{"id":3798,"date":"2016-06-09T06:00:48","date_gmt":"2016-06-09T04:00:48","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zeit.de\/freitext\/?p=3798"},"modified":"2016-06-08T14:53:25","modified_gmt":"2016-06-08T12:53:25","slug":"em-deutschlandfahnen-schland-ebmeyer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/2016\/06\/09\/em-deutschlandfahnen-schland-ebmeyer\/","title":{"rendered":"Schland flaggt ab"},"content":{"rendered":"<p><strong>Pegida-M\u00e4rsche und AfD-Gest\u00e4nker verderben vielen die Lust am Party-Patriotismus zur EM. Die Rechten haben sich die Deutungshoheit \u00fcber das Nationalgef\u00fchl zur\u00fcckerobert<\/strong>.<\/p>\n<p><figure id=\"attachment_3803\" aria-describedby=\"caption-attachment-3803\" style=\"width: 640px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-3803\" src=\"http:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/freitext\/wp-content\/blogs.dir\/84\/files\/2016\/06\/freitext-em-flaggen-1024x525.jpg\" alt=\"\u00a9 Patrik Stollarz\/AFP\/Getty Images\" width=\"640\" height=\"328\" srcset=\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2016\/06\/freitext-em-flaggen-1024x525.jpg 1024w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2016\/06\/freitext-em-flaggen-620x318.jpg 620w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2016\/06\/freitext-em-flaggen-768x393.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-3803\" class=\"wp-caption-text\">\u00a9 Patrik Stollarz\/AFP\/Getty Images<\/figcaption><\/figure><\/p>\n<p>Vor zwei Jahren um diese Zeit konnte man sich vor Schwarz-Rot-Gold kaum retten. Von Flutschfinger bis Fliegenklatsche trug alles die deutschen Farben. Sie nisteten als Schminkset im Deckel des Nutellaglases, umschmiegten eine Traumkombination von Putzmitteln im praktischen Wischeimer und lagen als Wimpel jeder zweiten Zeitschrift bei. Denn die WM in Brasilien stand an, und seit dem &#8222;Sommerm\u00e4rchen&#8220; von 2006 galt es als deutscher Brauch, zu den internationalen Fu\u00dfballturnieren massenhaft Flagge zu zeigen.<!--more--><\/p>\n<p>Ich publizierte vor zwei Jahren um diese Zeit ein Essayb\u00fcchlein mit dem Titel <a href=\"http:\/\/www.deutschlandradiokultur.de\/flaggenkult-schlaaaand-ein-gaensehautfeeling.954.de.html?dram:article_id=288918\"><em>Das Spiel mit Schwarz-Rot-Gold<\/em>.<\/a> Darin schlug ich, aus einer skeptisch linken Perspektive, eine vorsichtig optimistische Lesart des neuen Rituals vor. Schlie\u00dflich erfasste das Flaggenfieber zum Fu\u00dfballfest gleicherma\u00dfen &#8222;Bindestrich-Deutsche&#8220; wie &#8222;Bio-Deutsche&#8220;; und NPDlern ging es gegen den Strich, weil ihnen die von J\u00fcrgen Klinsmann und Jogi L\u00f6w umgebaute Nationalmannschaft zu bunt war.<\/p>\n<p>So bestand die Hoffnung, dass diese Freude an der Fahne ein Deutschlandgef\u00fchl bef\u00f6rdern w\u00fcrde, das nicht mehr auf Blut und Boden setzte. Kein ausschlie\u00dfender, ressentimentgeladener Nationalismus, stattdessen ein integratives <em>Wir<\/em>. Schwarz-Rot-Gold als Bekenntnis zur Vielfalt, als Symbol einer offenen Gesellschaft, als Zeichen der Gemeinsamkeit von Eingesessenen und Einwanderern: Aus der Party-Nation &#8222;Schland&#8220;, in die sich weite Teile der Republik f\u00fcr die Dauer der Turniere verwandelten, schien ein k\u00fcnftiges, freundlicheres deutsches Selbstverst\u00e4ndnis hervorgehen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Was ist von der Hoffnung heute noch \u00fcbrig? Dieser Text soll kein Ort des Jammers sein; ich finde, einiges ist von der Hoffnung \u00fcbrig. Aber das l\u00e4sst sich nicht mehr gut in Schwarz-Rot-Gold ausdr\u00fccken. Allzu penetrant ist mit den Pegida-Aufm\u00e4rschen das alte, das bedrohliche Bild vom Flagge tragenden Deutschen zur\u00fcckgekehrt.<\/p>\n<p><strong>Herumpropieren mit flaggenfreudiger Identit\u00e4t<\/strong><\/p>\n<p>Schon 2014 nahm das Fieber einen seltsamen Verlauf. So allgegenw\u00e4rtig die deutschen Farben kurz vor der WM waren, so schnell verschwanden sie wieder. Zwei Wochen nach Turnierbeginn war eilig umger\u00e4umt worden, und die Supermarktsortimente sahen nicht viel anders aus als in den Junis der ungeraden Jahre. Die Kommerzmasche \u2013\u00a0<em>jetzt ist Schland, jetzt brauchst du alles in Schwarz-Rot-Gold<\/em> \u2013 verfing nicht, die Lust an der Fahne erlahmte. Es fuhren weit weniger bewimpelte Autos herum als bei jeder Welt- oder Europameisterschaft seit 2006; gro\u00dfe Flaggenmengen gab es nur noch auf den Fanmeilen zu sehen. Und selbst in der Nacht, als die deutsche Mannschaft mit Mario G\u00f6tzes legend\u00e4rem Jokertor Weltmeister geworden war, wurde in den Stra\u00dfen zwar gehupt und gejubelt, aber eher selten die Fahne geschwenkt. Drei Tage sp\u00e4ter war Schland komplett abgeflaggt.<\/p>\n<p>Warum dieser R\u00fcckgang der Schwarz-Rot-Gold-Euphorie, der vor allem den Einzelhandel unerwartet traf? War sie doch weniger nachhaltig, als alle gedacht hatten? Blo\u00df eine Mode, die vor\u00fcberging, ein fl\u00fcchtiges Herumprobieren mit einer flaggenfreudigen Identit\u00e4t, wie sie in vielen anderen Teilen der Welt ja &#8222;normal&#8220; ist?<\/p>\n<p>Zumindest zeitlich besteht hier ein enger Zusammenhang mit dem Erstarken einer &#8222;neuen Rechten&#8220; im Land, deren auff\u00e4lligste Erscheinungsformen die AfD und Pegida sind. Und ich glaube, nicht nur zeitlich: Diese Rechte hat mit ihrem ranzigen, aggressiven Deutschlandbild vielen den Spa\u00df an der Flagge wieder verdorben.<\/p>\n<p><strong>Mitgebsel an Kindergeburtstagen<\/strong><\/p>\n<p>Das zeichnete sich 2014 l\u00e4ngst ab. Man vergisst ja vor lauter Fl\u00fcchtlingsdebatte, dass die neue Rechte nicht erst im Protest gegen die Willkommenskultur anschwoll. Vor zwei Jahren stand die AfD gerade vor dem Einzug in die Landtage Sachsens, Th\u00fcringens und Brandenburgs und sa\u00df bereits im Europaparlament. Die &#8222;Montagsmahnwachen&#8220; entpuppten sich als Pegida-Prototyp. Stichwortgeber <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/kultur\/literatur\/2014-02\/thilo-sarrazin-tugendterror-meinungsfreiheit\">Thilo Sarrazin<\/a> hatte seinen Publikationsrhythmus seit 2012 mit den gro\u00dfen Fu\u00dfballfesten in Einklang gebracht, und neuerdings tobte <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2014\/15\/pirincci-deutschland-von-sinnen\">Akif Pirin\u00e7ci <\/a>seine krawallig-chauvinistische \u00dcberidentifikation mit dem Land, das seine Katzenb\u00fccher mochte, sehr \u00f6ffentlichkeitswirksam aus.<\/p>\n<p>&#8222;<a href=\"http:\/\/www.welt.de\/print\/die_welt\/literatur\/article127327350\/Noch-ist-Schland-nicht-verloren.html\">Noch ist Schland nicht verloren<\/a>&#8220; nannte ich einen Artikel, der damals Ende April erschien, wenige Wochen nach Drucklegung meines B\u00fcchleins. Die Sorge, dass die neurechten W\u00fcteriche die schwarzrotgoldene Party vermasseln w\u00fcrden, war betr\u00e4chtlich. Die Party geriet dann ja auch eher mau.<\/p>\n<p>Und heute? Die AfD liegt bundesweit bei 13 Prozent, und aus Verunsicherung dar\u00fcber dr\u00e4ngt es Teile der Union ebenfalls nach rechts au\u00dfen (wo man, ehe man sichs versieht, den Boden der freiheitlich demokratischen Grundordnung unter den F\u00fc\u00dfen verlieren kann). Hetzvokabular wie &#8222;L\u00fcgenpresse&#8220;, &#8222;Islamisierung&#8220; und &#8222;linksversifft&#8220; bimmelt an jeder Stra\u00dfenecke. Daf\u00fcr sieht man kurz vor dem Anpfiff zur Europameisterschaft nur vereinzelt deutsche Flaggen. Man kann ganze Einkaufszentren durchstreifen, ohne auf nennenswerte Fanartikel-Ballungen zu sto\u00dfen. Und wenn Schwarz-Rot-Gold doch auftaucht, dann am ehesten im S\u00fc\u00dfwarenregal oder als Mitgebsel beim Kindergeburtstag. Mit Schland scheint nicht mehr viel los zu sein. Die V\u00f6lkischen haben sich zur\u00fcckgeholt, was ihnen vor zehn Jahren entglitten war: die faktische Deutungshoheit \u00fcber das deutsche Nationalgef\u00fchl.<\/p>\n<p>Die Paradoxien rund um die Flagge setzen sich dabei fort. Denn auch f\u00fcr viele Neurechte ist Schwarz-Rot-Gold heute das Wahrzeichen eines weltoffenen Deutschlands. Und weil ihnen ebendieses verhasst ist, ziehen sie es vor, etwa bei den Pegida-Aufm\u00e4rschen die &#8222;Wirmer-Flagge&#8220; zu recken (skandinavisches Kreuz in Schwarz-Gelb auf rotem Grund), die sie, gewohnt geschmackssicher, bei der Widerstandsgruppe vom 20. Juli 1944 entwendet haben.<\/p>\n<p><strong>Nationalspielerm\u00e4\u00dfiges Selbstbewusstsein<\/strong><\/p>\n<p>Diese Verschiebung b\u00f6te eigentlich die Chance, nun erst recht Schwarz-Rot-Gold als die Farben von Vielfalt und Miteinander einzusetzen, sprich: Schland zur EM mehr denn je zu feiern. Aber daf\u00fcr ist die Umcodierung der deutschen Farben zu wackelig. Den zehn Jahren Party-Patriotismus \u2013 der obendrein ja nie zur G\u00e4nze, sondern nur in Teilen ein neues, nicht-ausschlie\u00dfendes Konzept von Zugeh\u00f6rigkeit verk\u00f6rperte \u2013 stehen anderthalb Jahrhunderte entgegen, in denen von beflaggten Deutschen nichts Gutes ausging. Und an diese Tradition kn\u00fcpft die neue Rechte m\u00fchelos an, egal mit welcher Fahne.<\/p>\n<p>&#8222;Aber zumindest das Trikot der Nationalmannschaft sollte man diesmal tragen&#8220;, schlagen Freunde von mir vor: &#8222;Das von Boateng, das von \u00d6zil, das von Khedira.&#8220; Gute Idee. Jedenfalls bringt der Fu\u00dfball, wie es seine Art ist, wieder einiges ans Licht. Wenn die AfD, die sich so gerne als b\u00fcrgerliche Partei begreift, dieser Tage gegen die deutschen Nationalspieler J\u00e9r\u00f4me Boateng und Mesut \u00d6zil p\u00f6belt, tut sie nichts anderes als vor ihr die NDP. Der <a href=\"https:\/\/daserste.ndr.de\/panorama\/archiv\/2010\/panoramanpd100.html\"><em>Panorama<\/em>-Beitrag vom Sommer 2010<\/a><em><u>, <\/u><\/em>in dem sich ein NPD-Pressesprecher so miesepetrig wie ungelenk um eine Antwort herumwindet, ob er sich \u00fcber den Siegtreffer des, wie er sagt, &#8222;Plastedeutschen&#8220; \u00d6zil im WM-Achtelfinale freue, eignet sich trefflich zum Abgleich mit <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2016-05\/alexander-gauland-afd-vorabmeldung\">Alexander Gaulands niedertr\u00e4chtiger Bemerkung \u00fcber Boateng <\/a>und mit den <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/afd-frauke-petry-instrumentalisiert-mekka-reise-von-mesut-oezil-a-1095898.html\">St\u00e4nkereien der AfD gegen \u00d6zils Mekkareise<\/a>.<\/p>\n<p>Wohin aber im Sommer 2016 mit der Hoffnung, die Schland wecken konnte? Der Fu\u00dfball hat sich wieder f\u00fcr uns alle sch\u00f6n gemacht: Zwei Jahre nach dem <em>Jogo Bonito<\/em> in Brasilien (nun ja, fangen wir jetzt nicht mit der FIFA an) beschw\u00f6rt der offizielle EM-Ball f\u00fcr Frankreich das <em>Beau Jeu<\/em> (fangen wir jetzt nicht mit der UEFA an)<em>.<\/em> Wer bei diesem Turnier &#8222;f\u00fcr Deutschland ist&#8220;, h\u00e4lt zu einer Mannschaft, bei der neun von 23 Kickern im Kader einen Migrationshintergrund haben. &#8222;Wir als Nationalspieler leben das moderne Deutschland wie keine anderen&#8220;, sagt Sami Khedira mit nationalspielerm\u00e4\u00dfigem Selbstbewusstsein, und &#8222;Wir sind Vielfalt&#8220;, beteuert der DFB \u2013 w\u00e4hrend Pegidisten sich \u00fcber <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/sport\/2016-05\/deutsche-nationalmannschaft-ferrero-kinderschokolade-pegida-wirrkoepfe\">Kinderschokolade ohne Ariernachweis<\/a> ereifern und man bei der AfD glaubt, es sei undeutsch, wenn sich manche aus der Mannschaft den amerikanischen Brauch, bei der Nationalhymne vor dem L\u00e4nderspiel mitzusingen, noch immer nicht zueigen machen.<\/p>\n<p>Hoffen wir auf eine mitrei\u00dfende und friedliche EM. Setzen wir weiter auf die gro\u00dfz\u00fcgigen Identifikationsangebote, die der Fu\u00dfball macht. Schwarz-Rot-Gold ist daf\u00fcr nicht n\u00f6tig. Ein paar Jahre lang hat sich auch das weltoffene Deutschland empf\u00e4nglich f\u00fcr Flaggenrituale gezeigt. Gebraucht hat es sie noch nie. Und um der Wiederkehr der v\u00f6lkisch-reaktion\u00e4ren Dominanz beim Fahnenschwenken wirklich etwas entgegenzusetzen, m\u00fcssten diese Rituale jetzt wenn, dann ganz unbeirrt <em>campy<\/em> werden; sie m\u00fcssten den Entspanntheits- und Verspieltheitsgrad von CSD-Paraden erreichen. Das aber w\u00e4re doch zu viel verlangt von Schland.<\/p>\n<p>_________________<\/p>\n<p><strong><em>Sie m\u00f6chten keinen Freitext verpassen? Aufgrund der gro\u00dfen Nachfrage gibt es einen Newsletter. <a href=\"http:\/\/bit.ly\/1xjyvzZ\" target=\"_blank\">Hier k\u00f6nnen Sie ihn abonnieren.<\/a><\/em><\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Pegida-M\u00e4rsche und AfD-Gest\u00e4nker verderben vielen die Lust am Party-Patriotismus zur EM. Die Rechten haben sich die Deutungshoheit \u00fcber das Nationalgef\u00fchl zur\u00fcckerobert. 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