{"id":3,"date":"2007-12-06T09:31:11","date_gmt":"2007-12-06T08:31:11","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.zeit.de\/bittner-blog\/?page_id=3"},"modified":"2007-12-06T09:31:11","modified_gmt":"2007-12-06T08:31:11","slug":"die-regeln","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/blog.zeit.de\/bittner-blog\/die-regeln","title":{"rendered":"Die Regeln dieses Blogs"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/data.blogg.de\/906\/images\/pent.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p>Liebe Blogfische,<\/p>\n<p>bisweilen treten Beschwerden \u00fcber die Inhalte einzelner Kommentare auf; teils aus dem linken, teils aus dem rechten Meinungsspektrum, teils aus der eigenen Magengegend. Deshalb will ich an dieser Stelle einmal den Zeigefinger heben und ein paar Anmerkungen zur Redefreiheit und Diplomatie in dieser noblen Einrichtung machen.<\/p>\n<p><b>1. Was geht<\/b><br \/>\nGrunds\u00e4tzlich sehr viel. Dieser Blog versteht sich als Forum, auch und gerade f\u00fcr polarisierende Meinungen. Das setzt eine gewisse Standhaftigkeit auf allen Seiten voraus. Jeder mag hassen, was die Gegenseite behauptet, aber er muss ihre Freiheit achten, es sagen zu d\u00fcrfen.<br \/>\nEin Beispiel: Die Behauptung, Soldaten seien M\u00f6rder und Dschihadisten Freiheitsk\u00e4mpfer, halte ich pers\u00f6nlich f\u00fcr irrsinnig. Trotzdem k\u00f6nnen andere Leute dieser Meinung sein. Deswegen wird sie auch nicht unterdr\u00fcckt.<\/p>\n<p><b>2. Was im Zweifel geht<\/b><br \/>\nBegrenzte Pauschalisierungen und harte Kritik gegen Personen der Zeitgeschichte. Wer \u00fcber globale Entwicklungen debattiert, muss ab und an auch mal vergr\u00f6bern. Formulierungen wie &#8222;viele Muslime&#8220; oder der &#8222;der Westen im allgemeinen&#8220; bedeuten deshalb keine Diskriminierung.<br \/>\nZudem darf von den \u00f6ffentlichen Akteuren der Weltpolitik eine gewisse rhetorische Nehmerqualit\u00e4t erwartet werden. Kommentatoren also, die von dem \u201ebl\u00f6den Geblubber aus dem Wei\u00dfen Haus\u201c sprechen oder von den \u201ewahnsinnigen Mullahs in Teheran\u201c, beweisen zwar nicht eben Contenance, sollen hier aber auch keinen Maulkorb bekommen.<br \/>\nMit anderen Worten: kontrolliert Dampf ablassen ist erlaubt.<\/p>\n<p><b>3. Was im Zweifel nicht geht<\/b><br \/>\nPauschalisierungen und Schm\u00e4hkritik. \u201eDie Juden\u201c gibt es ebenso wenig wie \u201edie Deutschen\u201c. Ein Meinungsforum ist kein Marktplatz f\u00fcr Verschw\u00f6rungstheorien und Rassismus.<br \/>\nEbenso wenig wird die gezielte Herabsetzung von identifizierbaren Gruppen oder Einzelpersonen geduldet. Ad-hominem-Angriffe gegen andere Kommentatoren sind peinlich und \u00fcberfl\u00fcssig. Eintr\u00e4ge, die einen Vorredner oder seine Argumente schlicht als \u201eidiotisch\u201c, \u201edumm\u201c oder \u201eschwachsinnig\u201c bezeichnen, werden gek\u00fcrzt oder gel\u00f6scht. Das gilt auch gegen\u00fcber dem Blog-Betreiber. Ich bem\u00fche mich um einen sachlich-heiteren Ton und erwarte jedenfalls Sachlichkeit auch von den Lesern. Wer nicht mit Argumenten schlagen kann, sollte gar nicht erst den S\u00e4bel ziehen.<br \/>\nMit anderen Worten: angestauten Frust abladen ist unerw\u00fcnscht.<\/p>\n<p><b>4. Was nicht geht<\/b><br \/>\nBeleidigung, Volksverhetzung und andere Verst\u00f6\u00dfe gegen das Strafrecht. Ebenfalls unerw\u00fcnscht ist aufdringliche Werbung f\u00fcr die eigene Homepage. Wer auf weitere Argumente verweisen will, dem seien Links auf seine Seiten gerne gestattet. Postings aber, die haupts\u00e4chlich von diesem Forum ablenken wollen, werden gel\u00f6scht.<\/p>\n<p><b>5. Weitere Gesetzesinitiativen sind willkommen<\/b><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Liebe Blogfische, bisweilen treten Beschwerden \u00fcber die Inhalte einzelner Kommentare auf; teils aus dem linken, teils aus dem rechten Meinungsspektrum, teils aus der eigenen Magengegend. Deshalb will ich an dieser Stelle einmal den Zeigefinger heben und ein paar Anmerkungen zur Redefreiheit und Diplomatie in dieser noblen Einrichtung machen. 1. Was geht Grunds\u00e4tzlich sehr viel. 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