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Antikenrock

 
© Arno Declair

Berlin im Sophokles-Fieber: Auch an der Schaubühne feiert jetzt die Antigone Premiere. Im Gegensatz zur aufgeklärten Oper im Schiller Theater, gibt’s bei der Regisseurin Friederike Heller aber nur Verlierer.

Für ihre Inszenierung reduziert sie die antike Vorlage auf ein zeitgemäßes Minimum. Kein Chor sondern die Band Kante vertont das Schauspiel. Ansonsten befinden sich nur zwei Schauspieler auf der Bühne. Christoph Gawenda und Tilman Strauß spielen sämtliche Rollen in dem Drama um die Nachkommen von Ödipus und seiner Mutter Iokaste.

Die Kurzfassung: Eteokles will den Thron nicht wie vorgesehen mit seinem Bruder Polyneikes teilen. Also zieht der gegen Eteokles und seine eigene Stadt in den Krieg. Beide sterben im Zweikampf. Der Onkel Kreon übernimmt daraufhin die Macht und verfügt, dass der Leichnam des Vaterlandsverräters Polyneikes nicht bestattet werden darf. Ihre Schwester Ismene fügt sich in das Urteil des Onkels. Antigone hingegen setzt sich über Kreons Dekret hinweg. Sie bleibt lieber ihrer Überzeugung treu, als sich einem „falschen“ Gesetz zu beugen – und kämpft. „Dabei kann einem diese publicitygeile, aufmüpfige Figur auch ganz schön auf die Nerven gehen“, erklärt Heller im Spiegel Interview. Na dann…

20 Uhr | 04.-06. Februar 2011 | Schaubühne | Kurfürstendamm 153 | Berlin Charlottenburg

 

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