom 24. April bis zum 7. Juni 2014 in der Galerie EIGEN + ART in Berlin zu sehen

(c) Jean-Louis Losi

 

Kategorien: Ausstellung, Kunst

Zu Besuch

Von 11. April 2014 um 12:00 Uhr

O.T. Berlin, Pankow #2 - 2013sans titre - Ordre/s - 2008

Ein Einblick hinter die verschlossenen Türen Berliner Privatwohnungen bietet ab heute, dem 11. April die Collection Regard mit Arbeiten der französischen Fotografin Roselyne Titaud. Die Stillleben und ruhigen Interieurs aus dem Zyklus „Visites“ fokussieren dabei vor allem die Stimmung einer längst vergangenen Zeit und erinnern an Besuche bei den Großeltern.

Roselyne Titaud – Visites läuft noch bis zum 26. September in Collection Regard in der Steinstraße 12 in Berlin Mitte

(c) Roselyne Titaud

Kategorien: Allgemein, Ausstellung, Kunst

Galerie Krone im Exil

Von 10. April 2014 um 15:00 Uhr

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Die Berliner Galerie Crone wird es zeitweilig nach Wien verschlagen.Vom 11. April bis zum 17. Mai werden dort in einem Projektraum die Space Drawings von Monika Grzymala zu sehen sein.
Grzymalas Installationen aus Klebeband, Metalldraht und Buchbinderfaden sind dreidimensionale Zeichnungen, in denen sich endlos erscheinende Linien im Raum kreuzen und vernetzen. Ein ähnliches Prinzip wiederholt sich in ihren handgeschöpften Papierreliefs, von denen neue Arbeiten in Wien zu sehen sein werden. Außerdem wird es eine Installation aus rund 5000 Washi-Blättern geben.”Meander, Morph, Volumen II” wird Monika Grzymalas erste Ausstellung in Österreich sein, obwohl sie seit September 2013 Gastprofessorin an der Universität für Angewandte Kunst in Wien ist.

Der Projektraum Galerie Crone eröffnet am 10. April um 19 Uhr und kann noch bis zum 17. Mai am Franz Josefs Kai 3 in Wien besucht werden

 

Kategorien: Allgemein, Ausstellung, Kunst

Boris Aljinovic – zeichnet gern

Von 5. April 2014 um 10:00 Uhr

 

Boris morst_© Boris Aljinovic

Elling_2_© Boris Aljinovic

Jolle_TUUUUT_© Boris Aljinovic

Stark_© Boris Aljinovic

 

Wir kennen ihn als alleinerziehenden Kommissar Felix Stark. 13 Jahre spielte Boris Aljinovic den einfühlsamen Partner von Draufgänger Till Ritter (Dominic Ranke) im Berliner Tatort. Dass der Schauspieler ein ebenso guter Zeichner ist, zeigt ab Sonntag den 6. April 2014 eine Ausstellung auf Schloss Neuhardenberg. Comics und Karikaturen sind Aljinovics Spezialität – oft skurril und komisch, aber nie ohne Hintergedanke.

“Boris Aljinovic – zeichnet gern” läuft vom 06.04.2014 bis zum 17.08.2014 in Schloss Neuhardenberg im Großen Saal (Foyer) und der Orangerie. Eröffnet wird die Ausstellung diesen Sonntag, den 6. April um 14 Uhr

 (c) Boris Aljinovic

Kategorien: Allgemein, Ausstellung, Kunst

Die Kunst des Widerstands

Von 25. März 2014 um 10:00 Uhr

Ai Weiwei - Die große Ausstellung in Berlin

Eine Arte-Doku (Mittwoch, 2. April, 21.35 Uhr) zeigt, wie Ai Weiwei seine große Einzelausstellung in Berlin organisierte – allen Gängeleien zum Trotz

(c) Leif Karpe/ZDF

Von der Verfremdung des Alltäglichen

Von 21. März 2014 um 11:00 Uhr

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Lange bewährte Strukturen zu verändern, ist selten ein leichtes Unterfangen. Annette Kelm aber hat es gewagt – und gewonnen. Der Künstlerin ist es gelungen, die Fotografie aus ihren klassischen Mustern zu heben und einer ganz neuen Betrachtungsweise unterzuordnen. Bei ihren Werken gilt nicht nur – wie bisher – die Frage nach dem “Was?”, sondern auch die nach dem “Wie?”. Es zählt also nicht nur das Bild als solches, sondern auch dessen Betrachtungsweise. Wer sich daran versuchen möchte, hat nun Gelegenheit, und zwar in Kelms dritter Einzelausstellung in der Galerie Johann König in Berlin.

Zu sehen sind beispielsweise Stoffe mit aufgedruckten Akronymen wie  „LOL!”, “C U SOON”, “XO” oder “STUFF 2 DO” oder auch Werbeplakate mit dominanten Prozentzeichen, die neben von Strohhalmen bedeckten Paisley-Halstüchern hängen. Um Kelms Stilleben zu verstehen, ist es notwendig, die Gegestände im eigenen Bewusstsein zu verfremden, um die voller Anspielung steckenden, mitunter ironisch vorgeführten Codes der Künstlerin zu entziffern.

Annette Kelm in der Galerie Johann König, Dessauer Str. 6 – 7, 10963 Berlin, bis 19. April 2014

(c) Annette Kelm “Espadrilles, 2 GOOD 2 BE TRUE, TTYL, XO, HOW R U?, 2013″/ Galerie Johann König

 

Ein Haus im Haus

Von 17. März 2014 um 15:00 Uhr

OscarTuazon_MuseumLudwig (2)OscarTuazon_MuseumLudwig (7)“Alone In An Empty Room“– allein in einem leeren Raum – lautet der Titel der Ausstellung von Oscar Tuazon. Der amerikanische Künstler, geboren 1975 in Seattle, hat kein geringeres Ziel, als mit seinen Werken im Museum Ludwig in Köln die Grenzen der Architektur zu sprengen. Ob ihm dies anhand seiner Arbeiten aus Holz, Metall, Stein und Beton gelingt, muss jeder Betrachter für sich selbst entscheiden. Einen Eindruck hinterlassen die Werke, die sich zwischen Architektur und Kunst sowie zwischen Bauwerk und Skulptur bewegen, allemal – schon allein aufgrund ihrer außergewöhnlichen Positionierung im Haus. Denn die Werke verteilen sich nicht über die gewöhnlichen Ausstellungsflächen, sondern erstrecken sich über das Treppenhaus des Museums.

Auf vier Ebenen sind die architektonischen Versatzstücke eines privaten Wohnhauses zu sehen; im Untergeschoss wird der Treppenabsatz zum Garagentor, auf dem Dach ist eine Drehtür installiert. Die verteilten Fragmente Tuazons, der 2011 auch schon auf der Biennale zeigte, stellen ein Gegengewicht zur bestehenden Musuemsarchitektur dar und schaffen damit einen Kontrast zwischen privatem und öffentlichem Raum. In welchem Raum wären Sie lieber allein?

Oscar Tuazon  – “Alone in an empty room”, bis 13. Juli 2014 im Musuem Ludwig, Heinrich-Böll-Platz, Köln 

(c) Michael van den Boogard/ Courtesy of the artist and Galerie Eva Presenhuber, Zürich

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Quellen der Inspiration

Von 4. März 2014 um 10:00 Uhr

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Welchen Einfluss Musen und Modelle auf die Kunst haben, zeigt gerade die Düsseldorfer Galerie Ludorff (oben ein Gemälde von Cornelius Völker)

(c) VG Bild-Kunst

Kategorien: Allgemein, Ausstellung, Kunst

Porträt eines mystischen Orts

Von 28. Februar 2014 um 11:30 Uhr

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(c) Marcus Schneider

Der Journalist, Schriftsteller und Dichter Curzio Malaparte sagte einst über sein Haus auf Capri, es sei wie er selbst: “traurig, hart, streng.” Aber nicht wegen dieser Worte ist die Villa Malaparte zur Legende geworden, sondern aufgrund ihrer einzigartigen Architektur – sie gilt bis heute als Ikone. Nun widmet ihr der Berliner Künstler Peter Welz eine Video-Skulptur-Schau in der Galerie Crone, die heute beginnt. Die Ausstellung “Malaparte” soll ein “überdimensionales Porträt eines Hauses und mystischen Orts” sein, so die Veranstalter, und Welz möchte damit auch eine Antwort auf eine grundsätzliche Frage finden: “Wie übersetzt man klassische, stilprägende ewig gültige Werke in zeitgenössische, junge, experimentelle Kunst?”

Peter Welz – Malaparte
28. Februar – 17. April 2014
Galerie Crone
Rudi-Dutschke-Str. 26
10969 Berlin

Kategorien: Allgemein, Ausstellung, Kunst

Muse, Muse, Muse

Von 22. Februar 2014 um 15:00 Uhr

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Was wäre der Künstler ohne seine Muse? Salvador Dalí ohne seine Gala? Und Jan Vermeer ohne das Mädchen mit dem Perlenohrring? Wären die Maler Niemande? Ganz bestimmt nicht. Und doch ist der Einfluss einzelner – oftmals weiblicher Personen – auf den Künstler unumstritten. Eben dieser Thematik widmet sich die Ausstellung „Sylvette. Sylvette. Sylvette. Picasso und das Model“, die heute am 22. Februar in der Bremer Kunsthalle eröffnet.
Im Frühjahr 1954 lernt Pablo Picasso die junge Sylvette David an der Côte d’Azur kennen und ist sogleich von der Schönheit der 19-Jährigen berauscht. Gleich mehrere Monate steht sie ihm Modell, woraufhin mehr als 50 Werke in verschiedensten stilistischen und technischen Ausdrucksmöglichkeiten entstehen: Mal hält er die junge Frau mit Pony und Pferdeschwanz in Ölfarben realistisch und in kubistischer Abstraktion fest, dann zeichnet er sie oder fertigt Skulpturen nach ihrem Vorbild an. Selbst zur Keramik-Arbeiten und solchen aus gefaltetem Blech inspiriert ihn Sylvette. Nachdem die Bremer Kunsthalle bereits 1955 eines der Werke kaufen konnte, sind nun erstmals alle „Sylvette“-Werke des spanischen Meisters in einer Ausstellung vereint. Und wer wissen möchte, wie Sylvette heute aussieht, wird auch nicht enttäuscht.

„Sylvette. Sylvette. Sylvette. Picasso und das Model“, 22. Februar bis 22. Juni 2014, Bremer Kunsthalle, Am Wall 207, Bremen

(c) Succession Picass0 / VG Bild-Kunst , Bonn 2014

Kategorien: Allgemein, Ausstellung, Kunst