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Deutsche, bitte hinten anstellen!

Spart das Hybridfahrzeug nun wirklich Kraftstoff? Ist der Dieselmotor nicht auch ohne Hybrid-Technik genauso sparsam und umweltfreunlich? Warum muss das viele Mehrgewicht ins Auto? Warum soll man zwei komplette Antriebstechniken und deren hohe Kosten akzeptieren?

Alles müßige Fragen, denn der Markt hat entschieden: Er will den Hybridantrieb. Das ist genau so irrational und irreführend wie die Verwendung des Begriffes „Hybrid“, den wir inzwischen nur für die Zusammenarbeit von Verbrennungs- und Elektromotor im Automobil beschränkt haben. 

Aber was sind schon sprachliche Feinheiten gegen das Bewusstsein der Öffentlichkeit, die deutsche Automobilindustrie habe mal wieder einen Trend verschlafen. Man kennt das ja vom Airbag, vom Rußfilter und jetzt eben auch vom Hybridantrieb. Während die Japaner bereits Millionen-Stückzahlen planen, kann man wohl erst 2008 mit den ersten deutschen Hybrid-Fahrzeugen rechnen.

Selbst wenn es gelingt, diesen Termin zu halten und mehr als Show-Cars für Messen zu bauen, hängen die Deutschen schon wieder ein paar Jahre hinterher. Denn die Japaner kündigen für 2008 auch etwas Neues an: Den Einsatz von Lithium-Ionen-Batterien anstelle der bei den Hybriden heute üblichen Nickel-Metallhydrid-Batterien.

Für Fahrzeugantriebe ist aber Batterie nicht gleich Batterie, denn Lithium-Ionen-Batterien sind drei Mal so effektiv wie Nickel-Metallhydrid-Systeme. Bloß gut, dass die deutsche Industrie bei der Batterietechnik führend ist. Oder sollte man besser sagen: Führend war?

Die Schlüsseltechnologie der Lithium-Ionen-Systeme ist nicht mehr in deutscher Hand. Auf der einen Seite kümmert sich ein Joint-Venture des amerikanischen Unternehmens Johnson Controls International (JCI) und dem französichen Hersteller Saft um diesen Bereich, auf der anderen Seite eine Ideenschmiede im thüringischen Nordhausen, die Gaia-Akkumulatoren- werke, ebenfalls im Besitz einer amerikanischen Gesellschaft.
In den vergangenen fünf Jahren hat die deutsche Automobilindustrie 77 Mrd Euro in Forschung und Entwicklung investiert. Nach neuesten Statistiken geben davon die Zulieferer mehr aus als die Hersteller, die damit den Bereich F&E sehr geschickt verlagern. Diese Art der Zusammenarbeit klappt bislang sehr gut. Nur bei der Batterie haben die Autohersteller offenbar die Zeichen der Zeit wirklich verschlafen.

Die Starterbatterie war immer ein leicht zu beschaffendes Teil, dessen Preis man über Jahre immer weiter drückte, bis der Batterieindustrie die Mittel ausgingen – siehe Varta und andere. Heute sind in der Automobilindustrie keine F&E-Budgets für Batterietechnik vorgesehen, für die Batterien der (Hybrid-)Autos der Zukunft ist also kein Geld vorhanden.

Also stellen wir uns hinten an. Bei der Globalisierung dieser Industrie ist das ja kein Problem, oder?

Dieser Kommentar stammt von Peter Schwerdtmann, VdM. Gefunden bei www.auto-reporter.net

 

Land Rover ruft 1260 Range Rover Sport in die Werkstatt

ar – Der britische Geländewagenspezialist Land Rover ruft in Deutschland 1260 Fahrzeuge der Baureihe Range Rover Sport aus den Produktionsjahren 2005 und 2006 wegen eines Kabelproblems in die Werkstätten zurück. Wie ein Sprecher auf Anfrage von Auto-Reporter bestätigte, kann ein bestimmtes Kabel an der Lenkung beschädigt werden und es dadurch zur Beeinträchtigung der Bremswirkung kommen. Betroffen sind ausschließlich Fahrzeuge mit 19-Zoll-Felgen mit den Fahrgestellnummern 5A 900 109 bis 6A 949 108.

 

Unter Umständen könne es zur Beschädigung am Kabel des Raddrehzahlsensors am Antiblockiersystems und Bremsbelagverschleiß-Warnsensors kommen, weil der Befestigungsclip des Auswuchtgewichts an der Innenseite der Felge scheuert. So könne sich der Brems- und Pedalweg verlängern und die Anzeige für den Bremsscheibenwechsel und das ABS falsche Meldungen abliefern. Das Problem trete nur auf, wenn das Lenkrad bis zum Anschlag links eingeschlagen werde. Die Halter werden vom Kraftfahrt Bundesamt informiert, bei einem halbstündigen Werkstattaufenthalt werden die Auswuchtgewichte gegen Klebegewichte ausgetauscht.
 

„Auswintern“ nach 3 Jahren Pause

  

Hallo Herr Keßler,
  

seit circa drei Jahren steht mein abgemeldeter Golf Caddy (Bj.91,70kW,Kat.) im Hinterhof. Das die Reifen deformiert, die Bremsen verrostet sind ist mir klar. Was sollte ich beachten, bevor ich die Batterie einbaue und den Motor zum ersten mal seit langer Zeit mittels Anlasser durchdrehe? Eventuell Benzinpumpe und/oder Zündspule abklemmen oder Öl in Zylinder träufeln? Da ich einen möglichen Schaden verursacht durch Unwissenheit verhindern möchte, würde ich mich über eine Antwort freuen.
  

Mit freundlichen Grüßen
Frank Nevermann  
  

  

Antwort vom Autopapst:

Hallo Frank,

  

ich würde da keine großen Wellen schlagen: Vor der Inbetriebnahme bzw. vor dem Anlassereinsatz reicht zunächst ein Durchdrehen des Motors von Hand. Wenn das problemlos war, kann man zur Tat schreiten und den Motor starten. Die eigentliche Arbeit kommt nach der Warmlaufphase: Wechsel von Motoröl und Kühlmittel ist trivial, viel wichtiger ist ein neuer Zahnriemen! Dessen Material ist (wie alle Gummiteile des Caddy) gealtert und wird den Anforderungen sicher nicht mehr lange genügen.
  

Nach dieser „Mini-Motorinspektion“ könnte der Wagen eigentlich schon fahren, wenn er eine Zulassung hätte. Ich würde zunächst mit „04“ (Kurzzeitkennzeichen) zu TÜV oder DEKRA fahren und ein „Vollgutachten“ machen lassen. Das ist ohnehin nötig, um eine neue Betriebserlaubnis zu bekommen. Bislang verfällt die Betriebserlaubnis eines Autos immer dann, wenn es länger als 18 Monate still gelegt war. Das ändert sich erst zum 1.4.2007, dann dürfen 72 Monate ins Land gehen….
  

Der Gutachter wird dann die unbedingt zu wechselnden Teile benennen (Bremsschläuche, Bremsflüssigkeit, Fahrwerksgummis), nach deren Austausch der Caddy dann wieder fast wie neu ist. Die anschließende Zulassung ist nur noch Formsache!
  

Was hier hier relativ kurz und brutal als „Wiederinbetriebnahme“ beschrieben ist, kann so natürlich nur mit relativ jungen Autos nach relativ kurzen Stillllegungszeiten gemacht werden. Das gleiche Prozedere an einem Porsche aus den 60ern durchgeführt, würde nicht nur zu einem Aufschrei der Fangemeinde führen, sondern auch zu einem heftigen Schlag ins Budget. Ersatzeile aus Zuffenhausen sind eben rar und teuer, während alte Golfs zuhauf geschlachtet werden.
  

Viel Spaß und gute Fahrt wünscht
  

DER AUTOPAPST

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zündschloß hakelt

Hallo,

ich fahre einen Citroen ZX, Baujahr 94 und habe Probleme mit dem Zündschloß. Kann den Schlüssel zwar in das Zündschloß stecken, jedoch den Schlüssel nicht rumdrehen. Erst nach langem ‚Rumwurschteln‘ und Probieren habe ich dann nach einigen Minuten eventuell Glück. In der Werkstatt gab man mir den Tipp, das Zündschloß auszuwechseln. Bislang habe ich jedoch kein gebrauchtes Zündschloß gefunden. Muß das Zündschloß tatsächlich ausgetauscht werden oder gibt es eine andere Möglichkeit?

Danke und viele Grüße

Sina Weschke

Antwort vom Autopapst:

Hallo Sina,

bei älteren Autos ist das relativ häufig ein Problem! Normalerweise reicht eine Reinigung mit einem Lösungsmittel, z.B. Bremsenreiniger (kann von außen via Schlüsselloch erfolgen und soll verharztes Schmiermittel und Dreck ausspülen) und anschließender Schmierung mit speziellen Schloß- oder Waffenölen wie Balistol oder Brunox.

Die Kosten für ein neues Schloß mit Einbau würden wahrscheinlich den Zeitwert des Citroen überschreiten. Warum bieten die Werkstätten eigentlich immer so einen Quatsch an? Die low-tech-Lösung ist allgemein bekannt und kundenfreundlich……

In dieser Hinsicht auf Besserung hoffend wünscht der AUTOPAPST viel Erfolg

 

Ölwechsel in der Apotheke

Hallo Herr Autopapst,

Heute habe ich einen Ölwechsel für einen VW T4 Campingbus in einer VW-Werkstatt durchführen lassen und über 200 Euro (400 DM !)
dafür bezahlt. Alle Kollegen und Bekannten, denen ich bisher davon berichtet habe, finden diese Preisgestaltung ebenso unglaublich
wie ich selber.

Ölwechsel Service 51,45 Euro
Dichtring   0,47 Euro
Oelfilter 17,82 Euro
ÖL 5,5 Liter 102,58 Euro
ÖL 1,0 Liter 17,65 Euro
(z. Nachfüllen in’s Kfz gelegt)

Incl. MWST. von 30,40 Euro wurden mir also 220,37 Euro berechnet. Man hat mir dort natürlich gesagt, dass das tolle CASTROL-Öl, was
dort eingefüllt wurde, so teuer ist. Ich halte dem entgegen, dass es einerseits deutlich preiswertere Öle von anderen Herstellern
gibt, die ebenfalls die für mein Fahrzeug geforderte VW-Norm erfüllen (Öle mit VW-50500/VW-50501 Spezifikation gibt es auch für
weniger als 8 Euro im Handel – bei größeren Mengen Faßöl auch deutlich darunter) und andererseits wohl kaum ein Kunde Wert darauf legt, dass Öl einer bestimmten Marke eingefüllt wird. Wenn 51,45 Euro Arbeitslohn (ohne MWST.) für einen Ölwechsel nicht
ausreichen, läuft nach meinem Dafürhalten in einem solchen Unternehmen irgend etwas falsch.  Ich finde es übertrieben, wenn hier
über den Preis für das Öl versucht wird, mindestens noch einmal den gleichen Betrag durch den überteuerten Verkauf der
Teile/Schmierstoffe zu verdienen. Es wird wahrscheinlich nicht viele Kunden geben, die das anders sehen.
Mein letzter Ölwechsel bei diesem Fahrzeug wurde von einer Kölner Meisterwerkstatt durchgeführt und hat etwa 50 Euro (incl. Filter &
preiswertem Faßöl der geforderten VW-Norm) gekostet. Bei ATU, die alleine durch ihre sehr viel kundenfreundlicheren Geschäftszeiten eine Daseinsberechtigung haben, kostet ein Ölwechsel mit VW-50501-Öl immer noch unter 100 Euro. Ich habe vorher bei der
VW-Fachwerkstatt nicht nach dem Preis gefragt, weil ich angenommen habe dass es in einem erträglichen Rahmen teurer sein würde als z. B. bei ATU. Bisher habe ich keinen Grund dafür gefunden, warum die sogenannten Fachwerkstätten so viel teurer sein müssen.

Vielleicht können Sie mir das ja erklären und mir einen Hinweis geben, ob z. B. der Ölverkauf zu Wucherpreisen eine gängige Praxis in Fachwerkstätten ist. Es wäre sicherlich auch im Interesse der Fachwerkstätten, Kunden bei einfachen Servicearbeiten (auf einer
Hebebühne mache ich den Ölwechsel mit Filter selber in 15 Minuten) nicht mit einer solchen Preisgestaltung vor den Kopf zu stossen.
Ich kann mir nicht vorstellen dass es Kunden gibt, die einen Preis von 220 Euro für einen Ölwechsel für angemessen halten.

Mit freundlichen Grüßen,
                    Markus Cronenberg

Antwort vom Autopapst:

Hallo Markus,

ich bin selbstverständlich völlig Deiner Meinung! Was man da auf die Rechnung geschrieben hat, ist (je nach Standpunkt) Wucher oder reine Abzockerei.

Autowerkstätten (wobei ich insbesondere an die Vertragswerkstätten denke) sind heute eigentlich nur noch Controller-Büros mit angeschlossener Werkstatt. Es gibt kaum einen Punkt von der CI über das Marketing bis zu den Merchandising-Vitrinen, die nicht von den Herstellern bis ins kleinste vorgeschrieben und durchkalkuliert sind. Die enormen Kosten, die eine markenkonforme Präsentation des Produktes Auto verursachen, müssen eben irgend wie wieder herein geholt werden.

Mit Motoröl ist das besonders leicht, weil auch uninformierte Autofahrer dem Thema „Schmierung“ verständnisvoll gegenüber stehen (in meinen Motor kommt nur das Beste, das kostet eben…). Wenn ein Autofahrer den fälligen Ölwechsel in einer Vertragswerkstatt in Auftrag gibt, muß er mit höheren Kosten als bei den „Werkstatt-Aldis“ rechnen. Er hat aber eigentlich keinen Vorteil, wenn man von einem vielleicht bestehendem guten Verhältnis zum Stammschrauber einmal absieht. Aber selbst in einer Vertragswerkstatt ist entweder das Öl sinnlos teuer, dafür die Arbeit am Auto umsonst oder das Öl der geforderten Qualität aus billiger Quelle des Kunden im Kofferraum. Dann berechnet die Werkstatt etwas für die Arbeit des Wechselns, wofür jeder Verständnis hat. Wenn Deine Werkstatt zwei Mal an Deinem Ölwechsel Geld verdienen will (von den 100% Verdienstspanne beim Ölfilter will ich gar nicht reden….), ist das frech und verdient eine deutliche Rüge. Ich würde ein Gespräch mit dem Kundendienstleiter des Autohauses suchen und mal über die Kalkulationsgrundlagen vor dem Hintergrund des Alters Deines Autos sprechen. Vor allem würde ich die Frage stellen, wer den Auftrag für das beigelegte Öl zum Nachfüllen gegeben hat (wenn Du das nicht warst…). Es gibt einfach keine Geldschneiderei, die nicht noch zu toppen wäre.

Wenn es nicht die Netiquette dieses Blogs verböte, müßte man nach dem Namen des Autohauses fragen, zu Warnung aller anderen Mitleser…..

Kopfschüttelnde Grüße vom AUTOPAPST 
 

 

Salatöl als Treibstoff in Dieselmotoren?

Lieber Andreas,    

ich habe von Bekannten gehört, mein alter VW Bus könne leicht auf den Betrieb von Salatöl umgerüstet werden. Mir wurde sogar erzählt, dass ältere Dieselmotoren auch ohne Umbau problemlos mit normalem Pflanzenöl betrieben werden könnten. Stimmt das? Mein Bus ist Baujahr 1991, ein T4-Modell mit 2,4l Dieselmotor.
Bei den derzeitigen Treibstoffpreisen und Unruhen halte ich das für eine politisch und finanziell sehr interessante Lösung. Was muss ich dabei beachten?

Viele Grüße, Axel

Antwort vom Autopapst:

Hallo Axel, zuerst müssen Sie prüfen, was für eine Einspritzpumpe unter der Motorhaube Ihres Diesels sitzt. Über den Daumen gilt: Je älter, desto besser geeignet! Ohne wenn und aber funktionieren Reiheneinspritzpumpen, wie sie Mercedes bis Mitte der 90er gebaut hat. Eingeschränkt brauchbar sind Verteilereinspritzpumpen á la VW TDI (mit so einer Pumpe ist Ihr Bus auch ausgerüstet!), nur schwierig bis gar nicht auf den PÖL (Szene-Ausdruck für „Pflanzenöl“)-Betrieb adaptierbar sind moderne Common-Rail-Motoren. Die größten Schwierigkeiten im Betrieb entstehen durch die Viskosität des Bio-Treibstoffes: Ohne eine „Veresterung“ (die Pflanzenöl zu Biodiesel macht!) ist der Pflanzensaft bei Kälte so zähflüssig, dass er zunächst erwärmt werden muß. Erst dann ist PÖL dünnflüssig genug, um zum Motor gepumpt werden zu können. Um dieses Problem zu entschärfen, wird neben Tankheizungen mit dickeren Kraftstoffleitungen und Diesel-Beimischungen gearbeitet. Für Verteilereinspritzpumpen werden darüber hinaus „Zwei-Tank-Lösungen“ benutzt, bei denen ein kleiner Zusatztank mit Diesel zum Starten des Motors verwendet wird. Erst nach Erwärmung des Triebwerkes wird auf Pflanzenöl umgestellt. Kurz vor dem Abstellen des Motors muß wieder auf Diesel zurück geschaltet werden, um das Kraftstoffsystem für den nächsten Kaltstart fit zu machen. Zusätzlich kommen andere Einspritzdüsen und optimierte Einstelldaten für die Einspritzung zum Einsatz. Wenn der Motor PÖL akzeptiert, kann ordentlich gespart werden: Immerhin kostet der Liter Pflanzenöl im Supermarkt nur 90 Cent, das spart pro Tankfüllung je nach Füllmenge schnell 10-15 Euro.

 

Was bringt Synthetik-Öl?

Hallo,

mein Passat 35i mit 1.8 l / 66 kW – Motor hat ca. 160.000 km gelaufen. Worin bestehen Chancen bzw. Risiken bei Umstellung auf vollsynthetisches Motoröl?

Bisherige Informationen: ein Experte riet ab, weil sich Ablagerungen lösen können. Ein anderer meinte dazu, dass man ja eine Motorspülung vorschalten könne, aber das bessere Öl habe bei dem Motor keine nennenswerten Vorteile ggü. normalem.

Für meinen früheren Wagen (Golf mit VR6 – Motor) war mir seinerzeit zwecks 10%-iger Benzinersparnis von der VW-Werkstatt zur Umstellung geraten worden.

Grüße von Jürgen Klas.
Antwort vom Autopapst:

Ein „besseres“ Öl sollte zweierlei bewirken: Zum einen eine schnellere „Durchölung“ beim Kaltstart und damit eine bessere Schmierung und zum anderen eine Herabsetzung der inneren Widerstände durch Reibung und Planschverluste im Motorinneren, womit eine Kraftstofferspanis erzielt werden soll. Vergessen werden dabei häufig die Kosten, weil man instinktiv seinem Motor etwas „Gutes tun“ will (Mein Motor bekommt nur das beste Öl!!). Das ist natürlich richtig, der Durchschnittsautofahrer schießt aber gern über das Zíel hinaus. Die Mehrkosten für die GTXL-turbogetestet-Leichtlauf-Schmierstoffe sind oft höher als die zu erzielenden Ersparnisse.

Grundsätzlich sind Synthetiköle natürlich dazu geeignet, die o.g. Ziele zu erreichen. In älteren und alten Motoren schaffen sie das aber nicht, weil diese Baumuster die Möglichkeiten moderner Öle gar nicht ausschöpfen können. Außerdem sind die in älteren Motoren verbauten Dichtungsmaterialien nicht immer gegen synthetische Öle resistent. Ein „umgeölter“ Motor wird also schnell zur „Ölsardine“ und begint zu tröpfeln.

Der EA827-Motor in Ihrem Passat ist seit 1972 in Fahrzeugen von Audi, VW und Seat eingebaut worden und ist mit einem guten Mehrbereichsöl allerbestens bedient. Bevor Sie mit teuren High-Tech-Ölen experimentieren, würde ich lieber mal einen Ölwechsel außer der Reihe einfügen.

Zum Schluß noch ein paar Worte zu den Spülungen, mit denen man seinen Motor von Ablagerungen befreien will: Vergessen Sie die ganz schnell! Wenn man so ein Präparat in den Motor kippt, löst sich so mancher jahrelang fest in der Ecke klebender Brocken und beginnt, durch den Motor zu vagabundieren. Im ungünstigsten Fall verstopft er schließlich einen Ölkanal und der Motorschaden ist da. Wenn man „Altlasten“ aus dem Motor heraus bekommen will, hilft entweder eine Motorüberholung oder ein halbiertes Ölwechselintervall. Moderne Öle haben Detergenzien im Additivpacket, die ähnlich, aber nicht so abrupt wie die Motorspülungen wirken.

 

Frauenauto?

Hallo Herr Kessler,

ich bin heute zum ersten Mal über Ihren Blog gestolpert und möchte da
doch auch mal eine Frage loswerden, auf die bisher weder verschiedene
Werkstätten noch ein Audi-Forum eine Antwort gegeben haben:

Ich fahre seit ca. 3 Jahren einen Audi 80 Avant, BJ 94, mit dem 2.6l
Benzin-Motor (ca. 180.000 km). Das Auto hat mir bisher keinerlei
Probleme bereitet, aber: beim Zünden braucht er oft ein paar Anläufe.
Das heißt: der Motor springt an, nimmt für ca. eine Sekunde auch Gas an
und stirbt wieder ab. Das wiederholt sich dann so ca. 2 bis 8 Mal, dann
bleibt er schließlich an. Es ist noch nie passiert, dass das  Auto gar
nicht angesprungen wäre. Tendenziell tritt das Problem verstärkt bei
trocknem, warmem Wetter auf. Ob der Wagen tagelang stand oder nur für
ein paar Minuten, macht keinen Unterschied. (Und noch etwas: versucht
eine Frau, das Auto zu starten, gibt es signifikant weniger Probleme.)

Dazu noch eine „Zusatzfrage“: sind 14-16 Liter Super auf 100km bei
diesem Auto normal, falls ich überwiegend Kurzstrecken in der Stadt
fahre? Auf Langstrecken sind es dann so 10 bis 12, selbst bei (fast)
Vollgas.

Bin gespannt, ob Sie mir weiter helfen können.

Viele Grüße aus der Toskana Deuschlands
Martin Lange

Antwort vom Autopapst:

Hallo Herr Dr. Lange,

so ein Auto ist eben auch nur ein Mensch und reagiert positiv auf das „schwache“ Geschlecht (vielleicht riechen die Damen in Ihrer Umgebung einfach nur besser als die Herren, die sich erhitzt mal eben schnell hinter das Steuer schwingen…).

Aber im Ernst: Ich vermute ein elektrisches Problem im Zünd-Anlaßstromkreis, so etwas wie einen Kabelbruch oder eine Kontaktschwäche. Wenn sich Ihre Frau in den Wagen setzt, verändert sie doch sicher die Position des Fahrersitzes und ggf. auch die der Lenksäule. Durch diese Bewegung könnte sivh der Kabelbaum an der Lenksäule etwas verlagern und die Kontaktschwäche ist weg. Das ist nur eine spontane Eingebung, aber am Chromosomenbonus kann es ja nicht liegen, daß der Audi mit einer Frau hinter dem Steuer besser anspringt. Kommn wir mal zum Verbrach: Die von hnen genannten Werte egen m.E. an der oberenTolereranzgrenze; einen Defekt vermute ich in dem Zusammenhang nicht (verbraucht der Wagen bei Ihrer Frau vielleicht auch weniger Benzin? Dann könnte man aus meiner Theorie noch etwas mehr Nektar saugen…). Um das Auto zu etwas mehr Sparsamkeit zu erziehen, schadet eine Motorinspektion mit Abgasuntersuchung bestimmt nicht (neues Öl, neue Kerzen, neuer Luftfilter, neue Zündkabel, neue Verteilerkappe und -finger). Ich wette, das bringt jeweils 1 Liter / 100 km. Schreiben Sie rug´hig, was dabei heraus gekommen ist. Oder bitten Sie Ihre Frau…

 

Es grüßt DER AUTOPAPST

 

Neue Fahrer und optimierte Technik im Volkswagen Race Touareg

ar – Mit siebentägigen Testfahrten rund um Ksar Ghilane in Tunesien hat das Volkswagen Werksteam bei anspruchsvollen Bedingungen seine Vorbereitungen für die Rallye Dakar 2007 (06. bis 21. Januar) weiter voran getrieben. Bei diesem Test kamen drei Volkswagen Race Touareg 2 für Werkspilot Giniel de Villiers (Südafrika), sowie für den Deutschen Matthias Kahle, den US-Amerikaner Mark Miller, den Franzosen Thierry Magnaldi und die finnische Rallye-Legende Ari Vatanen zum Einsatz.

Race Tuareg 2,5 TDI

Volkswagen erprobte überarbeitete Komponenten für Motor, Getriebe und Fahrwerk des Rallye-Prototypen Race Touareg, der von einem über 275 PS starken Diesel-TDI-Fünfzylinder-Motor mit 2,5 Liter Hubraum angetrieben wird. „Jedes unserer drei Autos hatte ein anderes Testprogramm, das wir erfolgreich und problemfrei absolviert haben“, bewertete Volkswagen Motorsport-Direktor Kris Nissen den Testeinsatz. „Wir haben unsere Weiterentwicklungen in Offroad-Sektionen, auf Kamelgras, in Dünen sowie auf typischen Rallye-Routen getestet. Das Gelände in Tunesien ist dafür perfekt geeignet. Die extreme Hitze mit Temperaturen bis zu 50 Grad erlaubt wertvolle Rückschlüsse auf die Zuverlässigkeit der eingesetzten Teile, die während der Dakar nicht so hohen Temperaturen ausgesetzt werden. Neben unserem großen technischen Testprogramm haben wir die Gelegenheit genutzt, weitere Fahrer und Beifahrer zu beobachten.“

Neben neuen Fahrern kamen auch neue Beifahrer zu ihrem ersten Einsatz für das Team. Gemeinsam mit Mark Miller fuhr der Südafrikaner Ralph Pitchford in einem der Race Touareg. Als Co-Pilot von Matthias Kahle fungierte der Australier Lee Palmer.

 

Triumph-Werkstatt in München?

Hallo Autopapst,

bin erst neu nach München gezogen und suche nun eine kompetente Werkstatt für die üblichen Wartungsarbeiten wie z.B. Vergaser synchronisieren, Zündung einstellen usw. Im Großraum München.

Für eine Antwort wäre ich sehr dankbar.

Vielen Dank für Ihre Hilfe
Mit freundlichen Grüßen

Kai Bogedale  

Antwort vom Autopapst:

Hallo Kai, München ist für mich einfach zu weit weg, da kenne ich keine Werkstätten! Es gibt aber nach Auskunft von www.triumph-ig.de jeden 2. Freitag im Monat im
Gasthaus „Zum Vaas“, 85661 Schwaberwegen – Forstinning einen Stammtisch für Triumph-Fahrer (wir reden doch von Autos, oder…?).
Ansprechpartner:
Klaus Schneider, Tel.: 08092 / 87086

Der Autopapst wünscht einen wunderbaren Cabrio-Sommer ohne Lucas (den bekannten Lord-of-Darkness…)