{"id":2438,"date":"2014-08-14T15:06:09","date_gmt":"2014-08-14T13:06:09","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.zeit.de\/china\/?p=2438"},"modified":"2014-08-15T09:20:38","modified_gmt":"2014-08-15T07:20:38","slug":"china-will-vom-russland-boykott-profitieren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.zeit.de\/china\/2014\/08\/14\/china-will-vom-russland-boykott-profitieren\/","title":{"rendered":"China will vom Russland-Boykott profitieren"},"content":{"rendered":"<p>Aus der Ukraine-Krise hat sich die chinesische Regierung bisher weitgehend herausgehalten. Bis heute gilt der Grundsatz, dass Peking sich nicht in die Angelegenheiten anderer Staaten einmischt. Deshalb hat die F\u00fchrung zwar schon mehrfach zur Besonnenheit aufgerufen und bat die Konfliktparteien um Dialog, aber sie bezog nie selbst Position. Das hat sie auch gar nicht n\u00f6tig. Denn wirtschaftlich k\u00f6nnte China schon sehr bald vom Streit zwischen Russland und dem Westen profitieren.<!--more--><\/p>\n<p>Die chinesischen Provinzen an der Grenze zu Russland wollen so schnell wie m\u00f6glich mehr Lebensmittel nach Russland exportieren. Zwei neue Zollstationen hat die Regierung der chinesischen Grenzprovinz Heilongjiang schon genehmigt. Eine soll in der Stadt Dongning in der N\u00e4he von Wladiwostok gebaut werden, eine weitere etwas weiter s\u00fcd\u00f6stlich am Grenzfluss Suifen. Zudem l\u00e4sst die Provinzregierung in Dongning einen Gro\u00dfhandelsmarkt bauen.<\/p>\n<p>Als Reaktion auf die Wirtschaftssanktionen des Westens hat die russische Regierung vergangene Woche <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2014-08\/importe-russland-sanktionen\">die Einfuhr von unter anderem Fleisch, Fisch, Gem\u00fcse und Milchprodukten aus der Europ\u00e4ischen Union und den USA gestoppt.<\/a> Vorher aber nahm sie noch Handelsgespr\u00e4che mit Peking auf, und schon am 8. August unterzeichneten Peking und Moskau einen Vertrag. Er war in Rekordzeit zustande gekommen und sieht eine massive Ausweitung der Einfuhr von vor allem Fleisch, Obst und Gem\u00fcse nach Russland vor. Der Handel soll auch im Nordwesten der Volksrepublik ausgeweitet werden. China und Russland teilen sich eine mehr als 4.000 Kilometer lange Grenze.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.chinadaily.com.cn\/business\/2014-08\/14\/content_18306153.htm\">Die englischsprachige Zeitung <em>China Daily<\/em> zitiert Branchenexperten, die davon ausgehen, dass\u00a0der Lebensmittelexport von China nach Russland im laufenden Jahr um 80 Prozent zunehmen wird.<\/a> Chinesische Staatsmedien versichern jedoch, eine Ausweitung des Grenzhandels sei schon vor Ausbruch der Ukraine-Krise vorgesehen gewesen. So seien schon im April h\u00f6here Nahrungsmittel-Bestellungen aus Russland bei den chinesischen Handelspartnern eingegangen.<\/p>\n<p>Die Volksrepublik ist gr\u00f6\u00dfer Agrarproduzent der Welt. Zwar muss das Land mit seinen 1,3 Milliarden Menschen auch in gro\u00dfem Ma\u00dfstab Lebensmittel importieren, vor allem Getreide, Fleisch und Milchprodukte. Zugleich f\u00fchrt China aber auch sehr viele Nahrungsmittel aus. Obwohl in China regelm\u00e4\u00dfig Lebensmittelskandale bekannt werden und <a href=\"http:\/\/german.china.org.cn\/environment\/txt\/2014-04\/19\/content_32146323.htm\">selbst offiziellen Zahlen zufolge fast ein F\u00fcnftel der Agrarfl\u00e4che mit Schadstoffen belastet ist<\/a>, ist die Volksrepublik weltgr\u00f6\u00dfter Obst- und Gem\u00fcseexporteur. Insgesamt 37 Prozent der weltweiten Obst- und Gem\u00fcseproduktion kommt aus China.<\/p>\n<p>Die EU-Staaten und die USA \u00e4rgern sich \u00fcber den intensivierten chinesisch-russischen Grenzhandel. Westlichen Diplomatenkreisen in Peking zufolge soll es auch schon Gespr\u00e4che mit der chinesischen F\u00fchrung geben. Tats\u00e4chlich verf\u00fcgt der Westen \u00fcber Druckmittel.<\/p>\n<p>Die funktionieren eher indirekt. Russland d\u00fcrfte\u00a0die Importe aus China in Gas und anderen Rohstoffen bezahlen wollen. Doch momentan werden die russischen Rohstoffexporte noch \u00fcberwiegend in Dollar und Euro bezahlt. Zwar verf\u00fcgt Russland \u00fcber gewaltige Devisenreserven. Doch auch sie werden in Dollar und Euro gehalten. Der direkte W\u00e4hrungshandel in Yuan und Rubel ist zwar bereits vereinbart, braucht aber noch seine Zeit.<\/p>\n<p>Genau an diesem Punkt k\u00f6nnten Europ\u00e4er und Amerikaner ansetzen: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/ukraine-wirksame-sanktionen-gegen-putin-a-983168.html\">Eben weil Russland derzeit bei seinen Exporten vom Dollar und Euro abh\u00e4ngig ist, k\u00f6nnte dieser Handel \u00fcber Finanzaktionen gestoppt und den Russen der Geldhahn zugedreht werden.<\/a> Derzeit hat China noch wenig Interesse, seine Lebensmittelausfuhren in Rubel ausgezahlt zu bekommen. Erst wenn wirklich russisches Gas nach China str\u00f6mt, wird der direkte W\u00e4hrungshandel f\u00fcr Peking interessant. Das aber ist fr\u00fchestens 2017 der Fall. Denn dann erst werden die ersten Pipelines stehen. EU und USA d\u00fcrften vorerst noch die Oberhand haben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aus der Ukraine-Krise hat sich die chinesische Regierung bisher weitgehend herausgehalten. Bis heute gilt der Grundsatz, dass Peking sich nicht in die Angelegenheiten anderer Staaten einmischt. Deshalb hat die F\u00fchrung zwar schon mehrfach zur Besonnenheit aufgerufen und bat die Konfliktparteien um Dialog, aber sie bezog nie selbst Position. Das hat sie auch gar nicht n\u00f6tig. 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