{"id":2965,"date":"2016-01-12T06:00:54","date_gmt":"2016-01-12T05:00:54","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zeit.de\/freitext\/?p=2965"},"modified":"2016-01-11T16:28:45","modified_gmt":"2016-01-11T15:28:45","slug":"europa-festung-poe-ebmeyer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/2016\/01\/12\/europa-festung-poe-ebmeyer\/","title":{"rendered":"Der schauerliche Traum von einer europ\u00e4ischen Festung"},"content":{"rendered":"<p><strong>Immer mehr Menschen schreien nach Abschottung. Wenn wir dieser v\u00f6lkischen Raserei nachgeben, werden wir f\u00fcr Jahrzehnte in einen gesellschaftlichen Abgrund st\u00fcrzen.<\/strong><\/p>\n<p><figure id=\"attachment_2971\" aria-describedby=\"caption-attachment-2971\" style=\"width: 960px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-2971\" src=\"http:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/freitext\/wp-content\/blogs.dir\/84\/files\/2016\/01\/freitextabschottung.jpg\" alt=\"\u00a9 Laszlo Balogh \" width=\"960\" height=\"640\" srcset=\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2016\/01\/freitextabschottung.jpg 960w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2016\/01\/freitextabschottung-620x413.jpg 620w\" sizes=\"auto, (max-width: 960px) 100vw, 960px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-2971\" class=\"wp-caption-text\">\u00a9 Laszlo Balogh<\/figcaption><\/figure><\/p>\n<p>In Zeiten der grassierenden Paranoia auch noch Edgar Allan Poe zu lesen, klingt wie keine gute Idee, kann aber sehr hilfreich sein. Poe war ja f\u00fcr einiges ein Spezialist. So auch f\u00fcr den Wahn von der Festung \u2013 eben den Wahn, der zurzeit in weiten Teilen Europas um sich greift und sogar als politisches Prinzip gehandelt wird. Das ganze Szenario der Abschottung einer Gruppe von Wohlhabenden gegen Elend und Terror hat Poe schon durchgespielt, kompakt und symboltr\u00e4chtig, wie es seine Art war, und bis hin zum grauenvollen Ende.<!--more--><\/p>\n<p><em>The Masque of the Red Death<\/em> (auf Deutsch als <em>Die Maske des Roten Todes<\/em> bekannt; w\u00f6rtlich \u00fcbersetzt w\u00fcrde der Titel &#8222;Das Maskenspiel des Roten Todes&#8220; lauten) ist die rabiateste seiner Horrorgeschichten. Ein F\u00fcrst mit dem sprechenden Namen Prospero \u2013 also der, dem es pr\u00e4chtig geht \u2013 verbarrikadiert sich mit tausend H\u00f6flingen in einer Festung, weil ringsum eine Epidemie w\u00fctet. W\u00e4hrend drau\u00dfen der &#8222;Rote Tod&#8220; die Menschen dahinrafft, feiern drinnen Prospero und seine Gesellschaft einen makabren Maskenball in erlesenem Ambiente. Nur der durchdringende Schlag einer Standuhr aus Ebenholz l\u00e4sst das Fest zu jeder vollen Stunde kurz erlahmen. Aber schon im n\u00e4chsten Moment rauscht es weiter. Und immer weiter. Bis auf einmal eine Figur auftaucht, die zuvor keiner bemerkt hat. Ihre Maske gleicht dem starren Gesicht einer Leiche, und ihr Gewand ist blutgetr\u00e4nkt, so wie bei den Opfern des &#8222;Roten Todes&#8220;. Da h\u00f6rt f\u00fcr alle, selbst f\u00fcr den F\u00fcrsten mit der Vorliebe f\u00fcrs Bizarre, der Spa\u00df auf.<\/p>\n<p>Beim Versuch, den Frevler zu t\u00f6ten, f\u00e4llt Prospero selbst tot um. Als einige H\u00f6flinge dann dem &#8222;Eindringling&#8220; Maske und Kost\u00fcm vom Leib rei\u00dfen wollen, stellen sie entsetzt fest, dass &#8222;keine fassbare Gestalt&#8220; dahinter steckt. Die kleine Erz\u00e4hlung schlie\u00dft mit dem Satz: &#8222;Und Finsternis und Verwesung und der Rote Tod hatten grenzenlose Herrschaft \u00fcber alles.&#8220;<\/p>\n<p>Ich will <em>Die Maske des Roten Todes<\/em> nicht \u00fcberbeanspruchen. Weder betrachte ich sie als Prophezeiung noch als eindeutige politische Parabel. Was mich interessiert, ist, wie sie bestimmte Denk- und Verhaltensmuster anschaulich macht, die heute in der sogenannten Fl\u00fcchtlingsdebatte und in der Terrorismusdebatte allzu oft den Ton angeben.<\/p>\n<p>Nehmen wir den Wunsch, sich abzuschotten. Umgeben von schlimmster Not (&#8222;keine Pest war je so t\u00f6dlich gewesen&#8220;), versuchen die, die in Saus und Braus leben, nicht etwa zu helfen, sondern machen ihre Wohlstandsblase dicht. <em>&#8222;The external world could care of itself&#8220;<\/em> \u2013 &#8222;Die Au\u00dfenwelt konnte sehen, wo sie blieb&#8220;: Nach diesem Motto igeln sich die Happy Few ein. Und die Vorr\u00e4te waren reichlich, hei\u00dft es bei Poe. Wie dieser Reichtum begr\u00fcndet, auf wessen Kosten er angeh\u00e4uft worden ist und ob die Art, wie er zustande kommt, vielleicht in einem Zusammenhang steht mit der Pest, die drau\u00dfen w\u00fctet, wird nicht erkl\u00e4rt, verbleibt also als Frage im Raum. So wie diejenigen, die heute Fl\u00fcchtenden die Grenzen verschlie\u00dfen wollen, ungern Gedanken daran verschwenden, warum eigentlich Millionen Menschen verzweifelt ihr ganzes Leben zur\u00fccklassen.<\/p>\n<p><strong>M\u00f6rderischer Eindringling<\/strong><\/p>\n<p>In Poes Erz\u00e4hlung ist es der Schlag der Uhr, der die Festgesellschaft noch manchmal an die Wirklichkeit jenseits der Blase erinnert. Dann ger\u00e4t sie kurz in Panik, blo\u00df um anschlie\u00dfend weiterzumachen wie bisher. Es ist der gleiche Mechanismus, nach dem heute in der Festung Europa die meisten politischen und sozialen Debatten verlaufen; der gleiche Mechanismus, mit dem die EU jahrelang versucht hat, die &#8222;Fl\u00fcchtlingskrise&#8220; abzuhandeln. Und nun, da klar geworden ist, dass sie sich nicht abhandeln l\u00e4sst, schrillt es bis weit in die angebliche politische Mitte hinein, man m\u00fcsse die Festung fester machen. &#8222;Seht ihr denn auch nach den Morden von Paris nicht&#8220;, so zetern die Verfechter der Abschottung, &#8222;dass der Dschihad-Terror, dieser Rote Tod unserer Tage, bereits bei uns eingedrungen ist?&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;\u00c0 propos!&#8220;, k\u00f6nnten sie fortfahren: &#8222;Auch bei Poe ist doch der, der das Verderben bringt, ein &#8218;Eindringling&#8216; \u2013 einer, der &#8218;wie ein Dieb in der Nacht&#8216; auftaucht, um alles zu zerst\u00f6ren. Wenn <em>Die Maske des Roten Todes<\/em> f\u00fcr unsere Gegenwart eine Botschaft haben soll, dann diese: Das Unheil kommt von ausw\u00e4rts; wenn wir es hereinlassen, droht uns der Untergang. Und eben davor warnen ja Pegida\/AfD\/Seehofer \u2026&#8220;<\/p>\n<p>Nun. Schauen wir uns Poes m\u00f6rderischen Party-Pooper etwas genauer an. In der Tat wird er im Text einmal als <em>&#8222;intruder&#8220;<\/em> bezeichnet, als Eindringling, und auch den Satz <em>&#8222;He had come like a thief in the night&#8220;<\/em> haben wir Schwarz auf Wei\u00df. Doch beide Aussagen werden aus der Perspektive der H\u00f6flinge getroffen. Sie sind ebenso haltbar oder nicht wie am Anfang der Geschichte die Beteuerungen, dass die Festung sicher abgedichtet sei. F\u00fcr die Feiernden ist derjenige, der ihnen die Feier verdirbt, eh ein Eindringling, auch wenn er aus ihrer eigenen Mitte kommt. Sie wollen hinter der Maske unbedingt einen Anderen, einen Nicht-Zugeh\u00f6rigen dingfest machen. Doch das gelingt ihnen nicht. Die Maske ist hohl, die Gestalt gestaltlos: &#8222;Finsternis und Verwesung&#8220; haben keine andere Herkunft als die Festung selbst.<\/p>\n<p><strong>Ideologisch verzerrt<\/strong><\/p>\n<p>Ob die Festung ganz dicht sein kann, ist nicht die Frage. Trotzdem sollten wir sie kurz stellen, denn sie ist ein guter Weg, um im Abschottungswunsch den Wahn zu erkennen. Dauernd wird gemahnt, hinter der Parole &#8222;Wir schaffen das&#8220; \u2013 also &#8222;das&#8220; mit all denen, die zu uns fl\u00fcchten \u2013 stehe kein Konzept. Dabei ist so ein Konzept erstens nicht die Quadratur des Kreises, und wenn es nicht (oder nur undeutlich) formuliert wird, darf man als Grund daf\u00fcr weitaus eher politische Feigheit vermuten als Ratlosigkeit. Zweitens aber lassen sich gesellschaftliche Umbr\u00fcche nur in den seltensten F\u00e4llen Zeit, bis f\u00fcr sie ein Konzept ausgearbeitet ist.<\/p>\n<p>Was den Vorwurf jedoch noch l\u00e4cherlicher macht, ist, dass es f\u00fcr die Gegenhaltung, also &#8222;Wir schaffen das nicht&#8220;, erst recht kein Konzept gibt. F\u00fcr &#8222;Wir schaffen das nicht&#8220; kann es gar kein Konzept geben, es sei denn, man h\u00e4lt apokalyptisches Dr\u00f6hnen f\u00fcr ein Konzept. &#8222;Wir schaffen das nicht&#8220; ist blo\u00df ein hasenf\u00fc\u00dfigerer Ausdruck f\u00fcr &#8222;Die Au\u00dfenwelt soll sehen, wo sie bleibt&#8220;. Dahinter steht mehr oder weniger verbr\u00e4mte Feindseligkeit gegen das &#8222;Fremde&#8220;, vor allem aber die Angst vor Ver\u00e4nderung. Wer m\u00f6chte, kann solche Gr\u00fcnde nachvollziehen oder versuchen, sie seri\u00f6s einzukleiden; sie vern\u00fcnftig zu finden, ist aber unm\u00f6glich. Immer beruhen sie auf einem willk\u00fcrlichen, ideologisch verzerrten Status quo oder auf einem nicht minder in die Tasche gelogenen Zustand vor dem Eintritt des &#8222;Fremden&#8220; in den eigenen Horizont. Rechtfertigen lassen sich diese Gr\u00fcnde nur im Rahmen einer perfiden &#8222;Scheinrationalit\u00e4t&#8220;, wie sie <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/netzwelt\/web\/sascha-lobo-ueber-die-irrationale-ausweitung-der-ueberwachung-a-1064508.html\">Sascha Lobo neulich als Lieblingsargumentationsverfahren unserer Zeit entlarvt<\/a> hat.<\/p>\n<p>Der Fehler der Festung liegt nicht in ihrer Konstruktion, sondern in ihrem Prinzip. Daran \u00e4ndert auch Sch\u00f6nf\u00e4rberei im Stil von &#8222;Wir wollen ja nur vor\u00fcbergehend dichtmachen, bis sich drau\u00dfen der Sturm gelegt hat&#8220; nichts. In der Festung wird, es ist blo\u00df eine Frage der Zeit, der Verfolgungswahn regieren. Der Terror wird kommen, man wird versuchen, ihn f\u00fcr fremd zu erkl\u00e4ren, und man wird sich dabei hoffnungslos verheddern. Ist der Terrorist, der in der Festung geboren wurde, keiner von uns, solange er noch einen Namen tr\u00e4gt, den wir nicht als einheimisch wahrnehmen? Ist schon verd\u00e4chtig, wer sich als Muslim bezeichnet? Oder wer zweisprachig aufw\u00e4chst? Und warum waren die NSU-Terroristen so furchtbar unverd\u00e4chtig? Warum werden die <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2015-11\/rechtsextremismus-fluechtlingsunterkuenfte-gewalt-gegen-fluechtlinge-justiz-taeter-urteile\">Hassverbrecher, die Fl\u00fcchtlingsunterk\u00fcnfte anz\u00fcnden, so wenig belangt<\/a>?<\/p>\n<p><strong>Zetern der Vernagelten<\/strong><\/p>\n<p>Ach ja, und wer alles m\u00fcsste eigentlich raus, damit in der Festung nur die verlieben, die wirklich &#8222;dazugeh\u00f6ren&#8220;? W\u00e4re es in Deutschland damit getan, die Bev\u00f6lkerungszusammensetzung von Ende 1944 wiederherzustellen? Oder m\u00fcsste auch noch die Einb\u00fcrgerung der Hugenotten r\u00fcckg\u00e4ngig gemacht werden? Unter den sich \u00fcberschneidenden Bed\u00fcrfnissen &#8222;F\u00fcr uns soll sich nichts \u00e4ndern&#8220; und &#8222;Wir wollen unter uns bleiben&#8220; klafft ein Abgrund der v\u00f6lkischen Raserei \u2013 ein Abgrund, in den heute jeder Pegida-Aufmarsch und jeder besorgtb\u00fcrgerliche Forumkommentar schamlos Einblick bieten. Es ist dieser Abgrund, aus dem das Unheil in die Festung kommt.<\/p>\n<p>Hier k\u00f6nnte zum Beispiel ein pfiffiger, festungsaffiner Sozialdemokrat einwenden: &#8222;Aber uns geht es doch nicht nur um Deutschland, uns geht es um Europa!&#8220; Das ist Gew\u00e4sch, denn die Europ\u00e4ische Union stand ja einmal f\u00fcr das Gegenteil des Prinzips Festung. Lange Zeit konnte man sie mit ein bisschen Idealismus als den Versuch betrachten, das Prinzip Offenheit in einem ziemlich gro\u00dfen politischen Rahmen zu verwirklichen. Seit sie diesen Grundsatz aufgegeben und sich dem Festungswahn ergeben hat, sehen wir die EU zerfallen.<\/p>\n<p>Ich f\u00fcrchte, die Spaltung in Anh\u00e4nger des Prinzips Festung und Anh\u00e4nger des Prinzips Offenheit ist die tiefste, die unsere Gesellschaft seit Jahrzehnten erlebt hat. Und noch viel zu wenig setzen wir dem Zetern der Vernagelten entgegen. In der Maske der Scheinrationalit\u00e4t sickert fatales Ressentiment in den gedanklichen Mainstream: von den kaum noch hinterfragten allgemeinen <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/leben\/fluechtlinge-muslimischen-maennern-begegnen-die-menschen-mit-angst-1.2745018\">Stigmatisierungen der Muslime<\/a> \u00fcber die spezielle <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/debatte\/kommentare\/article149392745\/Die-Angst-der-alten-Maenner-vor-jungen-Fluechtlingen.html\">Angst alternder deutscher M\u00e4nner vor jungen Fl\u00fcchtlingen<\/a> bis hin zu hetzerischem Komplett-Irrsinn \u00fcber angebliche UN-Pl\u00e4ne, die <a href=\"http:\/\/www.stefan-niggemeier.de\/blog\/22296\/so-luegt-udo-ulfkotte-fordert-die-uno-die-deutsche-bevoelkerung-durch-araber-zu-ersetzen\/\">deutsche Bev\u00f6lkerung auszutauschen<\/a>. &#8222;Die Stimmung kippt&#8220;, frohlocken die Propagandisten der Festung gerne. Wir m\u00fcssen dagegenhalten, mit voller Kraft. Mit Mut, mit Wahrheit, mit Hilfsbereitschaft und Gro\u00dfz\u00fcgigkeit. Denn das Prinzip Festung wird nie zu etwas anderem f\u00fchren als zu &#8222;Finsternis und Verwesung&#8220;. Das Prinzip Offenheit dagegen mag f\u00fcrs Erste erschreckend un\u00fcbersichtlich und unw\u00e4gbar erscheinen. Aber es bietet alle Chancen; und zwar nicht zuletzt f\u00fcr unsere \u2013 gesellschaftliche und geistige \u2013 Freiheit.<\/p>\n<p>Noch einmal ganz kurz zur\u00fcck zur <em>Maske des Roten Todes<\/em>. Wie fast immer bei Poe kann man die Erz\u00e4hlung auch so lesen, dass sie sich ganz im Gem\u00fct eines einzelnen Menschen zutr\u00e4gt. Zum Beispiel eines &#8222;patriotischen Europ\u00e4ers&#8220;, der seinen Kopf zur Festung ausgebaut hat. Immer tiefer verbohrt er sich in seinen Wahn, bis er schlie\u00dflich durchknallt und selbst zum Terroristen wird.<\/p>\n<p>Wie gesagt, ich m\u00f6chte diese Geschichte nicht f\u00fcr eine Prophezeiung halten.<\/p>\n<p>_________________<\/p>\n<p><strong><em>Sie m\u00f6chten keinen Freitext verpassen? Aufgrund der gro\u00dfen Nachfrage gibt es jetzt einen Newsletter. <a href=\"http:\/\/bit.ly\/1xjyvzZ\" target=\"_blank\">Hier k\u00f6nnen Sie ihn abonnieren.<\/a><\/em><\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Immer mehr Menschen schreien nach Abschottung. Wenn wir dieser v\u00f6lkischen Raserei nachgeben, werden wir f\u00fcr Jahrzehnte in einen gesellschaftlichen Abgrund st\u00fcrzen. In Zeiten der [\u2026]<\/p>\n","protected":false},"author":1027,"featured_media":2971,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[7],"tags":[],"class_list":["post-2965","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-gesellschaft-politik"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v21.0 - https:\/\/yoast.com\/wordpress\/plugins\/seo\/ -->\n<title>Der schauerliche Traum von einer europ\u00e4ischen Festung - Freitext<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/2016\/01\/12\/europa-festung-poe-ebmeyer\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Der schauerliche Traum von einer europ\u00e4ischen Festung - Freitext\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Immer mehr Menschen schreien nach Abschottung. Wenn wir dieser v\u00f6lkischen Raserei nachgeben, werden wir f\u00fcr Jahrzehnte in einen gesellschaftlichen Abgrund st\u00fcrzen. In Zeiten der [\u2026]\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/2016\/01\/12\/europa-festung-poe-ebmeyer\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"Freitext\" \/>\n<meta property=\"article:published_time\" content=\"2016-01-12T05:00:54+00:00\" \/>\n<meta property=\"article:modified_time\" content=\"2016-01-11T15:28:45+00:00\" \/>\n<meta property=\"og:image\" content=\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2016\/01\/freitextabschottung.jpg\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:width\" content=\"960\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:height\" content=\"640\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:type\" content=\"image\/jpeg\" \/>\n<meta name=\"author\" content=\"Michael Ebmeyer\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Geschrieben von\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"Michael Ebmeyer\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:label2\" content=\"Gesch\u00e4tzte Lesezeit\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data2\" content=\"9\u00a0Minuten\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\/\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/2016\/01\/12\/europa-festung-poe-ebmeyer\/\",\"url\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/2016\/01\/12\/europa-festung-poe-ebmeyer\/\",\"name\":\"Der schauerliche Traum von einer europ\u00e4ischen Festung - Freitext\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/#website\"},\"datePublished\":\"2016-01-12T05:00:54+00:00\",\"dateModified\":\"2016-01-11T15:28:45+00:00\",\"author\":{\"@id\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/#\/schema\/person\/18ec8896ee6050258ec234b50c0d4119\"},\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/2016\/01\/12\/europa-festung-poe-ebmeyer\/#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"de\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"ReadAction\",\"target\":[\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/2016\/01\/12\/europa-festung-poe-ebmeyer\/\"]}]},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/2016\/01\/12\/europa-festung-poe-ebmeyer\/#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Startseite\",\"item\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"Der schauerliche Traum von einer europ\u00e4ischen Festung\"}]},{\"@type\":\"WebSite\",\"@id\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/#website\",\"url\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/\",\"name\":\"Freitext\",\"description\":\"Feld f\u00fcr literarisches Denken\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"SearchAction\",\"target\":{\"@type\":\"EntryPoint\",\"urlTemplate\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/?s={search_term_string}\"},\"query-input\":\"required name=search_term_string\"}],\"inLanguage\":\"de\"},{\"@type\":\"Person\",\"@id\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/#\/schema\/person\/18ec8896ee6050258ec234b50c0d4119\",\"name\":\"Michael Ebmeyer\",\"image\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de\",\"@id\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/#\/schema\/person\/image\/\",\"url\":\"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/fff9e6858a284518b1157a6beeef61f44c2264d3aa09b8bf82bf1a7a3739cdd9?s=96&d=mm&r=g\",\"contentUrl\":\"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/fff9e6858a284518b1157a6beeef61f44c2264d3aa09b8bf82bf1a7a3739cdd9?s=96&d=mm&r=g\",\"caption\":\"Michael Ebmeyer\"},\"description\":\"geboren 1973, hat Romane wie \\\"Pl\u00fcsch\\\" (2002), \\\"Achter Achter\\\" (2005), \\\"Der Neuling (2009)\\\" und \\\"Landungen\\\" (2010) geschrieben. Aber auch zum Beispiel die \\\"Gebrauchsanweisung f\u00fcr Katalonien\\\" (2007), das Drehbuch zum Kino-Spielfilm \\\"Ausgerechnet Sibirien\\\" (2012) oder das sportliche Essayb\u00fcchlein \\\"Das Spiel mit Schwarz-Rot-Gold: \u00dcber Fu\u00dfball und Flaggenfieber\\\" (2014). Er ist Co-Autor von Heiko Maas' \\\"Aufstehen statt wegducken. Eine Strategie gegen Rechts\\\" (2017). Au\u00dferdem \u00fcbersetzt er aus einigen Sprachen und hat mit der Gruppe F\u00f6n zwei CDs ver\u00f6ffentlicht.\",\"url\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/author\/michael-ebmeyer\/\"}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"Der schauerliche Traum von einer europ\u00e4ischen Festung - Freitext","robots":{"index":"index","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"canonical":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/2016\/01\/12\/europa-festung-poe-ebmeyer\/","og_locale":"de_DE","og_type":"article","og_title":"Der schauerliche Traum von einer europ\u00e4ischen Festung - Freitext","og_description":"Immer mehr Menschen schreien nach Abschottung. Wenn wir dieser v\u00f6lkischen Raserei nachgeben, werden wir f\u00fcr Jahrzehnte in einen gesellschaftlichen Abgrund st\u00fcrzen. In Zeiten der [\u2026]","og_url":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/2016\/01\/12\/europa-festung-poe-ebmeyer\/","og_site_name":"Freitext","article_published_time":"2016-01-12T05:00:54+00:00","article_modified_time":"2016-01-11T15:28:45+00:00","og_image":[{"width":960,"height":640,"url":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2016\/01\/freitextabschottung.jpg","type":"image\/jpeg"}],"author":"Michael Ebmeyer","twitter_card":"summary_large_image","twitter_misc":{"Geschrieben von":"Michael Ebmeyer","Gesch\u00e4tzte Lesezeit":"9\u00a0Minuten"},"schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"WebPage","@id":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/2016\/01\/12\/europa-festung-poe-ebmeyer\/","url":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/2016\/01\/12\/europa-festung-poe-ebmeyer\/","name":"Der schauerliche Traum von einer europ\u00e4ischen Festung - Freitext","isPartOf":{"@id":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/#website"},"datePublished":"2016-01-12T05:00:54+00:00","dateModified":"2016-01-11T15:28:45+00:00","author":{"@id":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/#\/schema\/person\/18ec8896ee6050258ec234b50c0d4119"},"breadcrumb":{"@id":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/2016\/01\/12\/europa-festung-poe-ebmeyer\/#breadcrumb"},"inLanguage":"de","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/2016\/01\/12\/europa-festung-poe-ebmeyer\/"]}]},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/2016\/01\/12\/europa-festung-poe-ebmeyer\/#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Startseite","item":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"Der schauerliche Traum von einer europ\u00e4ischen Festung"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/#website","url":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/","name":"Freitext","description":"Feld f\u00fcr literarisches Denken","potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/?s={search_term_string}"},"query-input":"required name=search_term_string"}],"inLanguage":"de"},{"@type":"Person","@id":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/#\/schema\/person\/18ec8896ee6050258ec234b50c0d4119","name":"Michael Ebmeyer","image":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/#\/schema\/person\/image\/","url":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/fff9e6858a284518b1157a6beeef61f44c2264d3aa09b8bf82bf1a7a3739cdd9?s=96&d=mm&r=g","contentUrl":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/fff9e6858a284518b1157a6beeef61f44c2264d3aa09b8bf82bf1a7a3739cdd9?s=96&d=mm&r=g","caption":"Michael Ebmeyer"},"description":"geboren 1973, hat Romane wie \"Pl\u00fcsch\" (2002), \"Achter Achter\" (2005), \"Der Neuling (2009)\" und \"Landungen\" (2010) geschrieben. Aber auch zum Beispiel die \"Gebrauchsanweisung f\u00fcr Katalonien\" (2007), das Drehbuch zum Kino-Spielfilm \"Ausgerechnet Sibirien\" (2012) oder das sportliche Essayb\u00fcchlein \"Das Spiel mit Schwarz-Rot-Gold: \u00dcber Fu\u00dfball und Flaggenfieber\" (2014). Er ist Co-Autor von Heiko Maas' \"Aufstehen statt wegducken. Eine Strategie gegen Rechts\" (2017). Au\u00dferdem \u00fcbersetzt er aus einigen Sprachen und hat mit der Gruppe F\u00f6n zwei CDs ver\u00f6ffentlicht.","url":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/author\/michael-ebmeyer\/"}]}},"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2016\/01\/freitextabschottung.jpg","jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2965","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1027"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2965"}],"version-history":[{"count":13,"href":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2965\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2976,"href":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2965\/revisions\/2976"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/wp-json\/wp\/v2\/media\/2971"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2965"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2965"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2965"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}