Das Politik-Blog

Wulff kurz vor dem Ende

Von 12. Januar 2012 um 13:01 Uhr

In der Daueraffäre Wulff kippt die Stimmung in der CDU und der Unionsfraktion, wie von mir in diesem Blog schon in der vergangenen Woche prognostiziert. Vor allem in seinem CDU-Heimatverband Niedersachsen geht die Angst um, Wulff könne ihnen – wenn er im Amt bleibt – im nächsten Jahr bei der Landtagswahl die Mehrheit kosten. Ähnlich dürfte es in Schleswig-Holstein sein, wo schon in diesem Frühjahr gewählt wird. Deshalb wächst der Druck auch auf Angela Merkel

Man kann und sollte die jüngsten Äußerungen der Kanzlerin und ihres Sprachrohrs Peter Altmaier daher als Ultimatum an den Bundespräsidenten verstehen: Wenn er jetzt nicht ganz schnell sein Versprechen einlöst, alle verbliebenen Ungereimtheiten aufzuklären, dann war es das.

Merkel verliert die Geduld. Für Christian Wulff ist es 2 vor 12.

 

Leser-Kommentare
  1. 1.

    Der Mann ist des Amtes unwürdig.Das hat er bewiesen und deswegen sollte er zurücktreten. Bevor er zurückgetreten wird.

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    • 12. Januar 2012 um 14:12 Uhr
    • Michael Weber
  2. 2.

    Wulff ist peinlich. Zum fremdschämen. Selbst seine bisher gehaltenen Reden bekommen plötzlich einen anderen Sinn, vieles wirkt nun Ich bezogen, was vorher noch nur merkwürdig formuliert gewesen schien.

    Aber die CDU ist noch peinlicher. Statt die richtigen glaubwürdigen Antworten zu suchen, flüchtet man sich aus wahltaktischen Gründen in Überlegungen zum Rücktritt.

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    • 12. Januar 2012 um 14:19 Uhr
    • meander
  3. 3.

    Eigentlich ist für Herrn Wulff 5 nach 12. Das er nach wievor im Amte weilt,ist skandalös.Korruption scheint mittlerweile in dieser Republik ein Kavaliersdelikt zu sein. Silvio Berlusconi lässt grüssen…..

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    • 12. Januar 2012 um 14:20 Uhr
    • J.Nord
  4. 4.

    Was mich an der Affäre nervt, ist, dass ich mich durch die Teils überzogenen Kommentare (etwa J.Nord) immer wieder genötigt fühle, Herrn Wulff zu verteidigen. Herr Wulff ist ein professioneller Politiker, der seinen Job als Präsident erledigt hat. Ohne Stürme der Begeisterung auszulösen oder zu verdienen, aber immerhin.

    Ihn der Korruption zu bezichtigen oder auch nur mit Berlusconi auf eine Stufe zu stellen, halte ich auf Grund der bisher bekannten Fakten für schlicht überzogen. Er hat einen günstigen Kredit abgezogen. Er hat in einer Kreuzverhörsituation ein wenig spitzfindig geantwortet. Geschenkt. Ich glaube, wer ehrlich ist, wird zugeben, dass dahinter ähnlich viel kriminelle Energie steht, wie beim normalen “optimieren” der Steuererklärung. Nichts dessen sich Otto-Normalbürger nicht am Stammtisch rühmen würde. (Was jetzt beileibe nicht heißen soll, dass ich diese Verhaltensweisen rühmlich finde. Mich stört nur dieses selbstgerechte Moralisieren.)

    Er hat sich in der Behandlung der Affäre auch blöd angestellt. Kommunikation über Anwälte. Immer gerade genug Stoff gelassen, dass der Medienrummel nicht endlich einschläft.

    Aber warum wird von einigen (J.Nord ist da ja bei weitem nicht der Einzige) so getan, als drohe der Verfall der Sitten bisher ungeahnten Ausmaßes in der Bundesrepublik? Ich glaube da kann man in der Geschichte der Republik schon größere Schweinereien finden.

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    • 12. Januar 2012 um 14:56 Uhr
    • Hazzl
  5. 5.

    Herr Wulff sollte auf keinen Fall freiwillig zurücktreten.
    Damit würde er der Opposition einen sehr großen Gefallen
    tun und die Bürger dieses Landes würden die jetzige Regie-
    rung vieleicht dahin schicken, wohin diese unsoziale, nur
    auf ihren Vorteil bedachte Regierung gehört,
    in die Versenkung.

    Manfred Linden

    Manfred Linden

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    • 12. Januar 2012 um 15:02 Uhr
    • Manfred Linden
  6. 6.

    Ich glaube eher, dass er mit seinem Rücktritt A. Merkel und die kleine Elite, welche die Medienlandschaft beherrscht, sprich: dem die Fäden ziehenden Großkapital, einen Dienst erweisen wird. Mittlerweile hat man erkannt, dass Wulff für den auf Enteignung und Entrechtung der Bevölkerung abzielenden Euro-Rettungsschirm ein Sicherheitsrisiko bedeutet, wenn er selbigen nicht unterschreibt. Und das wird ihm mittlerweile offensichtlich zugetraut.

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  7. 7.

    Es ” droht kein Verfall der Sitten ” etc. . Diese Situation haben wir doch schon längst in nie dagewesener Vollendung.
    Was soll denn noch passieren ? Unehrenhafter kann man nicht in Erscheinung treten . Die Bevölkerung stöhnt schon ob dieser anhaltenden Niederträchtigkeit und absolutem Unvermögen ; sehnt sich nach einem Ende der Beschämung .
    Man kann es nicht länger mit ansehen . Ein BP ohne das geringste Merkmal von Rückrat – man kann es nicht fassen.
    hannes1

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    • 12. Januar 2012 um 15:28 Uhr
    • hannes1
  8. 8.

    Sicher ist der Vergleich zu Berlusconi überzogen, aber ich kann nicht verstehen wie man seinen Verbleib im Amt fordern kann, bzw. sein falsches Verhalten als “geschenkt” resümiert. Warum wohl ließ er den Kredit über Geerkens Frau abwickeln?? Wie blind muss man eigentlich sein? Als ob sie eigenmächtig ohne Wissen ihres Mannes dessen Geld verleiht. Und was viel schlimmer wiegt. Im Fall Rau, der ähnlich gelagert war, hat Wulff selbst den Rücktritt des damaligen BP gefordert. Er war es der die Maßstäbe gesetzt hat und nun, wo es ihn selbst trifft, so tut als sei es normal. Ich will keinen Präsidenten der Wasser predigt und Wein trinkt. So einfach ist das.

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    • 12. Januar 2012 um 15:30 Uhr
    • dalatin
  9. Kommentar zum Thema

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