{"id":2117,"date":"2015-08-14T06:00:23","date_gmt":"2015-08-14T04:00:23","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zeit.de\/freitext\/?p=2117"},"modified":"2015-09-06T21:08:05","modified_gmt":"2015-09-06T19:08:05","slug":"ukrainer-krieg-sklave-maljartschuk","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/2015\/08\/14\/ukrainer-krieg-sklave-maljartschuk\/","title":{"rendered":"F\u00fcr den Krieg zu alt, f\u00fcr Demenz zu jung"},"content":{"rendered":"<p><strong>Lange wachte er am Rand der westlichen Zivilisation, dann wurde er ihr als Erster geopfert. Mit 62 lernt er kochen. T\u00f6ten w\u00fcrde er sofort: der ganz normale Ukrainer.<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p><figure id=\"attachment_2187\" aria-describedby=\"caption-attachment-2187\" style=\"width: 580px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/freitext\/wp-content\/blogs.dir\/84\/files\/2015\/08\/ukraine.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-2187 size-full\" src=\"http:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/freitext\/wp-content\/blogs.dir\/84\/files\/2015\/08\/ukraine.jpg\" alt=\"Der ganz normale Ukrainer- Freitext\" width=\"580\" height=\"326\" srcset=\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2015\/08\/ukraine.jpg 580w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2015\/08\/ukraine-300x169.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 580px) 100vw, 580px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-2187\" class=\"wp-caption-text\">\u00a9 Odd Andersen\/AFP\/Getty Images<\/figcaption><\/figure><\/p>\n<p>Er hat zwei T\u00f6chter (wobei er sich immer einen Sohn w\u00fcnschte), eine Dreizimmerwohnung im sowjetischen Hochbau, die er im letzten Jahr der Sowjetunion als hochqualifizierter Ingenieur noch gratis bekam, und eine Frau, die, wie er sagt, im Erdgeschoss bleibt, w\u00e4hrend er schon in den neunten Stock hinaufgefahren ist.<\/p>\n<p>Genauso wie alle anderen normalen Ukrainer in seinem Alter verlor er mit dem Zerfall des Ost-Imperiums alles, was er besa\u00df. Allen voran seine Arbeit und seine W\u00fcrde. Ich k\u00f6nnte Schiffe bauen, sagte er bedauernd, wenn er auf dem Markt in der Nachbarschaft ein kleines Gesch\u00e4ft abgeschlossen hatte. Niemand wollte seine Schiffe, alle wollten seinen Wodka.<!--more--><\/p>\n<p>Wodka braute er zu Hause mit der Frau und den T\u00f6chtern. T\u00e4glich brachte er ein paar Kisten auf den Markt, wo &#8222;seine Leute&#8220; den Wodka weiterverkauften. Ob es Sommer oder Winter war, regnete oder die Sonne schien, egal, auf dem Markt, mit den Kisten voll gepanschten Wodka in den H\u00e4nden, trug er immer dunkle Sonnenbrillen, weil er meinte, so w\u00fcrde ihn niemand erkennen.<\/p>\n<p>Und tats\u00e4chlich erkannten ihn die Anderen nicht, sie trugen selbst Sonnenbrillen. Irgendwann beendete er den Wodka-Handel. Er konnte ihn nicht mehr bew\u00e4ltigen. Als seine T\u00f6chter 14 und 16 Jahre alt waren, lag er jeden Tag im Wohnzimmer auf dem Sofa, schaute Kampffilme an, schlief schnarchend und befahl drohend, man solle ihm etwas zum Essen zubereiten.<\/p>\n<p>Ich bin nicht deine Sklavin, sagte die j\u00fcngere Tochter. F\u00fcr ihre Frechheit bekam sie ab und zu eine ins Gesicht. Seither blinzelt sie, wenn sie anderen widerspricht, als ob sie immer noch einen Schlag erwarten w\u00fcrde. Wenigstens trinkt er nicht, sagte die Frau.<\/p>\n<p>Er ist grob, aber manchmal lieb. Die Liebe kann auch grob sein. Wer schl\u00e4gt, der liebt, so pflegt er immer zu sagen. Der Geschlagene solle sich freuen. Seine Lieblingsschimpfw\u00f6rter sind &#8222;Arsch&#8220; und &#8222;Schei\u00dfe&#8220;, die er meist ohne Erg\u00e4nzungen verwendet, aber mit denen er auch je nach Laune Millionen von Variationen konstruieren kann. Er hasst die Russen (jetzt noch viel mehr). Er kann die Wei\u00dfrussen nicht leiden, weil sie gehorsam sind, so wie die gierigen Polen oder die Moldawier, die ihre Nieren auf dem Schwarzmarkt verkaufen.<\/p>\n<p>Er mag keine Juden, vor allem die nicht, die Geld haben oder an der Macht sind, auch wenn sie aus Georgien stammen. Sie sind trotzdem schlaue Juden, und die mag er nicht, fertig. Apropos Georgier, die mag er auch nicht, sie sind gef\u00e4hrlich. Er war nie im Ausland, aber er wei\u00df alles. Auf Englisch kann er <em>&#8222;How do you do?&#8220;<\/em>, auf Deutsch &#8222;H\u00e4nde hoch!&#8220; sagen \u2014 das reicht. Er unterscheidet Patrioten nicht von Nationalisten und ist \u00fcberzeugt, dass es sich um Synonyme handelt. Er spricht oft von der ukrainischen W\u00fcrde, vielleicht deshalb, weil er seine m\u00e4nnliche W\u00fcrde l\u00e4ngst nicht mehr besitzt. Er ist nicht schuld, aber wer spricht von Schuld? Er ist, wie er ist. Er trinkt nicht. Seine \u00e4ltere Tochter heiratete mit 17, um von zu Hause wegzukommen (sie wird es aber nie zugeben, wenn jemand fragt).<\/p>\n<p>Er ist ein normaler Ukrainer. W\u00e4hrend Chruschtschows Herrschaft geboren, w\u00e4hrend Breschnews aufgewachsen. Brav studiert. Flei\u00dfig gearbeitet. Im Laufe der Orangenen Revolution hat er gehofft und w\u00e4hrend des Maidans erschrocken geschwiegen. F\u00fcr Krieg ist er zu alt, f\u00fcr Demenz zu jung. Er \u00fcberlegt vieles, trifft seltsame Menschen, mit denen er letzte Nachrichten von der Front und aus Kiew analysiert, sagt den Jungen, die er kennt, sie sollen sich vor der Armee nicht verstecken, denn was f\u00fcr ein Staat sei es, der sich nicht wehren k\u00f6nne? Wenn die Jungen bald im Sarg zur\u00fcckkommen, schweigt er wieder oder sagt der Frau, sie solle schei\u00dfen gehen. In dieser Minute bedankt er sich bei Gott, an den er nicht wirklich glaubt, dass ihm nur T\u00f6chter gegeben wurden und keine S\u00f6hne. Er hat angefangen, nach Jahren wieder Kung-Fu zu trainieren, und versichert der kleinen Enkelin, dass er sich mit Gewehren gut auskenne. Er t\u00f6te, wenn es notwendig sein wird, keine Frage, er bringe alle Feinde um. Und gleich dazu befiehlt er der Enkelin drohend, ihm etwas zum Essen zuzubereiten. Ich bin nicht deine Sklavin, antwortet das M\u00e4dchen ruhig und geht weg.<\/p>\n<p>Jetzt, mit 62, lernt er kochen. Oft ist ihm bitter zumute. Vielleicht ist er derjenige, der ein Sklave war? Die Sklaven sind meistens grob den Schw\u00e4cheren gegen\u00fcber. Sie m\u00fcssen schlagen, um zu lieben, sie m\u00fcssen schimpfen, um ihre Liebe zu beweisen. Eigene Furcht und Ratlosigkeit m\u00fcssen verborgen oder gerechtfertigt werden. Sie erz\u00e4hlen antisemitische Witze, weil nur solche sie noch zum Lachen bringen, je derber, desto lustiger. Ewige S(k)lawen, 1991 wurden sie endlich freigelassen \u2013 und was haben sie mit ihrer Freiheit gemacht?<\/p>\n<p>Er ist ein normaler Osteurop\u00e4er. Im Prinzip gut, nur ein wenig barbarisch. Sein Schicksal war es immer, am Rand der westlichen Zivilisation Wache zu halten und als Erster geopfert zu werden. Daf\u00fcr war Intelligenz nie notwendig. Seine Sprache klingt klein und komisch und war erst vor hundert Jahren erlaubt. Seine Geschichte brachten ihm die Nachbarn bei. Er lobt sich st\u00e4ndig selbst, sonst h\u00e4tte er das Gef\u00fchl, dass sein Leben nicht den geringsten Wert hat. Er lebt patriarchalisch und wiederholt, dass seine Frau im Erdgeschoss bleibt, w\u00e4hrend er in den neunten Stock hinaufgefahren ist. Aber als er hinauffuhr, musste die Frau Geld verdienen und sich um die Kinder k\u00fcmmern. F\u00fcr seine H\u00f6he hatte sie keine Zeit. Sie redet selten mit ihm. Sie leben zwar zusammen, aber verhalten sich wie Fremde. Er trifft seltsame Menschen, sie sieht fern und pflegt die Topfpflanzen. Die Pflanzen wuchern. Er blickt sie an und sagt: Was f\u00fcr eine Schei\u00dfe.<\/p>\n<p>Er ist ein Ukrainer. Er hat keinen eigenen Namen. So ist es am einfachsten. So ist es nicht wahr.<\/p>\n<p>_________________<\/p>\n<p><strong><em>Sie m\u00f6chten keinen Freitext verpassen? Aufgrund der gro\u00dfen Nachfrage gibt es jetzt einen Newsletter. <a href=\"http:\/\/bit.ly\/1xjyvzZ\" target=\"_blank\">Hier k\u00f6nnen Sie ihn abonnieren.<\/a><\/em><\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Lange wachte er am Rand der westlichen Zivilisation, dann wurde er ihr als Erster geopfert. Mit 62 lernt er kochen. 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