{"id":100,"date":"2008-10-08T09:09:09","date_gmt":"2008-10-08T08:09:09","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.zeit.de\/bittner-blog\/2008\/10\/08\/die-entfuhrung-europas_100"},"modified":"2008-10-08T09:09:09","modified_gmt":"2008-10-08T08:09:09","slug":"die-entfuhrung-europas","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.zeit.de\/bittner-blog\/2008\/10\/08\/die-entfuhrung-europas_100","title":{"rendered":"Die Entf\u00fchrung Europas"},"content":{"rendered":"<p><strong>Die EU ist brennend attraktiv f\u00fcr ihre Nachbarn. Aber welchem Liebhaber soll sie sich hingeben?<\/p>\n<p>Ein Date mit der Ukraine<\/strong><\/p>\n<p>Vasyl Filipchuk reicht die Hand und sagt: &#8222;Ich spreche noch ein bisschen Deutsch, ein kleines bisschen. Meine Gro\u00dfmutter sprach es als Muttersprache. Sie hat mir als Kind immer deutsche M\u00e4rchen vorgelesen. Welche, wei\u00df ich aber nicht mehr.&#8220; Filipchuk stammt aus Tschernowitz in der Ukraine. Heute wohnt er in Br\u00fcssel, als Abgesandter seiner Regierung bei der Europ\u00e4ischen Union. Die Ukraine dr\u00e4ngt nach Westen, und Vasyl Filipchuk ist einer der Diplomaten, die dieses Ziel mit Herzblut verfolgen. Auch wenn er nicht mit allem einverstanden ist, was die Br\u00fcsseler EU-Zentrale best\u00e4ndig an Regelungen und B\u00fcrokratie ausspuckt. &#8222;Aber welche andere Option haben wir?&#8220;, fragt Filipchuk. Russland doch bitte nicht! &#8222;Und die Schweiz sind wir auch nicht.&#8220;<\/p>\n<p><a href='https:\/\/blog.zeit.de\/bittner-blog\/files\/2008\/10\/amkiew-aug08-026.JPG' title='amkiew-aug08-026.JPG'><img src='https:\/\/blog.zeit.de\/bittner-blog\/files\/2008\/10\/amkiew-aug08-026.JPG' alt='amkiew-aug08-026.JPG' \/><\/a><br \/>\n<strong>EU-reif? Die Europaflagge jedenfalls tr\u00e4gt das ukrainische Au\u00dfenministerium schon<\/strong><\/p>\n<p>Filipchuk Heimatstadt Tschernowitz ist ein anschauliches Beispiel daf\u00fcr, wie hin- und hergerissen die Ukraine seit jeher zwischen europ\u00e4ischen und eurasischen Machtsph\u00e4ren war. Tschernowitz lag schon immer an der Grenze mehrerer Imperien, und sie tut es bis heute. Im Mittelalter war sie Teil des m\u00e4chtigen F\u00fcrstentums Moldau, als dessen Nachfolger sich heute Rum\u00e4nien und Moldawien sehen. Im 16. Jahrhundert fiel d\u00ede Stadt, nach mehreren Anst\u00fcrmen t\u00fcrkischer Truppen, unter das Vasallentum des osmanischen Reiches. Am Reibepunkt der Gro\u00dfm\u00e4chte der Osmanen, \u00d6sterreich und Russland gelegen, fiel Tschernowitz 1775 unter \u00f6sterreichische Herrschaft. Hundert Jahre sp\u00e4ter gr\u00fcndete Kaiser Franz-Joseph I. eine deutsche Universit\u00e4t in der Stadt, die Franz-Josephs-Universit\u00e4t Czernowitz.<\/p>\n<p>Nach dem Ersten Weltkrieg wurde Tschernowitz mit dem Vertrag von St. Germain Rum\u00e4nien eingegliedert. 1940 besetzten die Sowjets die Stadt, und nach einem nochmaligen rum\u00e4nischen Herrschaftsintermezzo von 1941 bis 1944 wurde Tschernowitz schlie\u00dflich Teil der Sowjetunion &#8211; bis sich die Ukraine 1991, dem Fall der Kreml-Herrschaft, unabh\u00e4ngig erkl\u00e4rte.<\/p>\n<p>Es ist ein hei\u00dfer Sommer in der EU-Hauptstadt, als ich Filipchuk treffe. Rund um die Villa der Ukrainischen Mission sind die Beh\u00f6rden in den Sommerschlaf gefallen. Filipchuk hingegen, der stellvertretende Leiter der Mission, ist eingeklemmt zwischen dringenden Telefonaten. Er entschuldigt sich zu Beginn des Gespr\u00e4chs f\u00fcrs Zusp\u00e4tkommen, und am Ende klingelt ihn sein Handy aus dem gem\u00fctlichen Kaminzimmer.<\/p>\n<p>Filipchuk liegt vor allem eines am Herzen: Europa muss aufh\u00f6ren, die Ukraine wie einen Nachbarn zweiter Klasse zu behandeln. &#8222;Macht keinen Fehler mit uns!&#8220;, sagt er. Aus dem Mann spricht Verbitterung. Warum, fragt er, wird es seinen ukrainischen Landsleuten immer noch so schwer gemacht, Visa f\u00fcr die EU zu bekommen? Warum ist es einfacher, eine Einreisegenehmigung f\u00fcr Amerika zu bekommen als f\u00fcr das Nachbarland Polen?<\/p>\n<p>&#8222;Zehn Jahre sind vergangen seit dem ersten Partnerschaftsabkommen mit der Europ\u00e4ischen Union. Und was ist seither passiert? Nichts. Gar nichts. Die Reisebedingungen haben sich noch verschlechtert.&#8220;<\/p>\n<p>In umgekehrter Richtung gilt das nicht. EU-B\u00fcrger brauchen blo\u00df einen Reisepass, um in die Ukraine zu gelangen. Und hat man mit dem erst einmal die unfreundlichen Grenzbeamten hinter sich gelassen (ihre Mentalit\u00e4t sei ein Relikt aus Sowjetzeiten, entschuldigen sich zivile Ukrainer) , \u00f6ffnet sich ein Land, dass sich mit Macht nach Westen stemmt.<\/p>\n<p><a href='https:\/\/blog.zeit.de\/bittner-blog\/files\/2008\/10\/ubahnkiew-aug08-032.JPG' title='ubahnkiew-aug08-032.JPG'><img src='https:\/\/blog.zeit.de\/bittner-blog\/files\/2008\/10\/ubahnkiew-aug08-032.JPG' alt='ubahnkiew-aug08-032.JPG' \/><\/a><br \/>\n<strong>Imperiale Pracht in der U-Bahn von Kiew<\/strong><\/p>\n<p>Der Mann an der Bahnsteigkante spricht kein Englisch, aber als er h\u00f6rt, wo der Besucher aus dem Westen hinm\u00f6chte, stellt er seine Aktentasche auf den Boden. Jetzt kann er besser mit den Fingern auf dem Kiewer Stadtplan hin- und herfahren. Sie nehmen die n\u00e4chste U-Bahn auf der anderen Seite, macht er klar, dann zwei Stationen, dann umsteigen, bei der n\u00e4chsten raus \u2013 und schon sind Sie da, Madain Nezalezhnosti. Independence Square, yes!, sagt er strahlend, w\u00e4hrend sein eigener Zug davonf\u00e4hrt.<\/p>\n<p>Wahrscheinlich geh\u00f6rte der Mann zu den Tausenden von Ukrainern, die im eisigen Winter 2004 so lange auf dem Zentralplatz der Stadt campierten, bis der Autokrat Leonid Kutschma aufgab. Die Menschen hatten die Selbstherrlichkeit und die offenkundigen Wahlf\u00e4lschungen des moskautreuen Regierungschefs satt, ihr neuer Pr\u00e4sident sollte, machten die Orangenen Revolution\u00e4re der Welt klar, Viktor Juschtschenko hei\u00dfen, ein Beinah-M\u00e4rtyrer der Demokratie. Noch gezeichnet von einer Dioxin-Vergiftung, die ihm mutma\u00dflich ein russischer Hinterm\u00e4nnern Kutschmas beigebracht hatte, stellte Juschtschenko nach seiner Vereidigung fest: \u201eWir haben Europa nicht nur in geografischer Hinsicht gew\u00e4hlt, sondern auch wegen seiner geistigen und moralischen Werte.\u201c<\/p>\n<p>Vier Jahre sp\u00e4ter k\u00f6nnte ein hastiger Besucher glauben, Juschtschenko habe Recht gehabt. In der Innenstadt von Kiew funkeln nicht nur wieder die goldenen Kuppel der orthodoxen Kirchen, die die Ukrainer nach der anti-religi\u00f6sen Sowjetzeit zur\u00fcck in ihre alte Pracht versetzt haben. Es glitzern auch die Auslagen und Leuchtreklamen der gro\u00dfen westlichen Handelsketten. Zara ist da, Heiniken und BMW, und an der repr\u00e4sentativen Stirnseite des Unabh\u00e4ngigkeitsplatzes prangt, fast als h\u00e4tten die Wende-Stadtplaner das Klischee inszenieren wollen, McDonald\u2019s gelber Doppelbogen.<\/p>\n<p><a href='https:\/\/blog.zeit.de\/bittner-blog\/files\/2008\/10\/maidankiew-aug08-010.JPG' title='maidankiew-aug08-010.JPG'><img src='https:\/\/blog.zeit.de\/bittner-blog\/files\/2008\/10\/maidankiew-aug08-010.JPG' alt='maidankiew-aug08-010.JPG' \/><\/a><br \/>\n<strong>Der Unabh\u00e4ngigkeitsplatz der Orangenen Revolution\u00e4re heute<\/strong><\/p>\n<p>Doch wer hinter die Fassaden tritt, merkt schnell, das Kiew noch l\u00e4ngst keine europ\u00e4ische Metropole ist \u2013 sondern blo\u00df ein Potemkinsches Dorf des Westens. In den Wohnsilos am Rande der Stadt leben die Menschen in schlimmster postsowjetischer Tristesse, apathische Hausmeister wachen \u00fcber Hochhauseing\u00e4nge, die an Bunkersch\u00e4chte erinnern, und vor den T\u00fcren lassen Jugendliche die Wodkaflaschen kreisen. Viele von ihnen hat das Vertrauen, das sie der neuen F\u00fchrung nach der Orangen Revolution entgegen gebracht haben, entt\u00e4uscht. Das Dreamteam Viktor Jutschenko und Julia Timenschenko (Markenzeichen blonder Erntedank-Haarkranz) hat in der Wendezeit andere als kameradschaftliche Eintracht bewiesen.<\/p>\n<p>\u00dcber die Frage, wie viel Macht Pr\u00e4sident und Ministerpr\u00e4sidentin und Parlament einander zugestehen sollten, zerbrach die hoffnungsvolle Allianz, und an der grassierenden Korruption im Staate hat sich ebenso wenig ge\u00e4ndert wie an der Macht der Oligarchen. \u201eGemessen an europ\u00e4ischen Regierungsstandards, \u00e4hnelt die Ukraine eher Pakistan als Polen\u201c, stellt der reisende US-Gelehrte Parag Khanna fest.<\/p>\n<p><a href='https:\/\/blog.zeit.de\/bittner-blog\/files\/2008\/10\/blumenkiew.jpg' title='blumenkiew.jpg'><img src='https:\/\/blog.zeit.de\/bittner-blog\/files\/2008\/10\/blumenkiew.jpg' alt='blumenkiew.jpg' \/><\/a><br \/>\n<strong>Blumenverk\u00e4uferinnen vor der St.Michaels-Kathedrale<\/strong><\/p>\n<p>&#8222;Auch wenn im Lande immer wieder nach externen Gr\u00fcnden f\u00fcr die au\u00dfenpolitischen Probleme gesucht wird, steht die Ukraine sich in diesen Fragen derzeit klar selbst im Weg&#8220;, glaubt der Leiter des B\u00fcros der Konrad-Adenauer-Stiftung in Kiew, Nico Lange. Vor allem in der Bek\u00e4mpfung der endemischen Korruption gehe es kaum voran. Die Ukraine steht auf dem Bestechlichkeitsindex von <a href=\"http:\/\/www.transparency.de\/Tabellarisches-Ranking.1084.0.html\">Transparency International<\/a> auf Platz 118, noch hinter Mosambik, der Mongolei, Burkina Faso und Ruanda. Ein Universit\u00e4tsdiplom, hei\u00dft es, sei derzeit f\u00fcr etwa 500 Dollar zu haben. Die Befreiung vom Milit\u00e4rdienst koste ungef\u00e4hr das Dreifache.<\/p>\n<p>Wie sollte sich die EU verhalten gegen\u00fcber diesem willigen, aber unreifen Aspiranten? Fragt man ukrainische Politiker, ist die Antwort klar: Wir brauchen die EU, um uns zu reformieren. Im Au\u00dfenministerium, dessen Fassade eine gigantische Europaflagge ziert, sagt ein Diplomat: &#8222;Es geht nicht zuletzt um das Gef\u00fchl, dazuzugeh\u00f6ren.&#8220; Aber wer hindert die Ukraine, ihre Gesetze dem acquis communitaire, dem Europ\u00e4ischen Gemeinschaftsrecht anzupassen? &#8222;Wir wollen unser Recht ja anpassen&#8220;, antwortet der Mann, &#8222;besonders das Wirtschaftsrecht. Aber daf\u00fcr brauchen wir substanzielle Hilfe aus Br\u00fcssel. Beratung und \u00dcberwachung, unter anderem.&#8220;<\/p>\n<p><a href='https:\/\/blog.zeit.de\/bittner-blog\/files\/2008\/10\/babuschkiew-aug08-058.JPG' title='babuschkiew-aug08-058.JPG'><img src='https:\/\/blog.zeit.de\/bittner-blog\/files\/2008\/10\/babuschkiew-aug08-058.JPG' alt='babuschkiew-aug08-058.JPG' \/><\/a><br \/>\n<strong>Touristensouvenirs &#8211; Bush und Putin als Babuschkas<\/strong><\/p>\n<p>M\u00e4chtige Stimmen innerhalb der EU sehen es genau umgekehrt. Die Ukraine m\u00fcsse sich erst einmal aus eigener Kraft zur modernen Demokratie entwickeln. Ein Gespr\u00e4chspartner aus Berlins Regierungskreisen fasst die deutsche Haltung so zusammen: \u201eDie Mitgliedschaft in der EU ist kein Hebel zur Demokratie. Sie ist die Kr\u00f6nung. Demokratien in unserer Nachbarschaft zu stabilisieren, ist die Aufgabe kluger Au\u00dfenpolitik, von Nachbarschaftsprogramm und von politischen Stiftungen.\u201c Die EU sei schlie\u00dflich keine Erziehungsanstalt. &#8222;Das Schlagwort Erweiterung l\u00f6st bei den Regierungschefs rund um den Br\u00fcsseler Ratstisch derzeit eher negative Vibes aus&#8220;, sagt einer, der es wei\u00df. Im Abschluss-Communiqu\u00e9 des j\u00fcngsten EU-Ukraine-Gipfel wurde mit Bedacht ein Wort ausgespart. Das von der &#8222;Mitgliedschafts-Perspektive&#8220;. Die Ukraine wird zun\u00e4chst mit einem &#8222;Assoziationsabkommen&#8220; zur F\u00f6rderung des Freihandels Vorlieb nehmen m\u00fcssen &#8211; ebenso wie Albanien, Mazedonien und Serbien.<\/p>\n<p>Vielleicht hat Europa seinen Namen noch so verdient wie heute. Er kommt von der griechischen Abendg\u00f6ttin, die so verf\u00fchrerisch am Strand von Sidon spielte, dass der Gottvater Zeus sich schon nach kurzem Zuschauen in sie verliebte. Doch die Sch\u00f6ne gab sich h\u00f6flich desinteressiert. Zeus musste sich in einen Stier verwandeln, damit Europa seinem Werben nachgab. Damenhafte Reserviertheit gegen\u00fcber voreiliger N\u00e4he \u2013 ist das nicht genau die Haltung, die Europa heute ausmacht?<\/p>\n<p>Wenn der Vergleich stimmt, dann stimmt es auch, dass die EU genauer hinsehen sollte, mit wem sie Bande kn\u00fcpft. Die Ukraine hat sicher das Zeug zum Stier. Aber was ist ihr wahres Wesen?<\/p>\n<p>Im zehnten Jahrhundert ruderten Wikinger in ihren Drachenbooten den Dnjepr von Ostsee bis zum Schwarzen Meer hinunter und fassten dabei auch in Kiew Fu\u00df. \u201eRus\u201c, Ruderer, nannten die slawische Bev\u00f6lkerung die Siedler aus Skandivien. In Allianz mit \u00f6rtlichen F\u00fcrsten trugen die Nordm\u00e4nner wesentlich zur der Entstehung des Kiewer Reiches, sprich: zur Geburt Russland bei.<\/p>\n<p><a href='https:\/\/blog.zeit.de\/bittner-blog\/files\/2008\/10\/dnjeprkiew-aug08-065.JPG' title='dnjeprkiew-aug08-065.JPG'><img src='https:\/\/blog.zeit.de\/bittner-blog\/files\/2008\/10\/dnjeprkiew-aug08-065.JPG' alt='dnjeprkiew-aug08-065.JPG' \/><\/a><br \/>\n<strong>Der Dnjepr trennt Ost- und Westukraine<\/strong><\/p>\n<p>Bis heute f\u00fchlt sich eine Mehrheit der Bev\u00f6lkerung \u00f6stlich des Dnjepr kulturell Russland zugeh\u00f6rig. Die Menschen im Osten der Ukraine (der Landesname bedeutet \u00fcbrigens \u201eGrenzland&#8220;) sprechen Russisch, und die Erinnerung an Sowjet-Zeiten ist bisweilen wehm\u00fctig.<\/p>\n<p>Wenn die Menschen dort von der EU tr\u00e4umen, tr\u00e4umen sie nicht von einer transatlantischen Wertegemeinschaft, sondern von einer eurasischen. Die Variaton, welche die Ukraine f\u00fcr das traditionelle Selbstbild der EU h\u00e4tte, zeigt sich in der strikten Ablehnung jeder amerikanischen Vormachtstellung. W\u00e4hrend eine Zugeh\u00f6rigkeit zur EU selbst von moskautreuen ukrainischen Politikern unterst\u00fctzt wird, lehnt der russland-orientierte Bev\u00f6lkerungsteil des Land eine Mitgliedschaft in der amerikanisch dominierten Nato strikt ab.<\/p>\n<p>Wohin w\u00fcrde also der Stier Ukraine die holde Europa entf\u00fchren? In Mythologie ritt sie mit ihm nach Kreta. In unserer Zeit w\u00fcrde der Kurs nach Osten weisen. Oder, in anderen Worten: hin zu einem neuem Westen. Einem mit immer weniger Amerika. Die Frage, \u00fcber die sich vielleicht auch die Ukrainer Gedanken machen sollte, lautet: Wollen sie wirklich die EU als EU? Wollen sie das Europa der havarierten Verfassungsvertr\u00e4ge, der Karlspreise und der F\u00f6rderb\u00fcrokratie? Oder wollen sie die EU blo\u00df als Alternative zu Russland? Das w\u00e4re ein gro\u00dfer Unterschied.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die EU ist brennend attraktiv f\u00fcr ihre Nachbarn. Aber welchem Liebhaber soll sie sich hingeben? Ein Date mit der Ukraine Vasyl Filipchuk reicht die Hand und sagt: &#8222;Ich spreche noch ein bisschen Deutsch, ein kleines bisschen. Meine Gro\u00dfmutter sprach es als Muttersprache. Sie hat mir als Kind immer deutsche M\u00e4rchen vorgelesen. 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