{"id":359,"date":"2008-06-19T09:45:53","date_gmt":"2008-06-19T07:45:53","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.zeit.de\/berlinjournal\/?p=359"},"modified":"2008-06-19T09:45:53","modified_gmt":"2008-06-19T07:45:53","slug":"du-hast-opossum-bestellt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.zeit.de\/berlinjournal\/?p=359","title":{"rendered":"&#8222;Du hast Opossum bestellt?&#8220;"},"content":{"rendered":"<p>Eine kleine Exkursion nach Potsdam. Das Restaurant &#8222;Barokoko&#8220; liegt wundersch\u00f6n, am Nauener Tor, wo das holl\u00e4ndische Viertel beginnt. Man sitzt dort sehr kommod und wird von aufmerksamen und gut gelaunten, jungen Kellnerinnen begr\u00fc\u00dft. Wir sind acht Leute, alle bestellen quer durcheinander, eine wahre Geduldsprobe f\u00fcrs Personal &#8211; was aber kein Problem darstellt. Der Abend f\u00e4ngt gut an, die Gerichte auf der Speisekarte, haupts\u00e4chlich italienische K\u00fcche mit etwas saisonalen Addons, lesen sich gut. Doch was wir dann an Leistungen aus der K\u00fcche erleben d\u00fcrfen, muss als h\u00f6chst durchwachsen bezeichnet werden. Mein Salat von gr\u00fcnem und wei\u00dfem Spargel ist gro\u00dfz\u00fcgig portioniert; der Spargel ist jedoch mehr als bissfest und ertrinkt in einer viel zu s\u00fc\u00dfen Erdbeervinaigrette. Die Tischnachbarin hat eine Spargelsuppe mit Vanille als Vorspeise, die jedoch geschmacklich eher an einen Vanillepudding mit Spargelstr\u00fcnken erinnert. Viel zu s\u00fc\u00df. Das Rindercarpaccio der anderen Mitesser wird als gut bewertet. Bei den Hauptspeisen h\u00f6rt es dann aber ganz auf. Leider.<\/p>\n<p>Als meine Saltimbocca gebracht werden, fragt die Tischnachbarin spontan, &#8222;du hast Opossum bestellt?&#8220; &#8211; ich habe noch nie so merkw\u00fcrdig aussehendes Fleisch gegessen. \u00dcblicherweise handelt es sich bei Saltimbocca um d\u00fcnngeklopfte, unpanierte Schnitzel, die mit luftgetrocknetem Schinken und Salbei belegt oder umwickelt werden. Was hier vor mir liegt, sind relativ gro\u00dfe, streng riechende Fleischst\u00fccke, in deren Mitte nach Art eines Cordon Bleu roher Schinken liegt, allerdings meines Erachtens kein klassischer luftgetrockneter Schinken, sondern eher ein Schinken Schwarzw\u00e4lder Art, zumindest schmeckt er so. Das Fleisch ist leider nicht richtig durchgegart, in der Mitte noch fast roh. Es hat einen eigent\u00fcmlichen Geschmack. Dazu gibt es ein stark mit Provencekr\u00e4utern \u00fcberw\u00fcrztes Ratatouille-Gem\u00fcse und ein eher neutral schmeckendes Risotto. Ein Kollege versucht sich an Spaghetti Scampi, legt aber nach dem Probieren eines Scampi die anderen f\u00fcnf Gro\u00dfgarnelen kommentarlos an den Rand des Tellers. Die Nachbarin hat Red Snapper auf dem Teller, der nicht besonders vertrauenerweckend aussieht und von ihr auch nicht zu Ende gegessen wird. Ein anderer Kollege l\u00e4sst nach einigen Minuten von seinem bestellten Stangenspargel die H\u00e4lfte auf dem Teller liegen, der trockene Kommentar lautet: &#8222;frisch aus der Baumschule&#8220; &#8211; bissfest, und zwar richtig. Der bestellte Wei\u00dfwein muss leider wegen Kork zwei mal zur\u00fcckgehen. All dies w\u00e4re richtig \u00e4rgerlich, w\u00e4re das Personal nicht so bem\u00fcht und freundlich. Und weil man drau\u00dfen wirklich sch\u00f6n sitzen kann, sind wir trotzdem mit dem Abend vers\u00f6hnt.<\/p>\n<p>Zum nett Biertrinken ist es wirklich okay im Barokoko. Aber dort zu essen kann zumindest nach dem gestrigen Besuch niemandem empfohlen werden.<\/p>\n<p><strong>Barokoko<br \/>\nFriedrich-Ebert-Str. 30<br \/>\n14467 Potsdam<br \/>\n(0331) 2801438<br \/>\n<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine kleine Exkursion nach Potsdam. 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