{"id":530,"date":"2009-04-28T15:07:45","date_gmt":"2009-04-28T14:07:45","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.zeit.de\/bittner-blog\/?p=530"},"modified":"2009-04-28T15:07:45","modified_gmt":"2009-04-28T14:07:45","slug":"geld-gegen-dorsch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.zeit.de\/bittner-blog\/2009\/04\/28\/geld-gegen-dorsch_530","title":{"rendered":"Geld gegen Dorsch"},"content":{"rendered":"<p><strong>Die Isl\u00e4nder m\u00f6chten der Euro-Zone beitreten. Und stellen Bedingungen<\/strong><br \/>\n<a href=\"https:\/\/blog.zeit.de\/bittner-blog\/files\/2009\/04\/fischerstatue.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.zeit.de\/bittner-blog\/files\/2009\/04\/fischerstatue.jpg\" alt=\"\" title=\"fischerstatue\" width=\"410\" height=\"307\" class=\"alignnone size-full wp-image-532\" srcset=\"https:\/\/blog.zeit.de\/bittner-blog\/files\/2009\/04\/fischerstatue.jpg 410w, https:\/\/blog.zeit.de\/bittner-blog\/files\/2009\/04\/fischerstatue-300x224.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 410px) 100vw, 410px\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/video\/player?videoID=2009042490c2e6\"><em><strong>(Video-Beitrag inklusive)<\/strong><\/em><\/a><\/p>\n<p><em>Reykjavik<\/em><br \/>\nDer Au\u00dfenminister legt die F\u00fc\u00dfe auf den Couchtisch und macht ein paar Vorschl\u00e4ge zur Umgestaltung der Europ\u00e4ischen Union. \u201eNat\u00fcrlich m\u00f6chten wir den Fischereikommissar stellen, wenn wir Mitglied werden\u201c, sagt \u00d6ssur Skarph\u00e9dinsson. Wer verstehe schlie\u00dflich mehr von diesem Gesch\u00e4ft als die Isl\u00e4nder? Als Gegenleistung w\u00fcrden die Inselbewohner den Kontinentaleurop\u00e4ern dann erkl\u00e4ren, wie sie endlich die Erdw\u00e4rme nutzen k\u00f6nnten, die auch unter ihren F\u00fc\u00dfen schlummere.<\/p>\n<p>In Ungarn zum Beispiel, schw\u00f6rt Skarph\u00e9dinsson, habe die Geothermie eine echte Zukunft, in Slowenien, auch in Deutschland. \u201eAmsterdam und Paris liegen auf W\u00e4rmepools, sagen unsere Wissenschaftler. Unser Know-How k\u00f6nnte der EU helfen, ihre Klimaschutz-Ziele zu erreichen.\u201c Skarph\u00e9dinsson nimmt die F\u00fc\u00dfe vom Tisch und tr\u00e4ufelt sich ein H\u00e4uflein Schnupftabak auf den Daumenballen. Er meint das alles ernst.<\/p>\n<p>Am Wochenende haben die Isl\u00e4nder gew\u00e4hlt, und die Sozialdemokraten, zu denen Skarph\u00e9dinsson geh\u00f6rt, haben zusammen mit den Linksgr\u00fcnen einen deutlichen Sieg davon getragen. Schon im Januar hatten die krisengeschockten Isl\u00e4nder nach 18 Jahren ungebrochener Herrschaft die konservative und Br\u00fcssel-feindliche Unabh\u00e4ngigkeitspartei aus dem Amt gejagt.<\/p>\n<p>In einem Akt, der als die K\u00fcchenger\u00e4t-Revolution in die Geschichte des Landes eingehen k\u00f6nnte, zogen Tausende Isl\u00e4nder eine Woche lang mit T\u00f6pfen und Pfannen vor den Regierungssitz, um sich Neuwahlen zu ertrommeln. F\u00fcr die Mehrheit der Bev\u00f6lkerung steht seit Monaten fest, dass die Konservativen den Absturz des Landes durch eine laisser-faire-Politik gegen\u00fcber den Banken nicht nur heraufbeschworen, sondern auch beim Management der &#8218;kreppa&#8220;, der Krise, j\u00e4mmerlich versagt haben. Als beim abendlichen Kochl\u00f6ffelschwingen Handgreiflichkeiten gegen Minister drohten und die Polizei zum ersten Mal seit den Protesten gegen den Nato-Beitritt Islands 1949 Tr\u00e4nengas einsetzen musste, sahen die Konservativen ein, dass es Zeit war zu gehen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/blog.zeit.de\/bittner-blog\/files\/2009\/04\/landschaftakranes.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.zeit.de\/bittner-blog\/files\/2009\/04\/landschaftakranes.jpg\" alt=\"\" title=\"landschaftakranes\" width=\"410\" height=\"307\" class=\"alignnone size-full wp-image-539\" srcset=\"https:\/\/blog.zeit.de\/bittner-blog\/files\/2009\/04\/landschaftakranes.jpg 410w, https:\/\/blog.zeit.de\/bittner-blog\/files\/2009\/04\/landschaftakranes-300x224.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 410px) 100vw, 410px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die politische Thermodynamik allerdings verh\u00e4lt sich etwas anders als Skarph\u00e9dinsson und Rehn w\u00e4hnen: Island braucht die W\u00e4rme der Europ\u00e4ischen Union, vor allem die des Euro, viel dringender als umgekehrt. Alle drei Banken der Insel sind im vergangenen Krisenjahr kollabiert, die Arbeitslosigkeit ist von zwei auf zehn, die Inflation auf knapp zwanzig Prozent emporgeschnellt. Jeden Tag gehen im Schnitt drei Firmen Pleite. Island, die Finanzumw\u00e4lzpumpe im Nordatlantik, die jahrelang mit zweistelligen Zinss\u00e4tzen Kapital anzog und f\u00fcr Investitionen in aller Welt weiterleitete, ist den Infarkttod gestorben. Der Wert der einst hochgehandelten Krone hat sich binnen eines Jahres mehr als halbiert. Die W\u00e4hrung ist, schlicht gesagt, im Eimer. \u201eWenn die Isl\u00e4nder jetzt sagen, sie wollen der Euro-Zone beitreten, l\u00f6st das hier schallendes Gel\u00e4chter\u201c, sagt ein Br\u00fcsseler Diplomat.<\/p>\n<p>Genau das sagen sie aber. Das Ansinnen einer W\u00e4hrungsunion mit Norwegen hat Oslo unl\u00e4ngst dankend zur\u00fcckgewiesen, und der Dollar ist f\u00fcr ein Land, das 80 Prozent seines Au\u00dfenhandels mit Europa betreibt, keine ernsthafte Option. Immer mehr hartgesottene EU-Gegner auf der Insel erkennen deshalb an, dass die Zukunft entweder Br\u00fcssel hei\u00dft oder Niflheim \u2013 wie die lebenserstickende Eiswelt der Sagas.<\/p>\n<p>Der notwendige Papierkram f\u00fcr einen Aufnahmeantrag an die Europ\u00e4ische Union, glaubt der Au\u00dfenminister, k\u00f6nnte bis Juni erledigt sein. Island k\u00f6nnte dann, eher unerwartet, das 28. Mitglied der Union werden. In Br\u00fcssel breitet der Erweiterungskommissar schon die Arme aus. \u201eDie Verhandlungen k\u00f6nnten schnell vonstatten gehen\u201c, sagt der Finne Olli Rehn. Immerhin sei Island eine der \u00e4ltesten Demokratien der Welt \u2013 und seine Mitgliedschaft w\u00fcrde die EU atlantisch abrunden.<\/p>\n<p>Als n\u00e4chstes, so der Au\u00dfenminister, k\u00f6nne dann ein Referendum \u00fcber den EU-Beitritt angehalten werden. Die Frage ist blo\u00df: Zu welchen Bedingungen ist der denkbar? Der Streit dar\u00fcber wird dieser Tage in Zeitungsbeitr\u00e4gen, Fernsehdebatten und Kneipen ausgetragen. Auf der Contraseite dabei immer: die sturk\u00f6pfigen Fischer.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/blog.zeit.de\/bittner-blog\/files\/2009\/04\/steindori.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.zeit.de\/bittner-blog\/files\/2009\/04\/steindori.jpg\" alt=\"\" title=\"steindori\" width=\"410\" height=\"307\" class=\"alignnone size-full wp-image-542\" srcset=\"https:\/\/blog.zeit.de\/bittner-blog\/files\/2009\/04\/steindori.jpg 410w, https:\/\/blog.zeit.de\/bittner-blog\/files\/2009\/04\/steindori-300x224.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 410px) 100vw, 410px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Steind\u00f3r Oliversson (<a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/video\/player?videoID=2009042490c2e6\">VIDEO-Interview hier<\/a>) sitzt an einer Bucht im Hafenst\u00e4dtchen Akranes und klopft seine Pfeife an einem Basaltstein aus. Sein Vollbart umwuchert den Gro\u00dfteil des Gesichts, und aus der Baseballkappe h\u00e4ngt ein angegrauter Zopf heraus. Seit 23 Jahren zieht Oliversson Dorsche und Schellfisch aus dem Nordatlantik, in Handarbeit. Vor ein paar Jahren ist ihm dabei einmal ein K\u00f6derhaken ins Auge geflogen, so gro\u00df wie eine W\u00e4scheklammer. \u201eAber ich habe trotzdem noch die Leinen eingeholt\u201c, erz\u00e4hlt er.<\/p>\n<p>Die Fangquote, die vom Staat kaufen muss, sei schlie\u00dflich zu teuer, um sie zu verschwenden. Oliversson und seine Berufskollegen m\u00fcssen Kredite aufnehmen, um sich die j\u00e4hrlichen Anlande-Erlaubnis leisten zu k\u00f6nnen. Jetzt, mit dem W\u00e4hrungszusammenbruch, schie\u00dfen die Zinsraten ins Unermessliche. Wahrscheinlich, stimmt Oliversson nickend zu, w\u00e4re der Euro schon gut. Aber was, fragt er, wenn daf\u00fcr irgendwelche B\u00fcrokraten mit ihren viel zu hohen Fangquoten die ganze isl\u00e4ndische Fischerei ruinieren?<\/p>\n<p>\u201eIch sage ja nicht, dass das in Br\u00fcssel schlechte Menschen sind\u201c, meint Oliversson. \u201eAber sie sind ist so weit weg. Verstehen die \u00fcberhaupt etwas von unserer See? Und wenn schnell mal was gekl\u00e4rt werden muss\u201c, er legt die muskul\u00f6se Hand ans Ohr, \u201ekann man da doch keinen anrufen.\u201c<\/p>\n<p>Was der 56j\u00e4hrigere eher intuitiv formuliert, sagt wahrscheinlich mehr \u00fcber ein schwelendes Strukturproblem der EU aus, als ihm klar ist. Zu viele Entscheidungen werden in einer Entfernung von den Betroffenen getroffen, die nicht zur Weisheit der Regelungen beitr\u00e4gt, besonders in der Fisch- und Agrarpolitik. W\u00e4re es anders, h\u00e4tten die Isl\u00e4nder \u00fcberhaupt kein Problem mit der Br\u00fcsseler Perspektive. Immerhin ist das Land seit 1994 Mitglied im Europ\u00e4ischen Wirtschaftsraum, nimmt an Schengen teil, \u00fcbernimmt fast jede Binnenmarktregel und beteiligt sich sogar an EU-Sanktionen gegen\u00fcber Wei\u00dfrussland, Serbien oder Zimbabwe.<\/p>\n<p>Grundlegende Fehlentwicklungen des Br\u00fcsseler Zentralismus registriert das Inselvolk andererseits sensibler als andere Staaten. Der Fischfang steht in Island stellvertretend f\u00fcr Souver\u00e4nit\u00e4t \u2013 und damit f\u00fcr die Grenzen akzeptabler Einmischung. Um seine K\u00fcstengew\u00e4sser vor \u00dcberfischung zu sch\u00fctzen, weitete Island sein Hoheitsgebiet bis 1976 auf 200 Meilen aus. Dabei kam es im w\u00f6rtlichen Sinne zu Zusammenst\u00f6\u00dfen zwischen isl\u00e4ndischen Trawlern und britischen Kriegsschiffen. Bis Westminsters Flotte schlie\u00dflich beidrehte.<\/p>\n<p>\u201eWir sind wahrscheinlich das einzige Land, das das britische Empire jemals auf See besiegt hat\u201c, witzelt der Reykjaviker Politikprofessor \u00d3lafur Hardarsson und st\u00f6\u00dft seine Gabel in ein St\u00fcck Hummerschwanz. \u201eIch will damit sagen, dass unsere Fischgr\u00fcnde uns als vitale Ressource gelten. Sollte ein EU-Beitritt bedeuten, dass spanische oder schottische Trawler hier herumkurven d\u00fcrfen, dann\u201c, er rei\u00dft die Augen auf, \u201evergi\u00df\u2019 es! Ganz einfach.\u201c<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/blog.zeit.de\/bittner-blog\/files\/2009\/04\/hafenakranes.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.zeit.de\/bittner-blog\/files\/2009\/04\/hafenakranes.jpg\" alt=\"\" title=\"hafenakranes\" width=\"410\" height=\"307\" class=\"alignnone size-full wp-image-537\" srcset=\"https:\/\/blog.zeit.de\/bittner-blog\/files\/2009\/04\/hafenakranes.jpg 410w, https:\/\/blog.zeit.de\/bittner-blog\/files\/2009\/04\/hafenakranes-300x224.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 410px) 100vw, 410px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Dass dies unter dem Einfluss des Imperiums EU passieren k\u00f6nnte, ist zwar so gut wie ausgeschlossen. Dennoch, die Br\u00fcsseler Grundregel lautet: Wer in  europ\u00e4ischen Gew\u00e4ssern wie viel Fisch fangen darf, legen die Nationen nicht f\u00fcr sich allein fest, sondern per Mehrheitsbeschluss im europ\u00e4ischen Ministerrat. So soll vermieden werden, dass einzelne L\u00e4ndern sich ma\u00dflos an wandernden Fischschw\u00e4rmen bereichern und damit auch die Best\u00e4nde f\u00fcr andere sch\u00e4digen.<\/p>\n<p>Der Gedanke gemeinsamer Regulierung sei ja gut, sagt der Chef der isl\u00e4ndischen Fischerboot-Vereinigung, Fridrik Arngr\u00edmsson. Aber warum m\u00fcssten italienische oder polnische Politiker dar\u00fcber mitentscheiden, wer welche Menge aus dem Nordmeer ziehen d\u00fcrfe? \u201eWir regeln per Abkommen mit Gro\u00dfbritannien, Norwegen und Russland schon selber, wer welchen Anteil an den Heringsschw\u00e4rmen bekommt\u201c, sagt er. Das funktioniere gut. Zudem sei der EU-Wahnsinn, unterm\u00e4\u00dfigen Fang zur\u00fcck ins Meer zu kippen, in Island schlicht verboten.<\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich h\u00e4lt selbst die Br\u00fcsseler Kommission die EU-Politik f\u00fcr missraten. \u201eDie meisten europ\u00e4ischen Best\u00e4nde sind \u00fcberfischt\u201c, hei\u00dft es in einem Arbeitspapier, niedrige wirtschaftliche Effizienz stehe hohen Umweltsch\u00e4den gegen\u00fcber.<\/p>\n<p>\u201eUnser Rezept dagegen lautet, dass kein einziger Fischer Subventionen bekommt\u201c, sagt Arngr\u00edmsson mit erhobenem Zeigefinger. Stattdessen garantiere die teure isl\u00e4ndische Staatsquote, dass sie ihre Lebensgrundlage sorgf\u00e4ltig sch\u00fctzten. Anders vielleicht, will er damit andeuten, als manch zuwendungsgewohnter Berufskollege in Spanien oder Frankreich. Aber wenn das \u00dcberleben der gesamten isl\u00e4ndischen Wirtschaft nun doch an der Euro-Mitgliedschaft h\u00e4ngt? \u201eDann\u201c, antwortet Arngr\u00edmsson, \u201esollten wir eben dar\u00fcber nachdenken, den Euro einseitig einzuf\u00fchren.\u201c<\/p>\n<p>Vor diesem Schritt allerdings hat die Europ\u00e4ische Zentralbank die Isl\u00e4nder schon eindringlich gewarnt. Auf eine Rosinenpickerei europ\u00e4ischer Errungenschaften, droht auch die Kommission, k\u00f6nnte die EU durchaus giftig reagieren.<\/p>\n<p>Unverantwortliche Angstmacherei werfen die EU-Freunde auf der Insel den Fischern vor. Es sei einfach \u201eUnsinn\u201c zu behaupten, die EU erhalte die Kontrolle \u00fcber die Fischerei. \u201eDie Union hat noch niemals vitale Ressourcen eines Landes unter ihre Verwaltungshoheit genommen, weder den finnischen Wald, noch das britische \u00d6l\u201c, sagt Andr\u00e9s P\u00e9tursson von der \u201eEurop\u00e4ischen Bewegung\u201c in Island. Kiefern und \u00d6lquellen pflegen allerdings auch nicht \u00fcber L\u00e4ndergrenzen hinweg zu schwimmen. Die Angst der Angler ist deshalb nicht ganz unberechtigt.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/blog.zeit.de\/bittner-blog\/files\/2009\/04\/reykjavikhafen.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.zeit.de\/bittner-blog\/files\/2009\/04\/reykjavikhafen.jpg\" alt=\"\" title=\"reykjavikhafen\" width=\"392\" height=\"221\" class=\"alignnone size-full wp-image-545\" srcset=\"https:\/\/blog.zeit.de\/bittner-blog\/files\/2009\/04\/reykjavikhafen.jpg 392w, https:\/\/blog.zeit.de\/bittner-blog\/files\/2009\/04\/reykjavikhafen-300x169.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 392px) 100vw, 392px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Wom\u00f6glich aber nehmen gr\u00f6\u00dfere Fische den Isl\u00e4ndern die Entscheidung \u00fcber einen EU-Beitritt ab. Angela Merkel und Nicolas Sarkozy haben mehrfach betont, ohne den Lissabon-Vertrag k\u00f6nne die Union keine neuen Mitglieder aufnehmen. Das gelte, hei\u00dft es aus offiziellen Quellen, auch f\u00fcr Island.<\/p>\n<p>Der Au\u00dfenminister in Reykjavik will das nicht ganz glauben. \u201eIch sp\u00fcre keinen Widerstand bei den Deutschen, kein bisschen\u201c, sagt \u00d6ssur Skarph\u00e9dinsson. Man k\u00f6nne Island doch auch nicht allen Ernstes mit EU-Kandidatenl\u00e4nden auf dem Balkan vergleichen. Reykjavik habe Europa schlie\u00dflich die Sagas gebracht, sp\u00e4ter die Abr\u00fcstungsverhandlungen \u2013 und als n\u00e4chstes vielleicht ein kl\u00fcgeres Fischereimanagement. Skarph\u00e9dinsson weist mit dem Daumen auf den Reykjaviker Hafen hinaus. \u201eWir k\u00f6nnen das besser\u201c, sagt er. \u201eAber das Gelegenheitsfenster bleibt nicht lange offen. Wir m\u00fcssen uns jetzt alle ein bisschen beeilen.\u201c<\/p>\n<p><em>Fotos: JB<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Isl\u00e4nder m\u00f6chten der Euro-Zone beitreten. 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