{"id":2872,"date":"2015-11-27T06:00:30","date_gmt":"2015-11-27T05:00:30","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zeit.de\/freitext\/?p=2872"},"modified":"2015-11-27T13:01:11","modified_gmt":"2015-11-27T12:01:11","slug":"hass-fluechtlinge-gorelik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/2015\/11\/27\/hass-fluechtlinge-gorelik\/","title":{"rendered":"Wir d\u00fcrfen uns nicht an ihren Hass gew\u00f6hnen"},"content":{"rendered":"<p><strong>Gewalt und Menschenverachtung sind Alltag auf den Stra\u00dfen geworden. Wir leben weiter, als w\u00e4re nichts passiert. Wo bleibt der Aufschrei: Das ist nicht mehr unser Land!<\/strong><\/p>\n<p>Es war halb ein Uhr nachts, zu warm f\u00fcr November, zu kalt, um drau\u00dfen zu schlafen\u00a0 \u2013 und dass man Letzteres \u00fcberhaupt feststellen muss! Es war am Lageso, diesem Ort, der zu einem Synonym geworden ist f\u00fcr einen Umgang mit Menschen, der das &#8222;Menschen&#8220; oder die &#8222;W\u00fcrde&#8220; in &#8222;Menschenw\u00fcrde&#8220; vergessen hat, f\u00fcr \u00dcberforderung, f\u00fcr unfassbare politische Praktiken, f\u00fcr den Versuch, die Realit\u00e4t auszublenden, und f\u00fcr Bilder, die man zu vergessen versucht. <!--more--><\/p>\n<p>Bevor ich aus dem Auto steige, nehme ich noch einen Schluck von der Cola, die ich brauchte, um wach zu bleiben, und lasse die Dose im Auto, wir sind hier ja weder im Kino noch im Zoo. Es war halb ein Uhr nachts, es war am Lageso, da warteten um die zweihundert Menschen, worauf sie warteten, war den meisten wahrscheinlich nicht klar. &#8222;Notunterk\u00fcnfte&#8220; und &#8222;Schlafquartiere&#8220; sind f\u00fcr jeden Fremden zwei deutsche Worte, die schwer auszusprechen sind. Drei junge Frauen stehen quatschend am Zaun, verteilen Tee an diejenigen, die welchen m\u00f6chten, ein paar Helfer von &#8222;Moabit hilft&#8220; rennen in neongelben Warnwesten gesch\u00e4ftig herum. Kinder, trotz der Uhrzeit noch wach und auf Armen von V\u00e4tern und M\u00fcttern, Kinderwagen, und ein paar, die m\u00fcde genug sind, um sich auf den Boden schlafen zu legen. Wei\u00dfe Plastikdecken, niemand, der sich darunter r\u00fchrt, und weil es Nacht ist, ist die erste Assoziation im Kopf die einer Leichenhalle.<\/p>\n<p>In derselben Stra\u00dfe, drei Meter von all dem entfernt, einfach nur auf der gegen\u00fcberliegenden Fahrspur, macht die Polizei eine Verkehrskontrolle. H\u00e4lt Autos an: Haben Sie Alkohol getrunken? Das ist nicht mehr zynisch, das ist perfide und pervers.<\/p>\n<p>Es ist mir dieser Tage, als habe das Land, in dem wir heute leben, nichts mit demjenigen zu tun, in dem wir noch vor einem Jahr zu leben meinten. Es ist, als f\u00e4nde das, was wir in den Nachrichten t\u00e4glich sehen, in Wirklichkeit nur im Fernsehen statt, nicht auf unseren Stra\u00dfen. Vor unseren Haust\u00fcren.<\/p>\n<p>Pl\u00f6tzlich leben wir in einem Land, in dem es zur Tagesordnung geh\u00f6rt, Nachrichten wie die folgenden zu h\u00f6ren, schlimmer noch, sie hinzunehmen, anschlie\u00dfend zum B\u00e4cker zu gehen und sich ein Croissant zu bestellen:<\/p>\n<p>W\u00e4hrend 30 Deutsche mit Baseballschl\u00e4gern auf drei Syrer losgehen, w\u00e4hrend ein Bj\u00f6rn H\u00f6cke sich seelenruhig mit einer Deutschland-Fahne in ein Studio der ARD setzt oder \u00f6ffentlich hetzt, Fl\u00fcchtlinge w\u00fcrden blonde, deutsche Frauen vergewaltigen.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend die Kandidatin f\u00fcr das Amt der Oberb\u00fcrgermeisterin von K\u00f6ln mit einem Messer lebensbedrohlich verletzt wird, weil sie eine Fl\u00fcchtlingspolitik verfolgt, die dem T\u00e4ter zuwider ist. W\u00e4hrend der AfD-Landeschef von NRW Fl\u00fcchtlinge notfalls mit Schie\u00dfwaffen abwehren will. W\u00e4hrend Br\u00e4nde gelegt werden.<\/p>\n<p><figure id=\"attachment_2880\" aria-describedby=\"caption-attachment-2880\" style=\"width: 640px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-2880 size-large\" src=\"http:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/freitext\/wp-content\/blogs.dir\/84\/files\/2015\/11\/fremdenhass-1024x682.jpg\" alt=\"Wir d\u00fcrfen uns nicht an ihren Hass gew\u00f6hnen\" width=\"640\" height=\"426\" srcset=\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2015\/11\/fremdenhass-1024x682.jpg 1024w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2015\/11\/fremdenhass-620x413.jpg 620w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2015\/11\/fremdenhass.jpg 2000w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-2880\" class=\"wp-caption-text\">\u00a9 Patrik Stollarz\/AFP\/Getty Images<\/figcaption><\/figure><\/p>\n<p>Zahlen, bei denen man aufschreien m\u00f6chte: Das ist nicht mein Land!: Mehr als 580 Anschl\u00e4ge auf Fl\u00fcchtlingsunterk\u00fcnfte wurden in diesem Jahr bereits in Deutschland ver\u00fcbt. Das sind beinahe zwei pro Tag. Wir aber gehen zum B\u00e4cker. Noch mehr Zahlen: Nur 16 Prozent der Brandstiftungen wurden aufgekl\u00e4rt.<\/p>\n<p>Es ist nat\u00fcrlich kein deutsches Ph\u00e4nomen: Im polnischen Wahlkampf wird mit Parolen gek\u00e4mpft, in denen es hei\u00dft, Fl\u00fcchtlinge br\u00e4chten Parasiten mit. In Schweden wird ein Anschlag auf einen Kindergarten mit besonders vielen Einwandererkindern geplant, und das muss man wiederholen, Buchstabe f\u00fcr Buchstabe: K &#8211; I &#8211; N &#8211; D &#8211; E &#8211; R. In Ungarn werden Menschen in Zook\u00e4fige gesperrt, und auch das k\u00f6nnte man Buchstabe f\u00fcr Buchstabe wiederholen: M &#8211; E &#8211; N &#8211; S &#8211; C &#8211; H &#8211; E &#8211; N. In sechs europ\u00e4ischen L\u00e4ndern sind rechtsextreme Parteien in der Regierung vertreten, in vierzehn weiteren im Parlament.<\/p>\n<p>Jedes Mal, wenn sich die Prozesse, die wir heute erleben, ank\u00fcndigten \u2013 sei es in der Sarrazin-Debatte, in der entw\u00fcrdigenden Rhetorik der Beschneidungsdiskussion, in dem ersch\u00fctternden NSU-Skandal, und selbst als Pegida Anfang des Jahres erwachte, \u2013 jedes Mal dachte man: Es wird vor\u00fcbergehen. Es sind Einzelne. Wir werden sie isolieren und ihnen zeigen, was Deutschland ist, was Demokratie.<\/p>\n<p>W\u00e4hrenddessen aber ist der Hass gewachsen, der Hass auf alles, was anders ist, und die Angst davor, dass man etwas verlieren k\u00f6nnte \u2013 obwohl man noch gar nichts verloren hat. Und der Hass hat nach \u00c4ngsten und Fragen und Bef\u00fcrchtungen gegriffen und all das an sich gerissen und ist dicker und gr\u00f6\u00dfer und h\u00e4sslicher geworden, und geht stolz und offen dieses Gef\u00fchl demonstrieren.<\/p>\n<p>Wir schauen zu. Es h\u00f6rt nicht auf, es wird nicht besser, und ein wenig gew\u00f6hnen wir uns daran, obwohl wir es nicht zugeben wollen. Und was wir auch nicht zugeben wollen: Das k\u00f6nnte erst der Anfang sein. Und vielleicht muss man das umformulieren: Es ist erst der Anfang. Und eigentlich wissen wir: Zuschauen d\u00fcrfen wir nicht noch einmal. Zulassen, dass zur Normalit\u00e4t wird, was wir fr\u00fcher nur aus Filmen kannten.<\/p>\n<p>Die Rhetorik radikalisiert sich t\u00e4glich, man spricht von &#8222;Fl\u00fcchtlingsangriff&#8220;, vergleicht den Justizminister mit Joseph Goebbels und sagt offen, dass Unterst\u00fctzer der Merkel&#8217;schen Fl\u00fcchtlingspolitik &#8222;an die Wand gestellt&#8220; geh\u00f6ren.<\/p>\n<p>Wo sich die Rhetorik auf der einen Seite verh\u00e4rtet, da verweichlicht sie auf der anderen Seite: Neonazis, die zu Gewalttaten bereit sind und mit offen rassistischen Parolen um sich werfen, werden als &#8222;besorgte B\u00fcrger&#8220; bezeichnet.<\/p>\n<p>Die Grenzen dessen, was man \u00f6ffentlich sagen darf, sind verschoben worden, die Grenzen dessen, was wir akzeptieren, ebenfalls: Am Sonntagabend gibt es in der ARD den Tatort, am Montagabend in der Tagesschau die Bilder von den Nazi-Fressen in Dresden.<\/p>\n<p>Wir sehen das hilflos, und wir wundern uns: Wo ist denn das Land, in dem ich letztes Jahr noch lebte. Und irgendwann kommt Verzweiflung auf: Was kann man tun?<\/p>\n<p>Man hat versucht, mit ihnen zu reden. Man hat versucht, die Sorgen ernst zu nehmen. Man hat zur\u00fcckgeschrien. Man hat versucht, sich auf die andere Seite zu stellen, um zu zeigen, dass es auch die andere Seite gibt. Man hat Petitionen unterschrieben und ist auf die Stra\u00dfe gegangen. Man hat angeschrieben dagegen. Man hat versucht zu erkl\u00e4ren, Fakten gegen \u00c4ngste zu stellen, und mit Zahlen gegen Vorstellungen vorzugehen. Und hat es etwas gebracht? Unsere Zeit erinnert einen an eine, \u00fcber die man viel in der Schule gelernt hat.<\/p>\n<p>Am Lageso frage ich die freundlichen Helfer, die den wartenden Menschen im Vorbeigehen auf die Schulter klopfen und l\u00e4cheln, um halb ein Uhr nachts, ob man irgendwas tun k\u00f6nne, jetzt. \u201eNur jemanden f\u00fcr die Nacht aufnehmen\u201c, ist die Antwort. Da ich aber in Berlin nicht zu Hause bin und selbst als Gast bei Bekannten \u00fcbernachte, kann ich leider niemanden mitnehmen.\u00a0Irgendwann wird es sehr kalt, und ich werde sehr m\u00fcde, und weil ich in dem Moment nichts tun kann, au\u00dfer das hier gleich aufzuschreiben, gehe ich zum Auto zur\u00fcck. Die anderen aber, denen kalt ist, und die m\u00fcde sind, bleiben dort. In den n\u00e4chsten Tag lese ich, dass eine junge, schwangere Frau aus Somalia in Brandenburg auf offener Stra\u00dfe und bei Tageslicht krankenhausreif zusammengeschlagen wurde. Das ist wieder eine dieser Nachrichten, bei denen man denkt, das ist doch nicht real. Da kommen einem die Tr\u00e4nen, man wird abgestumpft und bleibt dennoch ein Mensch, die Tr\u00e4nen sind nicht der Traurigkeit, sondern der Verzweiflung geschuldet, und gleichzeitig ist da das Wissen: Man muss. Weitermachen. F\u00fcr Verzweiflung ist keine Zeit. Wenn man aufgibt, wenn man nichts mehr tut, dann \u00fcberl\u00e4sst man ihnen den Raum. Dann nehmen sie uns das Land. Selbst daf\u00fcr, um einem pamphletischen Ende wie diesem den Pathos zu nehmen, ist eigentlich keine Zeit.<\/p>\n<p>_________________<\/p>\n<p><strong><em>Sie m\u00f6chten keinen Freitext verpassen? Aufgrund der gro\u00dfen Nachfrage gibt es jetzt einen Newsletter. <a href=\"http:\/\/bit.ly\/1xjyvzZ\" target=\"_blank\">Hier k\u00f6nnen Sie ihn abonnieren.<\/a><\/em><\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gewalt und Menschenverachtung sind Alltag auf den Stra\u00dfen geworden. Wir leben weiter, als w\u00e4re nichts passiert. 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