{"id":3945,"date":"2016-06-30T12:50:42","date_gmt":"2016-06-30T10:50:42","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zeit.de\/freitext\/?p=3945"},"modified":"2016-06-30T15:29:39","modified_gmt":"2016-06-30T13:29:39","slug":"siesta-europa-spanien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/2016\/06\/30\/siesta-europa-spanien\/","title":{"rendered":"Mehr Siesta wagen!"},"content":{"rendered":"<p><strong>Nur die Siesta kann den Kontinent vor der grassierenden aggressiven Vertrottelung bewahren. Spanien soll sich zu diesem segensreichen Kulturgut bekennen, anstatt sich daf\u00fcr zu sch\u00e4men.<\/strong><\/p>\n<p><figure id=\"attachment_3949\" aria-describedby=\"caption-attachment-3949\" style=\"width: 620px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-3949 size-medium\" src=\"http:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/freitext\/wp-content\/blogs.dir\/84\/files\/2016\/06\/freitext-siesta-620x413.jpg\" alt=\"Mehr Siesta wagen!\" width=\"620\" height=\"413\" srcset=\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2016\/06\/freitext-siesta-620x413.jpg 620w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2016\/06\/freitext-siesta-768x512.jpg 768w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2016\/06\/freitext-siesta-1024x682.jpg 1024w, https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2016\/06\/freitext-siesta.jpg 2000w\" sizes=\"auto, (max-width: 620px) 100vw, 620px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-3949\" class=\"wp-caption-text\">G\u00e4ste in Pamplona halten Siesta w\u00e4hrend eines Stierkampffestivals. (Copyright: Christopher Furlong\/Getty Images).<\/figcaption><\/figure><\/p>\n<p>Haben Sie es auch geh\u00f6rt? \u00dcberall wird gerade das Ende der Siesta ausgerufen; Schockschwerenot! Verursacher der Hiobsbotschaft war Mariano Rajoy, auch das St\u00fcck Holz genannt, Spaniens amtierender Ministerpr\u00e4sident und Vorsitzender einer zutiefst korrupten Partei. Rajoy hat \u2026 doch bleiben wir noch kurz bei seiner korrupten Partei. Der ist es soeben gelungen, bei den wegen Nichtzustandekommens einer Regierung wiederholten spanischen Parlamentswahlen abermals st\u00e4rkste Kraft zu werden. <!--more--><\/p>\n<p>Wen da nicht bleierne M\u00fcdigkeit anwandelt, der wacht gerade erst auf. Zumal auch beim zweiten Urnengang keine brauchbaren Mehrheiten zustande kamen, sich bereits leise ein dritter aufzudr\u00e4ngen beginnt und schon diesmal blo\u00df die H\u00e4lfte der Stimmberechtigten \u00fcberhaupt mitw\u00e4hlte. Wer aber glaubt, das liege daran, dass die andere H\u00e4lfte es mit der heiligen Mittagsruhe am 26. Juni derart \u00fcbertrieb, dass sie die \u00d6ffnungszeiten der Wahllokale verpennte, der irrt. Denn die meisten Spanier machen gar keine Siesta. Schon 2009 belief sich der Anteil derer, die sich t\u00e4glich ein Nickerchen g\u00f6nnten, <a href=\"http:\/\/elpais.com\/elpais\/2016\/04\/06\/inenglish\/1459949163_140228.html\"><u>auf gerade mal 16 Prozent<\/u><\/a>\u00a0 (im Vergleich, zum Beispiel, <a href=\"http:\/\/www.pewsocialtrends.org\/2009\/07\/29\/nap-time\/\">zu <u>34 Prozent der US-Amerikaner)<\/u><\/a>. Und nach wie vor d\u00fcrfte er weit unterhalb der Arbeitslosenquote liegen.<\/p>\n<p>Das wei\u00df auch Mariano Rajoy. Und er hat im Lauf seiner politischen Karriere schon viel Mist verzapft, aber das mit der Abschaffung der Siesta hat er nicht gesagt. Gesagt hat er lediglich, er strebe an, dass Spanien von der deutschen in die britische Zeitzone zur\u00fcckkehrt (der Diktator Franco lie\u00df anno 1942 die Uhren im Land zu Ehren der befreundeten Nazis um eine Stunde vorstellen; dabei ist es bis heute geblieben) \u2013 und dass der normale spanische Arbeitstag k\u00fcnftig um 18 Uhr enden solle. Markige Worte im Wahlkampf; g\u00e4hn.<\/p>\n<p>Die Schlagzeile <em>Schluss mit der Siesta!<\/em> hat die britische und deutsche Presse daraus gemacht. Denn die Siesta, so liest es sich in einem dpa-Artikel, der in den Tagen vor der spanischen Wahl von <em>Welt <\/em>bis <em>Handelsblatt<\/em> verbraten wurde, &#8222;geh\u00f6rt zu Spanien wie Paella und Flamenco&#8220; \u2013 sprich, die Siesta geh\u00f6rt zu Spanien wie Lederhose, Marschmusik und die Lust am Klischee zu Deutschland geh\u00f6ren (nicht aufregen, liebe Experten im Forum: Das war ironisch gemeint). Dass die Spanier sich zwanghaft oder gezwungenerma\u00dfen mittags zur Ruhe legen, ist ein hartn\u00e4ckiges M\u00e4rchen. Wem es schwerf\u00e4llt, den Glauben an eine staatlich verordnete Siesta abzulegen, der vergewissere sich unter <a href=\"http:\/\/www.estatutodelostrabajadores.com\/a34-jornada\/\"><u>Artikel 34 des<\/u> <u>spanischen Arbeitsgesetzes.<\/u><\/a><\/p>\n<p>Zu den Gr\u00fcnden f\u00fcr den dennoch seltsamen Tagesablauf in Spanien kommen wir weiter unten im Text, falls wir bis dahin nicht eingeschlafen sind. Und nein, einschlafen w\u00fcrden wir nicht, weil der Text so verschnarcht w\u00e4re, sondern weil wir chronisch \u00fcberm\u00fcdet sind. Wir alle. Als Gesellschaft.<\/p>\n<p>Die Symptome von Schlafmangel sind bekannt: Man wird reizbar, wehleidig, menschenscheu, unausstehlich. Urteilskraft und Empathief\u00e4higkeit gehen gemeinsam in den Keller, und im fortgeschrittenen Stadium beginnt man Gespenster zu sehen. Vor allem wenn etwas Ungewohntes passiert, ist man sofort stinksauer und gewaltbereit.<\/p>\n<p>Ebenfalls bekannt ist, dass es dem Deutschen niemals einfiele, eine Siesta zu halten. Der Deutsche steht sp\u00e4testens um sechs in der Fr\u00fche frisch gescheitelt auf der Matte, er marschiert durch seinen Arbeitstag mit maximal halber Stunde Mittagspause, in der er zu Tisch geht. In der Regel macht er noch ein paar \u00dcberstunden, um Exportweltmeister zu bleiben und dergleichen. Und abends versackt er mindestens bis Mitternacht im Internet, um sich die neuesten Verschw\u00f6rungstheorien anzueignen.<\/p>\n<p>F\u00fcr diesen gnadenlosen Rhythmus des Digitalzeitalters aber ist der Volksk\u00f6rper zu verweichlicht \u2013 vor allem in Gegenden, wo er seit Generationen im selben Genpool schmort. Der Schlafmangel l\u00e4sst also nicht nach: Mitsamt seinen Symptomen wird er zum Normalzustand. Und schon ist es kaum noch absonderlich, wenn der Deutsche sich in einer &#8222;Merkel-Diktatur&#8220; w\u00e4hnt, wenn er finstere Machenschaften zur Abschaffung des Bargelds wittert, oder wenn er angesichts von Notlagen, die ihn selbst allenfalls sekund\u00e4r betreffen \u2013 etwa wenn Menschen in sehr gro\u00dfer Zahl vor Krieg und Verfolgung fliehen und &#8222;bei uns&#8220; Schutz suchen \u2013, in Panik und Bei\u00dfreflexe verf\u00e4llt, den Untergang des Abendlands herbeihalluziniert und jeglichen Anstand einb\u00fc\u00dft.<\/p>\n<p>K\u00fcrzlich schrieb mir zum Beispiel ein besorgter B\u00fcrger folgende Zeilen (Rechtschreibung und Grammatik sind respektvoll im Originalzustand belassen): &#8222;F\u00fcr mich sind Sie ein mieser, kleiner Brandstifter, von der ganz linken und hinterfotzigen Art. Sie klinken sich in der derzeit aktuellen Mainstream (antideutsch und pro schmarotzerische Zuwanderer), um Ihre d\u00fcmmlichen, arroganten und ketzerischen Schmiereien zu verbreiten. Wenn es nach mir ginge, w\u00fcrde man Schleimbeutel wie Sie aus dem Land pr\u00fcgeln!&#8220;<\/p>\n<p>Nun. Nat\u00fcrlich m\u00f6chte man ihm entgegnen: Tut mir leid, aber wenn es wirklich nach Ihnen ginge, dann g\u00e4be es gar kein Land, aus dem man Schleimbeutel wie mich hinauspr\u00fcgeln k\u00f6nnte, sondern blo\u00df ein zivilisationsloses Kuddelmuddel von rasenden Trollen, die auf alles eindreschen, was sie nicht kapieren und was nicht den gleichen Mief verstr\u00f6mt wie sie selbst. Doch nein, ich erwidere: Mein Herr, probieren Sie es mal mit einer Siesta.<\/p>\n<p>Obwohl, eine Siesta w\u00fcrde in Ihrem Fall bei Weitem nicht ausreichen. W\u00fcrde in dem Moment, da Sie nach ihrem Nickerchen die Augen \u00f6ffnen, jemand: &#8222;WO STEHT DER FEIND?!&#8220; br\u00fcllen, Sie w\u00fcrden zur\u00fcckbellen: &#8222;LINKS! LINKS! LINKS!&#8220;, und gleich wieder losstampfen, mit der Pegidafahne im Schritt. Was Sie und so furchtbar viele andere br\u00e4uchten, w\u00e4re eine ausgiebige Schlafkur.<\/p>\n<p>Wenn das die Spanier w\u00fcssten. Die Spanier m\u00f6gen n\u00e4mlich auch Klischees, und sie haben ein seltsames, oft r\u00fchrendes Bild von Deutschland. Sie glauben, in Deutschland seien die Z\u00fcge p\u00fcnktlich, die Menschen ziemlich vern\u00fcnftig und obendrein erstaunlich zungenfertig, weil sie W\u00f6rter wie &#8222;Quarkh\u00f6rnchen&#8220; aussprechen k\u00f6nnen. \u00dcberhaupt das deutsche Essen: Zu Recht l\u00e4sst dem Spanier die Bratwurst keine Ruhe, und besonders sch\u00f6n fand ich sie einmal an einem Imbissstand in Barcelona angepriesen, n\u00e4mlich als &#8222;Wratswurg&#8220;.<\/p>\n<p>Ebenfalls in Barcelona kam ich einst regelm\u00e4\u00dfig am Eingang einer l\u00e4ngst stillgelegten Sauna namens &#8222;Sauland&#8220; vorbei. Der Name war passender, als man denken mag, denn hinter dem Etikett &#8222;Sauna&#8220; verbargen sich zur Zeit der Franco-Diktatur die offiziell verbotenen Bordelle. Und ebenfalls unter Franco wurde der ber\u00fcchtigt seltsame spanische Tagesablauf eingef\u00fchrt, der bis heute in der deutschen und britischen Presse den Siesta-Mythos bl\u00fchen l\u00e4sst.<\/p>\n<p>Damals, in den kargen Jahren nach dem B\u00fcrgerkrieg, mussten viele, um \u00fcber die Runden zu kommen, in zwei Jobs arbeiten, oft an verschiedenen Enden der St\u00e4dte. Also wurde eine fr\u00fche Schicht bis 14 Uhr angesetzt und eine sp\u00e4te ab 16 Uhr, und auf diese Weise entstand die Mittagsl\u00fccke. Wer mir das nicht glaubt, kann es ausf\u00fchrlicher, allerdings auf Spanisch, <a href=\"http:\/\/www.elmundo.es\/sociedad\/2016\/04\/06\/5704c510e2704e5c2f8b458e.html\"><u>in einem h\u00fcbschen Artikel der konservativen Tageszeitung <em>El Mundo<\/em><\/u><\/a> nachlesen.<\/p>\n<p>Heute gilt die \u2013 wie wir nun wissen, keineswegs mit Siesta angef\u00fcllte \u2013 Mittagspause in Spanien als ebenso sinnlos, wie der entsprechend sp\u00e4te Schluss des Arbeitstages (klassischerweise um 21 Uhr) als Zumutung gilt. Dass weite Teile des Einzelhandels trotzdem bis heute daran festhalten, kann man beknackt finden. Andererseits h\u00e4lt ja auch eine Mehrheit jener Wahlberechtigten, die sich in Spanien noch zu den Urnen schleppen, daran fest, f\u00fcr die Kleptokratenpartei des h\u00f6lzernen Herrn Rajoy zu stimmen. Wer \u00fcberm\u00fcdet ist, schafft es eben nicht mehr, sich eines Besseren zu besinnen. Und \u00fcberm\u00fcdet sind sie, die Spanier. Noch mehr als die Deutschen. Schlie\u00dflich schlafen sie, so sagt <a href=\"http:\/\/www.arte.tv\/guide\/de\/058949-001-A\/so-schlaeft-die-welt\"><u>die Forschung<\/u><\/a>, am wenigsten von allen Europ\u00e4ern.<\/p>\n<p>Trotzdem haben sie sich keine Rechtspopulisten ins Parlament geholt; damit sind die Spanier in Europa ja inzwischen die gro\u00dfe Ausnahme. Wobei viele sagen, der vor allem innenpolitisch stramm reaktion\u00e4re Kurs der Regierung Rajoy komme dem Franquismus schon emp\u00f6rend nahe. Vielleicht liegt es nur daran.<\/p>\n<p>Ein fatales Signal ist jedenfalls das allgemeine Siesta-Bashing, hier wie dort. Studie um Studie weist nach, wie gesund ein Mittagsschl\u00e4fchen ist; und welch katastrophale Folgen die \u00dcberm\u00fcdung der europ\u00e4ischen Gesellschaften hat, sehen wir, wohin wir auch blicken. Da w\u00e4hlen sich die Briten somnambul, nur noch von einem Gemisch aus Ressentiment und Restalkohol auf den Beinen gehalten, versehentlich aus der EU hinaus. Da unterl\u00e4uft es den \u00d6sterreichern, weil nicht einmal mehr der st\u00e4rkste Einsp\u00e4nner sie aus ihrem morbiden D\u00e4mmerzustand rei\u00dft, dass ein fescher Protofaschist sich bei ihnen Hoffnungen aufs h\u00f6chste Staatsamt machen kann. Und von Ungarn und Polen bis D\u00e4nemark und Schweden wird wieder nationale Pampe anger\u00fchrt, als w\u00e4ren die K\u00f6pfe schon so zerr\u00fcttet, dass als einzige Gedankenregung noch der kleingeistige Gr\u00f6\u00dfenwahn von vor hundert Jahren funktioniert.<\/p>\n<p>Also. Wir m\u00fcssen in ganz Europa die Siesta einf\u00fchren, die Zeit dr\u00e4ngt! Wir m\u00fcssen f\u00fcr sie werben, sie vorleben, sie gesellschaftlich durchsetzen. Nur die Siesta kann den Kontinent vor der grassierenden aggressiven Vertrottelung bewahren. Spanien, bekenne dich zu diesem segensreichen Kulturgut, anstatt dich daf\u00fcr zu sch\u00e4men! <em>\u00a1Recl\u00e1mala! Reclaim it! Spread the word!<\/em> Bis uns allen, vom Nordkap bis Zypern, die Augen aufgehen und dann sogleich zufallen. Bis auch diejenigen, die sich, ganz t\u00fcddelig vor lauter <em>insomnia<\/em>, in v\u00f6lkische Borniertheit, Paranoia und gr\u00f6lende Hasenf\u00fc\u00dfigkeit verirren, endlich ihr Schlafdefizit aufgeholt haben und in der Wirklichkeit von heute erwachen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nur die Siesta kann den Kontinent vor der grassierenden aggressiven Vertrottelung bewahren. Spanien soll sich zu diesem segensreichen Kulturgut bekennen, anstatt sich daf\u00fcr zu [\u2026]<\/p>\n","protected":false},"author":1027,"featured_media":3949,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[7],"tags":[],"class_list":["post-3945","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-gesellschaft-politik"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v21.0 - https:\/\/yoast.com\/wordpress\/plugins\/seo\/ -->\n<title>Mehr Siesta wagen!<\/title>\n<meta name=\"description\" content=\"Nur die Siesta kann den Kontinent vor der grassierenden aggressiven Vertrottelung bewahren. Spanien soll sich zu diesem segensreichen Kulturgut bekennen.\" \/>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/2016\/06\/30\/siesta-europa-spanien\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Mehr Siesta wagen!\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Nur die Siesta kann den Kontinent vor der grassierenden aggressiven Vertrottelung bewahren. Spanien soll sich zu diesem segensreichen Kulturgut bekennen.\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/2016\/06\/30\/siesta-europa-spanien\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"Freitext\" \/>\n<meta property=\"article:published_time\" content=\"2016-06-30T10:50:42+00:00\" \/>\n<meta property=\"article:modified_time\" content=\"2016-06-30T13:29:39+00:00\" \/>\n<meta property=\"og:image\" content=\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2016\/06\/freitext-siesta.jpg\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:width\" content=\"2000\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:height\" content=\"1333\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:type\" content=\"image\/jpeg\" \/>\n<meta name=\"author\" content=\"Michael Ebmeyer\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Geschrieben von\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"Michael Ebmeyer\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:label2\" content=\"Gesch\u00e4tzte Lesezeit\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data2\" content=\"8\u00a0Minuten\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\/\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/2016\/06\/30\/siesta-europa-spanien\/\",\"url\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/2016\/06\/30\/siesta-europa-spanien\/\",\"name\":\"Mehr Siesta wagen!\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/#website\"},\"datePublished\":\"2016-06-30T10:50:42+00:00\",\"dateModified\":\"2016-06-30T13:29:39+00:00\",\"author\":{\"@id\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/#\/schema\/person\/18ec8896ee6050258ec234b50c0d4119\"},\"description\":\"Nur die Siesta kann den Kontinent vor der grassierenden aggressiven Vertrottelung bewahren. Spanien soll sich zu diesem segensreichen Kulturgut bekennen.\",\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/2016\/06\/30\/siesta-europa-spanien\/#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"de\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"ReadAction\",\"target\":[\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/2016\/06\/30\/siesta-europa-spanien\/\"]}]},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/2016\/06\/30\/siesta-europa-spanien\/#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Startseite\",\"item\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"Mehr Siesta wagen!\"}]},{\"@type\":\"WebSite\",\"@id\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/#website\",\"url\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/\",\"name\":\"Freitext\",\"description\":\"Feld f\u00fcr literarisches Denken\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"SearchAction\",\"target\":{\"@type\":\"EntryPoint\",\"urlTemplate\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/?s={search_term_string}\"},\"query-input\":\"required name=search_term_string\"}],\"inLanguage\":\"de\"},{\"@type\":\"Person\",\"@id\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/#\/schema\/person\/18ec8896ee6050258ec234b50c0d4119\",\"name\":\"Michael Ebmeyer\",\"image\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de\",\"@id\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/#\/schema\/person\/image\/\",\"url\":\"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/fff9e6858a284518b1157a6beeef61f44c2264d3aa09b8bf82bf1a7a3739cdd9?s=96&d=mm&r=g\",\"contentUrl\":\"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/fff9e6858a284518b1157a6beeef61f44c2264d3aa09b8bf82bf1a7a3739cdd9?s=96&d=mm&r=g\",\"caption\":\"Michael Ebmeyer\"},\"description\":\"geboren 1973, hat Romane wie \\\"Pl\u00fcsch\\\" (2002), \\\"Achter Achter\\\" (2005), \\\"Der Neuling (2009)\\\" und \\\"Landungen\\\" (2010) geschrieben. Aber auch zum Beispiel die \\\"Gebrauchsanweisung f\u00fcr Katalonien\\\" (2007), das Drehbuch zum Kino-Spielfilm \\\"Ausgerechnet Sibirien\\\" (2012) oder das sportliche Essayb\u00fcchlein \\\"Das Spiel mit Schwarz-Rot-Gold: \u00dcber Fu\u00dfball und Flaggenfieber\\\" (2014). Er ist Co-Autor von Heiko Maas' \\\"Aufstehen statt wegducken. Eine Strategie gegen Rechts\\\" (2017). Au\u00dferdem \u00fcbersetzt er aus einigen Sprachen und hat mit der Gruppe F\u00f6n zwei CDs ver\u00f6ffentlicht.\",\"url\":\"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/author\/michael-ebmeyer\/\"}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"Mehr Siesta wagen!","description":"Nur die Siesta kann den Kontinent vor der grassierenden aggressiven Vertrottelung bewahren. Spanien soll sich zu diesem segensreichen Kulturgut bekennen.","robots":{"index":"index","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"canonical":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/2016\/06\/30\/siesta-europa-spanien\/","og_locale":"de_DE","og_type":"article","og_title":"Mehr Siesta wagen!","og_description":"Nur die Siesta kann den Kontinent vor der grassierenden aggressiven Vertrottelung bewahren. Spanien soll sich zu diesem segensreichen Kulturgut bekennen.","og_url":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/2016\/06\/30\/siesta-europa-spanien\/","og_site_name":"Freitext","article_published_time":"2016-06-30T10:50:42+00:00","article_modified_time":"2016-06-30T13:29:39+00:00","og_image":[{"width":2000,"height":1333,"url":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2016\/06\/freitext-siesta.jpg","type":"image\/jpeg"}],"author":"Michael Ebmeyer","twitter_card":"summary_large_image","twitter_misc":{"Geschrieben von":"Michael Ebmeyer","Gesch\u00e4tzte Lesezeit":"8\u00a0Minuten"},"schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"WebPage","@id":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/2016\/06\/30\/siesta-europa-spanien\/","url":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/2016\/06\/30\/siesta-europa-spanien\/","name":"Mehr Siesta wagen!","isPartOf":{"@id":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/#website"},"datePublished":"2016-06-30T10:50:42+00:00","dateModified":"2016-06-30T13:29:39+00:00","author":{"@id":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/#\/schema\/person\/18ec8896ee6050258ec234b50c0d4119"},"description":"Nur die Siesta kann den Kontinent vor der grassierenden aggressiven Vertrottelung bewahren. Spanien soll sich zu diesem segensreichen Kulturgut bekennen.","breadcrumb":{"@id":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/2016\/06\/30\/siesta-europa-spanien\/#breadcrumb"},"inLanguage":"de","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/2016\/06\/30\/siesta-europa-spanien\/"]}]},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/2016\/06\/30\/siesta-europa-spanien\/#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Startseite","item":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"Mehr Siesta wagen!"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/#website","url":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/","name":"Freitext","description":"Feld f\u00fcr literarisches Denken","potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/?s={search_term_string}"},"query-input":"required name=search_term_string"}],"inLanguage":"de"},{"@type":"Person","@id":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/#\/schema\/person\/18ec8896ee6050258ec234b50c0d4119","name":"Michael Ebmeyer","image":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/#\/schema\/person\/image\/","url":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/fff9e6858a284518b1157a6beeef61f44c2264d3aa09b8bf82bf1a7a3739cdd9?s=96&d=mm&r=g","contentUrl":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/fff9e6858a284518b1157a6beeef61f44c2264d3aa09b8bf82bf1a7a3739cdd9?s=96&d=mm&r=g","caption":"Michael Ebmeyer"},"description":"geboren 1973, hat Romane wie \"Pl\u00fcsch\" (2002), \"Achter Achter\" (2005), \"Der Neuling (2009)\" und \"Landungen\" (2010) geschrieben. Aber auch zum Beispiel die \"Gebrauchsanweisung f\u00fcr Katalonien\" (2007), das Drehbuch zum Kino-Spielfilm \"Ausgerechnet Sibirien\" (2012) oder das sportliche Essayb\u00fcchlein \"Das Spiel mit Schwarz-Rot-Gold: \u00dcber Fu\u00dfball und Flaggenfieber\" (2014). Er ist Co-Autor von Heiko Maas' \"Aufstehen statt wegducken. Eine Strategie gegen Rechts\" (2017). Au\u00dferdem \u00fcbersetzt er aus einigen Sprachen und hat mit der Gruppe F\u00f6n zwei CDs ver\u00f6ffentlicht.","url":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/author\/michael-ebmeyer\/"}]}},"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/files\/2016\/06\/freitext-siesta.jpg","jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3945","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1027"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3945"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3945\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3957,"href":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3945\/revisions\/3957"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/wp-json\/wp\/v2\/media\/3949"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3945"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3945"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.zeit.de\/freitext\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3945"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}