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Wer gut schmiert, fährt nicht besser! Aber vielleicht länger…..

 

Hallo Herr Kessler

Ich fahre einen Volvo V70 Bj. 1998. Ich hab gestern bemerkt, dass der 
Motor vibriert und daraufhin sofort den Ölstand überprüft. Man hat 
kein Öl mehr an der Anzeige gesehn und ich musste etwa 3/4 Gall. 
nachfüllen um die Mitte des Bereiches zu erhalten. Heute wurde dann 
auch gleich ein Ölwechsel gemacht. Letzter war im Oktober (wäre schon 
im Mai letzten Jahres fällig gewesen) und dieser im Januar.

Mein Problem ist jetzt nur, dass der Motor in niedrigen Drehzahlen 
schon ganz schön rüttelt aber auf dem Highway OK ist. Ist der Motor 
hinüber? Ich meine auch, dass er mehr Benzin frisst und weniger 
Leistung hat (kann mich aber auch täuschen). Und was ich auch gerne 
wissen würde, wie ist es möglich, dass der Wagen so schnell das Öl 
verliert. Wir hatten mal beobachtet, das etwas am Wagen leckt, aber 
heute beim Ölwechsel meinten die Mechaniker, dass es kein Leck geben 
würde. Gibt es noch andere Möglichkeiten.

Die Sache ist die, der Wagen gehört nicht mir, aber ich nutze ihn um 
für meine Gastfamilie die Kinder abzuholen und für meine Freizeit. 
Daher wäre meine letzte Frage, wie oft man eigentlich den Ölstand 
kontrollieren soll.

Ich weiß es sind ne Menge Fragen aber ich bräuchte dringend die 
Meinung eines Experten.

Schönen Gruß von der USA
Paul

 

Antwort vom AUTOPAPST
 

Hallo Paul,

es sind zwar viele Fragen, aber alles hängt ja bekanntlich mit allem zusammen…

 Also: Den Ölstand sollte man eigentlich routinemäßig bei jedem zweiten Tanken checken, also etwa alle 600 – 800 Miles (für die deutschen Mitleser: alle 1000 – 1200 km). Im Normalfall sollte ein moderner Motor nach dieser Strecke fast keinen Ölverbrauch haben. Wenn er alle 600 Miles maximal 0,14 gal. Öl verbraucht (also verbrennt und aus dem Auspuff bläst…), ist das noch o.k. Die Hersteller geben als Verschleißgrenze den doppelten Wert an (also etwa 0,3 gal. / 600 Miles) und liegen damit aber auf dem Niveau der 60er Jahre! Richtig defekt ist der Motor erst, wenn er dicke blaue Wolken ausstößt. Es kann natürlich auch schon vorher „Mangelschmierung“ aufgetreten sein und ein Lager klopft hörbar im Motor. Dann würde aber die Öldruck-Kontrolle leuchten (die übrigens nicht den Ölvorrat überwacht, sondern den Druck, den die Ölpumpe im Motor erzeugen kann!).

Ich würde die Sache an Ihrer Stelle noch etwas beobachten. Wenn Sie beim übernächsten Tank-Stop wieder nichts mehr am Meßstab ablesen, hat es der Motor definitiv hinter sich…..

Es grüßt der AUTOPAPST

1 Kommentar

  1.   ferdinand schatzer

    hallo paul, es gibt eine öldunstrückführung in die ansaugleitung. nach längerem gebrauch ist ein in dieser leitung liegendes sieb meist zugepackt. dadurch kommt es zu überdruck im kurbelgehäuse (aufenthaltsort für öl und öldunst. in weiterer folge wird öl durch das tauchstabrohr nach aussen gedrückt. was zu vermehrtem ölverbrauch führt.
    also nachsehen ob dieses kleine sieb (ca. 15mm durchmesser) zu ist, löcher durchstossen , ev. aufbohren.
    weiters kann die frischluftklappe durch angekockte ränder in ihrer position festgehalten werde, fehlfunktion im leerlauf, ankockung entfernen.
    beide massnahmen bringen ohne weitere nassnahen erhöhung der leerlaufdrehzahl (kein ruckeln mehr) entlüftung des kurbelraumes, kein ölwegdrücken durch vorhandene öffnungen.
    interessanterweise auch etwas weniger verbrauc h
    gruss
    ferinand

 

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