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Alltäglicher Wahnsinn

 

Das Deutsche Theater präsentiert die durchaus unterhaltsamen Diebe.

Das Episodenstück von Dea Loher lässt zwölf traurige Gestalten in den unterschiedlichsten Konstellationen aufeinandertreffen. Sie alle hadern mit ihrem Schicksal und – ob sie um ihre Existenz bangen, anstehende Veränderungen fürchten oder an der Einsamkeit zerbrechen – stehen irgendwie am Abgrund.

Der Versicherungsmakler Finn ist seines Lebens überdrüssig, während seine Schwester von einem Naturschutzgebiet phantasiert und ihr Vater sich nur ganz normal unterhalten möchte. Josef kämpft für sein ungeborenes Kind, das Freundin Mira auf keinen Fall bekommen möchte. Beim Ehepaar Schmidt stürzt ein Eindringling das penibel geregelte Leben ins Chaos, um nur einige Beispiele zu nennen.

Während die einen resignieren, steigern sich die anderen in Hysterie. Entsprechend sind die Begegnungen manchmal anrührend, meistens aber komisch. Jedenfalls unterhält die Inszenierung von Andreas Kriegenburg streckenweise ziemlich gut. Nur nerven die überdrehten Figuren nach einiger Zeit und machen aus der laut Tagesspiegel „abgründigen Untiefenhandlung“ eine Geduldsprobe.

18 Uhr | 25. Dezember 2010 | Deutsches Theater | Schumannstraße 13a | Berlin Mitte


 

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