{"id":265,"date":"2014-10-16T08:00:50","date_gmt":"2014-10-16T06:00:50","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zeit.de\/freitext\/?p=265"},"modified":"2014-10-15T17:00:56","modified_gmt":"2014-10-15T15:00:56","slug":"ingo-schulze-mauerfall","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/2014\/10\/16\/ingo-schulze-mauerfall\/","title":{"rendered":"Wir leben von der Verdr\u00e4ngung"},"content":{"rendered":"<p><strong>\u00dcber die historische Bedeutung des Mauerfalls herrscht Einigkeit \u2013 wom\u00f6glich zu viel. Ob wir wollen oder nicht: Wir m\u00fcssen weiterreden. \u00dcber falsche Selbstverst\u00e4ndlichkeiten zum Beispiel, die sich nach 1989 eingeschlichen haben.<\/strong><\/p>\n<p>Wo ich denn am 9. November 1989 gewesen sei, ist die mir am h\u00e4ufigsten gestellte Frage. In aller Regel strahlen die Fragenden mich dabei fr\u00f6hlich an, als erwiesen sie damit auch mir einen Gefallen. Denn bei diesem Datum l\u00e4sst sich Pers\u00f6nliches wie Historisches auf gl\u00fcckliche Art und Weise verbinden und zur Sprache zu bringen. Wenn ich dann bekenne, an jenem Herbstabend fr\u00fch ins Bett gegangen zu sein und deshalb nur sagen kann: &#8222;Als ich aufwachte, war die Mauer weg&#8220;, ist man doch etwas entt\u00e4uscht.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Auf Nachfragen sage ich gern, dass der eigentliche Mauerfall bereits die Grenz\u00f6ffnung der Ungarn am 10. September gewesen sei. Und selbstverst\u00e4ndlich hat mich der Fall der Berliner Mauer \u00fcberrascht, ja, und nat\u00fcrlich habe ich mich gefreut, was denn sonst? Als ich kurz darauf vor dem &#8222;Volkspolizeikreisamt&#8220; die Menschenschlange sah, die nach dem Stempel anstand, der zum legalen Besuch im Westen berechtigte, machte ich mir Sorgen: Wenn jetzt alle in den Westen fahren, wer kommt dann noch zu unseren Demos?<\/p>\n<p>Warum aber bin ich mittlerweile so unwillig geworden, \u00fcber den 9. November zu sprechen? Weil ich absolut nichts zu erz\u00e4hlen habe? Weil ich erst Ende November 1989 zum ersten Mal in den Westen fuhr? Weil es Wichtigeres gab?<\/p>\n<p><figure id=\"attachment_366\" aria-describedby=\"caption-attachment-366\" style=\"width: 580px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/freitext\/wp-content\/blogs.dir\/84\/files\/2014\/10\/51951910.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-366\" src=\"http:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/freitext\/wp-content\/blogs.dir\/84\/files\/2014\/10\/51951910-1024x669.jpg\" alt=\"November 1989 in Berlin. (Gerard Malie\/AFP\/Getty Images)\" width=\"580\" height=\"378\" srcset=\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2014\/10\/51951910-1024x669.jpg 1024w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2014\/10\/51951910-300x196.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 580px) 100vw, 580px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-366\" class=\"wp-caption-text\">November 1989 in Berlin (Gerard Malie\/AFP\/Getty Images)<\/figcaption><\/figure><\/p>\n<p>Der Mauerfall ist unbestritten eine historische Z\u00e4sur! In der offiziellen Erinnerung \u00fcberdeckt und dominiert er den Herbst 1989 und dar\u00fcber hinaus sogar jene anderen, die 9. November von 1938 und 1918. Der Mauerfall erscheint so eindeutig. Menschen str\u00f6men von Ost nach West, aus der Diktatur in die Freiheit. Und man wei\u00df ja, worauf die Ver\u00e4nderungen hinausliefen. Das schlie\u00dft auch ein: So hatte es kommen m\u00fcssen. Und: So war es gewollt.<\/p>\n<p>F\u00fcr mich war der Mauerfall eine Sensation unter anderen. Und er hatte nichts, absolut nichts mit nationalen Erw\u00e4gungen zu tun. Ein Zusammengehen, gar eine Vereinigung von DDR und BRD? Wie sollte denn das gehen? Lachhaft!<\/p>\n<p>Wie viel lieber w\u00fcrde ich nach dem 9. Oktober gefragt. Und das nicht nur, weil ich da etwas zu erz\u00e4hlen h\u00e4tte. Aber schon das muss man erkl\u00e4ren: Der 9. Oktober war jener Tag, an dem sich wom\u00f6glich alles entschied, jener erste Montag nach dem 40. Jahrestag der DDR am 7. Oktober, als die Staatsg\u00e4ste abgereist waren und die Drohung einer &#8222;chinesischen L\u00f6sung&#8220; \u00fcber Leipzig lag. Trotz aller Einsch\u00fcchterungsversuche kamen 70.000 Demonstranten in der Innenstadt zusammen. Zum ersten Mal gab es keine Uniformierten, die den Weg versperrten und die Demonstranten auseinandertrieben. Und zum ersten Mal wurde der Innenstadtring umrundet. Erst vom 9. Oktober an wurde der Ruf &#8222;Keine Gewalt!&#8220; von beiden Seiten praktiziert. Selbst wenn einem das Goethesche &#8222;Von hier und heute geht eine neue Epoche der Weltgeschichte aus, und ihr k\u00f6nnt sagen, ihr seid dabei gewesen&#8220;, nicht auf der Zunge lag, etwas in dieser Art meinte man dennoch zu sp\u00fcren. Denn ganz gleich, was k\u00e4me, wir konnten es mit dem 17. Juni 1953 aufnehmen.<\/p>\n<p><strong>Das Land in die eigenen H\u00e4nde nehmen<\/strong><\/p>\n<p>Bereits am Montag, dem 2. Oktober, als die wenigen Spruchb\u00e4nder noch klein waren, damit sie eingerollt unter der Jacke getragen werden konnten, um sp\u00e4ter \u00fcber den K\u00f6pfen von Hand zu Hand zu wandern, gab es die Parole: &#8222;Visafrei bis Shanghai!&#8220; Es ging von Anfang an um die ganze Welt! Und es ging um die Zulassung des Neuen Forums und neuer Parteien, um Zugang zu den Medien, um freie Wahlen und vor allem darum, die eigene Welt zu demokratisieren. Der Ruf: &#8222;Wir sind das Volk!&#8220; war die entscheidende Parole. Es ging tats\u00e4chlich darum, das Land in die eigenen H\u00e4nde zu nehmen. In Betrieben, Schulen, Universit\u00e4ten, an Theatern und Instituten wurde begonnen, jene in F\u00fchrungspositionen zu w\u00e4hlen, die das Vertrauen der Mehrheit genossen. Das war die eigentliche Revolution. Wer sollte uns jetzt noch aufhalten? Mit jedem neuen Tag schien die Verwirklichung eines &#8222;Sozialismus mit menschlichem Antlitz&#8220; immer unausweichlicher.<\/p>\n<p>Von den Leipziger Demonstrationen, diesem Akt der Souver\u00e4nit\u00e4t, gibt es kaum Bilder, und die wenigen sind dunkel, verwackelt und unspektakul\u00e4r. So unspektakul\u00e4r wie die Bilder vom polnischen Runden Tisch oder den ungarischen Reformen. Die Bilder von Botschaftsfl\u00fcchtlingen oder auf der Mauer tanzenden Menschen sind dagegen jedem pr\u00e4sent.<\/p>\n<p>F\u00e4hrt man heute am Deutschen Historischen Museum in Berlin vorbei, so sieht man dort die Kopie eines sehr sp\u00e4ten Plakates, das die Umrisse von BRD und DDR zeigt, samt dem Slogan: &#8222;Wir sind <em>ein<\/em> Volk&#8220;.<\/p>\n<p>Ich wei\u00df nicht mehr, wann genau dieser Spruch von einem CDU(West)-Aufkleber den Weg in die Demonstrationen fand, aber das war erst Wochen nach dem Mauerfall. &#8222;Ein Volk&#8220; war dazu angetan, die Souver\u00e4nit\u00e4tserkl\u00e4rung und damit die Revolution zur\u00fcckzunehmen. &#8222;Wir sind das Volk&#8220; versus &#8222;Wir sind ein Volk&#8220;. Nicht das eine l\u00f6ste das andere ab, sondern das eine k\u00e4mpfte gegen das andere als Sprechchor auf der Stra\u00dfe. Das Museum zeigt die siegreiche Parole.<\/p>\n<p><strong>Westen war richtig, Osten war falsch<\/strong><\/p>\n<p>In der Woche vor den Wahlen am 18. M\u00e4rz 1990 tourte Helmut Kohl unerm\u00fcdlich durch Ostdeutschland. Sein Coup bestand darin, die v\u00f6llig diskreditierte Ost-CDU an sein Herz zu dr\u00fccken: W\u00e4hlt ihr die, w\u00e4hlt ihr mich. Die Sirupspur in den Westen war da. Sein Erfolg war gigantisch, unsere Niederlage absolut. 2,9 Prozent stimmten f\u00fcr das Neue Forum, 48 Prozent f\u00fcr das von Kohl gezimmerte Wahlb\u00fcndnis, davon allein 40,6 Prozent f\u00fcr die &#8222;Blockfl\u00f6ten&#8220;, wie man die sogenannten Blockparteien der DDR nannte, von der CDU. Nun war klar, wohin die Reise gehen w\u00fcrde. Die Mehrheit hatte entschieden. War es nicht das, was ich immer gewollt hatte?<\/p>\n<p>Zusammen mit Freunden hatte ich im Februar 1990 eine w\u00f6chentlich erscheinende Zeitung gegr\u00fcndet, um die Demokratisierung des Landes (jeder an seinem Platz) zu begleiten. Wir schrieben und trommelten noch, dass, wenn es schon keine Selbst\u00e4ndigkeit geben w\u00fcrde, es zumindest zu einer Vereinigung beider Staaten kommen w\u00fcrde, nicht nur zu einem Beitritt. Das w\u00e4re auch eine Chance f\u00fcr den Westen gewesen, das eigene System zu reformieren. Aber auch das war chancenlos. Was der Westen gemacht hatte, war richtig, was der Osten gemacht hatte, war falsch. Fortan w\u00fcrde nur noch gemacht, was richtig war. Wir konnten froh sein, die Klippe der W\u00e4hrungsunion zu \u00fcberspringen und nicht, wie alle Gro\u00dfbetriebe der Stadt Altenburg, innerhalb weniger Wochen Konkurs anmelden zu m\u00fcssen. Ein Jahr nach dem grandiosen Herbst k\u00e4mpfte unsere Zeitung ums \u00dcberleben. Statt f\u00fcr die Demokratie zu streiten oder f\u00fcr &#8222;das Recht auf Arbeit&#8220;, das mit dem Beitritt erloschen war, trieb ich mich bald nur noch in neugegr\u00fcndeten M\u00f6belh\u00e4usern und bei Autovertragsh\u00e4ndlern herum. Ich musste ja versuchen, die sogenannten Mitbewerber auszustechen, die anderen Zeitungen und Werbebl\u00e4ttchen, die ebenfalls um Anzeigen buhlten und sogar unsere Sekret\u00e4rin angestellt hatten und unsere Kundendatei besa\u00dfen, die wir vermissten. Ganz gleich, ob man die anderen nun Mitbewerber oder Konkurrenten nannte, ich hasste sie alle, weil sie uns an die berufliche Existenz, an unsere Existenz schlechthin wollten \u2013 wie wir an ihre. Ich hatte im Herbst 1989 erlebt, wie Anspruch und Praxis zusammengefunden hatten. Es ging, wie gesagt, um das menschliche Antlitz der Gesellschaft, also um die W\u00fcrde von uns allen, um eine bessere Welt. Wie aber sah mein Antlitz jetzt aus? Wutverzerrt? Panisch? Ratlos? Gehetzt? Stand nicht das, was ich da Tag f\u00fcr Tag trieb, allem entgegen, was ich gut und richtig fand? Hatte ich mich je vor einem Funktion\u00e4r so gewunden wie vor dem Besitzer des gr\u00f6\u00dften M\u00f6belhauses in der Region?<\/p>\n<p><strong>Unsere neuen Selbstverst\u00e4ndlichkeiten<\/strong><\/p>\n<p>Dar\u00fcber zu sprechen und zu schreiben halte ich vor allem deshalb f\u00fcr notwendig, weil in der Folge von 1989 weltweit neue Selbstverst\u00e4ndlichkeiten entstanden sind, die unsere Gegenwart pr\u00e4gen. Und weil es Selbstverst\u00e4ndlichkeiten sind, sprechen wir nicht mehr dar\u00fcber, ja wir nehmen sie als gegeben hin, als sei es nie anders gewesen. Selbstverst\u00e4ndlich ist, dass es Wachstum geben muss (neuerdings wird sogar der gesch\u00e4tzte Umsatz beim Zigaretten- und Drogenschmuggel als Sch\u00e4tzwert in das BIP einbezogen), selbstverst\u00e4ndlich ist, dass der privatwirtschaftliche Gewinn die ultima ratio ist. Es geht nicht darum, was gebraucht wird, was ein \u00f6kologisches, \u00f6konomisches, soziales und ethisches \u00dcberleben erm\u00f6glicht. Wenn 60 Prozent der Umweltzerst\u00f6rung, die die Schweizer anrichten, im Ausland stattfindet (bei den Deutschen wird es nicht anders sein), dann zeigt das, dass wir von der Verdr\u00e4ngung im wortw\u00f6rtlichen Sinne leben. Es ist kaum m\u00f6glich, eine Woche lang einkaufen zu gehen, ohne irgendeine Schweinerei zu begehen, die, w\u00fcrden wir unmittelbar damit konfrontiert, unsere Abscheu hervorrufen w\u00fcrde. V\u00f6llig bodenlos, also absurd, sind die nur noch virtuell vorhandenen Zahlen und Betr\u00e4ge der Finanzindustrie. Und obwohl diese l\u00e4ngst jede Deckung in der Realit\u00e4t verloren haben, entscheidet deren Imperativ der weiteren exponentiellen Vermehrung \u00fcber Wohl und Wehe der Menschheit.<\/p>\n<p>Lange war ich mir sicher gewesen, im Goetheschen Brustton von 1989 und den Folgen sprechen zu k\u00f6nnen. Sehr viel n\u00e4her ist mir heute aber die Unsicherheit und Irritation des jungen Fabrizio del Dongo, des Protagonisten von Stendhals <em>Die Kartause von Parma<\/em>, der, w\u00e4hrend er \u00fcber das Schlachtfeld von Waterloo irrt, fragt: &#8222;\u2026 ist das auch eine richtige Schlacht?&#8220; Denn was die Ver\u00e4nderungen von damals tats\u00e4chlich bewirkten, beginne ich erst allm\u00e4hlich zu begreifen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00dcber die historische Bedeutung des Mauerfalls herrscht Einigkeit \u2013 wom\u00f6glich zu viel. 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