{"id":3259,"date":"2016-03-06T06:00:12","date_gmt":"2016-03-06T05:00:12","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zeit.de\/freitext\/?p=3259"},"modified":"2016-03-06T21:09:07","modified_gmt":"2016-03-06T20:09:07","slug":"arschlochkultur-hass-ebmeyer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/2016\/03\/06\/arschlochkultur-hass-ebmeyer\/","title":{"rendered":"Unsere neue Arschlochkultur"},"content":{"rendered":"<p><strong>Vor Jahren konnte man mit Songs \u00fcber menschenverachtendes Verhalten Erfolg haben \u2013 als Pose und Spiel mit der Konsenskultur. Heute scheint Hass eine Tugend zu sein.<\/strong><\/p>\n<p><figure id=\"attachment_3267\" aria-describedby=\"caption-attachment-3267\" style=\"width: 620px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-3267 size-medium\" src=\"http:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/freitext\/wp-content\/blogs.dir\/84\/files\/2016\/03\/AFD-Demo-620x413.jpg\" alt=\"AFD-Demo\" width=\"620\" height=\"413\" srcset=\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2016\/03\/AFD-Demo-620x413.jpg 620w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2016\/03\/AFD-Demo-1024x682.jpg 1024w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2016\/03\/AFD-Demo.jpg 1220w\" sizes=\"auto, (max-width: 620px) 100vw, 620px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-3267\" class=\"wp-caption-text\">\u00a9 John Macdougall\/Getty Images<\/figcaption><\/figure><\/p>\n<p>Als das Jahrtausend noch ganz jung war und trotzdem schon eklig werden konnte, hielt sich ein Song namens <em>E<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=hoDnPGatgOg\">s ist geil, ein Arschloch zu sein<\/a><\/em> neun Wochen lang an der Spitze der deutschen Singlecharts. Dargeboten wurde er von einem Ex-Polizisten und <em>Big-Brother<\/em>-Kandidaten namens Christian M\u00f6llmann. Bereits im Container hatte sich Christian (alias &#8222;der Nominator&#8220;) nach Kr\u00e4ften unsympathisch gegeben, sein Lied reichte dazu das Motto nach. Und gewiss rieb sich da ein <a href=\"http:\/\/www.hitparade.ch\/showperson.asp?name=Steve+van+Velvet\">Texter<\/a> die H\u00e4nde, z\u00e4hlte es doch zu den wenigen Dingen, die im Jahr 2000 noch nicht gemacht worden waren, die W\u00f6rter &#8222;geil&#8220; und &#8222;Arschloch&#8220; gemeinsam im Titel einer Mainstream-Nummer unterzubringen. Und nat\u00fcrlich fiel diese Art, die Rolle des Fieslings abzufeiern, unter die seinerzeit modische schmierige Ironie (oder Pseudoironie); es w\u00e4re unfair, das nicht zu erw\u00e4hnen.<!--more--><\/p>\n<p>Ich w\u00fcnschte, ich h\u00e4tte ihn l\u00e4ngst vergessen k\u00f6nnen oder w\u00fcrde ihn nur noch in morbider Wer-hat-das-schlimmste-Popged\u00e4chtnis-Runde aus der Hirnhalde sch\u00fcrfen. Aber nein. Die Einstellung, die dieser Hit auf ein Schlagwort bringt \u2013 nennen wir sie das Christian-Prinzip \u2013, lebt nicht nur hartn\u00e4ckig weiter, sie greift, inzwischen ganz unironisch, derart um sich, dass eine Neuver\u00f6ffentlichung sich anbieten w\u00fcrde. Diesmal vielleicht zum J\u00e4germarsch umarrangiert und featuring Besorgte B\u00fcrger of Clausnitz.<\/p>\n<p>Weil in dem Song f\u00fcr Eurotrash-Verh\u00e4ltnisse erstaunlich lange Strophen zwischen den vervielf\u00e4ltigten Refrains zu \u00fcberbr\u00fccken waren, rappte Christian von &#8222;Arschloch&#8220; zu &#8222;Arschloch&#8220; als h\u00f6lzerner Falco-Imitator jeweils ein paar Hinweise darauf, was an dieser Existenzform denn geil sein sollte. Das meiste sind Verlegenheitsreime (&#8222;Ich fahr nen dicken Mercedes \/ Hallo da, wie geht es?&#8220;) oder Phrasen, die klingen, wie ein Schlagerlurch sich eine dicke Hose vorstellt (&#8222;Ich bin die 10 auf einer Skala von 1 bis 8&#8220;). Doch manche der Textbr\u00f6ckchen machen auch ein wenig deutlicher, in welchen sozialen Praktiken sich das Christian-Prinzip niederschl\u00e4gt: &#8222;Ich quatsch dich vorne freundlich zu \/ und dr\u00fcck dir hinten eine rein&#8220;; &#8222;Bevor das Datum verf\u00e4llt, \/ hab ich dich schnell mal abgezockt \/ und um die Kohle geprellt&#8220;; &#8222;Und gibt es ein Problem, dann wird es weggekauft&#8220;; &#8222;Wenn du ein Schwein bist, geh\u00f6rt dir alles allein&#8220;.<\/p>\n<p>Klar, solche Verse sind unverbindlich hingeschludert und sollen halt irgendwie zum Liedtitel passen. Bleiben wir trotzdem kurz dran, schlie\u00dflich geht es ums Prinzip.<\/p>\n<p>Gew\u00f6hnlich funktioniert das Christian-Prinzip nur, solange sich die \u00fcberwiegende Mehrheit der Gemeinschaft nicht daran h\u00e4lt. Wer es geil findet, ein Arschloch zu sein, verl\u00e4sst sich zugleich darauf, dass die Menschen ringsum eher keine sind: dass er selbst nicht dauernd &#8222;abgezockt&#8220; wird, dass man ihn, wenn er den Mercedes in die Leitplanke geknallt hat, nicht auslacht, sondern zusammenflickt und gesundp\u00e4ppelt usw. Wir d\u00fcrfen annehmen, dass auch die meisten K\u00e4uferinnen und K\u00e4ufer des Songs keine Arschl\u00f6cher waren, sondern recht redlich und empathief\u00e4hig, und dass dieses &#8222;Es ist geil&#8220; f\u00fcr sie allenfalls eine interessante, vielleicht irgendwie verruchte Pose war, ein Gedankenspiel.<\/p>\n<p><strong>Viktor Orb\u00e1n singt Christians Lied<\/strong><\/p>\n<p>Wer das Christian-Prinzip verficht, beruft sich dabei \u00fcbrigens nicht etwa auf das alte Ammenm\u00e4rchen des Liberalismus, also: <em>Wenn jeder sich um die eigenen Interessen k\u00fcmmert, ist f\u00fcr alle gesorgt.<\/em> Vielmehr pocht er darauf, dass es ein rei\u00dffestes soziales F\u00fcrsorgesystem gibt, aus dem allein er ausscheren darf. So gesehen verk\u00f6rpert er sogar eine <a href=\"http:\/\/www.katjakullmann.de\/blog\/ayn-rand-kampfliberale-nuss-hart-zu-knacken\/\">verquere Antithese zu Hardcore-Liberalen wie Ayn Rand<\/a>. Doch dies wiederum nur nebenbei bemerkt.<\/p>\n<p>Dass das Christian-Prinzip in seiner, sagen wir, klassischen Form auf eine Umgebung von Anst\u00e4ndigen z\u00e4hlt, hei\u00dft nicht, es lie\u00dfe sich nur individuell-zwischenmenschlich ausleben. Wie man es in gr\u00f6\u00dferem Stil umsetzt, zeigt etwa Ungarns Ministerpr\u00e4sident Viktor Orb\u00e1n, wenn er vorne dr\u00f6hnt: Europa kann uns mal, und sich hinten die EU-Subventionen reinschieben l\u00e4sst. Ach ja \u2013 vorne s\u00e4uselt er auch: \u201e<a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/the-guardian\/platzt-der-traum-von-der-grenzenlosigkeit\" target=\"_blank\">F\u00fcr uns Ungarn bedeutet Schengen Freiheit\u201c<\/a>, und hinten baut er einen Zaun, damit sich um die Fl\u00fcchtlinge gef\u00e4lligst die anderen k\u00fcmmern.<\/p>\n<p>Solange ein Einzelner so handelt, wird die Gemeinschaft es verkraften \u2013 doch was ist, wenn andere ihm nacheifern? Dann erhalten wir zum Beispiel die <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/visegrad-gipfel-oestliche-eu-staaten-fordern-abriegelung-der-balkanroute-a-1077537.html\">Visegr\u00e1d-Gruppe in ihrer aktuellen Ausrichtung<\/a>, und Christian singt ihre Hymne.<\/p>\n<p>Die Visegr\u00e1d-Gruppe, ein Zusammenschluss der Regierungen von Ungarn, Polen, Tschechien und der Slowakei, gab mit ihrem Vorsto\u00df, in Sachen Stacheldraht-Europa ohne weitere Absprache mit der EU Tatsachen zu schaffen, unl\u00e4ngst ein besonders gro\u00dfes und grelles Exempel f\u00fcr den Versuch ab, das Christian-Prinzip von der exklusiven Ausnahme zur umfassenden Regel zu machen. Ein widersinniger, schon mittelfristig suizidaler Ansatz, der aber inzwischen sogar im sozialdemokratisch mitregierten \u00d6sterreich Schule macht und den Horst Seehofer vorbildlich findet. Denn was k\u00fcmmern uns Kriegsopfer, Vertriebene, Verfolgte von sonstwoher, <em>who the fuck is<\/em> Europa, irgendwo hinterm Zaun wird es schon sichere Drittstaaten oder so was geben, und wenn nicht, auch egal. Geil ist halt geil.<\/p>\n<p><strong>Wenn du ein Schwein bist, geh\u00f6rt dir alles allein<\/strong><\/p>\n<p>Vielleicht wird man in diesen Zeiten nur besonders empfindlich, aber mir kommt es gerade wie ein Trend vor, dass eine Ausweitung des Christian-Prinzips auf diversen Ebenen erprobt oder propagiert wird. Allein die Fundst\u00fccke aus den drei Tagen Mitte Februar, bevor ich mich an diesen Text setzte: Erst der Techie aus dem Silicon Valley, der sich beschwert, weil ihm auf dem Weg zum t\u00e4glichen Geldscheffeln <a href=\"http:\/\/www.theguardian.com\/technology\/2016\/feb\/17\/san-francisco-tech-open-letter-i-dont-want-to-see-homeless-riff-raff\">der widerw\u00e4rtige Anblick von Obdachlosen zugemutet wird<\/a> (er nennt sie &#8222;<em>riff raff<\/em>&#8222;, Gesocks); dabei haben doch &#8222;die wohlhabenden Berufst\u00e4tigen sich das Recht verdient, in dieser Stadt zu leben&#8220;; und wenn seine Eltern mal zu Besuch kommen, sollen sie schlie\u00dflich &#8222;ein gro\u00dfartiges Erlebnis haben und diesen besonderen Ort genie\u00dfen k\u00f6nnen&#8220;; der B\u00fcrgermeister muss &#8222;<em>all of the homeless and riff raff<\/em>&#8220; also schleunigst aus dem Weg r\u00e4umen, anderenfalls &#8222;k\u00f6nnen Geld und politischer Druck die Dinge \u00e4ndern&#8220;.<\/p>\n<p>Dann das CDU-M\u00e4nnchen aus Rheinland-Pfalz, das es f\u00fcr opportun hielt, der an Multipler Sklerose erkrankten Ministerpr\u00e4sidentin Malu Dreyer (SPD) endlich mal so richtig reinzureiben, dass sie <a href=\"http:\/\/www.trier-reporter.de\/cdu-politiker-beleidigt-malu-dreyer\/\">behindert ist<\/a> \u2013 nat\u00fcrlich nur aus Sorge um den &#8222;behinderten Filz&#8220;, den die Landesmutter im Rollstuhl angeblich angerichtet hat; und das sich dann aber ganz furchtbar erschreckte, als selbst sein eigener Ortsverband ihm den Parteiaustritt nahelegte (Hilfe, sind ja doch nicht alles Arschl\u00f6cher).<\/p>\n<p>Und schlie\u00dflich Clausnitz und Bautzen. &#8222;Wenn du ein Schwein bist, geh\u00f6rt dir alles allein&#8220;: Speziell an diesen Satz aus Christians Song muss ich denken, wenn Deutschlands neu geschaffenes Bev\u00f6lkerungssegment der <a href=\"http:\/\/starke-meinungen.de\/blog\/2016\/02\/20\/clausnitz-ist-kein-zufall-die-gefaehrliche-widerstands-saat-der-neuen-rechten-geht-auf\/\">Hassb\u00fcrger<\/a> aktiv wird. &#8222;Wir sind das Volk&#8220;, br\u00fcllen sie gerne, um sich in Pogromstimmung bringen, und ja, welcher Montagsdemonstrant vor dem Mauerfall h\u00e4tte gedacht, dass diese Parole einmal zum Synonym f\u00fcr unseren programmatischen Songtitel w\u00fcrde?<\/p>\n<p><strong>Die Angst des Kartoffeldeutschen<\/strong><\/p>\n<p>Dass der alte Besserwessi wiederum den Anlass im Wesentlichen daf\u00fcr nutzt, sich einmal mehr wohlfeil vorm depperten Ossi zu grausen, und sich in seinem \u00dcberlegenheitsgef\u00fchl erst recht best\u00e4tigt sieht, weil bei ihm zu Hause im Formatradio als Soundtrack zum j\u00fcngsten Brandanschlag oder zum j\u00fcngsten &#8222;Endlich-Grenzen-dicht!&#8220;-Leitartikel gerade nicht <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=e02doeg6K20\"><em>Meine Heimat, die immer lacht<\/em><\/a> l\u00e4uft, hat freilich auch noch kein Arschloch zum Gutmenschen gel\u00e4utert. Und bisher hat der auf- und abgekl\u00e4rte Westen ins Tal der ewig Ahnungslosen in puncto &#8222;Deutschland erfindet sich neu&#8220; neben s\u00fcffisanten Pauschalisierungen im Wesentlichen Trixi von Storch, Bj\u00f6rn H\u00f6cke, Alex Gauland und Tatjana Festerling exportiert. (Ich wei\u00df, liebes Forum, Gauland war ein Re-Import, er hatte 1959 aus Sachsen r\u00fcbergemacht.)<\/p>\n<p>Viel ist angesichts der sogenannten Fl\u00fcchtlingskrise \u00fcber die Angst geschrieben worden. Nicht \u00fcber die Angst der Gefl\u00fcchteten, sondern \u00fcber die Angst derer, die ihnen die Zuflucht verweigern wollen: die Angst der Eingesessenen vor Ver\u00e4nderung, die Angst des Kartoffeldeutschen vor dem Muselmann, die Angst der Vernagelten vor Horizonterweiterung, die Angst davor, etwas weggenommen zu kriegen, die Angst, nicht mehr unter sich bleiben zu k\u00f6nnen. Auch dar\u00fcber, wie solche Angst Verschw\u00f6rungstheorien wuchern l\u00e4sst und wie sie in Ressentiment umschl\u00e4gt.<\/p>\n<p>Doch wer im Gr\u00f6le-Mob einen Bus mit Fl\u00fcchtlingsfamilien belagert und wer johlt, wenn ein, nun ja, \u00fcberforderter Polizist aus diesem Bus gewaltsam ein schockiertes Kind zerrt, der mag drinnen im kargen Oberst\u00fcbchen ein noch so bedauernswerter Schisshase sein: Drau\u00dfen ist er Teil einer Bewegung, die das Christian-Prinzip zur deutschen Nationaltugend erheben will. Teil dieser Bewegung sind aber auch zum Beispiel diejenigen, die jetzt &#8222;Herrschaft des Unrechts!&#8220; rufen und mit atrophiertem juristischem Sachverstand glauben nachweisen zu k\u00f6nnen, dass das dubiose Dublin-Verfahren die Genfer Konvention au\u00dfer Kraft setze.<\/p>\n<p>Vor welche Herausforderungen uns der Fl\u00fcchtlingszuzug in Zeiten weggebr\u00f6ckelter europ\u00e4ischer Solidarit\u00e4t auch stellen wird: Sie verblassen gegen\u00fcber der Aufgabe, dieser Bewegung entgegenzutreten. Und das Konter-Argument (ich sehe es kommen), &#8222;Die Bewegung g\u00e4be es ja nicht, wenn wir die Fl\u00fcchtlinge nicht hier h\u00e4tten&#8220;, ja, das sinkt schon sehr gef\u00e4hrlich ab in Richtung &#8222;Ohne die Juden h\u00e4tte es den Holocaust nicht gegeben&#8220;. Wobei die neuen v\u00f6lkischen Z\u00fcndler vielleicht blo\u00df noch ein paar Monate weiterkokeln m\u00fcssten, wie sie es seit den ersten Pegida-M\u00e4rschen tun, bis auch solche Thesen hier auf einmal &#8222;in der Mitte der Gesellschaft&#8220; herumspuken w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Und ebenfalls keine sch\u00f6ne Aussicht: dass &#8222;Es ist geil, ein Arschloch zu sein&#8220; bei zigtausend jungen Gefl\u00fcchteten als erste pr\u00e4gende Lektion h\u00e4ngen bleiben k\u00f6nnte, die sie von Deutschland gelernt haben.<\/p>\n<p>_________________<\/p>\n<p><strong><em>Sie m\u00f6chten keinen Freitext verpassen? Aufgrund der gro\u00dfen Nachfrage gibt es jetzt einen Newsletter. <a href=\"http:\/\/bit.ly\/1xjyvzZ\" target=\"_blank\">Hier k\u00f6nnen Sie ihn abonnieren.<\/a><\/em><\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vor Jahren konnte man mit Songs \u00fcber menschenverachtendes Verhalten Erfolg haben \u2013 als Pose und Spiel mit der Konsenskultur. 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