Das Politik-Blog

Wahlrecht ab 16 – Chance oder Risiko?

Von 7. Mai 2011 um 09:59 Uhr

„Wir wollen das Wahlalter bei Kommunalwahlen auf 16 Jahre absenken.“ So steht es im vor wenigen Tagen veröffentlichten Koalitionsvertrag von Bündnis-Grünen und SPD in Baden-Württemberg. Die Grünen setzen damit eines ihrer Wahlziele um, wie zuvor schon in sechs anderen Bundesländern.

In Bremen konnte die Ökopartei vor zwei Jahren eine entsprechende Wahlrechtsreform sogar für die Wahl zur Bürgerschaft durchsetzen. Am 22. Mai 2011 dürfen deshalb in Bremen zum ersten Mal auch 16- und 17-Jährige an einer Wahl auf Landesebene teilnehmen. Eine Senkung des Wahlalters auf Bundesebene, die ebenfalls von den Grünen beantragt worden war, scheiterte dageben schon zweimal an der Mehrheit des Bundestages, zuletzt am 2. Juli 2009.

Wie lässt sich dieses Scheitern erklären? Ein wichtiges Argument der Skeptiker lautet: Die Senkung des Wahlalters könne leicht zu einer Stärkung extremer Parteien führen, da Jugendliche möglicherweise anfälliger für links- und rechtsextremes Gedankengut seien. Insbesondere auf Bundesebene könne eine entsprechende Wahlrechtsänderung also fatale Konsequenzen haben.

Dem gegenüber stehen die Vorzüge eines niedrigeren Wahlalters, die auch im baden-württembergischen Koalitionsvertrag angeführt werden: „Kinder- und Jugendpolitik darf nicht nur Politik für junge Menschen sein, sie muss stets Politik mit jungen Menschen sein. […] Kinder und Jugendliche sollen grundsätzlich bei allen sie betreffenden Fragen politisch beteiligt werden.“

Betrachtet man die Datenlage auf kommunaler Ebene, wird deutlich, dass gesicherte Aussagen über das Wahlverhalten der 16- und 17-Jährigen nur schwer möglich sind . Das liegt daran, dass ihr Anteil an der Gesamtwählerschaft relativ gering ist. In vielen Wahlgebieten ist deshalb die Datenbasis für verlässliche Aussagen zu klein für , auch weil statistische Erfassungen des Wählerverhaltens aus datenschutzrechtlichen Gründen in der Vergangenheit immer stärker eingeschränkt wurden.

Die vorhandenen Daten sprechen jedoch eher gegen die Befürchtung, dass Jungwähler bei Kommunalwahlen überproportional häufig zur Wahl extremer Parteien neigen oder dass nur eine kleine Anzahl Jugendlicher mit extremen politischen Ansichten zur Wahl gehen würde. Im Gegenteil: Die Wahlbeteiligung der 16- und 17-Jährigen lag zwar meistens etwas unterhalb der Wahlbeteiligung in der gesamten wahlberechtigten Bevölkerung, aber teilweise höher als die Wahlbeteiligung bei den volljährigen Erstwählern.

Ein aufschlussreiches Beispiel für ein Wahlrecht ab 16 auf Bundesebene bietet Österreich. Hier durften bei den Nationalratswahlen 2008 zum ersten Mal auch Wähler ab 16 Jahren an der Wahl teilnehmen. Betrachtet man deren Wahlverhalten, so lässt sich laut einer Befragung des Meinungsforschungsinstituts Sora feststellen: Je jünger die WählerInnen waren, desto eher wählten sie eine der beiden rechtspopulistischen Parteien FPÖ und BZÖ. Demnach gaben insgesamt 31 Prozent der 16-Jährigen an, BZÖ oder FPÖ gewählt zu haben, jedoch nur 18 Prozent der 18-Jährigen. Der tatsächliche Anteil von jugendlichen Rechtswählern lag zudem möglicherweise noch deutlich höher, da etwa ein Viertel der Jungwähler die Antwort verweigerte. Gleichzeitig rangierten aber die von den Rechtsparteien stark propagierten Themen wie strengere Einwanderungsbestimmungen oder die Integration von Ausländern auf der Prioritätenliste der Jugendlichen ganz unten.

Abbildung 1: Wahlverhalten von Jungwählern bei der Nationalratswahl in Österreich 2008 (Quelle: SORA - Institute for Social Research and Analysis)

Eine mögliche Erklärung für dieses Wahlverhalten findet sich in einer Studie der Universität Hohenheim zum Wahlrecht ab 16: Wie deren Befunde zeigen, bestanden zwischen den Probanden im Alter von 16 bis 17 Jahren und den Teilnehmern im Alter von 18 bis 20 Jahren systematische Unterschiede beim Wissen über und dem Verständnis von Politik. Bei der subjektiven Einschätzung des Verständnisses hingegen ergaben sich keine signifikanten Unterschiede. Die minderjährigen Jugendlichen waren sich ihrer Wissens- und Verständnisdefizite also nicht bewusst. Dass deshalb ähnliche Folgen einer Wahlrechtsreform wie in Österreich durchaus auch in Deutschland möglich wären, zeigt z.B. das Ergebnis der sog. U18-Jugendwahl in Baden-Württemberg, die kurz vor der Landtagswahl am 27. März 2011 durchgeführt wurde und an der sich über 30.000 Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren beteiligten. Hier erhielt die NPD eine Zustimmung von 3,9 Prozent und damit einen etwa vier Mal so hohen Stimmenanteil wie bei der eigentlichen Landtagswahl (1,0 Prozent).

Abbildung 2: Wahlergebnis der U18-Jugendwahl und der Landtagswahl in Baden-Württemberg 2011 (Quellen: Statistisches Landesamt, www.jugendwahl-bw.de)

Fazit: Um Risiken und Chancen eines Wahlrechts ab 16 Jahren gesichert einschätzen zu können, sind weitere und umfangreichere Datenerhebungen dringend nötig. Die bislang vorhandenen Daten weisen jedoch darauf hin, dass für Gemeinde-, Landes- und Bundesebene durchaus unterschiedliche Beurteilungen und Maßnahmen sinnvoll sein könnten. Demnach wurde in Österreich möglicherweise der zweite vor dem ersten Schritt getan, wie nach der Wahl auch der Vorsitzende der SPÖ-Fraktion im Nationalrat, Walter Steidl, feststellte: „Normalerweise wäre der erste Schritt nämlich die Vorbereitung der jungen Menschen auf diese Situation. Und das hat man etwas verschlafen.“

Weitere Quellen zum Thema:
Mößner, Alexandra (2006): Jung und ungebunden? Parteiidentifikation von jungen Erwachsenen. In: Roller, Edeltraud / Brettschneider, Frank / van Deth, Jan W. (Hrsg.): Jugend und Politik: "Voll normal!". Wiesbaden: VS Verlag, S. 337-359.
Schoen, Harald (2006): Junge Wilde und alte Milde? Jugend und Wahlentscheidung in Deutschland. In: Roller, Edeltraud / Brettschneider, Frank / van Deth, Jan W. (Hrsg.): Jugend und Politik: "Voll normal!". Wiesbaden: VS Verlag, S. 379-406.

Kategorien: Allgemein
Leser-Kommentare
  1. 1.

    War mir ja klar, dass es von Rot/Grün kommen muss.

    So kann man halt von so jungen Menschen nicht die nötigen Fachkenntnisse bspw. im Bereich der VWL oder sogar erstmal der BWL erwarten.

    Tja da brauch man halt keine wirtschaftliche Fachkompetenz um neue Wähler zu gewinnen.

    Passt meines Erachtens nach perfekt zu Rot/Grün und Dunkelrot 😉

  2. 2.

    Um die Fachkompetenz im Bereich Wirtschaft ist es ohnehin nirgendwo gut bestellt, weder bei den Wählern, den Politikern, der Wirtschaft noch den Wirtschaftswissenschaftlern.
    Aber davon abgesehen, mit 16 dürfte man eher noch am Anfang seiner politischen Orientierungsphase sein, mit 18 eher schon am Ende. Das wird sich aber natürlich auch ändern, wenn man mit 16 schon mitspielen darf.
    Zudem muss man bedenken, dass in einer Gesellschaft mit gestiegener Lebenserwartung natürlich immer mehr alte Leute wählen, so lang die Bevölkerung schrumpft, erst recht. Es gab schon viele Ideen, wie man der Tatsache Rechnung tragen kann, dass die Interessen unter 18 jähriger in unserem System eigentlich nicht repräsentiert werden. Das Wahlalter zu senken, entschärft dieses Problem zumindest etwas.

    • 7. Mai 2011 um 18:00 Uhr
    • dth
  3. 3.

    Das Problem der Ahl mit 16:

    Es ist eignetlich nicht so das sie zu viel echts oder links wählen würde.

    Es ist eher so das sich die meisten erst um 14 herum für politik interessieren und so noch keine all zu grosse Verblaichsbasis haben umPolitische Vorgänge und Versprechen einzuschätzen.

    Auch ist nun mal die Zeit um 16 herum als Pupertät bekannt wo man sich gegen die Meinung der älteren meist etwas auflehnt. Ob die Meinung der älteren da richtig ist oder nicht spielt keine Rolle.

    So ist es meist eher das Argument das Grüne/Spd sehen das sie bei den Wähler besser ankommen und so versuchen sie als Zählende Stimmen einzubringen.

    allerdings braucht man langr um die poltik in deutschlend wirklich zu verstehen und auch zu sehen was hinter den Kulissen vorgeht. Ich hatte das wissen noch nicht mit 16 und auch nicht mit 18 es kahm erst später.

    So bin ich eher dafür das Wahlalter wieder auf 21 Anzuheben, um die Politik weg von Aktionismus ( der eher bei jungen gut ankommt da sie ihn das erst mal erlaben und noch daran glauben ) und mehr hin zu durchdachten und auch durchgefochtenen Gesetzen ( Die eher von älteren Mentschne gevorzugt werden da sie wissen das bei langen diskusionen unsinnige Ideen untergehen ).

    aber wenn wir überall ab 16 Wählen wird man sagen warum nicht ab 14 sieh diese Statistik zeigt das die unsere Parteri mehr Wählen würden als die Gegnerpartei also lass uns mal das Gesetz ändern.

    So werden wir wohl eher noch mehr Aktioismus in der Politik sehen und miterleben das es immer mehr Wähler geben wird die das glauben, weil sie ebend noch n icht so oft darauf hereingefallen sind.

  4. 4.

    Einfache Sachverhalte wie Rente, Sozialleistungen, Umweltschutz, Straßenbau usw, die kann so ein Jungwähler überblicken. Daher soll er jetzt ab 16 wählen dürfen.

    Dass man einem anderen Menschen nicht gegen den Kopf tritt wenn er am Boden liegt, solche und andere komplizierte Sachverhalte, kann der selbe Jungwähler aber nicht so einfach wissen. Da muss erst noch die geistige Reife geprüft werden, wenn er eine Menschen getötet hat.

    • 7. Mai 2011 um 18:10 Uhr
    • Hugo Habenichts
  5. 5.

    @studentxy: Na von wem erwarten sie denn die nötigen Fachkenntnisse in BWL/VWL 😉
    An solchen Kriterien scheitern wohl nicht nur Jugendliche. Ich finde es ein bisschen albern, Wissenskriterien als Wahlvoraussetzung zu sehen. Demenzkranken, Geistig-Behinderten wird auch ab einem gewissen Grad das Wahlrecht entzogen.
    Hält es unsere Demokratie nicht aus, wenn die Extremen jeweils einen Prozentpunkt mehr hätten? Und wir im Gegenzug eine politischere Jugend bekommen, die sich Mehrheitlich für die Demokratie einsetzten. In der Jugendwahl BW sehe ich auch ein positives Zeichen: Ein deutlich bunteres Parlament, Parteien werden nicht gewählt, weil sie schon immer an der Macht sind. Wenig strategischen Wählen in Bezug auf die 5% Hürde. Und das herausstechende Resultat ist das Ergebnis der Piraten, die eine zutiefst demokratische Partei sind, und nicht die einzelnen NPD Wähler.

    Noch was zu den Daten: 16 Jährige: 10% BZÖ, 17 Jährige: 3% BZÖ, 18 Jährige 6% BZÖ. Woher kommt denn der Eibruch bei den 17 Jährigen. Hört sich nach gnaz dünner Datenlage an…

    • 7. Mai 2011 um 18:11 Uhr
    • Re-Student-yx
  6. 6.

    Das mit dem Wahlrecht ab 16 würde auch Deutschland gut stehen!

    Spätestens ab 16 (und schon viel früher) müssen die Heranwachsenden z.T. wichtigste Entscheidungen für ihr Leben treffen. Schulisch / Beruflich und manche sogar schon familiär.

    Da kann man diesen auch gleich noch das Bundestags- und Landtagswahlrecht ab 15 – 16 verleihen!

    Deswegen sollte keinem ein Zacken aus der Krone fallen!

    • 7. Mai 2011 um 18:32 Uhr
    • a piefke
  7. 7.

    Tut mir leid, aber mit 16 sind diese Bürger noch KINDER! Manchmal würd ich mir auch bei Erwachsenen einen Test wünschen um sich zum Wählen zu qualifizieren. Jungendliche sind noch viel zu leicht beeinflussbar und unerfahren. Von mir aus könnte man das Wahlrecht sogar auf 21 hochschrauben.

    Das die Grünen dafür sind das einzuführen, das ich beim besten Willen nicht schwer zu verstehn.

    Wie war das: Wer jung ist und nicht links, hat kein Herz. Wer alt und links ist, keinen Verstand.

  8. 8.

    Politische Bildung an den Schulen und Wahlrecht mit 16 – beides könnte Hand in Hand gehen, aber die Fähigkeit zu differenzieren, besteht in dem Alter noch nicht. Selbst jetzt mit 27 und einem abgeschlossenen Politik-Studium kann ich die Probleme nicht überblicken. Eine weitere Absenkung ist folglich ein nettes Gimik, wichtiger aber wäre eine Korrektur am politischen System. Weniger Komplexität, weniger Themen, weniger Parteieneinfluss – sprich: weniger Entscheidungen, weniger Interessengruppen.

    BGE

    • 7. Mai 2011 um 18:51 Uhr
    • Ovozim
  9. 9.

    Da bin ich aber beruhigt, dass insb. die Unionswaehlerschaft so grossen oekonomischen Sachverstand hat. Habitualisiertes und nicht rationales Wahlverhalten sind ganz klar ein Indiz für Wirtschaftskompetenz.
    Natuerlich sind es Rot und Gruen, die solch Vorschlaege forcieren, diese Parteien würden hierdurch ueberproportional hinzugewinnen – und, ganz unabhaengig wie man zu diesen Parteien steht, sollte man dies gutheissen. Die Union belastet mit iher Endlosliste an fatalen Fehlentscheidungen (Hotellobby bis Eurorettung) im Zusammenspiel mit noch mehr Versaeumnissen und Druckserei diese Gesellschaft finanziell und moralisch enorm. Viele CDU-Waehler sind alte Menschen, die die negativen Folgen ihrer Wahlentscheidung womoeglich noch nicht einmal mehr selbst miterleben werden. Die jungen Menschen sind die, die unter den Folgen zu leiden haben, schon deswegen sollten sie ein Anrecht darauf haben hierauf mit Einfluss zu auszueben.
    Aus dieser Ueberlegung heraus, sollte man meiner Meinung nach gar soweit gehen, Eltern für ihre Kinder eine Waehlerstimme zu geben und u.U. die Stimmen aelteren Menschen geringer zu gewichten.

  10. 10.

    Interessant…ich frage mich, wie alt die Kommentatoren sind, die eine Erhöhung des Wahlalters auf 21 Jahre begrüßen würden. Ich frage mich weiterhin, ob sie ihrer Ignoranz gerecht werden und mir an Wissen überlegen sind.

    Zum Thema: Wie viele Jugendliche wurden denn befragt?

    • 7. Mai 2011 um 18:58 Uhr
    • 17jaehriger
  11. 11.

    @17jähriger: Auf deine Frage: Ich bin 27 und in meinem Alter gibts noch mehr als genug politisch Planlose. Also in einem alter, in dem man schon seit fast 10 Jahren wählen darf. Meine persönliche(!!!) Meinung wäre eher anheben als absenken.

    Und die Frage ob ich als ein Vertreter der 27jährigen einem Vertreter der 17jährigen überlegen ist, tut zum einen nix zur Sache, da nicht repräsentativ und zum anderen lässt sich das wohl auf die Schnelle hier nicht beantworten.

  12. 12.

    Die Befragung ist schrott!

    Aber ich glaube gar, dass Jugendliche mit 16 intelligenter Waehlen als ein Bevoelkerungsquerschnitt. Denn diejenigen niht Volljaehrigen die interessiert sind, sind hoechstwahrscheinlich auch recht gut informiert. Der uninteressierte Rest gibt die Stimme erst gar nicht ab.

  13. 13.

    Vielen Dank für die zahlreichen Rückmeldungen! :-)

    @ alle: Ich würde auch sehr davon abraten, bestimmte Fachkompetenzen oder Wissensbestände zu einer Voraussetzung für das Wählen zu machen, da landet man sonst schnell bei einem Ausschluss von mindestens 90% der Bevölkerung. 😉 Denn es kennen sich wohl nur sehr wenige Bürger in allen wahlrelevanten Themen so gut aus, dass man sich zu all diesen Themen ein fundiertes Urteil bilden könnte. Das ist auch nicht wirklich nötig, weil es ja gar nicht das Ziel repräsentativer Demokratien ist. Hier überträgt man ja gerade die Politik an Repräsentanten, im Sinne einer sinnvollen Arbeitsteilung zwischen Politikexperten (Politikern) und Politiklaien (Bürgern). Wichtig ist nur, dass man die Bürger so auf die politische Partizipation vorbereitet, dass sie in der Lage sind, zu erkennen, ob eine Partei und ihre Politiker sich rein populistisch und eventuell sogar fremdenfeindlich und volksverhetzend verhält oder nicht. Und das sie verstehen, dass es nicht sinnvoll für den Zusammenhalt einer Gesellschaft ist, solche Parteien zu wählen. Das sollte meiner Meinung nach das Ziel sein und kein „Wissenstest“ als Voraussetzung für das Wahlrecht.

    @ Re-Student-yx: Die Datenlage der SORA-Studie bei 16- und 17-Jährigen ist gleich gut bzw. gleich schlecht, daran allein können die Unterschiede also nicht wirklich liegen. Es gibt in beiden Gruppen einen relativ hohen Anteil an Antwortverweigerern (24 bzw. 23 Prozent), wie ja auch aus der Grafik hervorgeht. Könnte theoretisch natürlich sein, dass bei den 17-Jährigen mehr Personen die Antwort verweigert haben, die eine der beiden rechten Parteien gewählt haben als bei den 16-Jährigen, eventuell weil der Effekt der sozialen Erwünschtheit beim Antwortverhalten der 16-Jährigen noch nicht so stark durchschlägt wie bei den 17-Jährigen (denen vielleicht schon mehr bewusst ist als den 16-Jährigen, dass die Wahl rechter Parteien sozial unerwünscht ist). Das ist aber nur eine Vermutung, die man anhand der vorhandenen Daten leider nicht überprüfen kann. Insgesamt ist die Datenlage in Bezug auf 16- und 17-jährige Wähler sehr unbefriedigend, wäre schön, wenn sich das in Zukunft mal ändert, v.a. jetzt, da es in immer mehr Bundesländern das Wahlrecht ab 16 gibt. Man müsste v.a. auch am Methodendesign was ändern, damit es nicht mehr zu solch extrem hohen Anteilen von Antwortverweigerern kommt…

    @ Ovozim: Da stimme ich voll und ganz zu, für mich ist es absolut bedauerlich, dass die Grünen immer nur die Senkung des Wahlalters verlangen und nicht gleichzeitig auch eine entsprechende Veränderung der Lehrpläne. Wie das Beispiel Österreich zeigt, kann das sonst ziemlich nach hinten losgehen. Wenn die Leute ab 16 wählen dürfen, dann sollten sie in der Schule auch entsprechend vorbereitet werden, und zwar nicht nur auf dem Gymnasium, sondern auch auf den Haupt- und Realschulen. Leider findet aber bislang der Großteil der schulischen politischen Bildung in der Oberstufe des Gymnasiums statt, wo er erstens nur einen Teil der Schüler erreicht und zweitens schon zu spät ist für ein Wählen ab 16.

    @ towlie288: Das mit der Beeinflussbarkeit durch die Eltern sehe ich auch kritisch, allerdings v.a. bei der Diskussion über eine Senkung des Wahlalters auf 14 Jahre. Bei einem Wahlalter von 16 Jahren und einer entsprechenden Vorbereitung in der Schule würde ich den Jugendlichen schon genug Selbstvertrauen zubilligen, dass sie sich in der Wahlkabine dann auch so entscheiden, wie sie das wollen und nicht so, wie es ihre Eltern wollen (falls da Differenzen bestehen). Dass jeder Mensch natürlich ohnehin stark von seinem Elternhaus beeinflusst ist, was die politische Orientierung betrifft (entweder im positiven oder negativen Sinne), das haben die soziologischen Ansätze der Wahlverhaltensforschung ja schon lang bestätigt. Das ist ja auch an sich kein Problem, es darf halt nur nicht so ein, dass die Jugendlichen anders wählen als sie eigentlich wollen aufgrund ihrer Eltern. Und das sehe ich bei 14- und 15-Jährigen sehr viel kritischer als bei 16- und 17-Jährigen, selbst bei entsprechender schulischer Vorbereitung.

    • 7. Mai 2011 um 19:20 Uhr
    • Jan Kercher
  14. 14.

    Die eigentliche Diskussion des Artikels zeigt eine andere Schizophrenie der deutschen Gesellschaft. Wir erkennen die rechten Parteien NPD und co. als „falsche“ Parteien, die nicht gewählt werden sollten, sind aber nicht in der Lage, diese aufgrund ihrer Demokratiefeindlichkeit zu verbieten.
    Dabei sollte doch die Diskussion um eine Wahlerlaubnis für Jugendliche ab 16 Jahren doch frei von der Überlegung sein, welche der erlaubten Parteien Jugendliche wählen würden. Wenn man meint, dass Jugendliche eine politische Entscheidung treffen können, dann sollten die sich auch für alle Parteien des Spektrums entscheiden dürfen. (Denn mit der gleichen Argumentation könnte man auch einigen Regionen ostdeutscher Bundesländer das Wahlrecht insgesamt entziehen, denn sie entscheiden sich ja auch in einem viel höherem Maße für rechtsextreme Parteien.)

    Wenn man also diskutiert, ob Jugendliche auf Bundesebene wählen dürfen sollten, dann muss man dies unabhängig von einer möglichen Entscheidung der Jugendlichen tun.

    Ich persönlich halte es jedoch für nutzlos, Jugendlichen schon Wahlrecht zu geben. Sie sind noch nicht mündig und müssen es auch noch nicht sein. Und Jugendliche sollten, eben aufgrund ihrer Unmündigkeit, auch noch nicht zu einem Spielball von Parteien werden. Es macht für mich wenig Sinn, jemanden Wahlrecht zu geben, der noch nichtmal selbst bestimmen darf, wo er sich gerade aufhält, der nicht frei Medien konsumieren darf, der noch nicht die legalen Drogen konsumieren darf, der unter verschärftem Arbeitsschutz steht und der noch an einer Schulpflicht gebunden ist.
    Für die deutsche Demokratie wäre ein Wahlrecht ab 16 kein Untergang, aber es wäre auch ein kein Gewinn, auch nicht für die Jugendlichen.

    • 7. Mai 2011 um 19:21 Uhr
    • Badu
  15. 15.

    6% vs 3% dürfte in diesem Fall kein bedeutsamer Unterschied sein.
    Ansonsten würde ich allen ihren Ausführungen zustimmen.

    @student xy:
    Wer von Wählern nötige Fachkenntnisse in BWL und VWL fordert hat wohl an der Uni ein bisschen zu viel BWL und VWL Weltbild mitgenommen.

    • 7. Mai 2011 um 19:25 Uhr
    • Otto
  16. 16.

    Nötige Fachkenntnis ? Die besitzen sie dann plötzlich mit 18 Jahren. Aha.

    • 7. Mai 2011 um 19:26 Uhr
    • Hackenmann
  17. 17.

    @ 17jaehriger + Chrisperator: Für die SORA-Befragung wurden 1.000 Jugendliche befragt, die Fallzahl lässt sich also durchaus sehen. Daneben gab es übrigens auch noch Fokusgruppen-Interviews und Tiefen-Interviews mit einer kleineren Anzahl von Jugendlichen. Als „Schrott“ würde ich die Studie deshalb schonmal nicht bezeichnen. Allerdings reicht natürlich eine hohe Fallzahl allein nicht aus für eine gute Datenbasis. Das Design der Befragung bietet sicherlich noch einigen Optimierungsbedarf angesichts der hohen Antwortverweigerungsquoten. Aber: Trotz der hohen Verweigerungsquoten kam es bei den 16-Jährigen zu einem relativ hohen Anteil von Befragten, die zugaben, rechts gewählt zu haben. Und das ist ja schonmal ein relevanter Befund. Ich gehe stark davon aus, dass der „wahre“ Anteil von Rechtswählern bei den 16- und 17-Jährigen noch höher lag, da unter den Antwortverweigerern sicherlich mehr Rechtswähler als gemäßigte Wähler waren (die Wahl von extremen Parteien ist ja einer der häufgisten Gründe für eine Antwortverweigerung bei Wahlbefragungen).

    Fazit aus meiner Sicht: Die Studie hat ihre Schwächen, aber angesichts der insgesamt sehr bescheidenen Datenlage sind auch solche Studien schon einmal zu begrüßen, da sie zumindest einen ersten Hinweis darauf geben, dass das Wählen ab 16 nicht ganz unproblematisch ist und vermutlich besser vorbereitet werden müsste als dies in Österreich der Fall war.

    • 7. Mai 2011 um 19:32 Uhr
    • Jan Kercher
  18. 18.

    Wer glaubt, dass jeder Jugendliche in Deutschland dazu bereit ist, jemanden auf so eine brutale Art und Weise zu verletzen, dem sollte ebenfalls das Wahlrecht verwehrt bleiben.

    • 7. Mai 2011 um 19:32 Uhr
    • Dennis
  19. 19.

    Wahlentscheidungen sind immer Richtungsentscheidungen, also in welche Richtung sich die Gesellschaft ZUKUENFTIG entwickeln soll. Da die Folgen dieser Entscheidungen in der Zukunft liegen, betreffen sie primaer junge Menschen. Folglich sollte man auch den jungen Menschen die Moeglichkeit geben, darauf Einfluss zu nehmen. Schliesslich ist es auch nicht die Eltern- oder Grosselterngeneration, die die Partner- oder Berufswahl fuer den Spross uebernimmt, gleiches sollte auch fuer politische Entscheidungen gelten.

  20. 20.

    zu 14.
    Aktives Wahlrecht OHNE volle Geschäftsfähigkeit halte ich auch für fragwürdig. Wählen aka Entscheidungen treffen setzt voraus, auch die Verantwortung dafür zu übernehmen und das ist für einen NICHT Volljährigen wohl schlecht möglich.
    .
    Hübsch wäre es aber, das passive Wahlrecht zu senken. 18 Jährige im Stadtrat, Landtag oder Bundestag hätte etwas :-)
    .
    Kann mich noch recht gut an die Diskussion „Volljahrigkeit mit 18″ erinnern. Ein Hauptargument war dort, mit 18 zum Bund (Knarre hoch) aber erst mit 21 einen Vertrag unterschreiben.
    .
    Kindern eine Stimme zu geben (ab Geburt) die bis zur Volljährigkeit von den Eltern wahrgenommen wird wöre auch überlegenswert. Das würde die Stimmgewichte fairer verteilen. Aber selbst wählen mit 16? Ne.
    .
    Gruss
    Sikasuu

  21. 21.

    politischer irrsinn.
    1945 sind 16 jährige noch als willige helfer in den krieg gezogen.
    das sind kinder. kinder die noch von ihren eltern erziehung geniessen müssen. was um gottes willen sollen die denn für ein eigenes, kritisches, faktisches, politisches grundwissen haben.
    das ist der politische gau für ne gesellschaft.

  22. 22.

    @ Badu: Sie haben vollkommen recht, ich empfinde es als „falsch“, rechtsradikale Parteien zu wählen und würde es als großen Erfolg ansehen, wenn in Zukunft immer weniger Wähler in Deutschland diesen „Fehler“ begehen. Ich empfinde das auch in keinster Weise als schizophren (wieso es das sein sollte, würde mich wirklich mal interessieren), sondern als eine Lehre aus der deutschen Geschichte. Politische Bildung muss deshalb aus meiner Sicht genau dieses Ziel haben: Deutlich zu machen, warum bestimmte Ideologien schlecht für die Gesellschaft und ihren Zusammenhalt sind und dass sich dies auch geschichtlich belegen lässt. „Falsch“ sind dabei natürlich nicht nur rechtsradikale Ideologien, sondern genauso auch linksradikale Ideologien, da beide in der Vergangenheit zu autoritären oder sogar diktatorischen Regimen geführt haben, die Millionen von unschuldigen Menschen den Tod gebracht haben.

    Aber: Das Wählen rechts- oder linksradikaler Parteien ist natürlich kein Problem, das nur junge Wähler betrifft, wie man ja anhand vergangener Wahlerfolge solcher Parteien sehr leicht belegen kann. Nur: Wenn Jugendliche einmal aus der Schule raus sind, dann ist die Chance, dass sie noch einmal mit politischer Bildung in Kontakt kommen, relativ gering. Viele sind nach der Schule also „verloren“ für die politische Bildung. Wenn sie zu diesem Zeitpunkt also noch nicht gelernt haben, warum rechts- und linksradikale Parteien nicht gewählt werden sollten, dann ist es für die meisten von diesen Personen – leider – zu spät. Und deshalb sollte man die Herabsetzung des Wahlalters aus meiner Sicht immer kombinieren mit entsprechenden Anpassungen der Lehrpläne, d.h. politische Bildung bereits zu einem sehr viel früheren Zeitpunkt als das bislang der Fall ist.

    • 7. Mai 2011 um 19:45 Uhr
    • Jan Kercher
  23. 23.

    Zum Thema Wahlalter anheben: Gerade die ältere, nicht mehr arbeitende Bevölkerung trifft oft Wahlentscheidungen allein aus Traditionsgründen. Überlegenes wissen ist da oft selbst zu einem 16-Jährigen nicht oder nicht mehr vorhanden, trotzdem würde man sich wohl nicht anmaßen, diesen Menschen ihr Wahlrecht wieder abzusprechen.
    Natürlich denkt man mit zunehmendem Alter konservativer, glaubt an manche Utopie nicht mehr. Aber ist das wirklich gut? Ist es vor allem gut, wenn solche Ansichten die Politik komplett dominieren?
    So etwa ab 14 ist man in der Lage, alle Zusammenhänge zu verstehen, die Erwachsene verstehen können. Sicher sieht man vieles naiver, ist Begeisterungsfähiger und dadurch vielleicht auch einfacher zu manipulieren. Aber man überlässt ja nun auch nicht 16-jährigen die Politik, sondern gibt ihnen ein bisschen Einfluss, indem sie auch wählen dürfen. Das wird nur zu kleineren Veränderungen führen.

    Wenn man das Wahlalter soweit anheben will, dass nur noch überlegte, von Sachkenntnis geprägte Wahlentscheidungen herauskommen, sollte man es am Besten auf 200 anheben. (Wie weiß, wie alt wir in Zukunft noch werden).
    Natürlich würde das den Grünen nützen, der SPD vielleicht schon weniger. Das liegt aber mehr daran, dass diese noch nicht jedes progressive Denken vollständig aufgegeben haben, wie das bei der CDU der Fall ist.
    Auf die Zahlen würde ich auch nicht viel geben. Wer beteiligt sich an einer Jugendwahl, die ohnehin keine Rolle spielt? Repräsentativ ist das sicher nicht.

    • 7. Mai 2011 um 20:03 Uhr
    • dth
  24. 24.

    Die Wahl ab 16 ist außerordentlich wichtig. Mit welcher Begründung sollten die 16-jährigen nicht Wählen dürfen? Sie sind Teile der Gesellschaft, wichtige Entscheidungen betreffen sie direkt. Die Politik darf sich nicht darauf beschränken, Politik für sog. Erwachsene zu machen, sondern für alle. Dazu gehört es auch, den 16-Jährigen ihre Politik zu erklären.. Dazu sollten wir Kindermitbestimmung endlich auch auf relevanten Ebenen einführen. Wir sind eine Demokratie und sollten das unseren Kindern verdammt nochmal von Anfang an beibringen. Auch eine 12-jährige soll über die Laufzeitverlängerung von AKWs abstimmen können. Sie ist im Gegensatz zu einem 64-jährigen wahrscheinlich wesentlich länger von dieser Entscheidung betroffen. Vielleicht sollten wir vermehrt dazu übergehen, Jugendlichen mehr Verantwortung zu geben und ihnen das nötige Handwerkszeug vermitteln. Auch 12-16-jährige können auf hohem Niveau diskutieren, höher jedenfalls als in so mancher Zeitartikeldisussion.. PRO Mitbestimmung.

    • 7. Mai 2011 um 20:08 Uhr
    • AlexB1985
  25. 25.

    Meiner Persönlichen Meinung nach gefällt mir der Tenor diese Artikels gar nicht, da nicht die Persönliche Wntwicklung oder ähnliches aufgeschlüssest ist sondern einfach nur die Parteien die gewählt werden, was meiner Meinung nach extrem undemokartisch ist.!!!!!

  26. 26.

    „Auch eine 12-jährige soll über die Laufzeitverlängerung von AKWs abstimmen können. “

    Also es ist ja schön und gut was Manche hier Kindern bzw. Jugendlichen zutrauen, aber mit der Realität hat das nix zu tun. Wer wichtige Entscheidungen von Kindern mitbestimmt wissen will, soll das in seiner eigenen Familie bitte tun, aber in der Politik für Erwachsene hat kindliche Naivität und pubertäre Sprunghaftigkeit nix verloren. Die paar Jahre die Kinder nicht wählen dürfen, stehen in keinem Verhältnis zu den Jahren die sie wählen dürfen.

    Wer für die Wahl mit 16 ist, kann auch gleich alles Andere runterschrauben. Wieso nicht auch Auto fahren? Wohnung mieten? Voll Arbeiten?

  27. 27.

    Heutzutage machen 17 Jährige Abitur oder beginnen mit ihrem Studium. Wenn schon alles schneller gehen muss, dann bitteschön auch das Wahlalter betreffend!

  28. 28.

    @Jan Kercher

    Die Schizophrenie ist, dass wir diese Parteien nicht verbieten, obwohl wir sie für undemokratisch und gefährlich halten. Da wäre die einzige Konsequenz ein Verbot. Momentan wird aber rechtlich suggeriert, dass diese Parteien demokratisch sein, kulturell wird aber immer wieder deutlich gemacht, dass die Parteien undemokratisch sind.

    • 7. Mai 2011 um 20:19 Uhr
    • Badu
  29. 29.

    Dt. Geschichte als Anschauungsbsp. für polit. Bildung auf den Lehrplan: Ich denke dies ist bereits seit langem der Fall. Also mir persoenlich ist in meiner gesamten Schullaufbahn zumindest kein/e Lehrer/in untergekommen, die NS-Zeit, als auch DDR nicht ausschliesslich negativ beleuchtet haben.
    Wenn es darum geht Jugendlichen klar zumachen das rechtes Gedankengut Intolerant ist, so heisst der Lehrauftrag: ethisches Verhalten.
    Das Problem einer möglichen polit. Radikalisierung Jugendlicher hat meiner Meinung nach eher Ursachen, die mit einer blossen Lehrplananpassung wohl kaum zu beheben sind. Hierfuer bedarf Sozialarbeiter, Mittel fuer Jugendzentren, Jugendbetreuer, Ganztagsschulen in sozialen Brennbpunkten – aber fuer „Zukunft“ gibts ja kein Geld

  30. 30.

    @ dth: Klar, repräsentativ sind die Ergebnisse der Jugendwahl nicht. Nur: Auch jedes „normale“ bzw. „offizielle“ Wahlergebnis ist nicht repräsentativ. Denn: Es handelt sich auch hier nicht um eine Zufallsstichprobe, sondern um eine Auswahl mit Selbstselektion. Und das führt immer dazu, dass nur diejenigen teilnehmen, die eine gewisse intrinsische Motivation (in diesem Fall: politisches Interesse) haben. Natürlich geht es bei einer „echten“ Wahl um mehr als bei der Jugendwahl, das ist klar. Trotzdem interessiert das Viele überhaupt nicht und die bleiben dann eben zu Hause. Das waren bei der Landtagswahl immerhin 33,7 % der Wahlberechtigten (und bei der davor, 2006, sogar 46,6 %, also fast die Hälfte). Und dafür, dass es bei der Jugendwahl eigentlich um „nichts“ ging, finde ich eine Beteiligung von über 30.000 Jugendlichen schon ziemlich beachtlich, muss ich sagen.

    V.a. aber würde ich es das Ergebnis der Jugendwahl genau anders herum interpretieren als Sie: Wenn bereits bei einer Jugendwahl, bei der es eigentlich um nichts geht und bei der deshalb vermutlich v.a. politisch hoch interessierte Jugendliche teilnehmen, die NPD auf 3,9 Prozent kommt, wie sähe es dann bei einer „richtigen“ Wahl aus mit dem Wahlverhalten der Jugendlichen? Man kann zumindest nicht sicher sagen, dass die NPD bei einer „richtigen“ Wahl (bei der dann vermutlich auch deutlich weniger interessierte Jugendliche teilnehmen würden) bei den Jugendlichen weniger Zustimmung erlangen würde. Und deshalb finde das Ergebnis der Jugendwahl schon ein wenig beunruhigend. Es zeigt für mich auf jeden Fall, dass man nicht einfach das Wahlalter senken sollte, sondern gleichzeitig auch schauen muss, dass man die Jugendlichen entsprechend vorbereitet in der Schule, siehe auch meine vorigen Kommentare.

    • 7. Mai 2011 um 20:30 Uhr
    • Jan Kercher
  31. 31.

    Das Wuhlrecht muß nicht nur nach unten begrenzt sein, sondern auch nach oben:

    Das aktive und passive Wahlrecht besitzt, wer älter als 16 und jünger als 70 ist.

    So wird auch eine „Diktatur der Alten“ vermieden.

  32. 32.

    Ich hoffe, es ist allen klar, dass es sich hier um Populismus von Rot-Gruen handelt. Es gibt kaum einen 16-jaherigen, der die komplizierten wirtschaftlichen, sozialen und politischen Zusammenhaenge versteht. Eine Wahlbeteiligung dieser Leute hat daher keine Aussagekraft, sondern sorgt nur fuer mehr Durcheinander.

  33. 33.

    als Populismus wuerde ich es nicht bezeichnen, eher als Stimmenmaximierung und mithin als klugen Schachzug.
    Das ein 16Jähriger „komplizierte wirtschaftliche, soziale und politische Zusammenhaenge“ nicht versteht ist schlicht Unfug. Die nicht kleine Gruppe dementer Unionswähler versteht besagte Zusammenhänge viel weniger und hat dennoch ein Wahlrecht

  34. 34.

    oder geht es den parteien ums geld. weitere wählerstimmen ergeben mehreinnahmen bei wahlen

    • 7. Mai 2011 um 21:42 Uhr
    • n.sinn
  35. 35.

    @Jan Sie glauben, dass jugendliche, die der NPD nahestehen, nicht politisch hochmotiviert sind? Ich denke, gerade diese haben da eine Möglichkeit, sich hervorzutun, die sie sonst kaum haben. Folglich nutzen sie das besonders.
    Und natürlich ist eine echte Wahl nicht repräsentativ im Sinne eine Meinungsumfrage. Das ist aber auch nicht wichtig. Nur wenn man von einer Wahl auf eine andere schließen möchte, wird interessant, wie repräsentativ die Teilnehmer der einen denn für die Teilnehmer der anderen Wahl sind.

    @Alle die mit Geschäftstüchtigkeit argumentieren.
    Man ist ab 14 immerhin strafmündig. Man ist also verantwortlich, auch wenn Jugendstrafrecht angepasst wird. Um wählen zu können, muss man ein gewisses Einschätzungsvermögen haben, was denn den eigenen Interessen nutzt oder gesellschaftlich wünschenswert ist. Mit 16 hat man das schon zu einem gewissen Grad.
    Mit dem Wahlrecht ist ja nur ein sehr begrenzter Einfluss verbunden. Durch die zwei Jahre bekommen auch nur eine Hand voll zusätzlich das Wahlrecht. Es gäbe der Politik jedenfalls neue Impulse, sich um Zukunftsaufgaben zu kümmern, wenn der Anteil der jungen Wähler zunimmt.
    Natürlich könnte man auch den Eltern das Wahlrecht übertragen. Das ist aber auch fragwürdig, da einzelne dann ein höheres Stimmgewicht erhalten, und die Eltern haben ja ohnehin Einfluss auf die politische Einstellung der Kinder.

    • 7. Mai 2011 um 21:53 Uhr
    • dth
  36. 36.

    Ich glaube echt, wir haben dringendere Probleme in Deutschland als die Senkung des Wahl-Alters. Für so etwas ist im Moment einfach keine Zeit. Aber anscheinend muss hier ein Kommentar erst genehmigt werden, durm wird’s wohl keiner lesen. Beste Grüße.

  37. 37.

    WEnn so viele hier finden das man mit 16 schon so Verantwortungsbewust ist das man im Durchschnitt die entscheidungen hinterfrage sich informiert und eine Richtingsentscheidung für 30-40 Jahre treffen kann so frag ich mich doch einiges:

    Warum gibt es so viele die nicht wissen welcher job für sie der richtige ist, wenn das entscheiden so leift fällt bei so viel Informationen ?

    Warum soll man sie wählen lassen, aber auf keinen Fall gewählt werde ? was ändert sich wenn nun auch schon 16 jährige 40-50 Jährige wählen dürfen die eh ihre Parteibasis nur zu den Wahlen mal anscheuen.

    Warum dann nicht auch volle Strafbarkeit für 16 jahrige da sie sich dann ja schon ihre entscheidungen überlegen und ebend nicht mal mehr eben Blödsinn machen um cool zu sein?

    Warum gibt es dann in so vielen Kleinprojecten so grosse Probleme 16-18 jährige an die Demokratischen Strukturen heranzuführen ? Schon die wahlen zum Schulsprecher verkommen meist da es kaum konkurentz gibt.

    Wenn man mit 16 über sein Land entscheiden kann warum dann nicht auch mit 16 in den Krieg ziehen den man mit entschieden hat und auch Soldaten ab 16 einberufen ?

    Wenn man mit 16 Wählen darf warum dann nicht alle Filme auch ab 16 Freigeben und auch alle Computerspiele? Der 16 Jährige muss ja alle informationen für siene Entscheidung bekommen, also auch die die man ihn Heute mit „frei ab 18″ Siegeln vorenthält.

    Warum erkwnnen so viel nicht das es zwar einzelfällr gibt die sicherlich höhere Politische Kompetentzen haben als der 18 Jährige Durchschnett aber es ebend Einzelne sind, und auch Einzalne bleiben werde, da der Lehrplan für ABI12 schon arg gestaucht ist und so kein Platz mehr für Politische Schulungen mit 14-15.

    Warum stellt man nicht erst mal den Lehrplan um und schult die Kinder in Wahlsystem und senkt dan das Alter auf 16. Und nicht wie jetzt wo man gern das alter auf 16 senken würde aber für Schulungen und Schulen eh grad kein Geld hat.

    Und wenn man ab 16 entscheiden kann warum dann nicht ab 15 1/2 oder 15 oder 14 1/2 oder 14 was ist so besonderes an den 16 ten Jahr das 15 jährige dann nicht wählen dürfen ?

    Grentzen sind nun mal da und schon das senken auf 18 war falsch weil man bis 21 immer noch nicht voll Geschäftstüchtig laut Gesetz ist und immer noch nach den Kinderrecht verurteilt werden kann, wenn man Spätentwiklung nachweist. Damit weis man das ab 21 die Entwiklung abgeschlossen ist und sollte dann auch wählen dürfen wenn man auch die vollen Konsequentzen seines Handelns selber tragen muss.

  38. 38.

    Und welche Wahlberechtigten können das? Ich habe zu wenig Wissen vom Finanzsystem, und trotzdem gehe ich wählen. Ich habe eine ungefähre Ahnung von Politik, meine Stärken liegen eher in den Naturwissenschaften: Wenn jeder nur darüber Abstimmen dürfte, worüber er Ahnung hat, würden viele Bildungsdebatten und entsprechende Wahlen anders laufen, nämlich zugunsten der Kinder. Manchmal könnte ich mir nur an den Kopf fassen.
    Ich arbeite in einem Verband, in dem die Kinder von Anfang an zentrale Entscheidungen mittreffen. Da muss vorher viel Erklärungsarbeit geleistet werden, das für und wieder und unterschiedliche Strömungen im Verband abgesteckt werden. Dann funktioniert das, die Kinder können sich dann in Ruhe eine Meinung bilden.
    Und wer ließt denn schon noch Parteiprogramme? Ich schaue mal grob rein, um mich ungefähr zu orientieren. Ihr Argument ist nicht stichhaltig, weil dann kaum jemand wählen dürfte.
    Warum ist ein Mensch mit 18 Erwachsen? Warum nicht die Grenze auf 21 heben, dann ist man nämlich erst voll strafmündig? Warum macht man vor der Wahl nicht einen „Bürgertest“? Nur wer die komplizierten politischen,sozialen und wirtschaftlichen Zusammenhänge besteht darf wählen gehen. Toller Plan. Ich glaube es ist die Faulheit, den Kindern die Dinge nicht erklären zu wollen. Es geht manchmal gar nicht so sehr um die komplexen wirtschaftlichen Zusammenhänge, manchmal fängts schon bei der Einwanderungspolitik oder dem Atomausstieg an.. Oder als Kompromiss: Die Kinder dürfen bei für sie relevanten Entscheidungen mit abstimmen: Bildung, Energiewende, Kommunales..

    • 7. Mai 2011 um 22:07 Uhr
    • AlexB1985
  39. 39.

    Es geht ja heutzutage des öfteren das Gerücht, das parteinahe christliche Seniorenbetreuer dem einen oder anderen dementen Senior helfen, das Kreuzlein auf dem Wahlschein an der richtigen Stelle zu machen.

    Die ca. 16 Millionen bis zu 18-jährigen, also ca. 20% der Gesamtbevölkerung, dürfen zwar in vielen Fällen bereits ab 6 Jahren einen kaum und ab 10 Jahren dann den vollen Tarif beim ÖPNV bezahlen, ihr Interesse können sie aber weder direkt noch indirekt (z.B. durch Stimmrechtübertrag auf die Eltern) politisch geltend machen.

    Natürlich kann man treffend streiten, ob ein junger Mensch mit 14, 16, 18 oder erst 21 Jahren genügend Reife hat, seine Stimme gezielt und bewußt zuzuweisen. Die individuelle Reife kommt dabei aber sowieso unter die Räder.

    Für Söhne unter 18 sollte daher der Vater und für Töchter unter 18 sollte die Mutter ein zusätzliches Wahlrecht haben. So sind die Interessen der jungen Menschen noch bestmöglich vertreten und die tendentielle Senilokratie hat wenigstens ein bisschen ein Gegengewicht.

  40. 40.

    Das Problem sehen wir doch grad in Lybien.

    Wo Deutschland Jahrzentelang eine freidlicher Staat war haben 1-2 Wochen berichterstattung ausgereicht das nahezu überall nach Waffengewalt verlangt wird, und diese auch als nahezu einzigste Lösung begriffen wird.

    Wenn sie Heute mal mit Jugentlichen darüber reden werden sie schnell feststellen das man erst ab 14 sich wirklich für weltpolitik zu interessieren anfängt und es nun mal 4-6 jahre dauerf bis der aktuelle krieg wieder im Desaster andet und man nachher sage was man alles besser machen möchte.

    Zear maschieren auch wieder viele ältere Mentschen schon im Geiste als Retter der Welt, aber grad jüngere fehlt der vergleich wie oft das nun schon schiefgegangen ist. Und ich war als 14-16 Jähriger nicht anders und freute mich das wir den bösen Irak endlich angreifen ( 1. Irakkrieg ) ( also 1.Busch ). Das das damals schon als Fehler offensichtlich war hat mir zwar mein Fater versucht aufzuzeigen, aber die Idee der Collen Kriegsbilder und der Tollen technik blendet halt noch zu sehr.

    Politisch Verantwortung ist das wichtigste was wir in der Demokratie haben, und genau deshalb sollten wir damit nicht ständig rumexperimantieren. und sie gehört eigentlich nicht in die händer derjenigen die noch nich voll Straffähig sind. Da man Verantwortung auch tragen muss und sie nicht nur benutzen sollte.

  41. 41.

    @37
    >> Warum gibt es so viele die nicht wissen welcher job für sie der richtige ist, wenn das entscheiden so leift fällt bei so viel Informationen?
    Wer hat gesagt, dass es leicht fällt. Mir fällt die Meinungsfindung zu vielen politischen Fragen auch nicht leicht. Wer nach der 10. Klasse nicht weiter zur Schule geht, wird aber bereits vor diese Entscheidung über den Beruf gestellt. Eine Entscheidung, die vermutlich mehr bewirkt, als eine einzelne Stimme bei einer Wahl.

    >> Warum soll man sie wählen lassen, aber auf keinen Fall gewählt werde ?
    Können Sie da wirklich keinen Unterschied sehen? Für manche Ämter liegen die Altersvorgaben auch noch höher als 18. Es wird aber ohnehin kaum jemand gewählt, der so jung ist, in ein Regierungsamt schon gar nicht. Es ist ein Unterschied, reif dafür zu sein, seine Meinung zu bilden, andere zu repräsentieren oder ein Regierungsamt auszuüben.

    >> was ändert sich wenn nun auch schon 16 jährige 40-50 Jährige wählen dürfen die eh ihre Parteibasis nur zu den Wahlen mal anscheuen.
    Wenn sich nichts ändert, kann man es ja auch ändern, oder? 😉
    Und man kann natürlich auch 20-40 jährige wählen, theoretisch.

    >> Warum dann nicht auch volle Strafbarkeit für 16 jahrige da sie sich dann ja schon ihre entscheidungen überlegen und ebend nicht mal mehr eben Blödsinn machen um cool zu sein?
    Sicher, manche tun das. Ich glaube ja nicht, dass die Wahlbeteiligung unter jugendlichen Straftätern so überragend hoch wäre. Jugendstrafrecht gibt es vor allem, weil man da noch bessere Chancen sieht, eine Änderung zu erreichen.

    >> Schon die wahlen zum Schulsprecher verkommen meist da es kaum konkurentz gibt.
    Sie meinen jetzt im Vergleich zur Wahl zum Elternsprecher oder des Vereinsvorstandes der Kaninchenzüchter? Wobei es bei letzterem sicher manchmal harte Konkurrenz gibt.

    >> Wenn man mit 16 über sein Land entscheiden kann warum dann nicht auch mit 16 in den Krieg ziehen den man mit entschieden hat und auch Soldaten ab 16 einberufen ?
    Na, weil man mit 16 natürlich Leute wählen würde, die einen nicht mit 16 in den Krieg schicken 😉 Dass man mit 16 einem Krieg nicht psychisch gewachsen ist (vermutlich ist man es auch später nicht, aber es dürfte wenigstens ein Bisschen besser sein), hat wohl nichts damit zu tun, dass man vernünftige Überlegungen anstellen und danach entscheiden kann.

    >> Wenn man mit 16 Wählen darf warum dann nicht alle Filme auch ab 16 Freigeben und auch alle Computerspiele?
    Ja, könnte man wohl machen. Der typische 16-jährige konsumiert das Zeug sowieso.

    >> Warum stellt man nicht erst mal den Lehrplan um und schult die Kinder in Wahlsystem und senkt dann das Alter auf 16.
    Wäre ja eine sinnvolle, ergänzende Forderung. Allerdings ist sie meiner Erinnerung nach schon fast erfüllt, ich meine so mit 15/16 war dieser Stoff gerade dran. So gut, wie die meisten Wähler das Wahlrecht kennen, kannte ich das aber auch schon vorher…

    >> Und wenn man ab 16 entscheiden kann warum dann nicht ab 15 1/2 oder 15 oder 14 1/2 oder 14 was ist so besonderes an den 16 ten Jahr das 15 jährige dann nicht wählen dürfen?
    Was ist an 18 besonders? 14 dürfte zu früh sein, da fängt das Interesse an Politik meist erst an. 16 ist gut, da hat man dann schon etwas überblick, sodass man zwischen 16 und 20 mal an den meisten Wahlen einmal teilnehmen kann. Die Verschiebung hin zu 16-jährigen bedeutet ja dadurch, dass Wahlen nur alle 4-5 Jahre stattfinden (je nach Typ), dass die Erstwähler im Schnitt 18 sind, statt 20.

    >> Grenzen sind nun mal da und schon das senken auf 18 war falsch weil man bis 21 immer noch nicht voll Geschäftstüchtig laut Gesetz ist und immer noch nach den Kinderrecht verurteilt werden kann
    Sie meinen „voll Geschäftsfähig“? Das ist man ab 18. Hier sind die Altersstufen nach deutschem Recht aufgelistet: http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Altersstufen_im_deutschen_Recht
    Fürs Strafrecht gibt es diese Übergangsphase, allerdings kann man so etwas ja beim Wahlrecht schlecht prüfen. Es kommt auch auf die Einzelfälle nicht an.

    • 7. Mai 2011 um 23:32 Uhr
    • dth
  42. 42.

    Ich seh‘ da kein Problem, Dumpfbacken gibt es schließlich in jeder Altersgruppe. Das sind wahrscheinlich die, die nicht zur Wahl gehen

    • 7. Mai 2011 um 23:50 Uhr
    • grrzt
  43. 43.

    Ich wäre eher dafür, dass Wahlrecht bzw. die Volljährigkeit heraufzusetzen. Wenn man sich in der Republik so umschaut, dann sollte man die Grenze eher bei 25 Jahren ziehen. Mag ja sein, dass die Körper früher reifen, der Geist braucht derweil wegen energetischer Mangelversorgung deutlich länger als früher.

  44. 44.

    warum nicht das Wahlalter auf max. 50 Jahre begrenzen. Die meisten über 50 hängen sowieso so fest an einem Weltbild, dass es nicht mehr gibt bzw. nicht mehr geben wird, dass deren Stimme eigentlich wenn überhaupt nur halb gezählt werden dürfte. Jaja… Aber die 16 jährigen sind ja so leicht zu beeinflussen… ich kenne keine 16 jährigen die so an „die Bild“ glauben oder an Stammtischen mit Parolen um sich werfen wie die Spätvierziger. Die Jugend ist heute differenzierter und auch verantwortungsbewusster als so manch Altkluger für wahr haben möchte.

    • 8. Mai 2011 um 05:33 Uhr
    • jian
  45. 45.

    Dann sollte man auch Leuten über 65 das Wahlrecht entziehen, schliesslich leiden ab diesen Alter (leider!) manchen Leuten bereits an Demenz.
    Ich provoziere hier absichtlich. Dennoch zeigt dieses Beispiel hervorragend, dass es gute Gründe gibt, 16-Jährigen das Stimmrecht zu geben; nicht zuletzt um das Ungleichgewicht von Alt zu Jung etwas auszugleichen.

  46. 46.

    Jugendliche leicht zu beeinflussen? Mag sein.
    Ganz im Gegensatz zur älteren Bevölkerungsschicht. Diese entscheidet schließlich erst nach langem Abwägen und genauem Prüfen der Fakten und lässt sich deswegen auch nicht von populistischen Aussagen ködern.

    Dass Steuersenkungen und und andere finanziellen Zugeständnisse an Unternehmer, Rentner, Familien oder Arbeitslose mittlerweile wahlentscheidender denn je sind muss wohl am fehlerhaften Auswerten der Stimmen liegen…

  47. 47.

    Aha, weder Helmut Schmidt noch Richard von Weizsäcker dürften dann noch wählen? Interessant.
    Ich persönlich habe nichts gegen Wahlrecht mit 16, wenn dafür dann auch das Jugendstrafrecht abgeschafft wird.

    • 8. Mai 2011 um 18:45 Uhr
    • astrid muhr
  48. 48.

    Wenn man sich die Wahldaten ansieht, dann wählen viele über 60 Jahre ganz schlechte Parteien, die offen verfassungswidrige Gesetze verabschieden. Wegen dem demographischen Wandel werden es immer mehr. Diese Leute bestimmen also die Zukunft eines ganzen Landes, dessen Zukunft sie wohl nicht mehr erleben werden.

    Leute über 60 Jahre sind extrem anfällig für Verführungen durch die Politik. Die Renten werden mal eben gesteigert, damit sie wieder das Richtige wählen. Viele sind nicht mehr in der Lage komplexe Vorgängen zu analysieren und sich über das Medium Internet Informationsquellen zugänglich zu machen. Sie sind somit extrem empfindlich gegen Bedrohungsszenarien und Placebogesetze. Ein gutes Beispiel dafür sind die Internetsperren.

    Deshalb plädiere ich dafür Leuten über 60 das Wahlrecht abzuerkennen, da sie einfach nicht das Richtige wählen. Das ist sonst gefährlich für die Demokratie, einen ausgeglichenen Haushalt und generell für nachhaltige Politik.

    • 9. Mai 2011 um 02:40 Uhr
    • AlteWeg
  49. 49.

    Bisher kann doch jeder 18 jähr. Volltrottel wählen und gewählt werden.

    Man muss also erst mal prüfen, was 16 oder 17 jähr. wählen täten, um bei genügend CDU/CSU-lern das dann zu erlauben oder eben nicht.

    Also liebe 16 jährige: Jetzt mal rein in CDU/CSU und die Amigospasspartei. Anschliessend wird aber intelligend gewählt. Ein Tipp: Melodie: „Grün, Grün, Grün sind die ROOOSen, GRÜN; GRÜN, GRün liebe auch ich……

  50. 50.

    Ich war der Meinung, das passive Wahlrecht besteht ab 21. Irre ich mich? Ist mit zarten 34 Jahren mein Schulwissen schon veraltet? Aber naja, die Grundlagen politischer Bildung stehen halt nicht in der Blöd-Zeitung^^

    • 18. Mai 2011 um 15:25 Uhr
    • Yersini
  51. 51.

    Edit: Aber zum Glück bei Wikipedia! 😉

    • 18. Mai 2011 um 15:26 Uhr
    • Yersini
  52. 52.

    Hier wird in den nachsten Jahren das Angebot von Ganztagsschulen erheblich ausgeweitet werden. In Deutschland droht in den nachsten Jahren ein Mangel an Padagogen in Scddeutsche Zeitung vom 14. 15. Halbtagsschule in Deutschland dies ist ein Thema das noch vor einigen Jahren haechstens bei einigen Reformpadagogen und Frauenforscherinnen vielleicht dem Familienministerium und vermutlich einigen erwerbstatigen Mcttern Interesse gefunden hatte.

    • 20. August 2011 um 02:44 Uhr
    • business review
  53. 53.

    Hugo Habenichts , wenn sie auf diesen Nivau gegen Jugendliche argumentieren , dann haben es vorallem Deutsche Staatsbürger mittleren Alters auch „überhauptnicht“ verdient zu wählen , da es doch schon öfters vorgekommen ist das ein 30 – 50 Jähriger schwere Straftaten verbrochen hat , als Menschen Jugendlichen Alters…
    Ich bitte doch sehr darum , nicht so alle Jugendlichen über einen Kamm zu scheren !
    Beste Grüße

    • 18. Februar 2013 um 13:05 Uhr
    • Lukas-16J.
  54. 54.

    junge ein 2 jähriger sollte auch wählen können die sind viel intregenter als Erwachsene und so lol

    • 18. Februar 2013 um 13:14 Uhr
    • hi88
  55. 55.

    junge lukas du arsch du sitzt neben mich lolololol

    • 18. Februar 2013 um 13:15 Uhr
    • hi88
  56. 56.

    ich bin dumm und so

    • 18. Februar 2013 um 13:16 Uhr
    • Maik L.
  57. 57.

    Man kann es sowohl als Chance, als auch als Risiko sehen.
    Manche 16-Jährige interessieren sich nicht für die Politik, somit haben sie villeicht nicht genügend Informationen um richtig abstimmen zu können. Außerdem sind manche unreifer als andere und nehmen die Situation nicht ernst.
    Viele 16-Jährige sehen es als Chance um sich in die Gemeinde zu integrieren und ihre eigene Meinung abgeben zu können.
    Doch wir finden es besser wenn das Wahlrecht erst ab 18 ist, da in diesem Alter die Jugendlichen reif genug sind, um Wählen zu können!

    • 19. Mai 2013 um 11:23 Uhr
    • Crazy Girls
  58. 58.

    @ towlie288:

    Da stimme ich dir zu!

    Außerdehm sollte man mindestens ein bestandenes Abitur haben!

    • 11. Juli 2013 um 22:13 Uhr
    • ML
  59. 59.

    Wir sind gegen „wählen mit 16″, denn viele 16-jährige wissen nicht was es bedeutet zu wählen und interessieren sich nicht dafür. Sie sind auch leicht zu beeinflussen von Freunden, weil sie nicht zu ihrer eigenen Meinung stehen wollen. Die Wahlaltersenkung würde
    Parteien am links- und rechts-extremen Rand stärken
    zu einer Radikalisierung des Systems der Politik führen. Jugendliche verfügen aufgrund ihres geringen Alters
    noch nicht über politische Kompetenz. Sie haben sich
    noch wenig mit Parteiprogrammen und dem politischen
    System vertraut gemacht. Es mangelt ihnen an Grundwissen.

    • 24. November 2014 um 12:40 Uhr
    • Von A bis Z Partei
  60. Kommentar zum Thema

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