Das Politik-Blog

100 Tage bis zur Wahl – es ist alles drin!

Von 14. Juni 2013 um 12:31 Uhr

In vielen Talkshows, Vorträgen, Gesprächsrunden wird man schon fast rhetorisch gefragt: Der Wahlkampf ist doch eigentlich gelaufen, oder? Die SPD bewegt sich nicht aus ihrem (Kandidaten-)Tief, Merkel erscheint unantastbar, Piraten gekentert, die AfD kommt auch nicht so ganz in Schwung. Eine aktuelle Forsa-Umfrage belegt das, die Stagnation der Umfragewerte im Zeitverlauf ist beeindruckend.

Aber Umfragen beziehen sich eben immer auf das Hier und Jetzt. Daraus allerdings schon das Ergebnis für den 22.September 2013 herzuleiten, ist zu kurz gegriffen. „Campaigns do matter!“ Wahlkämpfe machen einen Unterschied, natürlich in Abhängigkeit ihrer Ausgestaltung. Das haben wir bei Barack Obama während seines Endspurtes im letzten Jahr erlebt: Er hat es als einer der ganz wenigen Amtsinhaber in den USA geschafft, trotz wirtschaftlichen Gegenwinds wiedergewählt zu werden.

Der Blick auf die letzten drei Wahlkämpfe in Deutschland zeigt, welche Entwicklungen noch möglich sind. Im Sommer 2002 war die Union im Umfragehoch bei 40%, eingefahren hat sie am 20. September immerhin 38,5%. Die SPD lag im Sommer bei 35%, auch sie landete bei 38,5% – dieses Fotofinish sicherte dem damaligen Kanzler und seiner rot-grünen Koalition eine zweite Amtszeit. Im Wahlkampf 2005 verlor die Union über den Sommer einen Vorsprung von satten 15 Prozentpunkten. Im Sommer noch bei 44% landeten CDU und CSU am Wahltag lediglich bei 35,2%; die SPD, im Sommer noch bei 29%, fuhr mit 34,2% ein lange Zeit nicht für möglich gehaltenes Ergebnis ein.

Ein anderes Bild zeichnet die Erfahrung aus dem Jahr 2009: In diesem Bundestagswahlkampf verlor die Union in den letzten 100 Tagen lediglich 3,2 Prozentpunkte und fiel von 37% auf 33,8%; der SPD wiederum gelang es im Wahlkampf nicht, an die zurückliegenden Aufholjagden anzuknüpfen: Auch sie verlor über den Sommer sogar noch zwei Prozentpunkte, von 25% auf ein Wahlergebnis von 23%.

Union und SPD im Wahlkampf: Entwicklung in den je zehn letzten Umfragen vor den Wahlen 2002, 2005 und 2009

10 Wahlumfragen

(Quelle: Forschungsgruppe Wahlen, Zeitraum: Ende Mai/Anfang Juni bis ca. eine Woche vor der Wahl)

Die Daten zeigen: Es ist möglich, im Wahlkampf viel Boden gut zu machen, aber dazu gehören eine intelligente Strategie, ein gutes Team und überzeugende Inhalte. Gerade in diesem Jahr wird gelten, was in den USA so treffend mit „Get out the Vote!“ beschrieben wird: Die Bürger sind nicht wirklich überzeugt von den Alternativen, aber sie sind deswegen noch lange nicht unpolitisch. Gute Argumente können also durchaus einen Mobilisierungseffekt haben, wenn die Ansprache passt.

Die Formen der Ansprache verändern sich ständig. Keine Partei kann sich daher auf frühere Erfolge im Wahlkampf verlassen – aber eben auch nicht auf aktuellen Umfragedaten ausruhen. Denn vieles ist möglich, und es wird mit Sicherheit nicht vorgesehene bzw. nicht vorhersehbare Einflüsse geben.

Dass der Wahlkampf zunehmend Fahrt aufnimmt, ist an inhaltlichen Positionierungen der Parteien ebenso zu erkennen, wie an personellen Weichenstellungen. Insbesondere die SPD und ihr Kandidat Peer Steinbrück werden hier zunehmend aktiv – unter anderem mit der Vorstellung des Kompetenzteams. Auch dass aus den Reihen der Union gekontert wird, es handele sich dabei um eine „B-Elf“, ist ein Beweis für die allseits gestiegene Sensibilität für Wahlkampftaktik. Die Maßnahme von Peer Steinbrück, seinen Sprecher auszuwechseln, erinnert wiederum an eine Fußballmannschaft, die in der Krise den Trainer austauscht. Hier wie da bleibt die Frage, wie nachhaltig ein solcher Schritt ist.

Mit Blick auf die strategische Ausrichtung der Kampagne scheint eine personelle Änderung jedenfalls kaum auszureichen. Der SPD gelingt es derzeit nicht, sich überzeugend zu positionieren: Die Partei, der Spitzenkandidat und die Programmatik scheinen auseinanderzudriften. Die Union hingegen wirkt – von wenigen Vorstößen abgesehen – defensiv. Die letzten 100 Tage sind angebrochen und es wäre uns zu wünschen, dass alle Parteien intelligente Wege finden, ihre Positionen und Argumente auf die Straße zu bringen und den Wählern somit zeigen, über welche Fragen sie am 22.9. abstimmen werden.

Kategorien: Bundestagswahl, Wahlkampf
Leser-Kommentare
  1. 1.

    Steinbrück ist einfach in der falschen Partei. Er kann die Mitte nicht bekommen, dafür fischt sein Programm zu sehr am linken Rand. Wenn er etwas in die Mitte kommen könnte, hätte er direkt 10-15% der Wähler, die sonst Merkel wählen. Dass die FDP aus diesem Vakuum in der Mitte nicht profitieren kann ist eigentlich seltsam, nach den Wahlversprechungen der letzten Wahl teilweise logisch.

    • 14. Juni 2013 um 16:34 Uhr
    • Simon
  2. 2.

    Und wer weiß, welcher Skandal oder Pseudoskandal noch irgendwo in der Schublade liegt, um aus wahltaktischen Gründen kurz vor der Wahl hervorgekramt zu werden. Das hat schon so manchen prognostizierten Wahlausgang verkehrt.

  3. 3.

    Steinbrück ist nicht in der falschen Partei und schon gar nicht zu „links“. Leider vergessen unheimlich viele Leute erstaunlich schnell, dass wir gerade mal vor einem Jahr über Steinbrück und seine Millionen-Vorträge vor den ach so lieben und gesellschaftlich so unheimlich wichtigen Bänker diskutiert haben. Steinbrück hat Kreide gefressen und gehört politisch wohl eher auf die konservative Seite. Ich glaube dem Mann persönlich nichts. Deshalb bekommt die SPD mit Sicherheit meine Stimme NICHT.

  4. 4.

    Eine groteske Überbewertung einer peinlichen Alibiveranstaltung.
    100 Tage bevor entschieden wird, wer sich mit wem zusammensetzt um auszuklüngeln, innerhalb welcher Farben-Koalition weiterhin marktkonforme Politik innerhalb der marktkonformen Demokratie exekutiert wird, werden noch einmal die platten Parolen, die Propaganda-Phrasen, Halbwahrheiten und Volllügen auf Hochglanz poliert.
    Denn diesmal, diesmal wird alles anders werden!
    Diesmal werden alle Wahlversprechen wahr!
    Es geht nicht um Macht und Posten, sondern ausschließlich darum, die Bürger ehrlich zu vertreten!
    Schenkt uns vertrauen, gebt uns eure Stimme!
    Beerdigt eure politische Partizipation in einer Wahlurne; gebt uns eine Blankovollmacht euch zu repräsentieren!

    Damit die zukünftige Regierung sich bei den kommenden Aufständen, Revolten und Demonstrationen mit geschwellter Brust vor die Kameras der hiesigen Pinguin-Doku-Sender stellen kann, um zu verkünden, dass die Proteste ausschließlich von Kriminellen, Chaoten und Extremisten ausgehen, die den Mehrhheitswillen ignorieren und die Regierung das Recht und die Pflicht dazu habe, gegen diese Gewaltsam vorgehen zu lassen, aufgrund ihrer demokratischen Legitimation…

    Daher: Legitimiert sie erst garnicht. Eure Interessen vertreten sie eh nicht.

  5. 5.

    und was soll der Artikel?
    Steinbrück soll sich erst mal über den WestLB Skandal verantwortlichen, wenn sie jetzt so Maisiere skandalisieren . DAs wäre stringent.

    zur Wahl selbst will ich nix sagen..es ist aber schon dämmlich, wenn man sich den Populismus der grünInnen anschaut.
    Und dann noch diese geheuchelte Interessen an der Staatsentschuldung: Eigentlich geht es denen doch nur um die Versorgung ihrer Schäfchen im öffDienst

  6. 6.

    Die CDU soll intelligente Wege finden? Wie das denn. Die hat keine Meinung. Ein Wahlverein ist ja auch keine Partei…

    • 14. Juni 2013 um 16:56 Uhr
    • NGC1672
  7. 7.

    Wieso sollte ich eine der beiden Volksparteien wählen, wo sie doch hierzulande durch zahlreiche Überwachungsgesetze – http://www.daten-speicherung.de/index.php/ueberwachungsgesetze/ – Deutschland genau zu dem gemacht haben, was sie jetzt an den USA im Zuge des PRISM-Überwachungs-Skandals und des Falls Edward Snowden kritisieren: Einem Überwachungsstaat.
    Ich werde PIRATEN wählen. Nicht weil sie gut sind, sondern weil deren Themen wichtig sind und sich sonst niemand um die Stärkung der Grund- und Bürgerrechte, Datenschutz und Privatsphäre kümmert – die werden uns gerade nämlich alle unter dem Allerwertesten weggezogen, falls das hier jemandem noch nicht aufgefallen ist…

  8. 8.

    Die Überschrift impliziert bereits die Päferenz der Autorin. Ich frage mich, warum so viele Journalisten, Anhänger der Grünen sind. Sie sind weder verbeamtet noch wohlhabend. Man sollte wirklich nur die Partei wählen, die die eigenen Interessen vertritt und nicht die, die dem Zeitgeist folgt.

    • 14. Juni 2013 um 17:02 Uhr
    • Pusteblume
  9. 9.

    stimmt…jeder 3te Journalist sympathisiert mit den Grünen.:Besonders lustig ist dann immer die Erklärung, dass man mit überlegenen geistigen Fähigkeiten einfach grün wählen müsse :D..tja so viel Arroganz ist auch lustig.
    Wohlhabend grün? das müssen dann aber ganz schöne Selbstdarsteller sein..der grüne Millionär ist meines Erachtens noch dei Ausnahme^^

  10. 10.

    „Insbesondere die SPD und ihr Kandidat Peer Steinbrück werden hier zunehmend aktiv – unter anderem mit der Vorstellung des Kompetenzteams.“
    Frage:
    Wer kann spontan beantworten, welche Bereich Frau Joost abdecken soll?
    Ich habe den Eindruck, dass man mit der kleckerweisen Vorstellung des „Kompetenzteams“ mal wieder in die Presse kommen will.
    Ach ja, gehen Sie mal auf die SPD-Seite und suchen Sie das Kompetenzteam.
    Kleiner Tipp:
    Benutzen Sie die Suchfunktion. Sonst wird es schwierig.

    • 14. Juni 2013 um 17:51 Uhr
    • ribera
  11. 11.

    nicht umsonst heißt das Kompetenzteam..ja auch Inkontinenzteam, weil es in Tropfen vorgetellt wurde..also Kompetenz sehe ich da nicht..
    außerdem wollen viele Menschen Jürgen Trittin nicht als FInanzminister 😀

  12. 12.

    „Prognosen sind immer dann schwierig, wenn diese sich mit der Zukunft befassen“ (Churchill). Vieles ist möglich, nicht alles ist wahrscheinlich. Zwei Punkte: 1.) Die CDU ist unter Merkel rabiat nach links gerückt und hat klassische SPD-Themen annektiert. 2.) Peer Steinbrück ist kein in der Wolle gefärbter Roter, sondern ein pragmatischer Bürgerlicher mit dem falschen Parteibuch.

  13. 13.

    gerade, dass wird ihm in KOmbination mit Trittin ,der nichts anderes als die Transofrmation der Gesellschaft anstrebt, in Probleme bringen.
    Da kann P€€r noch hundertmal sagen, dass er Betriebe nicht angreifen will..
    Gemäß des Gleichheitsgebotes müsste er es..und Trittin will ja wirklich den Superstaat, der alles regelt..
    ein Wunder wer diese Gruppe noch wählt…wenn er nicht beamter ist.

  14. 14.

    Das Hauptproblem Peer Steinbrücks ist seine fehlende Glaubwürdigkeit. Nur 12% der Wähler billigen sie ihm zu.
    Kein Wunder, denn heute erzählt Peer Steinbrück etwas völlig anders als noch vor seiner Kanditatur. Ob Mindestlohn, Reichensteuer oder Bankenregulierung – seine Meinung hat sich um 180 Grad gedreht. Und wer für sich selbst das 2.000-fache eines Arbeiterstundenlohns als normal ansieht, bei anderen aber fordert sich mit dem 200-fachen zufrieden zu geben, der ist irgendwie nicht ernst zu nehmen.

  15. 15.

    Selbst wenn die SPD noch etwas zulegen sollte, bleibt die Frage mit welcher Koalition Peer Steinbrück nach der Wahl regieren will. Es sieht ganz danach aus, als ob es ohne die Linkspartei nicht machbar sein wird.
    Wenn es stattdessen zu einer „großen“ Koalition kommen würde, dann wären all die Versprechungen der SPD hinsichtlich einer die veränderte soziale Realität in dieser Republik angepassten Sozialpolitik mit Sicherheit bestenfalls noch Makulatur. Ob diese dann in 4 Jahr wieder bei 23 landet …
    Die SPD steht vor zwei Alternativen, die beide für die Partei alles andere als Angenehm sind und ob sich an der Akzeptanz der SPD beim Wähler in gerade einmal drei Monaten soviel ändert – na ja. Es fehlt da irgendwo auch an Leuten, die neue Ideen einbringen.

    • 14. Juni 2013 um 19:11 Uhr
    • Karl63
  16. 16.

    Nur mal so
    Da ich den Kommentar nicht woanders los werden konnte.
    Bei „Sind Sie fit für die Wahl“ wird angegeben, dass Wahlhelfer 21€ bekommen.
    Ich bezweifele das.
    Das letzte Mal war ich für 50€ dabei und habe mich jetzt trotzdem endgültig abgemeldet.
    Die Angestellten der Kommune bekamen evtl. freie Arbeitstage. Sind das 21€?
    Bitte diese Frage dort entfernen. (Vielleicht bezahlt der Bund der Kommune 21€ und diese muss erhöhen?)

    • 14. Juni 2013 um 19:17 Uhr
    • wd
  17. 17.

    @Pusteblume
    „Man sollte wirklich nur die Partei wählen, die die eigenen Interessen vertritt und nicht die, die dem Zeitgeist folgt.“
    Das ist völlig richtig. Aber woher haben Sie denn Ihre Vorstellung, dass Anhänger der Grünen verbeamtet oder wohlhabend sind? Richtig ist wahrscheinlich, dass die Mehrheit dieser Anhänger einen höheren Bildungsgrad hat, aber das kann man weder den Anhängern, noch den Parteimitgliedern zum Vorwurf machen, Es sind ganz einfach Menschen, die realistisch denken und einen besseren Staat anstreben. Ihnen geht es in der Mehrzahl nicht um persönliche Bereicherung, falsche Doktorgrade u.a. Und das gerade viele Journalisten Anhänger der Grünen sind, hat mit ihrem Demokratieverständnis und ihren politisch vernünftigen Zielen zu tun.

  18. 18.

    Zu 17 pkszler

    Erinnerung: Ich habe die Meinung vernommen, dass man Autos in der Zukunft mit Wasserstoff betreiben sollte. Begründung Wasser haben wir doch genug. Zur Person: Studium abgeschlossen. Im Staatsdienst.
    So viel zu höherem Bildungsgrad.

    • 14. Juni 2013 um 21:22 Uhr
    • wd
  19. 19.

    @wd
    Ja, Autos kann man sehr preiswert und umweltfreundlich mit Wasserstoff antreiben, aber nicht, weil wir genügend Wasser haben (im Moment viel zu viel), sondern weil man Wasserstoff aus Wasser mit Strom aus Windkraft und Solaranlagen erzeugen kann, der ja bekanntlich nicht gespeichert werden kann. Somit ist der Wasserstoff praktisch ein Zwischenspeicher und kann dort verwendet werden, wo er benötigt wird. Außerdem werden weniger neue teure Stromtrassen benötigt.

  20. 20.

    at pkeszler…

    gerade diese hirnlose Arroganz und Weltfremdheit macht man doch den Grünen zum Vorwurf und Sie merken es nicht mal?

    Höherer Bildungsgrad bedeutet also automatisch Staatsdienst? ein toller STaat ist das..
    dass die Grünen eine Klientelpartei sind, deren Mitglieder ,nämlich Beamte, sehr von dem Bürokratiewahn und der Regelungswut der etatistischen grünen Poltitik profitieren, verstehen Sie vermutlich nicht –.(obwohl Grüne ja alles verstehen)

    Stichwort Wohlhabend..und verbeamtet…schon mal daran gedacht, dass gerade die Beamtenpensionen die Staatsverschuldung antreiben?
    und deswegen sind höhere Steuern nötig..
    das ist dann eher nicht einzusehen.
    Jeder Lehrer hat ein Barwertvermögen von 1 Mio sofern er verbeamtet ist…das müsste dann auch in die Vermögensabgabe rein, wäre man fair.

    am traurigsten an ihrem KOmmentar ist aber wirklich diese Hochnäßigkeit, dass die Elite per se beim Staat zu arbeiten hat und dort reich wird, während die anderen zuarbeiten

  21. 21.

    ah so…und

    zum „besseren Staat“..historisch gesehen, waren Parteien, die alleine a priori das Gute identifiziert hatten und die Anderen reformieren wollten, immer gefährlich..
    könnt man ja mal drüber nachdenken 😀

  22. 22.

    @Arnold Palmer-the black knight
    „Höherer Bildungsgrad bedeutet also automatisch Staatsdienst? ein toller STaat ist das..“
    So ein Blödsinn, den Sie da los lassen. In keinem Satz habe ich behauptet, dass ein höherer Bildungsgrad automatisch Staatsdienst bedeutet. Auch in der Wirtschaft haben wir viele Leute mit einem höheren Bildungsgrad, ohne die gar nichts funktionieren würde. Im Gegenteil, wir brauchen sogar viel mehr Leute mit einem hohen Bildungsgrad. Und deshalb setzen sich gerade die Grünen für eine bessere Bildung aller Kinder ein. Das kann man aber mit dem Betreuungsgeld der Union nicht erreichen.
    „am traurigsten an ihrem KOmmentar ist aber wirklich diese Hochnäßigkeit, dass die Elite per se beim Staat zu arbeiten hat und dort reich wird, während die anderen zuarbeiten“
    Ich weiß nicht, wessen Kommentar Sie gelesen haben, aber meinen bestimmt nicht! Im Übrigen weiß ich genau, was ich geschrieben habe, denn ich habe alle meine Kommentare gespeichert.

  23. 23.

    In der CDU/ CSU wie auch bei Frau Merkel hat das grosse Flattern begonnen. Die Strategie eines themenlosen Wahlkampfes (wenn man die Merkel-Inszenierung nicht als Thema sieht) geht nicht auf.

    Warum wage ich diese Prognose ?
    Weil BILD sich heute festlegt. Und die grosse Koalition fixiert – mit Frau Merkel als Weiterhin-Kanzlerin.

    Was wir aber nicht brauchen Können. Eine Weder-Ja-Noch-Nein-Vielleicht-Nicht-Politik macht Deutschland schwach.
    Da nützt auch die Lobbiesten-Tätigkeit von Volker Kauder bei Heckler-Koch nichts.

    Wieder ein Grund mehr dieser aktuellen Regierung nicht zu (ver)trauen.

  24. 24.

    @Pusteblume
    „Ich frage mich, warum so viele Journalisten, Anhänger der Grünen sind. “
    Was haben Sie denn gegen diese Journalisten?
    Wir müssen doch den Journalisten geradezu dankbar sein, dass sie eigentlich die Drecksarbeit machen, um immer wieder Unregelmäßigkeiten in der Politik und der Wirtschaft aufzudecken. Das betrifft doch alle unsere Lebensbereiche, wie Gesundheitswesen, Nahrungs- und Futtermittelindustrie, Energieerzeugung usw. Diese Reihe lässt sich noch sehr weit ergänzen. Also Journalisten haben die Aufgabe, die Bevölkerung aufzuklären, und das machen sie meistens sehr gut.

  25. 25.

    Im Wohlfahrtsstaat lösen sich politische Fragen in administrative Aufgaben auf und wo Experten wichtige poitische Fragen abwickeln ist den Abgeordneten des Volkes kaum noch eine legitime Handlungsfreiheit zu zusprechen. Das Geschäft von Verwaltung und Administration ist von rein wirtschaftlichen Notwendigkeiten diktiert, was nicht nur unpolitisch, sondern auch unparteiisch ist. Auch das Prinzip der Opposition kann nur so lange gültig bleiben, als es echte Alternativen gibt. Der Staatsapparat hat sich längst in eine Verwaltungsmaschinerie verwandelt und kann daher nur Leerlauf erzeugen. Das Parteiensystem ist revolutionären Ursprungs, doch sind sie einem Zersetzungsprozess unterlegen bzw. subversiv geworden. Das Verhältnis zwischen Abgeordneten und Wähler ist auf Kauf und Verkauf reduziert, die Dialoge unehrlich. Die Aufgabe von politischen Parteien ist lediglich die Bildung neuer Eliten, die nach Maßstäben ausgesucht werden, die selbst zutiefst unpolitisch sind. Gesellschaftliche Eliten entstehen stets durch Prozesse der Absonderung und Diskriminierung. Dies führt nicht zur Etablierung echter Autorität, sondern zu Cliquen und Klüngeln.
    Ich beziehe mich in meinen Aussagen auf: Hanna Arendt; Über die Revolution.

  26. 26.

    Der peinliche KK Steinbrück
    Nach all den Pannen muss der Klartextredner Steinbrück jetzt auch noch eingestehen, dass er es alleine nicht schafft gegen die erfolgreiche Bundeskanzlerin. Nun muss seine Ehefrau herhalten, für ihn Wahlkampf zu machen. Sie hat sich auch gleich mächtig ins Zeug gelegt. Bei ihren ersten öffentliche Äußerungen hat sie ihm eine herausragende Würde und Erhabenheit bescheinigt. Da frage ich mich doch, wie er bei so viel Noblesse mit dem biederen Amt eines Bundeskanzlers zufrieden sein kann. Bescheidenheit ist ja nicht gerade seine Zier, e.g. millionenschwere Nebentätigkeiten als MdB, bester Finanzminister, Pinot Grigio nur bei über fünf Euro die Flasche, Eierlikör bei Familienbesuchen. Und der Parteiboss Gabriel passt ihm auch nicht in die Richtung.

    PS: Zum Thema „Die Grünen“; alles schon vergessen: die diversen Bonusmeilenbetrüger bzw. Lügner Trittin und Finanzminister in spe mit der Behauptung, die Energiewende koste pro Haushalt so viel wie eine Kugel Eis?
    .

  27. 27.

    Seit der Sarrazin-Debatte kommen für mich Rot und Grün nicht mehr (notabene: nicht m e h r) in Frage.

    • 17. Juni 2013 um 00:08 Uhr
    • rowa123
  28. 28.

    http://www.bundestagswahl-bw.de/wahlprogramm_die_linke.html Auf die Jahre vor der Wahl kommt es an, und nicht und keinesfalls auf die letzten 100Tage

  29. Kommentar zum Thema

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