{"id":3102,"date":"2016-02-06T06:00:02","date_gmt":"2016-02-06T05:00:02","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zeit.de\/freitext\/?p=3102"},"modified":"2016-02-05T16:59:08","modified_gmt":"2016-02-05T15:59:08","slug":"fluechtlinge-werte-gesellschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/2016\/02\/06\/fluechtlinge-werte-gesellschaft\/","title":{"rendered":"Das Land muss sich selbst wiederfinden"},"content":{"rendered":"<p><strong>In der gegenw\u00e4rtigen Fl\u00fcchtlingsdebatte wird viel von Werten geredet. Wenn die Fanatiker immer lauter schreien, sollten wir uns auf die St\u00e4rken unserer weltlichen, zweifelnden Denktradition besinnen.<\/strong><\/p>\n<p>&#8222;Irgendwann werde ich Bayern-M\u00fcnchen-Fan, \/ irgendwann mag ich Gr\u00f6nemeyer&#8220;. Mit diesen erbaulichen Zeilen lie\u00df der Liedermacher Funny van Dannen einen Song beginnen, den er 2007 ver\u00f6ffentlichte. Der Song hei\u00dft <em>Integrieren<\/em>. Wenn Sie zwei Minuten er\u00fcbrigen k\u00f6nnen, <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=ABCNLVE-NTg\" target=\"_blank\">h\u00f6ren Sie sich ihn ruhig mal an<\/a>. Zur Entspannung.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich erst, nachdem Sie diesen Text gelesen haben. Es ist ein Text \u00fcber Werte. \u00dcber unsere und andere. Denn die Sorge um Werte ist es ja, die viele von uns umtreibt, wenn heute massenhaft Menschen aus der &#8222;islamischen Welt&#8220; nach Europa, nach Deutschland fl\u00fcchten. Sie kommen hierher und bringen knallharte Denkweisen mit. L\u00e4ngst nicht alle von ihnen, klar. Aber manche. Und da sie in siebenstelliger Zahl eintreffen, sind &#8222;manche&#8220; schon eine Riesenmenge.<!--more--><\/p>\n<p>Religi\u00f6se Unduldsamkeit, rasender Antisemitismus, kein Schimmer von Frauenrechten, null Toleranz f\u00fcr Schwule, aggressiver Ehrbegriff, heillos autorit\u00e4re Gesellschaftsbilder: So, wird bef\u00fcrchtet, sieht das moralische Handgep\u00e4ck der Neuen aus. Und dem habe unsere erschlaffte westliche Kultur nichts Standfestes entgegenzusetzen. &#8222;Die k\u00f6nnen wir unm\u00f6glich alle integrieren&#8220; \u2013 das ist die auch unter Rot- und Gr\u00fcnw\u00e4hlern g\u00e4ngige Begr\u00fcndung f\u00fcr den beliebten Konter gegen die Kanzlerin: Nein, wir schaffen das nicht.<\/p>\n<p>Und wie sollen wir es denn schaffen? Wie k\u00f6nnen wir mit einer weichen, abstrakten Formel wie &#8222;Die W\u00fcrde des Menschen ist unantastbar&#8220; gegen den Absolutheitsanspruch von &#8222;Gott befiehlt&#8220; antreten? Wenn jemand meint, die Religion unterscheide den Menschen vom Tier, wie sollen wir den vom s\u00e4kularen Staat \u00fcberzeugen? Wie sollen wir jemanden, der denkt, wer seine Frau nicht schl\u00e4gt, sei ein Schw\u00e4chling, und der unverschleierte M\u00e4dchen f\u00fcr ehrlos h\u00e4lt, f\u00fcr die Gleichberechtigung der Geschlechter gewinnen? Wie vermitteln wir grollenden Arabern, dass &#8222;die Juden&#8220; nicht in eins zu setzen sind mit dem Staat Israel \u2013 und erst recht nicht mit den Zerrbildern von Israel, mit denen sie, die Araber, vielleicht von Kindheit an indoktriniert wurden?<\/p>\n<p>Das sind Fragen, die man ja wohl noch stellen darf. Und die man dann ja wohl auch versuchen soll zu beantworten. Die Angst, wir h\u00e4tten uns mit der Willkommenskultur einen Massenzulauf an Fanatikern eingehandelt (quasi lauter orientalische Pendants zu unseren AfD-Sympathisanten), halte ich als Gutmensch nat\u00fcrlich f\u00fcr aufgebauscht. Doch wenn wir \u00fcber Werte reden wollen, kann so ein Schreckensbild uns helfen, deutlich zu werden.<\/p>\n<p>Uns drohen demnach lauter Absolutheiten. Die revolution\u00e4re Geistesbewegung, aus der sich das <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/kultur\/2015-03\/abendland-pegida-deutschland-polemik\" target=\"_blank\">moderne &#8222;Abendland&#8220;<\/a> gebildet hat, war aber doch der Abschied vom Absoluten. Der Ausgang des Menschen aus der Unm\u00fcndigkeit, wie Kant so h\u00fcbsch sagte. Die Lizenz zum Selbstdenken, die Erm\u00e4chtigung, die eigenen Geschicke in die Hand zu nehmen. Das war weit mehr als nur der Abschied vom Absolutismus als politischem System und der Weg zur parlamentarischen Demokratie. Es war in allem menschlichen Handeln und Gr\u00fcbeln die Abkehr vom Dogma, vom Unumst\u00f6\u00dflichen. Die Erkenntnis, dass jedes &#8222;Gott befiehlt&#8220; bei genauerem Hinsehen auf ein &#8222;Es wird behauptet, dass Gott befiehlt&#8220; zusammenschrumpft. Die Ansicht oder Einsicht, dass die Regeln, nach denen wir leben, nicht vorgeschrieben, sondern auszuhandeln sind. Die gro\u00dfe Freiheit und ebenso gro\u00dfe Verantwortung eines neu begriffenen &#8222;Wir&#8220;: als m\u00fcndige Gesellschaft statt als blinde Gefolgschaft.<\/p>\n<p>Seltsamerweise wird Relativismus in sozialen Debatten als Schimpfwort gehandelt. Meist ohne weitere Erkl\u00e4rung, denn eine solche w\u00fcrde schwerfallen. Nicht umsonst arbeitet sich die Philosophie an dem Thema schon ab, seit die alten Griechen feststellen mussten, dass auch die &#8222;Barbaren&#8220; Wertesysteme hatten. Denn Relativismus hei\u00dft ja nicht, es gibt keine Werte, sondern blo\u00df, es gibt keine absoluten Werte. Und die Gefahr dieses Denkens liegt nicht darin, dass eingestanden relative Werte schw\u00e4cher w\u00e4ren als eingebildet absolute Werte \u2013 sondern darin, dass man sie f\u00fcr schw\u00e4cher h\u00e4lt. Weil ihr Bezugspunkt kein Gott oder Popanz ist, sondern dieses un\u00fcbersichtliche, unb\u00e4ndige Ph\u00e4nomen, das wir Menschheit nennen.<\/p>\n<p>Wir brauchen die h\u00f6chste Instanz, sonst schlagen wir uns blo\u00df die K\u00f6pfe ein: So argumentieren die, die am Absoluten festhalten wollen. Dabei setzen sie voraus, dass uns, wenn wir auf die h\u00f6chste Instanz verzichten, blo\u00df auch wieder das Absolute heimsucht \u2013 in seiner Rohform als Recht des St\u00e4rkeren, das beim K\u00f6pfe-Einhauen obsiegt. Die gro\u00dfe Errungenschaft des Abschieds vom Absoluten ist aber, dass er das Recht des St\u00e4rkeren durch die allgemeinen Menschenrechte ersetzt hat. Und eben das bleibt die gro\u00dfe Herausforderung an unsere Gesellschaft: die Menschenrechte an die Stelle der h\u00f6chsten Instanz zu setzen. Auch im Umgang mit Fl\u00fcchtlingen (egal, was f\u00fcr Absolutheiten sie mitbringen). Und beim Integrieren.<\/p>\n<p>&#8222;Die Ankunft von einer Million Fl\u00fcchtlinge[n] zwingt Deutschland, sich neu zu erfinden&#8220;, titelte k\u00fcrzlich das <em>Philosophie-Magazin<\/em>. Klingt be\u00e4ngstigend, oder? Sich neu zu erfinden f\u00e4llt doch sowieso verdammt schwer, wenn man nicht gerade Madonna oder David Bowie ist \u2013 aber dann auch noch zwangsweise? Da kriegen wir die Krise, die Fl\u00fcchtlingskrise.<\/p>\n<p>Seit wir, als modernes Abendland, begonnen haben, uns das Absolute abzugew\u00f6hnen, und damit unsere Angst nicht mehr ohne Weiteres als Gottesfurcht verbr\u00e4men k\u00f6nnen, haben verschiedene Fetische die Stelle der h\u00f6chsten Instanz gekapert, von denen &#8222;Nation&#8220; und &#8222;Rasse&#8220; die m\u00f6rderischsten waren. Diesen Fetischen nicht wieder zu verfallen, ist der h\u00e4rteste Teil der Herausforderung, vor die uns die sogenannte Fl\u00fcchtlingskrise stellt. Die Angst ist allzeit bereit und l\u00e4sst sich nie lange bitten: die Angst vor dem leeren Himmel, vor unserer Verantwortung f\u00fcreinander. Der Protest gegen Willkommenskultur und angeblich ungesicherte Grenzen speist sich aus dieser Angst. Er m\u00fcnzt sie um in Ressentiment, in Hass auf das Fremde, in Fantasien, auf Kinder zu schie\u00dfen. Die Angst nimmt Gestalt an im fratzenhaften Auftritt der AfD-Frauen Petry und von Storch oder in der Goebbels-Mimikry ihres Kollegen H\u00f6cke. Angesichts solcher Gespenster muss das Land sich nicht neu erfinden, sondern sich erst einmal dringend wiederfinden.<\/p>\n<p>Integrieren also. Integrieren ist furchtbar aufw\u00e4ndig, und die Ankunft der Million bringt nicht zuletzt ans Licht, wen alles wir au\u00dfer den Fl\u00fcchtlingen noch zu integrieren h\u00e4tten. Die Bescheidwisser aus den Foren schreiben gerne: &#8222;Man schaue nur einmal auf die sozial abgeh\u00e4ngten Stadtteile im Ruhrgebiet, und schon sieht man, wie schwer es mit der Integration von Muslimen ist.&#8220; Oha. Und man schaue auf die Nazid\u00f6rfer im Osten oder auf die derzeit durchschnittlichen <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/angriffe-fluechtlingsunterkuenfte-103.html\" target=\"_blank\">drei Angriffe pro Tag auf Fl\u00fcchtlingsunterk\u00fcnfte in Deutschland<\/a>, da sieht man, wie schwer es mit der Integration von Nicht-Muslimen sein kann. Und wie war das doch gleich mit den Russlanddeutschen? Oder man schaue noch einmal \u2013 nun ein wenig genauer \u2013 auf die &#8222;sozial abgeh\u00e4ngten Stadtteile&#8220;: Gibt es Hartz-IV-Gettos etwa nur da, wo besonders viele Muslime zu integrieren sind? Wie kommt es dann, dass die viel zitierte &#8222;Unterschichtsstudie&#8220; der Friedrich-Ebert-Stifung schon vor zehn Jahren auf die Zahl von sechs Millionen Menschen kam, die in unserer Gesellschaft von der Integration faktisch ausgeschlossen sind und zu diesem Zweck sogar einen eigenen Gruppennamen erhalten haben: das Prekariat? Sechs Millionen. Darunter ein kleiner Anteil Muslime.<\/p>\n<p>Wenn einer Gesellschaft sechs Millionen ihrer B\u00fcrger gleichg\u00fcltig sind, klingt der Ruf &#8222;Wir k\u00f6nnen die Fl\u00fcchtlinge nicht integrieren!&#8220; so verlogen, wie als sich nach den \u00dcbergriffen in der Silvesternacht Pegida-Demagogen pl\u00f6tzlich als Frauenrechtler aufspielten. Wo Werte nur simuliert werden, braucht man mit Integration oder deren angeblicher Unm\u00f6glichkeit gar nicht anzukommen.<\/p>\n<p>Wo man aber auf \u2013 abendl\u00e4ndische \u2013 Werte wirklich noch etwas gibt, wo Integration also nicht blo\u00df wohlfeiles Gerede ist, wird man auch den Fundamentalisten unter den Fl\u00fcchtlingen geduldig vermitteln, dass Religion hier Privatsache ist und dass auf dem gefl\u00fcgelten Wort vom Alten Fritz, &#8222;hier muss ein jeder nach seiner Fasson Selich werden&#8220;, diese ganze Republik gr\u00fcndet; inklusive ihrer Ungl\u00e4ubigen, ihrer emanzipierten Frauen und ihrer Homosexuellen. Man wird das Beispiel des Duisburger Vereins Offene Jugendarbeit dankbar ausweiten und f\u00fcr die oft mit Hetze gegen <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=FIPKv6lG5NI\" target=\"_blank\">Juden aufgewachsenen jungen Muslime Fahrten zu den KZ-Gedenkst\u00e4tten organisieren<\/a> (ja, das hilft). Und vielleicht wird man statt \u00fcber Parallelgesellschaften \u00fcber Parallelen sprechen: zum Beispiel zwischen dem Prinzip &#8222;Der Mensch nimmt sein Schicksal selbst in die Hand&#8220; und der Art, wie Menschen auf der Flucht vor Krieg oder Verfolgung ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen.<\/p>\n<p>Sprachkurse, Wohnungen, Lehrer, Sozialarbeiter \u2013 nat\u00fcrlich wird das kosten, vielleicht gar knapp zwei Prozent der j\u00e4hrlichen deutschen Wirtschaftsleistung, <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/fluechtlinge-koennten-den-staat-bis-2017-rund-50-milliarden-euro-kosten-a-1074985.html\" target=\"_blank\">wie einige Institute k\u00fcrzlich errechnet haben<\/a>. Glaubt man den Mittelstandsvereinigungen, <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/fluechtlinge-kann-der-mittelstand-ihnen-arbeit-geben-a-1075189.html\" target=\"_blank\">w\u00e4re dieses Geld allerdings gut angelegt<\/a>. Und weit weniger als bei der Bankenrettung wird <a href=\"http:\/\/deutsche-wirtschafts-nachrichten.de\/2015\/04\/05\/banken-rettung-kostet-deutsche-steuerzahler-236-milliarden-euro\/\" target=\"_blank\">es selbst dem teuersten Szenario nach sein<\/a>. \u00d6konomisch gesehen ist &#8222;Wir schaffen das nicht&#8220; also auf jeden Fall gelogen. Sozial und kulturell wird es davon abh\u00e4ngen, was uns &#8222;diese Menschen&#8220; (so lautet ja die quer durchs politische Spektrum g\u00e4ngige, zugleich Distanz und Verantwortungsbewusstein ausdr\u00fcckende Formel, um die Fl\u00fcchtlinge zu bezeichnen) wert sind \u2013 und was uns unsere Werte wert sind. Gerade wenn angesichts einer gesellschaftlichen Gro\u00dfaufgabe immer lauter die Fanatiker t\u00f6nen, die Rassisten und die Alarmisten, ist es wichtig, uns auf die St\u00e4rken, auf die integrative Kraft der weltlichen, zweifelnden, empathischen Denktradition zu besinnen, die mit dem Abschied vom Absoluten ihren Anfang nahm.<\/p>\n<p>Ach ja: Und freundlich sollten wir sein. Zu den Neuen. Wie zu allen Menschen, die selbst nicht unfreundlich sind (auch wenn Deutschland sich daf\u00fcr tats\u00e4chlich neu erfinden muss). Freundlichkeit ist die beste Voraussetzung f\u00fcrs Integrieren, wei\u00df ja eigentlich jeder. Mut zur Freundlichkeit ist Mut zur Freiheit. Zur Offenheit. Abschottung ist ein Reflex der Angst, Offenheit ein Ausweis von Mut, Freundlichkeit ein Signal von Offenheit. Und nein, Freundlichkeit hei\u00dft keineswegs Schw\u00e4che oder Sch\u00f6nf\u00e4rberei. Auch Freundlichkeit kann die Mittel des Rechtsstaats aussch\u00f6pfen, wenn n\u00f6tig. Etwa (willk\u00fcrliches Beispiel) bei Angriffen von Islamisten auf Christen in Fl\u00fcchtlingsunterk\u00fcnften. Und freundlich zu sein ist nicht zwangsl\u00e4ufig gleichbedeutend mit &#8222;Kommt alle zu uns&#8220; oder &#8222;Alle, die kommen, k\u00f6nnen bleiben&#8220;. Das ist ein anderes Thema. Aber auch zu Menschen ohne &#8222;gute Bleibeperspektive&#8220; sollten wir freundlich sein.<\/p>\n<p>Und nun lasst uns das Funny-van-Dannen-Lied h\u00f6ren. F\u00fcr eine heilsame Dosis Nabelschau und Integrationskritik. Zur Entspannung.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In der gegenw\u00e4rtigen Fl\u00fcchtlingsdebatte wird viel von Werten geredet. 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