{"id":7426,"date":"2015-12-11T17:28:56","date_gmt":"2015-12-11T16:28:56","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.zeit.de\/fahrrad\/?p=7426"},"modified":"2015-12-11T17:28:56","modified_gmt":"2015-12-11T16:28:56","slug":"studie-radfahren-steigert-wohlbefinden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.zeit.de\/fahrrad\/2015\/12\/11\/studie-radfahren-steigert-wohlbefinden\/","title":{"rendered":"Studie: Radfahren steigert Wohlbefinden"},"content":{"rendered":"<p>Welchen Einfluss hat das t\u00e4gliche Verkehrsmittel auf die Gesundheit von Berufst\u00e4tigen? Mit dieser Frage hat sich Juliane Kemen in ihrer Masterarbeit besch\u00e4ftigt. Die wissenschaftliche Mitarbeiterin der Goethe-Universit\u00e4t Frankfurt am Main hat unter anderem festgestellt: Wer das ganze Jahr \u00fcber mit dem Rad zur Arbeit f\u00e4hrt, ist weniger krank und steigert sein Wohlbefinden.<!--more--><\/p>\n<p>Rund 2.400 Berufst\u00e4tige haben im vergangenen Jahr Kemens Online-Fragebogen ausgef\u00fcllt. Die Gruppe der Radfahrer war mit 595 Ganzjahresradlern und 242 Sommerradlern relativ hoch.<\/p>\n<p>Die Ergebnisse zeigen: Wer sich regelm\u00e4\u00dfig bewegt, ist weniger krank. Fu\u00dfg\u00e4nger und Radfahrer waren in ihrer Studie mit rund drei Fehltagen am seltensten krank. Wer Auto f\u00e4hrt, den \u00d6PNV nutzt oder sonstige Verkehrsmittel mixt, fehlt laut Kemens Untersuchung im Schnitt zwei Tage h\u00e4ufiger. Das betrifft auch die Sommerradler. Saisonales Radfahren bringt anscheinend wenig. Wer mit wenigen Krankheitstagen durchs Jahr kommen will, muss auch im Winter in die Pedale treten.<\/p>\n<p>F\u00fcr Arbeitgeber ist das ein interessanter Aspekt, denn er ist durchaus wirtschaftlich relevant. Bereits 2009 hatte ein <a href=\"http:\/\/www.nationaler-radverkehrsplan.de\/neuigkeiten\/news.php?id=2456\" target=\"_blank\">niederl\u00e4ndisches Forschungsinstitut<\/a> herausgefunden, dass Arbeitgeber in den Niederlanden rund 27 Millionen Euro im Jahr einsparen k\u00f6nnten, wenn sie das Radfahren zur Arbeit mehr unterst\u00fctzten.<\/p>\n<p>Die Ergebnisse sind an sich bekannt. Dennoch engagieren sich in Deutschland gemeinhin relativ wenige Unternehmen f\u00fcrs Radfahren. Traditionell unterst\u00fctzen sie, wenn \u00fcberhaupt, ihre Mitarbeiter eher mit Zusch\u00fcssen f\u00fcr ein \u00d6PNV-Ticket oder mit Angeboten f\u00fcr Betriebssport. Langfristig k\u00f6nnen Studien wie die der Mobilit\u00e4tsforscherin Kemen aber ein Umdenken herbeif\u00fchren.<\/p>\n<p>Die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt t\u00e4glich 30 Minuten lang moderaten Sport. F\u00fcr viele Berufst\u00e4tige sei es jedoch schwierig, diese sportliche Einheit in ihren Alltag zu integrieren, sagt Kemen. Gerade deshalb ergebe es Sinn, diesen Part bereits mit moderatem Radfahren zur Arbeit abzudecken.<\/p>\n<p>Autofahrer m\u00fcssen die Vorteile eigentlich im Wortsinn er-fahren. Denn Kemen hat auch festgestellt: Die Radfahrer sind nicht nur ges\u00fcnder, sie f\u00fchlen sich auch wohler. In ihrer Studie fragte die Forscherin auch nach dem Wohlbefinden, dem so gennanten WEll-Being-Score gefragt, den die WHO genau definiert hat. Sie erfasst das Wohlbefinden der zur\u00fcckliegenden 14 Tage. Das Ergebnis in der Studie: Radfahrer f\u00fchlen sich von allen Verkehrsteilnehmern am wohlsten.<\/p>\n<p>Kemen bringt es auf den Punkt: Die Erkenntnisse dieser Studie zeigen, dass Kommunen und Unternehmen die Gesundheit und das Wohlbefinden ihrer Mitarbeiter verbessern k\u00f6nnen, indem sie die Nutzung aktiver Verkehrsmittel f\u00fcr den Arbeitsweg f\u00f6rdern.<\/p>\n<p><i>Juliane Kemen stellt ihre Arbeit am kommenden Dienstag (15.12.) in Troisdorf im Rahmen <\/i><i>eines Mobilit\u00e4ts- und Gesundheitstags in der Stadthalle gemeinsam mit der Mobilit\u00e4tsberatungsfirma EcoLibro vor.<\/i><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Welchen Einfluss hat das t\u00e4gliche Verkehrsmittel auf die Gesundheit von Berufst\u00e4tigen? Mit dieser Frage hat sich Juliane Kemen in ihrer Masterarbeit besch\u00e4ftigt. 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